14.-25.10.1981

Bosch, Michael, Reiseleiter

Bosch, Barbara, Begleiterin

Schülerinnen und Schüler:

Becker, Ulrich

Beckmann, Kerstin

Berenfänger, Frank

Berlich, Peter

Christ, Cornelia

Eier, Anja

Esch, Birgit

Hallmann, Britta

Hasenfuss, Michael

Keinert, Beate

Krause, Andreas

Lemoine, Günter

Lindner, Jan

Lorsbach, Carla

Mosbacher, Martina

Mühlinghaus, Dirk

Müller, Catharina

Nußbaum, Sabine

Pätzig, Ralf

Röhder, Markus

Schluchter, Roland

Schneider, Alexander

Voß, Melanie

 

 

 

 

 

 

15./14. 10. 1981

Nachdem sich unsere Gruppe mit dem Zug um 25.04 MEZ von Düsseldorf gen Moskau in Bewegung gesetzt hatte, wurden zuerst einmal die volkseigenen DDR-Reichsbahnwagen begutachtet. Der Run auf dio Plätz< begann. Es bildete sich zuerst einmal ein ziemlich langer Stau, der sich allmählich in Richtung Essen aufzulösen begann. Mehr oder weniger war dann doch jeder mit seiner ergatterten Sitz- bzwo Liege­fläche (bis Ost-Berlin normale Abteile, dann russische urgemütliche Liegewagen) zufrieden. Hier und da wurde ein bisschen gezockt (Flüssigkeit zu sich genommen) und auch oft bis zu dreimal in der Nacht gefrühstückt. Dann näherte sich unaufhaltsam die DDR-Grenze. Bei Einfahrt in das volkseigene Land machten sich einige junge nette Grenzer, aber auch ein paar mürrische Douaniers, die zwecks Übermüdung ihre schlechte Laune an armen westdeutschen Studienreisenden ausließen, bemerkbar. Welch Schicksalsschlag traf dort manchen. In Ost-Berlin war es noch schlimmen  Ein wahrer Plumpaack rollte als Kontrolleur durch unseren Zug. Es erfolgte eine recht unwirsche Behandlung, als wir uns den Weg zu dem Zug, der uns end­gültig in die russische Hauptstadt führen sollte,zu bahnen versuch­ten. Unter Aufsicht von Mitgliedern der sog. Volksarmee betraten wir dann den Moskau-Expreß und wurden recht freundlich und sogar  . mit einer Tasse Tee für jeden empfangen. In den Liegewagen war es tierisch gemütlich und sogar geräumig. Vier Kojen befanden sich in jedem Abteil. Doch als dann die ersten durch die Arbeit ihres Darmes zur Toilette gerufen wurden, bot sich ihnen ein gar schreck­lich Bild. Welch Klo! Es hatte den Anschein, als sei es seit Ausbruch des l. Weltkrieges zwar benutzt, aber nie gesäubert worden!! Während dieser Zugfahrt passierte dann doch gegen alle Erwartungen so einiges. So z.B. mußte Wodka-Joe (Name von Red. geändert) eine Strafe von DM 10 in Polen wegen Hinauswerfeng einer Zigaretten­kippe dem polnischen Grenzer blechen. S gewisse Leute wollten eine Salami an der Abteildecke befestigen (was ihnen auch gelang! ) und dazu noch einen Schuh als ästhetischen Gegensatz hinzuhängen. Dies schlug allerdings fehl und forderte das Leben eines Teeglases. Hier wollen wir den Bericht unterbrechen und. eine Gedenkminute einlegen.

A M  14.10.198l  STARB  UNERWARTET  ü N D SEHR  PLOETZLIOH  UNSER  LIEBES RUSSISCHES  Z U G T E E G L A S  AN  EINEM S  C  H  L  A  G  A  N  F  A  L  L

IN STILLER TRAUER ABTEIL 1

Es vergingen noch einige Frühstücke und Mittagessen, ehe uns der Schlaf heimtückisch und von hinten überraschte, um uns fürr einige Stunden von der hiesigen Welt zu entführen. Sage und schreibe pennten wir widerstandslos bis WARSZAWA durch. Dort hatten wir l % Stunden Aufenthalt und wurden unerwarteterweise von westlicher Kapitalistenmusik unterhalten. Doch nichtsdestotrotz ließen sich einige Leute nicht davon abhalten, rücksichtslos weiterzupennen» Bis dann um 22.50 h des zwoten Reisetages die russische Paßkontrol­le in den Zug stürmte. Betten wurden kontrolliert» Obst mußten wir vorzeigen und aufessen. Der Redakteur dieser Zeilen führte Zitronen mit sich, welche die Kontrollbabuschka bestaunte und nach allen Seiten bestaunte und nach allen Seiten hin wendete» Am liebsten hätte sie hineingebissen! Dann wäre sie aber aauer geworden. Langsam, aber sicher näherten wir uns der Räderwechseianlage. Wir mußten von Normal- auf Breitspur. Die Waggons werden einzeln in eine riesige Halle gezogen und von Hebebühnen gen Himmel gehebebühnt. Dann zog man uns die Räder unterm Hintern weg l Einige Kursteilnehmerinnen wollten während dieser Zeremonie unbedingt den Zug verlassen, aber als wir ihnen zu Hilfe eilen wollten, fingen sie seltsamerweise an, sich zu wehren. Und als sich der Zug dann wieder in Bewegung setzte, waren wir immer noch vollständig.

(Ralf Pätzig)



Nachdem man uns in Брест die Räder gewechselt hatte, gingen wir ins Bett. Gegen 1/2 9  weckte uns Herr Bosoh zum Frühstück im Speisewagen. Mit Vorfreude auf ein gutes Frühstück gingen wir dorthin. Aber was sehen wir?' Zwei nichtdefinierbare Brotarten, 5 Gramm Butter, Schmierkäse und 2 nicht durchgebackene Spiegeleier. Nicht gut, aber viel. Nachdem wir uns also das volkseigene Früh­stück reingezogen hatten, legten wir uns erst einmal wieder hin, um uns davon zu erholen. Unser Nachholsohlaf dauert bis 15,15 h. Um 14 Uhr gab's Mittagessen. Mit etwas zurückgeschraubten Erwartung betraten wir wieder den Speisewagen. Das Mittagessen unterschied sich nicht wesentlich vom Frühstück, nur daß es noch mehr war. Dann räumten wir erst einmal unser Abteil auf. Es war nur noch l Std. bis Moskau.

Bald zockelte der Zug langsam durch die Vororte Moskaus. 15.35 h Moskauer Zeit.

Der Zug endet hier – alle steigen aus und mit der Perfektheit sowjetischer Planung wartet direkt ein Bus auf uns, um uns ins Hotel zu bringen, ein 22-stöckiges Jugendhotel, das 1 ½  Jahre zuvor für die Olympischen Spiele 80 erbaut worden war. Das Schönste seit 2 Tagen: eine DUSCHE, und das auch noch auf dem eigenen Zimmer. Nach dem Abendessen waren wir alle auf eine Metro-Fahrt

 

 

 

und das Zentrum von Moskau, den кремль, gespannt. Um 21 Uhr erlebten wir die feierliche Wachablösung vor dem мавзолей Ленина. Müde sanken wir gegen 23 Uhr in unsere Kissen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Пентагон, планируя размещение ракет в Западной Европе,

запугивает народы ее стран мифом о «советской угрозе».

 Американские часы для западноевропейцев.

