Glossar Kinetik ©EGB 3/2002

Abgaskatalysator Modul im Auspuff der Autos, das in drei Kammern die Verbrennung der primären Abgase in CO2, Wasser und NOx vervollständigt.
Aktivierungsenergie Zur Reaktion notwendige Energie
aktive Stelle Stelle im Enzymprotein, an dem die Katalyse geschieht
Ammoniumsulfat (NH4)2SO4, wichtiger Dünger
anthropogener Treibhauseffekt die globale Erwärmung tritt durch die Verbrennung fossiler Treibstoffe und die Emission von CO2 ein, die die Wärmestrahlung absorbieren und emittieren.
chemisches Gleichgewicht Reaktionstyp mit Hin und Rückreaktion; sobald Produkt enststanden ist reagiert je nach Bedingungen ein Teil wieder zuück in die Ausgangstoffe
Chymotrypsin Verdauungsenzym im Darm, spaltet Proteine
Dimerisierung Vorgang, bei eine neues Teilchen aus der Zusammenlagerung zweier gleicher einfacherer Teilchen entsteht
dynamisches Gleichgewicht Gleichgewicht, bei dem sich zwei Vorgänge ausgleichen, z.B. Hin und Rückreaktion
Enthalpie Die Gesamtenergie eines Stoffes ist die Summe aus der potentiellen und kinetischen Energie und wird bei konstantem Druck Enthalpie (H) genannt.
Enzym Proteine in Zellen der Organismen oder Blut bzw.Vverdauungstrakt, die biochemische Reaktionen beschleunigen = Biokatalysatoren
Gleichgewichtskonstante typische Konstante, die Gleichgewichtsreaktionen charakterisiert und bei konstanten Bedingungen konstant ist. Ergibt sich aus dem Quotient der Produktkonzentrationen und Produktkonzentrationen.
Haber-Bosch-Verfahren Verfahren zur Herstellung von Ammoniak aus Stickstoff und Wasserstoff unter Druck und Katalysatorverwendung durch Haber und Bosch 1910 (BASF) entwickelt
Henrysches Gesetz Die Konzentration des gelösten Gases in der Lösung ist direkt proportional dem Partialdruck des Gases oberhalb der Lösung. p = K'H c
heterogene Kalkgleichgewichte Gleichgewichtsreaktion bei der Reaktanten in unterschiedlichen Phasen sind, also z. B. Kalkgleichgewicht: Kalk= fest; CO2= Gas; H2O= flüssig
Hydrogencarbonat HCO3-; entsteht durch Dissoziation der Kohlensäure
Kalkgleichgewicht

Dabei wird Kalkstein (CaCO3) löslich und in Kalziumhydrogencarbonat (CaHCO3) umgewandelt:

CaCO3 + CO2 (aq) + H2O Ca2+(aq) + 2 HCO3- (aq) DH°=-17 KJ

Katalase Leberenzym. das den Zerfall von H2O2 katalysiert
   
Katalysator Stoff, der chemische Reaktionen beschleunigt, ohne sich dabei zu verändern
Kesselstein Kalkablagerung in Töpfen und Warmwasserleitungen
Kinetische Gastheorie Die gesamte Bewegungsenergie eines Gases ist seiner Temperatur proportional: Ekin = 3/2 nRT
Kinetische Energie Kinetische Energie ist die Energie der Bewegung oder die Energiemenge in einem sich bewegenden Objekt.
Konformation räumliche Struktur eines Stoffes (Moleküls)
Konzentration

Konzentration = Menge /Volumen in Mol/Liter

Lösungsgleichgewicht Gleichgewicht zwischen einem gelöstem Stoff und einem gasförmigen Stoff in der Gasphase darüber
Massenwirkungsgesetz Gesetz zur Bestimmung der Gleichgewichtskonstante einer umkehrbaren Reaktion. Definiert K als Quotient der Produktkonzentrationen und Eduktkonzentrationen.
Ostwald-Verfahren Verfahren zur Herstellung von Salpetersäure
Partialdruck Man meint damit die Menge Gas in der Gasphase, die sich mit der Menge in einer Flüssigkeit im Gleichgewicht befindet. Der Partialdruck ist der Druckanteil eines Gasgemisches.
PETN Pentaerythritoltetranitrat; Sprengstoff in Kleinkalibermunition
Potentielle Energie Potentielle Energie ist stationäre, gespeicherte Energie.
Prinzip von LeChatelier Übt man auf ein Gleichgewichtssystem einen Zwang aus, so reagiert es, indem sich der Zwang verkleinert.
RDX Cyclotrimethylenetrinitramin, Plastiksprengstoff
Reaktionsgeschwindigkeit Geschwindigkeit = Änderung der Stoffmenge /Zeit (Mol/Sekunde)
Standardbildungsenthapie Standardbildungsenthalpie Df einer Verbindung als die Enthalpieänderung für die Bildung von 1 Mol der Substanz aus den Elementen im Standardzustand.
Substrat Stoffe, die von Enzymen umgesetzt werden. Beispiel: Chymotrypsin spaltet Proteine und nicht Fette, also sind Proteine das Substrat für Chymotrypsin.
TNT Trinitrotoluol, häufig verwendeter Sprengstoff
Tropfsteinhöhlen entstehen durch Kalkgleichgewicht in der Natur; gekennzeichnet durch bizarre Kalkabscheidungen
Wasserhärte Die Wasserhärte wird wesentlich durch Ca2+ und Mg2+ charakterisiert und wird in Deutschland in »Deutsche Härtegrade« (Grad d) gemessen.
Wasserstoffperoxid H2O2, sehr reaktionsfähiger Stoff, gutes Oxidationsmittel, zerfällt leicht in Wasser und Sauerstoff