Aufbau einer Bildbeschreibung

 

  1. Thema

-         Dieses Bild.............

-         Wahrscheinlich wollte der Maler......................

 

  1. Hintergrund

-         Gebäude, Natur, Personen, Farben

-         Stimmung: Was drückt sie aus?

 

  1. Vordergrund

-         Was ist zu sehen?

-         Was denken Sie, wird hier dargestellt?

-         Was geht wohl in den Menschen vor?

 

  1. Beschreibung von Details

-         Aussehen, Körperhaltung, Gedanken, Gefühle

-         Bezug zum Thema

 

  1. Abschluss

-         Was denken Sie darüber?

 

 Bildbeschreibung

 

Sieh dir das Bild (Foto, Zeichnung. Gemälde, Holzschnitt ... ), das du beschreiben sollst, genau an, ehe du mit der Beschreibung beginnst. Das Wesentliche, der Kern des Bildes, wird dir bald klar werden. Aber auch scheinbar Nebensächliches musst du beachten. Die Beschreibung, kannst du darin wie folgt aufbauen:

 

-          Einleitung (wie die Einleitung einer Inhaltsangabe) Art des Bildes (Foto ... Künstler (Name ... ), Bildtitel (wenn bekannt), Bildinhalt in einem ersten Überblick.

-          Hauptteil Einzelheiten des Bildes in ihrer Beziehung zueinander und in einer sinnvollen Reihenfolge.

 

Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder behandelst du zuerst den Kern ausführlich und gehst dann auf das weniger Wichtige ein, oder du gehst vom Nebensächlichen aus und arbeitest dich zielstrebig zum Wesentlichen vor. Bemühe dich (im eine klare Benennung der wesentlichen Bildgehalte und bleibe nicht an Kleinigkeiten hängen, die für den Gesamteindruck völlig belanglos sind.

 

Bei der Nennung der Einzelteile des Bildes ist es notwendig ihre Lage im Bild anzugeben:

-          oberer, unterer, rechter, linker Bildrand

-          obere, untere, rechte, linke Bildhälfte

-          Vordergrund, Mittelgrund, Hintergrund

Wichtig ist auch, aus welcher Perspektive das Bild dargestellt ist:

-          Vogelperspektive

-          Froschperspektive

-          Normalperspektive

 

Die Sprache ist sachlich feststellend, ohne persönliche Empfindungen ~ 24. Beim künstlerisch wertvollen Bild kommt es darauf an. die Formen, Farben. Linien unter Berücksichtigung der Lichtverhältnisse zu erlassen. Deshalb wird bei einem solchen Bild die Sprache auch Eindrücke, Stimmungen, Wertungen enthalten. Die Bildbeschreibung wird im Präsens geschrieben.

 

       Schluss:

       Bei einem realistischen Bild kann dieser Teil fehlen.

       Bei einem künstlerischen Bild enthält dieser Teil Aussagen zur Wirkung

       des Bildes auf den Betrachter.

       Warum ist die Darstellung so und nicht anders?

       Welche Absicht hat der Künstler?

       Welche Wirkung hat das Bild auf mich

       Welche Wirkung hat das Bild vermutlich auf andere Menschen?

 

Bildbeschreibung

 

 

 

 

 

 

 

Bildbeschreibung Gibraltar

 

Diese Zeichnung aus einem Erdkundebuch zeigt uns den Felsen von Gibraltar.

Der Felsblock in einer Meerenge fällt auf der linken Seite steil ab, während er nach rechts sanft ausläuft und eine Landzunge bildet, auf der ein kleines Hafenstädtchen mit niedrigen Häusern liegt.

Über eine Landbrücke erreicht man das Festland, das dicht bewaldet ist und tropische Kakteenarten zeigt

Am rechten Bildrand erhebt sich eine verlassene Burgruine.

