Apollo acht

 

Am anfang schuf GOTT

       himmel und erde

und die erde

 war wüst und leer

  und war finster

auf der tiefe

 

 

  der mond

sagte er

sieht wie gebrannter gips aus

oder wie grauer sand

sagte er

und wie sieht die erde aus

wie der mensch

die augen werden

sagte er

von den harten gegensätzen

des gleißenden lichts

und der übergangs-

losen dunkelheit geblendet

wir sehen nur

ein leuchtendes weiß

und ein pechfarbenes schwarz

farben gibt es nicht

hier oben

die erde scheint die einzige oase in der unendlichen

weite des weltalls

sagte er

 

GOTT segne euch alle

auf der guten erde

sagte er

auf der guten erde

auf der guten erde

gibt uns GOTT

die Vorstellungskraft

deine liebe in der welt

trotz menschlichen fehlens

zu erkennen

gibt uns den glauben

deiner güte

trotz unserer unkenntnis und schwäche zu vertrauen

gibt uns das wissen

damit wir weiter

mit verstehenden herzen

beten können

und zeige uns was ein jeder von uns

       tun kann

um den tag des weltfriedens näherzubringen

AMEN

am anfang schuf GOTT

himmel und erde

und die erde

war wüst und leer

und es war finster

auf der tiefe

und kein frieden — bisher

Textmontage von Horst Bienek

 

 

1.       In diesem Gedicht sind direkte Reden versteckt:

       Suche sie heraus!

      Wer spricht sie - denke an die Überschrift!

2.       Wie klingen Funksprüche normalerweise?

3.       Welche Textteile kannst du in dem Gedicht außerdem entdecken?