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In der Chemie spricht man von Spiegelbildisomerie, d.h. es gibt 2 Strukturen mit unterschiedlicher räumlicher Konfiguration, die spiegelbildlich ist.
Sie können jedoch auch als Base wirken und Protonen aufnehmen:
Die Fähigkeiten Protonen aufzunehmen und abzugeben sind oben für Alanin dargestellt. Stoffe , die zugleich Säure und Base sein können nennt man Ampholyte.
1.2.3 Peptidbindung und Raumstrukturen Aminosäuren können sich mit ihrer Carboxyl- und Aminogruppe miteinander verbinden. Diese Eigenschaft ist der Grund dafür, daß es Proteine gibt. Dabei können Ketten mit über 600 Aminosäuren entstehen. Wir wollen uns die Verbindung zweier Aminosäuren genauer ansehen.
Die Bindung zwischen zwei Aminosäuren über
die Carboxyl-gruppe der einen und Aminogruppe der anderen
heißt Peptidbindung. Dabei wird
1 Wassermolekül abgespalten. Solche Reaktionen, bei den Wasser abgespalten
wird, heißen Kondensationsreaktionen.
Die Bindung kann auch wieder gespalten werden, man nennt dies Hydrolyse.
Dazu wird je ein H2O-Molekül benötigt. Dabei stehen die Reste seitlich aus der Kette.
Diese Struktur nennt man Primärstruktur.
Man nennt die Verbindung von 2 Aminosäuren Dipeptid,
von 3 Tripeptid, von 4 Tetrapeptid
usw.
Peptide mit einer Kettenlänge von 2 bis ca. 20 werden als Oligopeptide bezeichnet (Oligo für mehrfach). Längere Peptide bezeichnet man allgemein als Polypetide (Poly für viel), wobei der Übergang Oligo- Poly- fließend ist. Eine Kette mit über 100 Aminosäuren nennt man Protein. Bleiben wir zunächst noch bei den Peptiden. Sehen wir uns die Primärstruktur eines Tetrapeptides an:
Es sind nur die funktionellen Gruppen und Reste
dargestellt. Die Peptidbindungen sind rot,
die C-Ketten der 4 Aminosäuren violett/schwarz
gezeichnet. Um einen räumlichen Eindruck zu erhalten sollte man unbedingt
die unten angeführten Animationen durchspielen.
Beachten Sie :
Betrachten wir nun einige in der Natur vorkommende Peptide, zunächst das Hormon Oxytocin (ruft bei der Geburt die Wehen hervor). Es ist ein Nonapeptid. Die Reihenfolge der Aminosäuren ist wie folgt: H2N-Gly-Leu-Pro-Cys-Asn-Gln-Ile-Tyr-Cys-COOH Nun vergleichen wir damit das Nonapeptid Vasopressin (= Adiuretin, regelt die Nierenfunktion) H2N-Gly-Arg-Pro-Cys-Asn-Gln-Phe-Tyr-Cys-COOH. Man sieht sofort Unterschiede und auch Gemeinsamkeiten:
Vergleicht man die räumliche Struktur mit anderen Peptiden erhält man noch eine Charakteristikum:
Damit haben wir wichtige Kriterien gefunden, wie sich Peptide voneinander unterscheiden: Kettenlänge, Frequenz, Sequenz, räumliche Struktur. Die Primärstruktur des blutzuckersteigernden Hormons Glucagon sieht so aus: His Ser Gln Gly Thr Phe Thr Ser Asp Tyr Ser Lys Tyr Leu Asp Ser Arg Arg Ala Gln Asp Phe Val Gln Trp Leu Met Asn Thr (29 Aminosäuren) Vergleichen wir nun die räumliche Struktur des Oxytocin mit der des Glucagons: Dabei sind die C-Atome grau, N-Atome blau gezeichnet;
O = rot, H = weiß, S = gelb. Offensichtlich faltet sich die Primärstruktur (Zick-Zack-Kette) räumlich unterschiedlich auf, je länger sie wird. Abb. 7 zeigt Oxytocin als "Stickmodell": Klicken Sie das Bild oben an zur 3D-Darstellung Die Abb. 9 zeigt Glucagon als "Drahtmodell": (auf das Bild klicken für 3D) Früher haben die Wissenschaftler echte Drahtmodelle gebaut, heute übernimmt der PC diese Aufgaben. Man kann sich die Strukturen mit einem Programme wie RASMOL direkt dreidimensional anschauen und sie drehen. |
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Weiterführende Quellen: Die räumliche Struktur von Peptiden kann man umfassend mit http://info.bio.cmu.edu/Courses/BiochemMols/AAViewer/AAVFrameset.htm analysieren. Wenn Sie die Sekundärstruktur in 3D untersuchen wollen gehen Sie zu: http://www.umass.edu/microbio/chime/protsecs/index.htm Prinzipien der Proteinstruktur: http://www.cryst.bbk.ac.uk/PPS/ |