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Die soziale Ungleichheit nimmt immer mehr zu. Nennen Sie Gründe
und Folgen. Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Wie kann man dagegen
vorgehen? Welche Verantwortung hat die Gesellschaft? Wie lässt sich Soziale Ungleichheit erfassen?
Die Sozialstruktur unserer Gesellschaft ist deswegen nicht leicht
zu erfassen, weil offensichtliche, äußerlich erkennbare und hinreichend
eindeutige Merkmale einer Statuszuweisung weithin fehlen. Statussymbole
haben bei uns heute ihre zuweisende Funktion weithin verloren: Ein
bestimmtes Auto bzw. Kleidungsstücke bestimmter Art oder Marke können
bewusst eingesetztes Statussymbol oder nichtssagend sein. Gleichwohl
suchen wir nach "sozial relevanten Merkmalen", wenn wir eine uns
unbekannte Person "unter die Lupe nehmen", sie ... auf
statusrelevante Merkmale untersuchen. Ob, jemand eine Brille trägt bzw.
ob er blond- oder schwarzhaarig ist, interessiert uns dabei nicht! -
Statusmerkmale wie soziale Herkunft, Einkommen, Vermögen, Bildung, Beruf
und das (vornehmlich am Beruf orientierte) Ansehen in der Gesellschaft
haben jedoch Bedeutung, weil sie für die Statuszuweisung immer immer noch
prägend sind. Dabei lassen sich das "Oben" und
"Unten" in der Gesellschaft relativ eindeutig ausmachen; im
breiten mittleren Teil der Gesellschaftspyramide werden Zuordnungen
zunehmend schwieriger, weil die Prestigezuerkennung für Berufe nicht mehr
eindeutig ist (z.B. Offizier, Lehrer, Metzger) und ein sozialer Wandel in
erheblichem Umfang stattfindet, in dessen Rahmen auch neue Merkmale
Bedeutung gewinnen. |
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- viel Geld
- guter Beruf
- gutes Aussehen
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- kein Geld
- schlechter Beruf
- ungepflegtes Aussehen





sozial
relevante Merkmale:
Eigene Erfahrungen
Gründe
Folgen
Wie kann ich dagegen vorgehen?
Verantwortung Gesellschaft
Die
soziale Ungleichheit in unserer Gesellschaft nimmt immer mehr zu. Entweder ist
man in der sozialen Hierarchie ganz „oben“ oder ganz „unten“. Oben bist
du in der Regel, wenn du viel Geld hast, einen guten Beruf ausübst und ein
gepflegtes Aussehen hast. Hat du dies alles nicht, so bist du ganz unten.
Jemanden in den breiten mittleren Teil einzuordnen ist schon schwieriger, denn
wo liegen hier die Grenzen?
Viele
denken, wenn sie schön und perfekt sind, bekommen sie einen besseren Beruf als
alle anderen. Leider ist das oft so. Wenn man gut aussieht, bekommt man leichter
Türen geöffnet. Hat man ein schlechtes äußeres Erscheinungsbild, ist das
schon viel schwieriger. Diese Tatsache ist sehr traurig.
Heutzutage
ist es auch sehr wertvoll, wenn man ein gutes Elternhaus hat. Sind die Eltern
reich und haben viele Kontakte,
wird man in der Regel bevorzugt behandelt. Alle anderen haben es viel schwerer
im Leben. Die Frage ist, wer dann die besseren Einstellungen und Leistungen
mitbringt? Diejenigen, die alles ihren Eltern verdanken oder jene, die sich
vielleicht hochgearbeitet haben?
Das
Aussehen, Geld und die Herkunft sind somit entscheidende sozialrelevante
Voraussetzungen.
Inwieweit spielen aber nun die Bildung und der Beruf eine Rolle in der sozialen Hierarchie?
Bin
ich gebildet, kenne mich gut aus, kann mich gepflegt ausdrücken und habe sehr
gute Leistungen, habe ich natürlich einen großen Vorteil. Dabei
ist der Abschluss jedoch nicht alleine entscheidend. Ein Bekannter zum
Beispiel hat mit großer Mühe und einem Jahr Wiederholung das Abitur geschafft,
und was lernt er nun? Fleischermeister! Wahrscheinlich hätte ihm Bescheidenheit
weiter geholfen, denn mit einem guten Realschulabschluss hätte er seine Chancen
auf dem Arbeitsmarkt sicherlich erhöht. Glänzende Leistungen sind gefragt.
Nicht jeder mit Abitur ist gleich gebildet. Und der Beruf? Ist nicht jede dritte
Frage nach dem ersten kennen lernen: Und was ist dein Beruf? Es ist wohl ein
gesellschaftliches Phänomen, dass jeder danach geht: Wer bist du? Was kannst
du? Was hast du?
Warum
ist das so? Sicherlich ist es in der Geschichte der Menschheit schon immer so
gewesen, dass ein Mensch nach seiner Herkunft, seinem Aussehen, seinem
Geld, seiner Bildung und seinem Beruf gemessen wurde. Nur, legt die
Gesellschaft die Maßstäbe für eine derartige Hierarchie fest. Wenn ich nämlich
all dies nicht besitze, bin ich arm dran. Nur mit äußerster Anstrengung und
enormem Willen schaffen es einige wenige, sich von ganz unten nach ganz oben
hoch zu arbeiten. Diesen Menschen vor allem gebührt meine Achtung. Ich glaube,
viele solcher Menschen könnten diese soziale Hierarchie zwar nicht verändern,
aber sie wären der Grundstein für eine sozial ausgeglichenere Gesellschaft.