Links davon führt ein Weg von der Küste steil bergan, Auf ihm treibt ein Bauer ein Ochsengespann an, das einen zweirädrigen Karren mit einem großen Weinfass zieht. Eine Frau mit einem Wasserkrug auf dem Kopf geht nebenher.

Der linke Bildrand wird durch eine riesige Korkeiche begrenzt. Zwei Arbeiter schälen diese Eiche mit Äxten und Brecheisen und rollen die abgelösten Rindenteile in Ballen zusammen.

Im Hintergrund, gar nicht so weit entfernt, zieht sich die felsige Küste Afrikas hin.

 

Eine Bildbeschreibung beim künstlerischen Bild noch eher als bei einer Skizze, kann nie vollständig sein. Dem einen ist dies wichtig, dem anderen das.

Die hier abgedruckten Beispiele stellen ein gesundes Mittelmaß dar, ohne allerdings auf Wesentliches zu verzichten.

 

 

 

Bildbeschreibung

Gerhard Marcks: Nächtliche Fahrt

 

Der schwarzweiße Holzschnitt von G. Marcks zeigt ein Segelschiff mit vier Mann Besatzung, das über ein vom Mond beschienenes Meer ruhig dahin gleitet.

Der Horizont teilt das Bild in zwei Abschnitte, unten zum größeren Teil das Meer, oben zum kleineren Teil der Himmel.

Von der noch erkennbaren vollen Größe der Mondscheibe erscheint nur eine Sichel, welche die ungewöhnliche Form einer Schale oder einer Wiege hat. Ruhig verbreitet diese Mondsichel ihr Licht in einem breiten Lichtstrahl über das Wasser hin.

Dort fährt ein langes‑ dunkles Boot gerade aus dem Lichtstrahl heraus. Zwei Männer sitzen auf dem vom Mond beschienenen Teil des Bootes, während zwei andere schon in die Dunkelheit eingetaucht sind‑ Das Dreieckssegel des Bootes, sichelförmig gebogen, treibt das Boot vorwärts.

Die Linienführung des Bildes ist auffällig. Es gibt ruhige und unruhige Flächen. Ruhig wirken die Mondsichel, der in feinen waagerechten Strichen angedeutete Dunstschleier des Himmels, das Boot, die vier Männer auf ihm, das Segel, das durch ebenso waagerechte Linien angedeutet ist wie der Himmel. Unruhig wirken dagegen die leichten Wellen des Meeres.

Mit den ruhigen und unruhigen Flächen vermischen sich helle und dunkle Flächen. Der helle Mond auf dem ruhigen Himmel, der helle Lichtstrahl auf dem unruhigen Meer.

Der schwarze Schiffsrumpf durchquert das unruhige Meer. Die Männer hätten wohl Grund, das Gefährliche der Fahrt zu spüren. Aber es wirkt doch beruhigend, dass zwei von ihnen im Licht sitzen und dass das helle Segel bis in die ruhige Fläche des Himmels hineinragt. Die Bedrohung des Menschen wird klein angesichts des ruhigen milden Mondlichtes.

 

 Gegenstandsbeschreibung

 

Die Gegenstandsbeschreibung nennt:

-          Merkmale (Farbe, Form. Größe ...

-          Besonderheiten (Namenszug, Kratzer. Aufkleber ...

-          Einzelteile (Räder, Hebel. Ketten ) und ihr Zusammenspiel,

-          Funktionsweisen eines Gegenstandes (zum Schneider, Schreiben, Nähen ... ),

und zwar so genau, dass man sich auch ohne Bild eine Vorstellung von dem Gegenstand machen kann. ihn unter ähnlichen Gegenständen herausfindet und ihn bei einer Verlustanzeige eindeutig als sein Eigentum bezeichnen kann. Die Reihenfolge innerhalb der Beschreibung folgt am besten einer räumlichen Anordnung:

-         von außen nach innen 

-         von vorne nach hinten  

-         von links nach rechts 

-          von unten nach oben   

-          von der Mitte zu den Seiten   

Das alles ist auch in umgekehrter Reihenfolge möglich Wichtig ist nur, dass eine einmal gewählte Reihenfolge auch beibehalten wird. Nichts ist verwirrender als ständiges Hin- und Herspringen.

