Klassenarbeit                                                                                   

 

 

  1. Fertige ein Mindmap zu den 5 Epochen der Literatur an, die wir kennen gelernt haben! Folgende Angaben sollen enthalten sein:

-         Dauer der Epoche

-         Bezeichnung der Epoche

-         Je 2 bedeutende Vertreter und Werke

-         Je 5 Angaben zum Charakter der Literatur

 

2.      Ordne folgendes Werk in die jeweilige Epoche ein! Begründe mit 5 Fakten, warum es zu dieser Epoche gehört! Beziehe Textbeispiele mit ein!

 

 

 

                                                         Abend

 

DEr schnelle Tag ist hin/die Nacht schwingt ihre Fahn/

Vnd führt die Sternen auff. Der Menschen müde Scharen

Verlassen Feld und Werck/ wo Thir und Vögel waren

Traurt itzt die Einsamkeit. Wie ist die Zeit verthan!

Der Port naht mehr und mehr sich zu der Glider Kahn.

Gleich wie diß Licht verfil/so wird in wenig Jahren

Jch/du/und was man hat/und was man siht/hinfahren.

Diß Leben kömmt mir vor als eine Renne-Bahn.

Laß höchster Gott/mich doch nicht auff dem Lauffplatz gleiten/

Laß mich nicht Ach/nicht Pracht/nicht Lust nicht Angst verleiten!

Dein ewig-heller Glantz sey vor und neben mir/

Laß/wenn der müde Leib entschläfft/die Seele wachen

Vnd wenn der letzte Tag wird mit mir Abend machen/

So reiß mich aus dem Thal der Finsternüß zu dir.

Andreas Gryphius

 

Port: Hafen

 

Prometheus

 

Bedecke deinen Himmel, Zeus,

Mit Wolkendunst

Und übe, dem Knaben gleich,

Der Disteln köpft,

An Eichen dich und Bergeshöhn;

Mußt mir meine Erde

Doch lassen stehn

Und meine Hütte, die du nicht gebaut,

Und meinen Herd,

Um dessen Glut

Du mich beneidest.

 

 

               Ich kenne nichts Ärmeres

Unter der Sonn‘ als euch, Götter!

Ihr nähret kümmerlich

Von Opfersteuern

Und Gebetshauch

Eure Majestät

Und darbtet, wären

Nicht Kinder und Bettler

Hoffnungsvolle Toren.

 

Da ich ein Kind war,

Nicht wußte, wo aus noch ein,

Kehrt‘ ich mein verirrtes Auge

Zur Sonne, als wenn drüber wär‘

Ein Ohr, zu hören meine Klage,

Ein Herz, wie meins,

Sich des Bedrängten zu erbarmen.

Wer half mir

Wider der Titanen Obermut?

Wer rettete vom Tode mich,

Von Sklaverei?

Hast du nicht alles selbst vollendet,

Heilig glühend Herz?

Und glühtest jung und gut,

Betrogen, Rettungsdank

Dem Schlafenden da droben?

 

Ich dich ehren? Wofür?

Hast du die Schmerzen gelindert

Je des Beladenen?

Hast du die Tränen gestillet

Je des Geängsteten?

Hat nicht mich zum Manne geschmiedet

Die allmächtige Zeit

Und das ewige Schicksal,

Meine Herrn und deine?

 

Wähntest du etwa,

Ich sollte das Leben hassen,

In Wüsten fliehen,

Weil nicht alle

Blütenträume reiften?

 

Hier sitz‘ ich, forme Menschen

Nach meinem Bilde,

Ein Geschlecht, das mir gleich sei,

Zu leiden, zu weinen,

Zu genießen und zu freuen sich;

Und dein nicht zu achten,

Wie ich!