Sandlaufkäfer werden auch Tigerkäfer genannt. Sie sind mittelgroß (10-15 mm), glänzen metallisch grün bis kupferfarben, haben Flecken auf den Flügeln. Die hier zu betrachtenden Arten leben in sandigen, warmen bis heißen Gebieten Kaliforniens (Ähnliche Arten gibt es aber auch in England, Finnland usw. auf warmen sandigen Flächen). Sie können sehr schnell laufen und jagen andere Insekten. Sie fliegen meist nur kurze Strecken und nicht sehr hoch (10 cm über dem Boden), wobei sie die Hinterbeine abspreizen und die Flügel damit nach außen festhalten.
Die Käfer übernachten im Boden. Am Morgen verlassen sie ihre Höhle, wenn die Oberflächentemperatur des Sandes 19 0C erreicht hat.
Ihre Eier legen sie im Boden ab, die Larven graben bis zu 50 cm tiefe Gänge, in die sie sich zurückziehen, wenn Bodenerschütterungen in ihrer Nähe auftreten, ansonsten halten sie sich im oberen Teil der Gänge auf.
Ihre Hauptaufgabe soll es sein, anhand des vorgelegten Materials eine geschlossene Lebensstrategie dieser in warmen bis heißen und trockenen Sandgebieten lebenden Sandlaufkäfer zu entwerfen. Insbesondere sollen Sie auch die Strategie der Käfer im Umgang mit der Wärmeenergie heraus arbeiten. Machen Sie Sich auch Gedanken darüber, ob diese Käfer ekto- oder endotherm sein könnten.
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| Abb. 1 Sandlaufkäfermorphologie. | Abb. 2 Photographie von Cicindela hybrida. Es ist dieselbe Art, von der im Text die Rede ist. Das Exemplar stammt aber aus Finnland. |
1 Allgemeine vorbereitende Aufgabe:
Definieren und erläutern Sie die Begriffe endo-, ekto-, homoio-, poikilo- und heterotherm.
Ordnen Sie verschiedene Tiergruppen diesen Begriffen zu. Nennen Sie jeweils zwei charakteristische Arten.
Welche unterschiedlichen Fähigkeiten im Umgang mit der Körper- und Umgebungswärme sind damit verbunden ? Welchen Einfluß hat das jeweils auf die Lebensweise der Art?
2 Körperbau:
Betrachten Sie den Körperbau der Sandlaufkäfer an Hand der obigen beiden Abbildungen 1 und 2 genau. Welche Merkmale spiegeln ihre Lebensweise wieder ? Welche Fähigkeiten und Verhaltensweisen müssen bei ihnen besonders ausgeprägt sein?
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Abb. 3 Verhaltensweisen des Käfers. Links: Der Käfer liegt mit dem Bauch auf dem Boden.
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3 Verhaltensweisen:
Beschreiben Sie die in der Abbildung 3 dargestellten Verhaltensweisen des Käfers.
Welche anderen Verhaltensweisen muss er auch beherrschen ? Welche Funktion könnten diese Verhaltensweisen haben?
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Abb. 4 Wirkung der verschiedenen Verhaltensweisen auf die Körpertemperatur des Käfers.
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4 Wirkung des Verhaltens des Käfers auf seine Körpertemperatur: Analysieren Sie an Hand der Abbildung 4 die Wirkung der Stelzstellung und eines Fluges auf die Körpertemperatur des Käfers. Bewerten Sie diese beiden Verhaltensweisen im Rahmen einer Strategie im Umgang mit der Wärmeenegie des Käfers. Welche anderen Verhaltensweisen könnten zusätzlich eine Rolle spielen?
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Abb. 5 Laufgeschwindigkeit des Käfers in Abhängigkeit von seiner Körpertemperatur.
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5 Laufgeschwindigkeit:
Analysieren Sie in der Abb. 5 die Wirkung der Körpertemperatur auf die Laufgeschwindigkeit des Käfers und welche Schlussfolgerungen man daraus ziehen kann/muss.
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Abb. 6 Temperaturprofile im Biotop des Sandlaufkäfers unter, an der und über der Bodenoberfläche im Verlaufe des Tages.
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6 Abiotische Verhältnisse im Biotop:
Die zu betrachtende Art lebt in Kalifornien in sandigen Gebieten. Die Sonnenscheindauer am Tage ist hoch. Die sich entwickelnden Außentemperaturen können Sie der Abbildung 6 entnehmen. Es gibt praktisch keine Vegetation.
Entwerfen Sie einen Tagesablauf des Käfers und begründen Sie warum er was tut während des Tagesverlaufes.
7 Lebensstrategie:
Entwerfen Sie abschließend die Lebensstrategie der Sandlaufkäfer.
Lösung der Aufgabe
Mario Hupfeld ,78464 Konstanz, Mario.Hupfeld@uni-konstanz.de
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