 


 

ПОГОДА – 17-18 октября в Москве и Подмосковье ожидаются местами небольшие осадки, температура ночью 0-5 (местами до 2 градуса мороза)б днем 5-10 градусов тепла.

EIN TAG MIT LANGEM MORGEN , ABER KURZEM ABEND Morgens wenig oder weniger pünktlich v/achten wir auf, bemerkten, daß wir den Tiefpunkt unserer Form erreicht hatten und schliefen wieder ein. Leider findet sich immer jemand (???), der dennoch dafür sorgt, daß man noch Zeit zum Frühstücken hat. Das Frühstück bestand regelmäßig aus 2 Eiern, Tee, wenig Brot (Du hättest Dir ja nachholen können!!!) und Butter. Dazu zumindest interessant schmeckende Zusätze.

Zur Abfahrt zum Pionierpalast um 10 h finden wir uns um 10.l5 h ein..Дворец Пионеров ist ein großes schulartiges Gebäude, in das nachmittags bis zu 15000 Kinder abgeliefert und eingelagert werden. Wir betreten die tropisch grüne, auch einen Goldfischteich enthalten­de Eingangshalle und müssen unsere Mäntel gegen Plastikmarken mit Nummern von 1173 - 1197 eintauschen. Dabei waren für diese schon mehr als 150 Rubel geboten worden! Bereits mißtrauisch geworden, betreten wir unter Führung einer eilig herbeigeeilten, zwar harmlos aussehen­den,aber, wie sich bald zeigte, ebenso beredsamen wie nichtssagen-

Der Moskauer Palast der Pioniere und Schüler ,.40 Jahre Pionier-Organisation der Sowjetunion" wurde 1962 eingeweiht. Der einzig da stehende Bau wird „Republik der Pioniere" genannt. Unweit vom Eingang steht eine in Metall gegossene und aus Stein gemeißelte Figur des Maltschisch-Kibaltschisch, eines Lieb­lingshelden der sowjetischen Jungen und Mädchen aus dem Buch „Das Kriegsgehcimnis" von Arkadi Gaidar. Wie ein glänzender grüner Teppich, von steinernen Fußwegen durch­schnitten, breitet sich der Paradeplatz aus. Auf einem Mast flattert die rote Pionierfahne im Winde. An Festabenden lodert in einer riesigen Schale das Pionierlagerfeuer. Der Paradeplatz bildet den Mittelpunkt des Ballkomplexes „Re­publik der Pioniere". Sein Hauptgebäude ist der zweigeschos­sige Palast mit durchgehend verglasten Wänden und einem farbenprächtigen Monumentalbild aus Keramik und Smalte. Der Palast ist mit künstlerischen Kompositionen aus Farb­ziegeln geschmückt, deren Thema „Die Bezwingung der Natur durch den Menschen" ist. Unter den 400 Räumen des Palastes gibt es spezielle Räumlichkeiten für die Kleinsten, wo sie spielen, singen und tanzen, und auch für Schulkinder, ferner das Museum des Pionierruhmes, den Lenin-Saal, in dem die feierliche Aufnahme in die Pionierorganisation staltfindet, und den Klub der unterhaltsamen Wissenschaft.

 

An den Palast schließen sich Gebäude an, die nie leer stehen. Sie beherbergen aufs modernste ausgestattete Labora­torien, Räumlichkeiten für Bastler, helle und bequeme Studios für junge Maler und Graphiker, Filmamateure und Rezitato­ren, Musiker und Tänzer, junge Kochkünstler und Kraft­fahrer.

Zum Pionierpalast gehören ein Konzeitsaal und ein Pioniertheater, ein Stadion und eine Sporthalle, ein künstlicher See, wo junge Segler und Ruderer trainieren, und ein großes Gelände für Naturfreunde, junge Agronomen, Imker und Gärtner.

Erfahrene Pädagogen und ältere Freunde sorgen dafür, daß die Kinder ihre Begabungen und Neigungen von früh an ent-

 

       т.е. ПОСТОЯННО ПОД КОНТРОЛЕМ

 


den Angestellten des Pionierpalastes einen Saal. Ihr offizieller Rang wurde ans zwar sofort mitgeteilt, ich habe ihn aber vergessen. Mit bewerten Worten schilderte die General-Sekretärin, wie ich sie einfach nenne, Geschichte und Funktion des Pionierpalastes. Als unverständ-licherweise dazu keine Fragen bestanden, leitete sie über zum selbstlosen und ungewöhnlichen Einsatz der Kinder des "Clubs für internationale Freundschaft", die an diesem Morgen, wie man uns mitteilte, unsere Gastgeber waren. Diese Kinder zwischen 6 und 16 Jahren organisieren politische Diskussionsforen, kämpfen für Gleich­berechtigung in der ganzen Welt und haben Kontakte zu 51 Staaten» . Leider konnten sie nicht da sein, um uns das selbst zu erklären. Nachdem unsere Generalsekretärin durch einige diesbezügliche Fragen so verunsichert war, daß TATJANA, unsere Reisebegleiterin und Dolmetscherin, sich fast schon schämte , die Antworten zu übersetzen und es schließlich ganz bleiben ließ, begann die Führung durchs

 

Gebäude. Auffällig war, daß uns zunächst kein einziges Kind begegnete. Alles schien tot zu sein. Wir bestaunten in einem Seitenflügel einige wirklich gute Bilder von Jugendlichen und stießen dann auf einen Saal, in dem 2 lebendige Kinder zu besichtigen waren. Um sie nicht zu erschrecken und den Boden nicht dreckig zu machen, durfte der Saal nicht betreten werden. Eingeschweißt waren die beiden nicht. Nebenan lernten einige Studenten unmoderne Discotänze zu nicht ganz neuer Musik, Dennoch schien der westliche Einfluß übergroß zu sein. Bevor wir zum Bus entlassen wurden, sahen wir noch die Räume von Biologie-, Kino- und Theaterzirkeln, hörten lange Erklärungen und hatten keine Fragen.

Der Rückweg führte an Moskaus bedeutendster Universität, der MGU, vorbei.

die Freude, da zu sein und den restlichen Tag Freizeit zu haben,durch das Mittagessen jäh unterbrochen. Zunächst gebe ich eine unparteiischi Aufzählung der Zutaten;  Suppe, Hammelfleisch, Reis, Buttermilch, roher Schinken. Nach dem ersten Löffel vergaß ich sie, sie fiel mir aber beim ersten Bissen Fleisch wieder ein. Die Suppe war nämlich nicht gut, der Rest schlecht. Das Hammelfleisch schmeckte nach irgendeinem Stall im Wuppertaler Zoo (vermutl.

Altes Raubtierhaus) und hatte den Reis mit angesteckt. Buttermilch mag ich sowieso nicht und den Schinken spendete ich einem noch hungrigen Mitschüler, Sonst war das Essen ausgezeichnet und wurde vollkommen aufgegessen» Nach dem Essen trennten sich alle in Gruppen zur Freizeit.

