Gedanken zum Sonntag     

 

Es war einer dieser wunderschönen Sonnentage, wie man sie sich im Urlaub wünscht. Ich saß im Strandcafe am Nachbartisch eine Familie, die drei Kinder vielleicht zwischen neun und vierzehn Jahre alt. Doch nur vier Personen beteiligten sich am Gespräch über die Bootstour, die sie gemeinsam unternommen hatten. Einer der Jungen saß abgewandt, hatte seinen Stuhl bewusst aus dem Kreis rund um den Tisch gezogen und drehte den anderen den Rücken zu.

 

Zwar redete auch er, jedoch nicht mit denen, die- bei ihm saßen: Er hatte ein Handy am Ohr. Der unsichtbare Gesprächspartner war ihm wichtiger als seine Eltern und Geschwister. Er bekam nichts mit von ihren Reiseeindrücken, er merkte auch nicht, dass die Bedienung ihm längst den gewünschten Eisbecher serviert hatte. Nein, er telefonierte munter darauf los, als sei er auf einer einsamen Insel und als würde das alles nichts kosten. Das Handy versetzte ihn in eine andere Welt, machte ihn zum Außenseiter dieser Familienrunde.

 

Irgendwann wurde es den Eltern zu bunt. Ob er denn damit nicht endlich aufhören kann, schließlich sei ein Strandcafe keine Telefonzelle, meinte der Vater ärgerlich. Und er soll bloß nicht glauben, dass er mehr Taschengeld bekommt, um seine hohe Telefonrechnung zu bezahlen. Aus der gemütlichen Kaffeerunde wurde schnell ein handfester Familienkrach. "Warum musst du das Ding auch überall mit hinnehmen!", schnauzte der Vater seinen Sohn an, „hätten wir dir dieses blöde Handy doch bloß nicht geschenkt."

 

Peter Hahne

 

Lies den Text und bearbeite mit seiner Hilfe folgende Aufgaben. Arbeite in der angegebenen Reihenfolge.

 

 

 

Aufgabe 1

 

a) Kreuze die richtige Antwort an.

            Die Absicht des Textes ist es ...

 

A          den Gebrauch von Handys zu verbieten.

 

B         den Handybesitz für Jugendliche zu verbieten.

 

C         mögliche Folgen des Handybesitzes für die Familiengemeinschaft aufzuzeigen.

 

D         Eltern davon zu überzeugen, dass Kinder mehr Taschengeld brauchen.

 

 

b) Begründe deine Entscheidung auf der Grundlage des Textes.

 

 

 

Aufgabe 2

 

a) Warum erwähnt der Erzähler den Eisbecher?

b) Wie verdeutlicht der Erzähler, dass sich eine Person zum Außenseiter innerhalb der Familie macht?

c) Schreibe eine Textstelle heraus, die zeigt, dass der Erzähler auf der Seite der Familie steht.

d) Der Autor schrieb diesen Text, als er sich "Gedanken zum Sonntag" machte. Der Sonntag ist ein besonderer Tag in der Woche, an dem die meisten Menschen nicht arbeiten müssen und somit Zeit für die Familie haben. Erkläre die Beziehung zwischen dem Sonntag und dem Inhalt der Geschichte.

 

Aufgabe 3

 

a) Ein Leser des Textes vertritt folgende Meinung:

Führe die Gründe auf, die zu dieser Meinung geführt haben könnten. Stütze dich auf Informationen aus dem Text.

 

b) Nenne zwei Gründe, die Erwachsene davon überzeugen können, dass ein Handy für Kinder sinnvoll ist.

 

 

Aufgabe 4     

 

a) Lies den folgenden Text und unterstreiche darin alle Adverbialbestimmungen des Ortes.

 

 

Tasten aus Licht

 

Handys und elektronische Terminplaner werden immer kleiner, nur die menschlichen Finger bleiben überall unverändert groß. Auf den winzigen Tastaturen trifft man beim Tippen nicht selten gleich zwei oder drei der Mini- Knöpfe, statt nur einen. Im kalifornischen Silicon- Valley hat eine Firma die Lösung für dieses Problem gefunden: Ein eingebauter Laser wirft eine große Tastatur aus Licht auf jede beliebige ebene Fläche. Zwei Sensoren verfolgen die Finger, wohin sie sich auch immer bewegen. Im kommenden Frühjahr soll die Technik auf den Markt kommen. Schnelltipper müssen allerdings noch warten. Denn dort, wo die Finger besonders flink sind, kann es vorkommen, dass auf den Lichttasten manche Buchstaben nicht richtig erkannt werden.

 

 

b) Ergänze die folgenden Sätze sinnvoll durch je eine Adverbialbestimmung des Ortes.

 

Nach dem Familienkrach beendet der Junge sein Telefongespräch und verstaut sein Handy

 

________________________________________________________________________ .

 

Die Schwester geht ______________________________________________und tippt heimlich SMS-Botschaften.

 

 

Aufgabe 5

 

Entscheide dich für die korrekte Schreibweise. Setze in die Lücken s, ss oder ß ein.

 

 

Mittagszeit im Strandcafe

 

Es ist Mittagszeit. Das bedeutet, dass die meisten Urlauber nach ihren Bootsfahrten rie__igen Hunger haben. Viele entschlie__en sich zum E__en in das Restaurant zu gehen, das eine gro__e Terra__e besitzt. Sie genie__en es, in bequemen Se__eln zu sitzen, an einem Tisch mit einem Strau__ wie__er Ro__en. Sie le__en die Spej__ekarte. Es gibt Rouladen mit Klö__en, Fleischspie__e, Spaghetti mit Tornatenso__e, Gemü__eauflauf, Kartoffelsalat mit Würstchen, Ke__elgulasch und viele andere Delikate__en, so dass jeder das Pa__ende findet, Zum Nachtisch kann man sich Nu__ei__, Schokokü__e, Grie__pudding, Apfelmu__ oder Streu__elkuchen bestellen. Um den Durst zu löschen, bringt der flei__ige Kellner den Gästen Glä__er mit Wa__er, Brau__e, frisch gepre__tem Saft oder eine Ta__e Kakao, hei__ oder kalt.