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c) Mechanismen der Ozonschwankung Hypothese der anthropogenden Zerstörung durch FCKW (1974) Die Ozonabnahme in den 80er Jahren erkennt man in der Grafik Abb. 33 für die Antarktis. Seit der Postulierung der Ozonzerstörungstheorie durch FCKW durch Rowland und Molina 1973 und den Nobelpreisen 1995 nahm man eine allein auf FCKW-chemischer Basis beruhende Zerstörung der Ozonschicht an, die wie folgt aussah:
(Radikale sind energiereiche Atome mit einem ungepaarten Elektron) Dabei wurden folgene Annahmen gemacht:
FCKW (englisch CFC) = Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffe, sind chemisch Halogenalkane, bei denen beim Methan oder Ethan Wasserstoff gegen Halogene (F, Cl, Br ) ersetzt wurden. FCKW sind farblos, flüssig oder gasförmig. Chloralkane sind gut fettlöslich und deshalb Nerven- Leber- und Nierengifte. Ihre Giftigkeit nimmt mit dem Gehalt an F ab. Fluoralkane sind extrem hitzebeständig. FCKW wurden in den 20er Jahren in den USA entwickelt und seit ca. 1950 weltweit eingesetzt.
Bei Halonen ist zusätzlich zu F und Cl noch Br enthalten (z. B. CF3Br in Feuerlöschern). Aus der Chemie wissen wir, daß die Halogene F, Cl und Br giftig sind und zu den reaktivsten Elementen gehören. In der Natur kommen organische Chlorverbindungen praktisch nicht vor! Denken sie an das Sevesogift Dioxin oder das verbotene Pestizid DDT, alles extrem giftige synthetische organische Chlorverbindungen. Ein häufig als Pestizid verwendetes Bromalkan ist Methylbromid, was ebenfalls an der Ozonzerstörung beteiligt ist. Je höher der F-Gehalt, desto länger ist die Verweildauer in der Atmosphäre (Hitzebeständigkeit). CCl3F hält sich ca. 50 Jahre, CClF3 640 Jahre. Wichtige Halogenalkane:
Gemische von FCKW werden handelsüblich als Freon
oder Frigene bezeichnet. Wenn FCKW in die Stratosphäre gelangen , sollen folgende Reaktionen ablaufen :
Die Radikale können bis zu 10 000 weitere Ozonmoleküle zerstören. Daneben gibt es viele weitere Reaktionen mit O2 und NO2. Methylbromid (Monobrom-Methan, CH3Br) ist ein weltweit benutztes Pestizidgas z. B. bei Erdbeerplantagen. Die Brom-Konzentrationen in der Atmosphäre sind zwar um das ca. 150-fache geringer wie die von Cl, jedoch ist Br um 10-100 fach effektiver in der Zerstörung des Ozons. Dazu wurden folgende chemische Reaktionen in der Atmosphäre postuliert:
Die oben dargestellte, allgemein verbreitete Hypothese der Ozonzerstörung durch menschliches FCKW muß nach neuesten Erkenntnissen wie schon erwähnt stark angezweifelt werden. Grund dafür sind:
Tatsächlich kann man z.B. in der antarktischen Vortex (=trichterförmiger "Reaktionsraum" in der Atmosphäre über der Antarktis) folgende Situation messen:
Die nachfolgende Abb. 44 stellt die natürlichen und menschlichen Chlor-Emissionen zusammen: Chlor gehört zu den häufigen Elementen in der Natur. Deshalb ist es nicht verwunderlich daß die meisten Organismen halogenorganische Verbindungen als Hormone oder Abwehrstoffe produzieren. Ackerpflanzen wie Arabidopsis Thaliana (Abb. 45, Acker-Schmalwand), Kartoffeln, Zypressen und Meeresalgen bzw. Tang produzieren in großen Mengen Chlormethan (CH3Cl) und Brommethan (CH3Br). In Abb. 41 ist der weit verbreitete Seetang Asparagopsis zu sehen. Rotalgen produzieren bromorganische Verbindungen.