( Roland Schluchter)

 

 

 

BERICHTIGUNG: Ich habe nicht - wie von mehreren Seiten allgemein behauptet wird -"beim Aufenthalt in Moskau "im Knast gesessen", sondern "bin mit meiner Begleiterin lediglich nach dem Fotografieren von Rekruten, - die ich ab jetzt auch als militärische Einrichtungsgegenstände bereit bin anzusehen -, diskret von einem freundlichen милиционер aufgefordert worden, mit ihm die nächste Milizstation zu besuchenю Daß wir nach 3-maligem Verhör in dem Kellergeschoß der Wache dann irgendwo in Moskau, in Kälte und im Dunkeln tappten, halte ich dabei für unwichtig zu erwähnenю

Bei den netten Milizionären möchte ich mich noch einmal in aller Form für den 2-stündigen Aufenthalt in angenehmer Gesellschaft be­danken, ebenso bei jener zuvorkommenden Frau, die für uns das Taxi, das uns zur Station brachte, verlassen durfte. gez. Andreas Krause

 

 

Meine Erlebnisse auf der Выставка достижений народного хозяйства СССР (ВДНХ)   

Am Samstag, dem 17.10.81, beschloß ich, während der uns zugeteilten Freizeit zur "Allunionsausstellung der Errungenschaften der Sowjet­union" zu gehen. Nachdem ich kreuz und quer mit der Metro gefahren bin, kam ich schließlich an der Station ВДНХ an. Das erste, was mir ins Auge stach, war eine Rakete, die auf einem riesigen, nach oben schmaler werdenden 'Titansockel stand.

Dies soll den Start des  Raumschiffes symbolisie­ren. Wenn die Sonne drauf schien, leuchtete das prächtig. Dann etwa 200 m weiter befand sich das unheimlich große Ein­gangstor zur ВДНХ. Wenn man 50 Kopeken-(knapp DM l.-) bezahle hatte, konnte man in die Ausstellung hinein,. Sie wurde in der Stalinära gebaut und ist genau 1/1000000-stel so groß wie die UdSSR. Als ich nun in dem Territorium war, er­streckte sich vor mir ein langer, schnurgerader Weg, der wiederum auf ein kunstvolles Gebäude zu­lief, wo±in sich neben Bildern und Zitaten von Lenin einige Landschafts­aufnahmen von der blühenden Wirtschaft der SU befanden,. Darin unterschieden sich auch die anderen Ausatellungsgebäude nicht, da immer nur von den"heldenhaften Erfolgen" gesprochen wurde. Weiter kamen dann die Fachabteilungen für Biologie, Transportwesen, Atomenergie, Technik, Gesundheitswesen etc. So ziemlich jedes Forschungsgebiet hatte eine Spezialabteilung. Ganz am Ende der Ausstellung lag das Kosmos-Gebäude, wo die weltraumtechnischen

 

Einrichtungen ausgestellt werden. Vor dem Bau stand eberfalls,

weithin sichtbar ein WeltraumschifF, ВОСТОК

Zwischen den einzelnen Ausstellungsgebäuden war ein Park, an dessen

 

 

 

 

 


Wegrändern Lautsprecher aufgestellt waren, die Musik übertrugen. In der Mitte der gesamten Anlage stand ein äußerst achöner Spring-

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

l. U-Bahnhof „WDNCh"

13. Pavillon „Metallurgie"

25. Rundpanoramakino

2. Obelisk zu Ehren der hervorragenden Leistungen des Sowjetvolks bei der Erschließung des Weltraums. Allee der Heiden. Konstantin-Ziolk owski-Denkmal

14. Pavillon „Gesundheitswesen in der UdSSR"

26. Jahrmarkt

3. Lichtspielhaus „Kosmos"

15. Pavillon „Sowjetische Kultur"

27. Großer Botanischer Garten der Akademie

der Wissenschaften der UdSSR

4. Plastik „Arbeiter und Kolchosbäuerin

16. Pavillon «Ackerbau »

28. Dsershinski-Kulturpark

5. UdSSR-Pavillon, der von der Weltausstellung 1967 in Montreal gebracht wurde

17. Pavillon „Radioelektronik"

29. Schloß von Ostankino Museum des Schaffens

der leibeigenen Meister

6. Haupteingang

18. Pavillon „Kosmos"

30. Femsehturm. Restaurant „Zum siebentem

Himmel"

7. Zentraler Pavillon

19. Weltraumschiff ,,Wostok"

31. Technischer Komplex des Fernsehzentrums

.,50. Jahrestag der Oktoberrevolution"

8. Springbrunnen „Völkerfreundschaft"

20. Pavillon „Elektrifizierung der UdSSR"

32. Ausstellungspavillon

9. Springbrunnen „Steinerne Blume"

21. Pavillon „Chemieindustrie“

33. Freilichttheater

10. Pavillon „Atomenergie"

22. Pavillon „Verkehrswesen"

34. Attraktionsplatz

11. Pavillon „Volksbildung"

23. Pavillon „Viehwirtschaft". Vorführungsplalz

 

12. Pavillon „Mechanisierung und Elektrifizierung der Landwirtschaft"

24. Mitschurin-Obstgarten

 

 

 

brunnen. Überall gab es kleine Kioske mit verschiedensten Artikeln von Spielzeug bis Tabakwaren. Alle paar Meter standen bei schlotternder Kälte Eisverkäufer(innen), die ihre Waren für 24 oder 48 Kop. feilboten. Neben dem Eingang befindet sich eine"Kirmes"(kommt von "Kirchweih"!!!) mit einem Schnellkarussell, das einen solchen lärm macht,daß ich mir die Ohren zuhalten mußte o Vielleicht ist dies die größte Errungenschaft der SU. Wer zu müde war, durchs Gelände zu gehen, konnte mit einem Kleinbus fahren. Im Park gibt es auch noch ein Rundkino. Insgesamt hat mit die Ausstellung gefallen,ich werde aber den bedanken nicht los, daß die Ausstellung auch dazu da ist, die Bürger über die brennenden Probleme hinwegzutäuschen, die es zur Genüge gibt. (Markus Röhder)

 

 

(Oberer Teil unleserlich!) Der Besuch des Lenin-Mausoleums und die Kreml-Besichtigung standen für den Vormittag auf dem Programm. In der Stadt angekommen, wurde uns plötzlich mitgeteilt, dass wir zunächst in den Kreml gehen. Vorbei an vor dem Mausoleum wartenden Menschenmassen erreichten

 


wir durch Kutafja- und Troizkij-Turm den Кремлевский дворец съездов, einen supermodernen funktionellen Bau aus Glas, Beton, Aluminium und Marmor. Das Gebäude wurde 1964 in Dienst gestellt nach  15-monatiger Arheit und dient als Versammlungsort für Parteikongresse

 

der KPdSU und anderer internationaler Veranstaltungen. Wegen seiner 6000 Sitzplätze und seiner technischh vollendet ausgestatteter Bühne und der ausgezeichneten Akustik dient der Kongreßpalast  auch für Darbietungen des  Большой театр oder andеrer Darbietungen, die wir am Abend dieses Tages genossen.  Nächstes Ziel waren dann vor dem Hintergrund eines riesigen von Lenin bereits angeblich selbst frfeiwillig und unentgeltlich gekehrten Platzes zwei Monumente der zaristischen Zeit: царь пушка

aus dem Jahre 1586 von Анрей Чохов , aus Bronze gegossen. Das technische Meisterwerk wiegt 40 t, ist 5,35 m lang und hat ein Kaliber von 89 cm. Geschossen wurde nie damit. Es ist ein reines Kunstwerk, die größte Kanone der Welt. Die größte Glocke der Welt sollte auch im Kreml sein. Auch sie hat nie geläutet, царь колокол.Bei einem Brand im Jahre 1737 platzte das daneben liegende Stück ab. Die Glocke ist  ein einigartiges Zeugnis der russ. Gießkunst. Ihr Mantel weist feine Ornamente, Zarenbildnisse, 5 Ikonen und 2 Inschriften auf.