 

 

 

Gegenstandsbeschreibung

Thermometer

 

Das Thermometer besteht aus einem etwa 15 cm langen, 3 cm breiten und 1 ein dicken Holzbrett, welches hinten roh und vorne in Holzfarbe lackiert ist. Auf dem Holzbrett ist eine etwa 11 ein lange Glasröhre mit zwei Metallklemmen befestigt. Unten ist die Glasröhre kugelförmig erweitert. Die nach oben führende Kapillarröhre ist am Ende zusammengeschmolzen und zu einem Dorn umgebogen, der in eine Vertiefung des Holzbrettes eingreift. Damit ist die Röhre gegen Verrutschen gesichert. Die untere Glaskugel ist mit einer blauen Flüssigkeit gefüllt, die sich bei Wärme wie Quecksilber ausdehnt und in der Kapillarröhre aufsteigt. Diese Kugel ist mit einem kleinen Schutzgitter gegen Stoß gesichert.

 

Links und rechts der Glasröhre ist eine Maßeinteilung aufgezeichnet. Links führt die Gradeinteilung mit roten Strichen und Zahlen von der Nullmarkierung an abwärts bis zu minus 30 Grad Celsius. Rechts geht die Gradeinteilung in schwarzen Strichen und Zahlen von der Nullmarkierung an aufwärts bis zu plus 50 Grad Celsius. Beide Gradeinteilungen gehen jeweils in Zehnerschritten vor.

 

An der Rückseite der Holzleiste dient ein kleiner Aufhänger dazu, das Thermometer an einer Zimmerwand aufzuhängen.

 

 Vorgangsbeschreibung

 

Die Vorgangsbeschreibung beschreibt Vorgänge, die immer in gleicher  

Weise ablaufen im Gegensatz zu einem Bericht, der einen einmaligen

Vorgang darstellt. Das Tempus der Vorgangsbeschreibung ist deshalb das Präsens.

 

Vorgangsbeschreibungen können sein:

 

Die Gliederung des Aufsatzes richtet sich nach der zeitlichen Abfolge des Vorgangs. Da die Form des Imperativs zu aufdringlich wäre. verwendet man meistens zwei andere Formen des Verbs:

 

Einen Knopf annähen

 

Ist ein Knopf von einer Jacke abgegangen, so holt man sich Nähnadel, Faden und Schere und wenn möglich auch einen Einfädler. Dann zieht man die Jacke aus und säubert die Stelle, wo der Knopf saß, von den alten Fäden. Danach nimmt man die Nadel und steckt die aus Draht gebogene Schlinge des Einfädlers durch das Nadelöhr. Darauf nimmt man einen ungefähr 50 cm langen Faden, steckt ihn in die Drahtschlinge und zieht den Einfädler wieder aus dem Nadelöhr heraus.

 

Dann zieht man das Fadenende ungefähr 25 cm durch das Nadelöhr und bindet die beiden Enden des Fadens mit einem Knoten zusammen. Nun hält man die Stelle der Jacke, an welcher der Knopf saß, so, dass es einen kleinen Wulst gibt. In diesen sticht man so flach hinein, dass die Nadel im Inneren der Jacke nicht zu sehen ist. Dann zieht man Nadel und Faden bis auf den Knoten hindurch. Nun sticht man von unten in das eine Loch des Knopfes und in das nächstliegende von oben und gleichzeitig auch wieder flach durch den Stoff. Das wiederholt man so oft, bis der Knopf festsitzt. Dann wickelt man den Faden unter dem Knopf ein paar Mal um sich selbst, sticht nochmals flach durch den Stoff und schneidet den Faden ab.

 Jetzt legt man das Nähzeug weg und zieht die Jacke wieder an.