| 4. Grundlagen des Stoffwechsels |
| 4.2 Verdauung und Resorption - Darm - |
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Verdauung der Fette im Duodenum Der Hauptteil der fetthaltigen Nahrung besteht aus Triglyceriden, Verbindungen von Glycerin mit drei Fettsäuren. Ansonsten sind freie Fettsäuren, Phosphoglyceride, Steroide wie Cholesterin oder Glycolipide enthalten. Der Pankreassaft enthält als wichtigste fettspaltende Enzyme:
Voraussetzung für die enzymatische
Spaltung durch die fettspaltenden Enzyme des Pankreas ist die Emulgierung
großer Fettpartikel in kleine Lipidmicellen (ca. 1nm). Diese
Aufgabe übernehmen die Inhaltsstoffe des Gallensaftes,
der in den Leberzellen und den Gallengangzellen
gebildet wird.
Der Gallensaft besteht hauptsächlich aus:
Emulgierung durch den Gallensaft - Verdauung durch Lipasen Wie schon gesagt besteht der Hauptteil der zu verdauuenden Fette aus Triglyceriden (=Neutralfetten). Diese sind hydrophob, die Verdauungsenzyme jedoch hydrophil. Deshalb müssen die Lipide emulgiert also "wasserlöslich" werden, damit z.B. die Lipasen aktiv werden können. Dabei werden größere Fettaggregate in kleine Partikel (Micellen) zerteilt (siehe Abb. 4.48). Eine Micelle sieht dann wie folgt aus:
Bemerkenswert ist die Aktivierung des Enzyms. Bei niedriger Substratkonzentration und in wässriger Lösung ist das Enzym inaktiv. Ist die Substratkonzentration groß genug, um Micellen zu bilden wird das Enzym katalytisch aktiviert, vermutlich durch Konformationsänderung. Die Pankres-Lipasen hydrolysieren dabei die primäre Esterbindungen, so daß meist 2-Monoglyceride und Fettsäuren entstehen. Die Gallenbestandteile sind weiterhin bei der Emulgierung
der Lipasenspaltprodukte behilflich. Zusammenfassung Verdauung im Dünndarm Die Verdauung im Dünndarm ( ca. 80% der gesamten Verdauung ) produziert ein Gemisch von Disacchariden, Peptiden, Fettsäuren und Monoglyceride. Disaccharide und Peptide werden durch membrangebundene Enzyme an den Dünndarmschleimhauzellen zu Aminosäuren und Monosacchariden gespalten und gleichzeitig resorbiert. Diese Resorption für alle Verdauungsendprodukte wollen wir uns nun genauer anschauen. Resorption Um die Resorption besser zu verstehen müssen wir uns ein wenig mit der Anatomie des Dünndarms im Bereich des Jejunums und Ileums beschäftigen. Der Feinbau ist in Abb. 4.61.
Die Oberfläche der Darmfalten ist durch Ausstülpungen, den Darmzotten weiter vergrößert (ca. 10-fach). Im Inneren der Darmzotten befinden sich Blutkapillaren in Form von Arterien und Venen mit einer Ausstülpung eines Lymphgefäßes. Die Darmzotten besitzen als äußere Zellschicht die Mucosa (= Darmschleimhaut) mit den Enterozyten als Epithelzellen. In den Vertiefungen, den Krypten findet man wie in der Magenschleimhaut zusätzlich verschiedene Belegzellen, die Sekrete produzieren. Die Enterozyten im oberen Bereich der Zotten besitzen ebenfalls nach außen Ausstülpungen, genannt Microvilli. Durch diese Zellen geschieht die Aufnahme der Verdauungsendprodukte ins Blut bzw. bei einem Teil der Fette in die Lymphe.
Dabei werden die Aminosäuren und Monosaccharide aktiv und die Fettspaltungsprodukte passiv aufgenommen. Die Aminosäuren und Monosaccharide gelangen dann in die kapillaren Blutgefäße im Innnern der Darmzotten, die sich außerhalb des Darms zur Pfortader vereinigen und zur Leber führen.
Kurzkettige Fettsäuren und Monoglyceride können im oberen Ileum passiv in die Enterozyten aufgenommen werden und gelangen teilweise ins Blut. Längerkettige Fettsäuren und Monoglyceride gelangen ebenfalls passiv in die Mucosazellen, werden dort aber mit zu Triglyceriden aufgebaut und Proteinen und Chlolesterin zu Lipoproteiden , den Chylomikronen aufgebaut und in die Lymphe abgegeben. Die Lymphgefäße der Darmzotten vereinigen sich außerhalb im zum Milchbrustgang der in die linke Halsvene mündet. Die verbleibenden Gallensalze werden je nach Struktur aktiv bzw. passiv im Ileum resorbiert. Die Transportmechanismen zum aktiven- und passiven Transport in Zellen können im Biokurs Klasse 11 www.biokurs.de/skripten/bkurse1.htm nachgelesen werden oder durch Klick auf die nachfolgenden Buttons:
Resorption von Vitaminen Fettlösliche Vitamine
wie die Vitamine A,D,E,K werden passiv aufgenommen. |
Cholesterinstoffwechsel 1. In
der Leber wird Cholesterin in Very Light Density Lipoproteins (VLDL) =
Lipoproteine verpackt und in andere Gewebe transportiert
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