 


 


 

heit sind die Fresken, die schon 1508 geschaffen wurden, Thema ist vorwiegend die Apokalypse. Von unschätzbarem Wert ist die Ikonostas. Sie wurde von den berühmtesten Ikonenmalern ge­schafften: Andrej Rublyov,Feofan Grek und Prochor s Gorodca. Leider waren an diesem Sonntag so viele Besucher im Kreml, daß eine sinnvolle und ausgiebige Führung schier unmöglich war. Dazu war das Wetter bitter

kalt. Auch schoben sich Tausende      .

und Abertausende in kilometerlanger Schlange durch den  Aleksandr - Garten über den Roten Platz zum Leninmausoleum, das wir nun noch besuchen.

 


Zwei der zahlreichen Kirchen des Kathedralenplatzes besichtig­ten wir, die Erzengel-Kathedra­le und die Märiä-Verkündigungs-Kathedrale. In der ersten trennt eine 15 m hohe Ikonostase den zentralen Teil vom Altar. Die Ikonen stammen von Meistern des 15.-17. Jh., u.a. "Erzengel Michael" von Андрей Рублёв. Sie beherbergt 45 Sarkophage mit Grabmälern der Moskauer Fürsten und Zaren bis Peter d. Gr. aus­schließlich. In der zweiten Kathedrale mit den vielen goldenen Kuppeln fällt uns der intimere Charakter auf; es ist die Haus­kirche der russischen Fürsten und Zaren. Von erhabener Schön-

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 


sollten (wollten). Da nach Auskunft unserer Dolmetsche­rin Tanja bei der Eiseskälte ein Warten von sicher 3 Std. einzuplanen sei, verzichtete leider alle Schüler bis auf 4 auf den Besuch. Sie trennt sich zu individuell gestal­teter Freizeit bis zum Abend Die 4 Glücklichen wurden (wie immer!!!) vorgelassen un<ä waren in 1/2 Std. beim Glassarkophag Lenins, der

bedeutendsten Weihestätte des Sowjetstaates. Hier ruht seit dem 21.Jan.l924 in einer klimatisierten


Стены и башни Московского Кремля

 

Grabkammer der einbalsamierte Leichnam des Sowjetführers.   Entblösten Hauptes schrei­ten in feierlicher Prozession die Menschen am Schrein vorbei und gehen dann hinter dem Mausoleum, das von Blautannen, die die Un­sterblichkeit symbolisieren, umgeben ist,

an der Kremlmauer vorbei, in der die Asche führender Persönlichkeiten des Sowjet­staates beigesetzt sind, wie z.B. Сведлов, Жданов, Горький, Крупская, Киров, Куйбышев, Гагарин, Комаров u.v.a. Neben dem Mausoleum liegt der seit 1956 aus dem  Mausoleum verbannte Stalin. Blumen schmücken sein Grab im Winter u. Sommer.

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach dem Abendessen waren wir wieder im Kreml, im Kongreßpaläst. Man hatte uns dorthin gefahren, um uns ein "Estraden-Konzert" statt des Zirkus vorzuführen. Obwohl die Zirkus-Karten von sowjetischer Seite bestätigt waren, war nichts zu machen. Wir langweilten uns größtenteils, weil wir erstens den Conferencier mit seinen Witzen nicht verstanden und zweitens die musikalischen Darbietungen à la Heino nicht verdauen konnten.Als es unerträglich wurde, standen wir auf und gingen. So etwas hatten wohl guterzogene Russen noch' nie erlebt.


Понедельник, 19 октября 1981 года

Am letzten Tag unseres Aufenthaltes in Mo. stand ein Besuch in ЗАГОРСК auf dem Programm. Zagorsk, ein kleines Städtchen, liegt ca. 70 km nordöstlich von Mo. Es entwickelte sich aus einem im 14. Jh. gegrün­deten Dorf Sergeevo, bekam 1780 das Stadtrecht und wurde 1919 zum Andenken an einen Vorsitzenden des Exekutivkommitees in Z. umbenannt Es war ist immer noch eine berühmte Wallfahrtsstätte. 1540 entwickelte sich um eine vom Hl. Sergius gebaute Holzkirche eine kleine Christengemeinde, die von Tataren vernichtet wurde. Der Fund des Leichnams des Hl. Sergius zog im 15. Jh. eine große Pilgerschaft dorthin. So entstand das Kloster von Z., das unter der Herrschaft Ivan des Schrecklichen in eine Festung umgebaut wurde. Er ließ eine Mauer von 12 m Höhe und 16 km Länge mit 12 Türmen erbauen« Der Kreml von Z. ist einer der 7 Ringklöster, die um Moskau herum auch militär. Funktion hatten.

Im 16. u. 17.Jh. war das Kloster ein großes Kulturzentrum der Rus'. Hier arbeiteten begabte Ikonenmaler, Bücherabschreiber, Holzschnitze und Silberschmiede o In den Klosterkirchen häuften sich Kunstschätze an.

Trotz der Behauptungen der Reiseführerin, mit Ausnahme von 2 Jahren nach der Oktoberrevolution habe das Kloster immer "gearbeitet" muß festgestellt werden, daß das Kloster geschlossen war, die Mönche und die Höhere Geistlichkeit verbannt und zur Zwangsarbeit verschick worden war und daß erst unter Stalin mit Beginn des 2. Weltkrieges das Kloster wieder eröffnet wurde, weil Stalin sich u.a. von der immer national eingestellten orthodoxen russischen Kirche Propagandahilfe erwartete. Auch wurde zum ersten Mal wieder ein Patriarch ein­gesetzt. Dies entspricht der Wahrheit und wurde dem Reiseleiter im Gespräch mit einem Geistlichen am Tage des Besuchs in Zagorsk er­zählt! Man sollte nicht auf Propaganda hereinfallen. Bei diesem Gespräch wurde auch mitgeteilt, daß den Gemeinden nur die Abhaltung de Gottesdienstes erlaubt sei. Jede missionarische, soziale, pädagogi­sche und  karitative  Arbeit sei untersagt. Öffentlicher und privater Religionsunterricht sei untersagt und stehe unter hoher Strafe (Gefängnis). Die kirchlichen Bauten gehörten dem Staat und nur wenige würden den Gemeinden gegen Gebühren zur Nutzung überlassen. Der "Rat für die Angelegenheiten der Religionen beim Ministerrat der UdSSR" kontrolliere das religiöse Leben.

Der orthodoxen Kirche stünden noch 3 Geistliche Seminare und 2 Akademien zur Verfügung. In Zagorsk studierten in 5 Kursen z.Zt. ca. 60 Studenten, obwohl viel mehr dort Platz fänden« Diese Zahl werde vom Staat festgesetzt.

Zum Schluß betete der Geistliche, der nur Russisch sprach, in deu­tscher Sprache das Vaterunser und segnete den Reiseleiter samt Frau. Das berühmteste Gebäude ist die Dreifaltigkeitskathedrale, die 1. steinerne Kirche des Klosters, errichtet im 14. Jh., in der sich das Grab des Hl. Sergius befindet. Dort befand sich eine der berühmtesten Ikonen Rußlands, die Dreifalfigkeitsikone Andrej Rublevs, heute nur noch eine Kopie, das Original hängt in der Tretjakov- Galerie in Moskau.