Die natürlichen Mengen an gasförmigen Organohalogenen übersteigen die anthropogen hergestellten um mehrere Zehnerpotenzen. Doch es wurden nicht nur natürliche Quellen für Halogenalkane entdeckt sondern auch Senken, also Organismen wie Bakterien und Pilze im Boden, die Halogenalkane abbauen. Deshalb spricht man heute auch wie bei anderen Stoffzyklen von einem Chlor-Zyklus in der Natur. Nachweis der Zerstörung durch solare und kosmische Strahlung (2003) Bis zum Jahr 2003 wurden viele natürliche Mechanismen entdeckt, die Ozon in allen Höhen nachhaltig zerstören. Die Einwirkung hochenergetischer solarer und kosmischer Partikelstrahlung auf die atmosphärischen Gase sind heute als effektivste Ursache der Veränderung der Ozonkonzentration erkannt, obwohl in der Bevölkerung immer noch die anthropogende Zerstörung als Hauptursache gilt.
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Auch hier gibt es viele
andere Reaktionen. Dieses Puzzle wurde jedoch bis heute (2004) nicht
vollständig gelöst. Besonders bemerkenswert war die Entdeckung,
daß das Ozonloch am größten war, wenn stratosphärische
Wolken die UV-Einstrahlung blockierten! d) Ozon und UV-B Strahlung (280-320 nm) Durch die Variation der Ozonschicht und das Ansteigen der Sonnenaktivität seit 300 Jahren (bzw. variierend im 11-jährigen Sonnenefleckenzyklus) gelangt zeitweilig mehr und weniger UV-B Strahlung an die Erdoberfläche.
Aufgrund der Entdeckung der Ozonlöcher wurde spekuliert,
daß die vermehrte UV-Strahlung durch die anthropogene Ozonausdünnung
zu mehr Haut-und Lymphkrebs, grauem Star und einer Schwächung
des Immunsystems führt. Weiterhin würden Pflanzen und
marine Organismen geschädigt. Sowohl UVA (Solarium ) als auch UVB schädigt die Melanocyten. UVB wird durch Ozon absorbiert, UVA gelangt nahezu ungefiltert an den Boden. Von den meisten Forschern wird UVB als 1. Ursache für Hautkrebs angesehen. Die gemeinsame Ursache ist die Eigenschaft der DNA
UV-Licht von 260 nm (UVC) zu absorbieren. Bei erhöhten Dosen treten
Mutationen an der Erbsubstanz
in Form von Thymindimeren
auf (auch durch UVB; Mutationen sind sprunghafte Erbänderungen).
Dadurch kann die Erbinformation nicht mehr richtig abgelesen werden, was
zu Stoffwechselstörungen, Krebs oder bei Einzellern
zum Tod führen kann. (Abb. 51
Modellausschnitte der DNA) Die DNA ist ein Makromolekül vergleichbar
mit einem Protein und besteht aus einem langen, schraubig gewundenen Doppelstrang.
Proteine haben 20 verschiedene Bausteine, DNA hat 4 (A,T,G,C).
