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a-Zerfall
Große Atome (wie z.B. von Uran) zerfallen
meist durch Alpha-Zerfall, wodurch sich der Kern stabilisieren kann.
Uran ist in der Erdkruste weit verbreitet und man findet es oft
in Granit und Basalt. Beim a- Zerfall
werden Heliumkerne (H2+) aus einem Atomkern emittiert.
a-Emission
reduziert die Anzahl Protonen um 2 und ebenfalls die Anzahl Neutronen
im Kern um zwei.

Oben ist der Zerfall von Seaborgium
(SG106) in Rutherfordium
(Rf104) dargestellt, beides synthetische radioaktive Metalle mit
Halbwertszeiten von ein paar Sekunden.
Beispiele sind:
(U= Uran, Ra= Radium, Rn= Radon, Th=Thorium, Po= Polonium)
| 238 U ------> 234 Th
+ 4 He + g-Strahlung |
232 Th -----> 228 Ra
+ 4 He + g-Strahlung |
| 226 Ra -----> 222 Rn
+ 4 He + g-Strahlung |
222 Rn -----> 218 Po
+ 4 He + g-Strahlung |
Beta-Zerfall
b-Zerfall tritt bei Kernen mit relativem Neutronenüberschuß
auf. Ein b-Zerfall kann auf 3 verschieden Arten geschehen:
- Emission eines Elektrons und eines Antineutrinos
(= Beta-Minus-Zerfall) oder
- Emission eines Positrons und eines Neutrinos
( Antipartikel vom Elektron und Antineutrino)(=Beta-Plus-Zerfall)
- Inverser b-Zerfall geschieht durch Einfangen
eines Hüllelektrons durch den Kern
Der Beta-Minus-Zerfall ändert
die Anzahl der Protonen und Neutronen im Kern dadurch,
daß diese in einander umgewandelt werden (n1
=> 1p1 + e-
) . Beim Beta-Plus-Zerfall wird ein Proton in ein Neutron
umgewandelt (p1 => n1+ e+).
Hier einige b-Zerfälle:

Oben der b-Zerfall
von 14C in der Atmosphäre in Stickstoff. Das emittierte Elektron
entsteht bei der Umwandlung eines Neutrons in ein Proton. Bei dieser
Umwandlung entsteht ein sog. Antineutrino. Dieses Teilchen
besitzt keine Ruhemasse und keine Ladung. (ne)
Oben der b-Zerfall
von 18 F in 18 O zu sehen. Das emittierte Positron entsteht
bei der Umwandlung eines Proton in ein Neutron . Bei dieser Umwandlung
entsteht ein sog. Neutrino.
Dieses Teilchen besitzt keine Ruhemasse und keine Ladung = Energie.
(ne)
Weitere Beispiele:
(HWZ= Halbwertszeit; C=Kohlenstoff, I=Jod,
N=Stickstoff, B= Bor, K= Kalium, Ar= Argon, Xe= Xenon, Rb= Rubidium,
Co= Kobalt, Ni= Nickel, ):
| Beta-Minus-Zerfall |
Inverser
Beta-Zerfall |
| 14 C ----->
14 N + e- (HWZ= 5730 Jahre) |
40 K + e-
------> 40 Ar + Röntgen-Strahlung |
| 131 I ----->131 Xe
+ e- + hn (Antineutrino) (HWZ=
8 Tage) |
83 Rb + 1e-
-----> 83 Kr + Röntgen-Strahlung |
Beta-Plus-Zerfall
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| 11 C => 11 B
+ e+ + hn (Neutrino) |
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Gamma-Zerfall
Die Gamma-Strahlung ist eine Begleiterscheinung
des a- und b
-Zerfalls. Dabei geht der Kern aus einem angeregten Zustand in einen
energieärmeren über. Es bleiben Kernladungszahl und Massenzahl
unverändert.

Links ist die
Gammaemission des radioaktiven Metalls Dysprosium
dargestellt.
Beim Alpha-Zerfall ensteht immer Gamma-Strahlung, z.B beim Zerfall
von Uran oder Radium.
Weitere
Beispiele: 60 Co -----> 60 Ni + e- + 2 g-Strahlung
und 131
I ------> 131 Xe + e- + g-Strahlung
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Die Anzahl der Zerfälle /Sekunde
oder die Aktivität einer radioaktiven Probe wird in Becquerel
(Bq) gemessen, nach Henri Becquerel.
Ein Zerfall /Sekunde = 1 Becquerel.
Eine Ältere Einheit ist das Curie
(Ci). Ein Curie ist ca. die Aktivität von 1 Gramm
Radium und entspricht 3.7 x 1010 Becquerel.
Ein Rad ist die Dosis Energie, die
1 Gramm Gewebe absorbiert.
Rem (Röntgen-Äquivalentdosis) = Rad
x Q.
g -Strahlung Q=1, b
-Strahlung Q=1, Neutronen Q=5, a
-Strahlung Q=20. 100 Rem = 1 Sv (Sievert)
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Kernspaltung
1938 entdeckte Otto Hahn die Kernspaltung
von Uran 235. Dabei wird Uran 235 mit Neutronen beschossen was sich
dabei z.B. in Krypton 89 und Barium144 aufspaltet.
(235 U + 1 Neutron ---->
2 Neutronen + 92 Kr + 142 Ba + ENERGIE( 200 MeV) )
Die Spaltung von 1Kg 235U liefert eine Energie
von ca. von 7,56·1013 J .
Diese Kernspaltung wird heute für die Herstellung
von Kernwaffen und in Kernreaktoren zur Energiegewinnung
verwendet. Die Forschung auf diesem Gebiet führte zu einer
Menge künstlich radioaktiver Materialien.

Künstliche
Radioaktivität in unserer Umwelt stammt insbesondere von
den Kernwaffenversuchen der 60er Jahre (siehe unten), vom Reaktorunfall
Tschernobyl, aber auch von
Industrie, Medizin und Forschung. Nach dem Reaktorunfall in Tschernobyl
wurde bei uns mit der Nahrung z.B. radioaktives Cäsium-134 und Cäsium-137
aufgenommen.
Eine bemerkenswerte medizinische Anwendung
der Radioaktivität ist die Positronen-Emissions-Tomographie
(PET).Dabei werden verschiedene
schwach strahlende Positronenstrahler, unter anderem Kohlenstoff
(C11), Sauerstoff (O15) und Fluor (F18) z. B. als 18-Fluorodesoxyglukose
(FDG). eingesetzt. Die Substanz gibt Positronen ab. Diese
Positronen verbinden sich mit einem Elektron der Umgebung. Dadurch
kommt es zur Emission zweier , einander um 180 Grad entgegengesetzter
Gammaquanten, der sogenannten Anihilationsstrahlung. Diese
Strahlung ist sehr energiereich. (Abb. 1.38
ein modernes PET-Gerät)

Durch einen um den Patienten angebrachten
Detektorring werden diese Strahlen jeweils von 2 ,sich gegenüberliegenden
Detektoren simultan erfaßt. Über komplizierte Bildrekonstruktionen
kann der Ort des Nuklids im Körper und seine Verteilung bildlich
dargestellt werden. Die Körperzellen resorbieren unterschiedliche
Mengen des radioaktiven Zuckers, je nach der jeweiligen Stoffwechselrate
der Zelle. Im Unterschied zu den meisten anderen bildgebenden Verfahren,
die nur Einsichten in die Gestalt und Größe innerer Strukturen
ermöglichen, liefert die PET-Methode auch Informationen über
deren Stoffwechselaktivität.
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