Gottesdienste werden 2mal am Tag abgehalten. Wir beobachteten, wie nach einem Gespräch mit einem Priester in der Hauptkirohe Gläubige auf die Knie fielen, sich bekreuzigten und darauf den Sarkophag des Hl. Sergij küßten. An der Rückwand der Hauptkirohe warteten ein russ. Ehepaar mit ihrem spastisch gelähmten Kind, das in Decken einge­wickelt war, und eine sichtbar kranke Frau. Wohl Kranke, die u.a. von weither kamen und auf Heilung hofften? In der Vorkirche saß ein Priester, der für Gespräche bereit war. Zum Aufbau der Gebäude der orth. Kirche läßt sich sagen: Vorkirohe, Hauptkirche und Altarraum, wobei letzterer durch die Ikonostasis getrennt werden. Die Ikonostasis ist eine heilige Bilderwand, die sich aus 5 thematischen Reihen von Ikonen zusammensetzt, von unten nach oben : Könige und örtliche Geistlichkeit, Deesis (Auf Christus den Weltenrichter, im Mittelpunkt der Reihe schreiten von beiden Seiten in der Fürbitte um Vergebung der Sünden der Menschheit Erzengel und Heilige zu, die von der Gottesmutter zur 'Rechten und Johannes dem Täufer zur Linken des Herrn angeführt werden»), Festtagsreihe mit Ikonen aus dem Leben Christi und Mariens, Reihe der Propheten mit der Ikone der Gottesmutter des Zeichens in d.Mitte.

Oben dann schließlich Einzelikonon der Vorväter(Moses, Abraham u.a.) Im Haupgottesdienst  wird die Zarentür (Carskie vorota) in der Ikonostas, der Verbindung zwischen Priester und Hauptgeschehen und andrerseits Volk geschlossen.

Vom äußeren Bild her die schönste war die Mariä-Himmelfahrts-Kathedr. mit ihren blau-goldenen Kuppeln. Dort finden nur im Sommer Gottes­dienste statt, weil sie nicht beheizbar ist. Sie beherbergt das Grab von Zar Boris Godunov. Das Refektorium, früher Metropolitenpalast, der Festlichkeiten und Empfängen diente, ist heute im Innern zur Kirche umgebaut und ermöglicht kirchliche Zeremonien. Es ist im Barockstil errichtet u. hat eine gewaltige Front von 500 m. Der Got­tesdienst findet dort ständig statt. Im Vorraum entdeckten wir auf einem langen Tisch Zettel und kleine Heftchen. Wir wunderten uns über die Bedeutung, eine alte Frau aber erklärte, daß es sich um Namen von Verstorbenen handele, indem sie uns in ihr Heftchen schauen ließ. Die Vorgänge im Innern waren sehr beeindruckend. Eine Gruppe alter, überwiegend schwarz und dunkel gekleideter Frauen und Witwen scharte sich zusammen mit dem Priester im Halbkreis um den Altar im vorderen Teil der Hauptkirche. Der Priester verlas die auf den Zet­teln geschriebenen Namen der Verstorbenen, worauf die Alten in einen traurigen, erbitterten Gesang einfielen. Dabei bekreuzigten sie sich, einige weinten, und sie erhoben ihre Stimmen. Andere fielen im übrigen Teil der Kirche auf die Knie und beteten gegen die Ikonostas gewandt. Dann schritt der Priester, das Weihrauchgefäß schwenkend, die Wände mit den heiligen Bildern ab. Als Tourist, der den Rahmen der Gottesdienstordnung durchbrach,wurde man von den Trauernden ab und zu mit bösen Blicken bedacht. Auffällig war, daß die Gottesdienste fast ausschließlich von alten Frauen besucht wurden. Vereinzelt sah man Männer und junge Leute. Das hängt aber mit dem Wochentag Montag zusammen. Sonst ist das Bild etwas anders. Heilkräfte bringendes Wasser soll der einzigen Quelle, über der in der 2. Hälfte des 17.Jho eine Kapelle errichtet wurde, entspringen. Dort sah man alte Frauen, die das Wasser in mitgebrachten Flaschen  füllten. Des weiteren gehört zum Kloster ein 87 m hoher Glockenturrm, der durch seine aus dem 19. Jh. stammende Uhr berühmt wurde. Im Zarenpalast befindet sich die im 19. Jh. gegründete theologische Akademie. (Beate Keinert und Andreas Krause)

Oben dann schließlich Einzelikonon der Vorväter(Moses, Abraham u.a.) Im Haupgottesdienst  wird die Zarentür (Carskie vorota) in der Ikonostas, der Verbindung zwischen Priester und Hauptgeschehen und andrerseits Volk geschlossen.

Vom äußeren Bild her die schönste war die Mariä-Himmelfahrts-Kathedr. mit ihren blau-goldenen Kuppeln. Dort finden nur im Sommer Gottes­dienste statt, weil sie nicht beheizbar ist. Sie beherbergt das Grab von Zar Boris Godunov. Das Refektorium, früher Metropolitenpalast, der Festlichkeiten und Empfängen diente, ist heute im Innern zur Kirche umgebaut und ermöglicht kirchliche Zeremonien. Es ist im Barockstil errichtet u. hat eine gewaltige Front von 500 m. Der Got­tesdienst findet dort ständig statt. Im Vorraum entdeckten wir auf einem langen Tisch Zettel und kleine Heftchen. Wir wunderten uns über die Bedeutung, eine alte Frau aber erklärte, daß es sich um Namen von Verstorbenen handele, indem sie uns in ihr Heftchen schauen ließ. Die Vorgänge im Innern waren sehr beeindruckend. Eine Gruppe alter, überwiegend schwarz und dunkel gekleideter Frauen und Witwen scharte sich zusammen mit dem Priester im Halbkreis um den Altar im vorderen Teil der Hauptkirche. Der Priester verlas die auf den Zet­teln geschriebenen Namen der Verstorbenen, worauf die Alten in einen traurigen, erbitterten Gesang einfielen. Dabei bekreuzigten sie sich, einige weinten, und sie erhoben ihre Stimmen. Andere fielen im übrigen Teil der Kirche auf die Knie und beteten gegen die Ikonostas gewandt. Dann schritt der Priester, das Weihrauchgefäß schwenkend, die Wände mit den heiligen Bildern ab. Als Tourist, der den Rahmen der Gottesdienstordnung durchbrach,wurde man von den Trauernden ab und zu mit bösen Blicken bedacht. Auffällig war, daß die Gottesdienste fast ausschließlich von alten Frauen besucht wurden. Vereinzelt sah man Männer und junge Leute. Das hängt aber mit dem Wochentag Montag zusammen. Sonst ist das Bild etwas anders. Heilkräfte bringendes Wasser soll der einzigen Quelle, über der in der 2. Hälfte des 17.Jho eine Kapelle errichtet wurde, entspringen. Dort sah man alte Frauen, die das Wasser in mitgebrachten Flaschen  füllten. Des weiteren gehört zum Kloster ein 87 m hoher Glockenturrm, der durch seine aus dem 19. Jh. stammende Uhr berühmt wurde. Im Zarenpalast befindet sich die im 19. Jh. gegründete theologische Akademie. (Beate Keinert und Andreas Krause)

 

ЕКАТЕРИНИНСКИЙ ДВОРЕЦ-МУЗЕЙ

 

Екатерининский дворец — замечательный архитектурно-художественный памятник русской культуры XVIIIXIX веков. Грандиозное здание протяженностью 306 мет­ров построено в 1744—1756 годах. Архитекторы А. В. Ква­сов, С. И. Чевакинский, Б.-Ф. Растрелли оформляли фасады и создавали великолепное убранство дворцовых интерьеров. Завершил строительство дворца Б.-Ф. Раст­релли. Свыше пятидесяти залов, оформленных по его проектам в 1752—175^ годах в стиле барокко, поражали разнообразием отделки, обилием золоченой резьбы, пыш­ностью декора.