In Abb. 52 ist ein Melanom, eine Form des Hautkrebses zu sehen. "Anthropogener Treibhauseffekt" der FCKW FCKW und andere Halogenalkane gelten bei den anthropogenen Treibhausbefürwortern als extrem gute Treibhausgase. 1 Kg eines FCKW soll mehrere 1000 x stärker wie CO2 wirken. (siehe Treibhauseffekt) Diese Behauptung resultiert aus dem Vergleich der Verweildauer verschiedener zivilisatorisch emittierten Gase in der Atmosphäre. Dabei wurden alle auf CO2 bezogen, dessen Verweildauer mit max. 500 Jahren angenommen wurde. Man nannte die daraus abgeleiteten Werte Global Warming Potentiale (= GWPs). Da die Verweildauer von CO2 jedoch tatsächlich zwischen 5 und 38 Jahren betragen, sind alle daraus abgeleiteten Werte unsinnig und falsch! Außerdem ist die Konzentration der FCKW so gering (< 0,00000005 %, d.h. 1 Teilchen auf 2 Millionen andere Luftmoleküle), daß die Wärmeemission vernachlässigbar ist. Gleichwohl ist es für die Ökosysteme wichtig, daß die Emission giftiger Stoffe aus der Zivilisation unterbleibt. Seit dem Jahr 2000 ist die Produktion bestimmter FCKW in der EU verboten. Teilhalogenierte dürfen unter Auflagen noch weiter produziert werden. e) Voreilige Schutzmaßnahmen 1987 wurde in Montreal für die Unterschriftsstaaten bindend festgelegt, daß die Produktion von FCKW bis 1999 um 50% zu reduzieren seien. 1990 legten die Staaten in London fest, daß bis 2000 die komplette Produktion eingestellt wird. Die Nachfolgekonferenz 1992 in Kopenhagen beschloß, daß bis 1994 eine Reduktion um 75% erfolgen sollte und 1996 kein FCKW mehr produziert werden sollte. Die Produktion voll halogenierte Halogenalkane ist verboten (FCKW 10/11/12/113 und Halone). Teilhalogierte Halogenalkane sollen bis 2030 verboten werden. Die Politik reagierte also umgehend obwohl , wie heute
klar ist die Voraussetzungen des damaligen Nobelpreises spekulativ und
falsch waren und nachwievor die Bildung der ozonzerstörenden Chlorradikale
aus FCKW nicht nachgewiesen sind. Die meisten Behauptungen wie der Zusammenhang
zwischen FCKW - Ozon und Hautkrebs oder das Organohalogenverbinungen allein
durch den Menschen hergestellt werden und es keinen natürlichen Stoffwechsel
dafür gibt sind falsch! f) Bodenozon Zum Schluß sei noch auf das "andere"
Ozon hingewiesen, das Ozon in Bodennähe, das seit einigen
Jahren durch die Emission von Methan aus Landwirtschaft, Kläranlagen
und Deponien und der Verbrennungsprozesse des Verkehrs und der
Kraftwerke vor allem in den Sommermonaten entsteht. Es hat nichts
mit der Ozonschicht zu tun. Wer sich informieren will siehe unten. g) Notwendige UV-Strahlung Während der Millionen Jahre Evolution haben sich die Organismen an den natürlichen UV-Level angepasst. UVB-Licht regt beim Mensch die Produktion des D-Hormons (Vitamin D3) unter der Haut an, das den Ca2+-Spiegel mitreguliert. UVB-Strahlen stimulieren die Melanozyten zur vermehrten Melaninbildung. Das in der Epidermis vorhandene Melanin schützt den Zellkern der Keratinozyten (=eigentliche Epidermiszellen) ebenfalls durch Reflexion, Absorption und Streuung. Zuletzt sei auf die Blaulicht/UVA-stimulierte Reparatur der DNA durch Photolyase hingewiesen. Photolyase ist ein lichtabhängiges Enzym, das in allen Organismen (Bakterien, Pflanzen, Tiere, Mensch) vorkommt. Photolyase katalysiert die Reparatur von Thymindimeren an der DNA.
Die Photolyase wird durch UV-Licht aktiviert. Sie enthält den Kofaktor MTHF = Methenyltetrahydrofolylpolyglutamat, ein Stoff der aus dem Vitamin Folsäure gebildet wird und als Chromophor (Photonenfänger) dient. Weiterhin ist noch das Reduktionsäquivalent (= Elektronenspeicher; Vitamin B2) FAD beteiligt. Dabei wird durch die Lichtanregung des MTHF die Anregungsenergie auf FADH übertragen, das ein Elektron auf das T-T-Dimer überträgt. Dadurch restauriert sich dieses wieder zu normalen T-T-Basen und das Elektron fließt zurück zum FADH. Der Mensch hat zwar das Gen, man konnte aber bisher diese Reparaturform nicht nachweisen. Inzwischen gibt es Sonnenschutzprodukte mit der Photolyase aus Algen im Handel. Wie man an den Beispielen sieht ist eine natürliche UV-Dosis also lebensnotwendig. |
Asparagospsis produziert Brommethan
Der Baumpilz Mollisia produziert Halogenalkane
mit mehr als 8 Cl-Atomen
Arabidopsis produziert Chlormethan u.a. Halogenalkane
Die UV-Strahlung sinkt
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