 

Во второй половине XVIII века в северной и южной части дворца появились неповторимые итерьеры тонкого мастера классического стиля Ч. Камерона. В XIX веке архитекторы В. П. Стасов и И. А. Монигетти переделали ряд интерьеров в духе своего времени.

После победы Великой Октябрьской социалистической революции дворец был национализирован и превращен в музей.

Дворец сильно пострадал в годы Великой Отечественной войны.

Многие художественные сокровища и документальные материалы из Екатерининского дворца удалось своевремен­но эвакуировать, что помогло в дальнейшем при воссоздании памятника.

С 1957 года Екатерининский дворец начал восстанавливать­ся как историко-художественный памятник. Автор обще­го проекта восстановления всех зданий комплекса Ека­терининского дворца и парка — архитектор А. А. Кедринский.

Реставрационные работы осуществляет специальное науч­но-реставрационное объединение «Реставратор». Возрождение каждого интерьера требует большого труда по сбору и изучению архивных документов, под­линных исторических материалов. Огромным мастерством и талантом отмечена деятельность советских реставраторов, Им пришлось собирать по частям разбитые детали, склеивать осколки мрамора, стекла и фаянса, воссоздавать живописные плафоны, расписывать шелка, набирать худо­жественные паркеты. Работы резчиков А. К. Кочуева, А. В. Виноградова, Ю. М. Козлова, скульпторов Л. М. Швецкой, Г. Л. Михайловой, Э. П. Масленникова, паркетчи­ка Е. Ф. Кудряшова и других теперь трудно отличить от работ знаменитых умельцев XVIII века, создавших дворец. Дворец восстанавливается как историко-худо­жественный музей.

Целая эпохи в истории развития русского интерьера показана сегодня посетителям Екатерининского дворца. Восстановлено 18 залов. Среди них представлены пышные интерьеры барочндго стиля середины XVIII века (архитек­тор Б.-Ф. Растрелли)—Кавалерская столовая, Картинный зал и знаменитый Большой зал, площадь которого — почти 1000 квадратных метров. Восстановлены девять жилых покоев наследника Екатерины 11 — Павла. Художественное оформление этих классических интерьеров было выполнено в конце XVIII века архитектором Ч. Камероном. С искус­ством стиля позднего классицизма знакомят Парадный кабинет Александра I, Сводчатая проходная и Овальная передняя, оформленные В. П. Стасовым в 1820-е годы.

Кроме восстановленных залов посетители могут осмот­реть выставки, расположенные в не реставрированных пока помещениях. Экспозиции рассказывают об истории создания дворцово-паркового ансамбля, о научных прин­ципах его реставрации.

 

 


Nachmittags ab 15 h  Muzej revoljucii. Wir bekamen eine Führerin, die deutsch sprach. Sie erzählte uns von den Anfängen der Revolution, wie es dazu kam, daß das Volk das Ver­trauen zum Zaren verlor, als er 1905 in eine friedliche Demonstra­tionsmenge schießen ließ. Dann sprach sie vom Ausbruch der "Аebruar-Кevolution" 1917, die den Zaren zur Abdankung zwang. Danach riß die zur Macht entschlossene bolschewistische Partei unter Lenin am 25.0kt. 1917 (neue Rechnung: 7.Nov.!) die Regierungsgewalt an sich. Zwischendurch wurden Fragen gestellt, doch die Führerin ließ sich nicht beeinflussen, sie reagierte überhaupt nicht. Peinliche Fragen und Einwände wurden einfach überhört oder mit einem "Moment, bitte" zurückgestellt, aber nie beantwortet. Wir gingen durch verschiedene Räume, in denen selbstverständlich immer irgendetwas an Lenin erinnerte. In einem Zimmer wurde uns ein tolles Schauspiel geboten. Dort waren sozusagen eine kleine Bühne aufgebaut, um uns den Verlauf der Revolution zu veranschaulichen.

 

Auf der Bühne lagen vor einem Bild einige Stapel Holzscheite und' ein paar Gewehre. Auf dem Bild war eine große Menschenmenge zu sehen, die vorwärts stürmte. Das Ganze wirkte durch ein davorstehendes Tor und eine Laterne sehr echt. Die Museumsführerin schaltete das Licht aus und ein Tonband ein. Uns wurde von einer freundlichen Männer­stimme der Hergang der Revolution erzählt, begleitet von Schüssen, Schreien und Lichtblitzen. Eingeleitet war alles vom Signalschiff des Panzerkreuzers АВРОРА, der mit einen blinden Schuß die Revolution verkündete.

 

 

 

Прием Л. И. Брежневым И. Рау

Am gleichen Tag in Moskau

 

Генеральный секретарь ЦК КПСС, Председатель Президиума Верховного Совета Л.И.Брежнев принял 21 октября в Кремле премьер-министра земли ФРГ Северный Рейн.Вестфалия, члена Президиума Социал-демократической партии Германии Йоханнеса Рау, находящегося в Советском Союзе по приглашению Совета Министров РСФСР.

 

 

Вторник,20 октября 1981 года

1.      Tag in Leningrad

ПОГОДА: В Москве и Подмосковье 20-21 октября ожидаются небольшие дожди, температура ночью от 1 до 6 градусов тепла, днем до 8 градусов. В Ленинградской области, и также в Эстонской и Латвийской ССР 20-21 октября временами дождь, температура ночью от 0 до 6 градусов тепла, днем 4-9 (местами до 11 градусов).

oder:

Es gibt noch andere Städte als Moskau in der Sowjetunion.

Ein objektives Exzerpt aus dem prosaischen Diarium von Peter Berlich mit einem Iyrischen Addendum.

Die Leute drängeln im Verkehr,

man sieht, sie gehn teils hin, teils her,

und jeder hat etwas zu tun,

sonst würde er wohl lieber ruhn.

 

Friederike Kempner 1836-1904 

   

Widmung: Für alle Menschen und Leonid Brezhnev

Nach einem, nun ja, herzlichen Abschied von Moskau am Vorabend waren wir also mal wieder unterwegs. Nach dem üblichen Gerangel um Abteilplätze, Geschimpfe über die sanitären Anlagen (dabei kommt sanitär von lat. Sanus = gesund!!), die noch schlechter waren als auf der Hinfahrt, hatte jeder ein Bett gefunden, in dem er schlafen konnte. Natürlich wurde nicht geschlafen, sondern gesoffen – bis 1 Uhr und länger. Entsprechend ausgeruht kamen wir also am Dienstag in der ehemaligen Hauptstadt Peters d. Gr. An, die uns mit, sagen wir, erfrischender Kälte empfing. Der uns zur Verfügung stehende Bus bot genau den Raum, den wir benötigten – und kein bißchen mehr! Als kleine Lockerungsübung nach der langen Fahrt stand das Hineinhieven der Koffer auf dem Programm , in den Innenraum nämlich, nachdem schon vorher ein Spielverderber von einem Gepäckträger nach zähen Verhandlungen endlich darauf bestanden hatte, den für uns angeblich zu anstrenden Transport des Gepäcks über den kilometerlangen Bahnsteig zu übernehmen. Im Hotel angekommen, bestätigten sich unsere schlimmsten Vermutungen ausnahmsweise einmal nicht. Wir waren im Филиал «ЗАРЯ», Ленинград, Курская ул. 40. Es war ein nettes gemütliches Hotel mit netten, gemütlichen Zimmern in netten, gemütlichen Etagen, die durch einen netten, gemütlichen Aufzug verbunden ware, der zwar vom obersten Stockwerk nicht ganz so lange brauchte, wie im  Моложёжная,jedoch den Passagier beim Abbremsen jedesmal hautnah die volle geballte Kraft seiner Pferdestärken erleben ließ. Man nannte das im Fachjargon „Landefeeling“.

 

Beim Telefonieren waren die beiden Schüler mit Mathe-LK bevorteilt (darunter meine Wenigkeit),da man zur Zimmernummer immer 15o  addieren mußte,um die Telefonnummer des Haustelefons zu ermitteln So hatte z.B. Zimmer 346 die Telefonnr. 496.

 

Nach einem Frühstück, das imsere durch Moskauer Köche verwöhnten Mägen wieder etwas aufatmen ließ (es gab  tatsächlich Leute, die die braune, dampfende und bittere Flüssigkeit in einer Kanne nicht mehr sofort erkannten),ging es zur Stadtrundfahrt. Leningrad ist einer der hübscheren Vororte Wuppertals, obwohl es ja leider sehr abgelegen ist und bei weitem nicht sozubetoniert ist wie Moskau,was sich zum Glück allerdings nicht auf die Straßen bezog.

 

 

 

 

 

 

 

Von hier ging die Revolution aus, weswegen die Leningrader in Rußland heute noch überall unbeliebt sind. Trotzdem verfügt die Stadt an der Neva über sehenswerte Kunstdenkmäler, die auf diverse Zarenschlösser im Stadtgebiet verteilt wurden. Über die hier zur Verfügung stehenden Autobusse  habe ich mich bereits an anderer Stelle ausführlich ausgelassen.

Als Mahnung für den Frieden gibt es auch in Leningrad das Grab des Unbekannten Soldaten auf dem Marsfeld (Wo liegt der arme Kerl denn nun wirklich begraben??) – ein Beweis dafür, daß Leningrader kein Latein können, sonst wüßten sie, daß Mars der römische Kriegsgott war. Ein Besuch amerikanischer Sonden ist in nächster Zeit jedoch nicht vorgesehen.

Auf dem Grab brennt eine ewige Flamme,die demnächst wohl aus Energiespargründen abgeschaltet werden wird, so daß rnan wieder guten Gewissens Krieg führen kann.

AIs letzte Sehenswürdigkeit in der Stadt der 42 Inseln sei die Isaaks-Kathedrale erwähnt.In ihr gibt es ein großes Pendel, das angeblich die Erddrehung beweisen soll. Ich war nicht drlnnen,aber ich kann mir leb­haft vorstellen,wie die andächtige Gemeinde reihum Mann für Mann von den Sitzen gefegt wird.

Mittags gab es einen Traum  von einem Mittagessen – Salat + Suppe + Reis  + Frikadellen + Eis =  4 Gänge (Als es später jeden Tag fast dasselbe gab, fanden wir das nicht mehr so traumhaft).

Nachmittags gab es Freizeit, und jeder durfte versuchen,sich anhand der am Vormittag schnell gekauften Stadtpläne in der 4 ½ Millionen-Stadt  zurecht zu finden.

Ein Ereignis , das, glaube ich , keiner versäumte, war eine Fahrt mit der Metro  ,die es leider auch in Leningrad gab.

Im Gegensatz zu Moskau, sieht nämlich etwa die Hälfte aller Statationen so aus wie 24 Lifts nebeneinander. Bei näherer Betrachtung zum  Zeitpunkt einer Zugeinfahrt erwies sich jedoch,daß die „Lifttüren“ den Zugang zu

den Metros darstellten,die genau dahinter hielten. Natürlich wurde auch an diesem Tage sofort wieder Geld getauscht - -teils offiziell,teils bei den auch hier sehr aufgeschlossenen Schwarzhändlern.

Ein Erlebnis besonderer Art hatte der Stoßtrupp Lindner-Schluchter-Schneider: Auf dem Platz vor der Eremitage paradierten (oder parodierten ?) zig Soldaten mit Aluminiumstangen, was offensichtlich eine Art Übung für den 7. November vorstellen sollte. Jedenfalls spielte man ausgelassen Nachlaufen, Fechten und vielleicht auch Stabhochsprung – ein Schauspiel, welches sich, allerdings mit etwas mehr Disziplin, 2 Tage später gelegentlich der Besichtigung des Winterpalais wiederholen sollte. Zu berichten gibt es noch von der besonderen Bremstechnik der Leningrader Straßenbahn. Wie durch einen zuverlässigen Zeugen (mich) beobachtet, bremste eines dieser Wundergefährte so stark, daß es Funken auf den Schienen gab. Leider lag Laub auf dem Bahndamm, welches sich sofort entzündete – ein unvergeßliches Bild! Ende gut, alles gut – das Abendessen war für russ. Verhältnisse fürstlich, für europäische fürchterlich. So kam es, daß zu später Stunde auf den Zimmern noch manche Flasche geleert werden mußte, um den armen Magen zu beruhigen.

 

cyxoe

ЛЕНИНГРАДСКИЙ КОМБИНАТ ШАМПАНСКИХ И ДЕСЕРТНЫХ ВИН

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die V. I. P’ s   (voll improvisierten Personenbusse) Eine Beschwerde von Peter Berlich

Nachdem jeder Russlandfahrer die geräumigen und nie überfüllen Linienbusse der Sowjetunion kennengelernt hat und nun in der Lage ist,in Deutschland in jedem noch so überfüllten Autobus einen Platz zu finden,halte ich es für angebracht, auch die anderen Er­zeugnisse der Comecon—Busproduktion zu erwähnen. Besonders angetan hat es mir der sogenannte Reisebus,mit dem wir in Leningrad uns an diesem Tage herumkutschieren lassen mußten. Beim ersten Betreten des Busses überfielen uns ehrfurchtsvolle Schauer, denn wir mußten an die ehrenvolle Funktion- als Truppentransporter denken, die er unzweifelhaft bis 1945 ausgeübt hatte. Das Äußere dieses Gefährts wurde durch eine riesige Lufthutze verunziert, die offenbar dem Zwecke der Motorkühlung diente. Auch ausstattungsmäßig ließ dieser Bus nichts zu verwünschen übrig.Hatte man sich erst einmal unter de'm Gepäcknetz her auf den Platz gezwängt, empfand man sofort die wundervolle Aussicht,die sich bestimmt einem Betrachter dargeboten hätte, der in der Lage war, durch breite Fensterrahmen zu blicken. Ein übriges taten die orangeroten (!) Vorhänge, die auch im offenen Zustand dem Sitzenden  stets die triste Außenwelt verzierten.

Die Sitzverstellung war bei manchen Sitzen so geschickt gelöst, daß der Hintermann auf keinen Fall Platzprobleme bekommen konnte: sie funktionierte nicht


Andere Sessel überzeugten dadurch, daß sie nach Öffnen der an der Armlehne befindlichen, mit langen Armen gut erreichbaren und für Arnold Schwarzeneggers Finger bequem bedienbaren Verriegelung federleicht und –los nach hinten sanken unsd so eine komfortable stufenlose Verstellung ermöglichten.

Auch an den Fahrer war gedacht: Man weiß ja, wie schädlich sich langes Sitzen

auf die Muskulatur auswirken kann.Daher war dieses Prunkstück heimischer (heimlicher ?) Automechanik mit einer spezial Bodybuilder Gangschaltung ausgerüstet,die die geglückte Übung des Gangeinlegens grundsätzlich mit einem lauten Krachen belohnte, und so den Trainerenden zu neuen Taten anspornte. Nach hinten sah der Fahrer durch einen großflächigen Innenspiegel, der nur leider durch das Fehlen von Fenstern in der Rückwand entwertet wurde.

Damit der Mittelgang geräumig blieb, (er war es nicht) waren die Sitze übrigens nur halb so breit wie die dazugehörige Fläche des Sitzenden. Aber bleiben wir ehrfürchtig, im Gedanken an die lieben Parteigenossen, die diesen Bus bestimmt mehr als einmal vor dem Schrottplatz bewahrt haben und ihn uns so als Zeugnis osteuropäischer Kulturgeschichte erhielten...


 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die märchenhaften Säle werden jährlich von ca. 5 1/2 Millionen Menschen besucht. Die Eremitage besitzt - neben  dem Louvre in Paris, dem Prado in Madrid und dem Britischen Museum in London - eine der bedeutendsten Kunstsammlungen der Welt, Sie hat 1050 Zimmer, deren Fläche ca. 50000 qm beträgt. Es gibt hier 117 Treppenaufgänge, 1786 Türen und 1945 Fenster. Ca. 2 1/2 Milli­onen Kunstgegenstände nennt die Eremitage ihr eigen. Darunter be­finden sich u.a. Gemälde von Cezanne, Granach, Gauguin, Gogh, da Vinci, Matisse, Picasso, Raffael, Rembrandt, Renoir, Rubens, Tizian u.s.w.. Skulpturen, graphische Werke, archäologische Funde, Münzen und Medaillen, die in 550 Sälen untergebracht sind o Einige der großartigen Säle sind; Wappen-Saal, Peter-Saal, Großer Saal, Galerie des Vaterländischen Krieges 1812, Georgs - Saal, Konzert-Saal, Malachit-Saal, Kleiner Eßsaal. Im Wappen-Saal wurden früher Bälle und Empfänge gegeben. Die Ab­bildungen der Wappen aller russ. Gouvernements, die an den bron­zenen Lüstern angebracht sind, gaben dem Saal seine Benennung. Der Georgs-Saal war der Thronsaal. Er trägt einen strengen, feier­lichen Charakter und ist mit weißem Marmor und vergoldeter Bronze ausgestattet. Das Parkett wiederholt das bronzene Ornament an der Decke. Der Malachit-Saal ist einer der architektonisch schönsten Säle des Schlosses. Die Säulen, Wandpfeiler und Kamine des Saales bestehen aus Malachit, der in der Technik des russ. Mosaiks gelegt wurde. Im Pavillion-Saal werden heute in Tischen und Fußböden des 18. und 19. Jh. ausgestattet. Ebenfalls ist die Pfauenuhr in diesem Saal untergebracht. Der komplizierte Mechanismus ist unter einem Hügel, auf dem sich ein Baumstamm, erhebt, verborgen. Während des Stundenschlags werden die Figuren, ein Pfau, eine Eule und ein Hahn, in Bewegung gesetzt. Die Zeit zeigt ein kleines rotierendes Zifferblatt an, das in den Hut eines Pilzes eingearbeitet wurde (nach Anja Eiler)

 

 


Nach dem Frühstück machten wir uns auf und fuhren per Bus ins Völkerkundemuseum. Dort trafen wir eine Gruppe Hamburger (leider nicht die zum Essen), die in ihrer Partnerstadt Leningrad die „Hamburger Tage“ eröffneten. Allen voran Bürgermeister Klaus von Dohnany, der mit seinen kopierten Helmut-Schmidt-Kitsohreden die ganze Innung blamierte. So zogen wir es vor, trotz Kitschrede und Hamburger den Rest der knapp bemessenen Zeit damit zu verbringen, kurz das Museum zu besichtigen. Hier lernten wir Sitten und Gebräuche sowie kunsthandwerkliche Schöpfungen der Sowjetvölker kennen. Man sieht z.B. Spielzeug aus Vologda, Stickereien, turk-, menische Teppiche, usbekische Möbel mit Einlegearbeiten, Werke der Maler auch Palech und Chochloma. Danach Rückfahrt zum Hotel mit Mittagessen.  Ab 14 Uhr hatten wir dann bis zum Abendessen Freizeit. Wir gingen nochmals ins Дом книги und ins Берёзка, um die letzten Rubel in Bücher, Wodka etc. umzusetzen. Nach stundenlanger Taxisuche kehrten wir dann zum Abendessen ins Hotel zurück. Die letzten Stunden machten wir noch einen Spaziergang. Um 22.50 h karrte uns der volkseigene Bus in Richtung Bahnhof, wo wir dann nach qualvollem Kofferschleppen endlich unser richtiges Abteil erreicht hatten.

-Такси свободно? – Свободно. Садитесь, пожалуйста. Вам куда?

 

До свидания, Ленинград!  (Мелани Фосс)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nicht ahnend, daß es nicht erlaubt sei, den Bahnsteig oder auch das Bahngelände zu verlassen, machten sich die meisten von uns davon ( und das ohne Visum!!!). Herr Bosch bekam es mit der Angst zu tun, sammelte aus allen Winkeln seine Schüler wieder ein und ließ ein Donnerwetter los. Daß der Leiter einer solchen Auslands­fahrt auch einmal die Nerven verliert, sollten die Schüler(innen) auch verstehen!!!

Einige machten es sich zum Frühstück bequem. Bezahlt wurde in Ost­berlin heute mit DM (Kurs 1:1 !!!). Das Schauspiel der Verfärbung bei der Berührung von Roter Beete mit Rührei war äußerst aufschluß­reich. Allerdings schmeckten die blauen Eier genauso wie die gelben' eben nach Eiern. Nach langem hin und her nahmen wir im Zug D 346 endlich Platz. Leider waren  laut Reservierungskarten alle Plätze ab Berlin reserviert. Ab Berlin -Friedriohstraße durften wir uns dann stapeln. ROLAND machte es sich im Gepäcknetz "bequem.

Im Gegensatz zur Hinfahrt passierten wir die deutach­deutsche Grenze bei Tag. So waren die Nagelbretter hinter der Mauer gut sichtbar.Überall gab es schotterähnllche Hügel mit Warnschildern. Es war ein befreiendes, aber auch bedrük­kendes Gefühl, wieder in der Bundesrepublik Deutschland zu sein; denn nun hatten wir den

 

letzten Schritt unserer Reise getan. Mit fast 5 1/2 Std. Verspätung trafen wir i.n Hamm ein, wo wir nochmals umsteigen mußten. Um 18.48 h trafen wir dann in Wuppertal mit einem Schlachtgeheul "LENIN  -  LENIN  - L E N I N" ein, wo unsere Eltern uns überfielen, so daß wir uns nicht einmal richtig voneinander verabschieden konnten.

Nach einem deutschen Essen und einem erfrischenden Bad konnten wir uns endlich einmal richtig ausschlafen,,

(nach Kerstin Beckmann und Britta Hallmann)

 

 

 

 

 

 

КОНЕЦ ИНТЕРЕСНОЙ ПОЕЗДКИ

 

Anmerkung: Für einige Skizzen und Texte wurde damals Ленинградрисунки- схемы города, изд. Агенства печати новости, Москва – Leningrad- schematische Darstellungen, APN-Verlag Moskau von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern benutzt. Nachträglich nach nach 23 Jahren danke ich dem Verlag.