Sachzeichnen Tusche

von Reinhard von Tümpling

Da Thema lässt sich zuordnen unter By HS Ku Lz 9.1

Lehrplanzitat:
9.1 Neue Darstellungsformen erproben: Vom Abbild zur Abstraktion

Ausgehend von einer möglichst genauen Wiedergabe des Sichtbaren werden im Zeichnen und Malen nun Stufen des bildnerischen Abstrahierens erprobt. Übungen im zusammenfassenden Sehen und Darstellen führen die Schüler zu einer schrittweisen Reduzierung und Vereinfachung in Form und Farbe. In exemplarischen Werkbetrachtungen, welche die praktische Arbeit begleiten, sollen die Schüler entsprechende Stilmittel und Verfahrensweisen der modernen Kunst kennen lernen.

Gestalten: Zeichnen / Malen von Pflanzen und Gegenständen

Entwickeln einer Bildreihe in Schritten von der wirklichkeitsgetreuen Abbildung über zunehmend reduzierte Darstellungen zu abstrakten Zeichen (z. B. Bildsymbole, Piktogramme), freies Komponieren mit Farbklängen und abstrakten Formen, auch nach Anregungen durch die Werkbetrachtungen

Betrachten: Grafik und Malerei der Moderne, z. B. Pflanzenornamente des Jugendstils, Entwicklungsreihen (Mondrian: "Baumstudien", "Ingwertopf") Grafik des Expressionismus (Kirchner, Heckel, Schmidt-Rottluff), kubistische Stillleben (Picasso, Gris, Braque)


Oder das BY Gym KU Lz 9.1.1 Gestalten des Sichtbaren: Abbild und Variation (ca. 10 Std)

Bildnerische Praxis
Ausgehend von den bisher verwendeten Verfahren der wirklichkeitsgetreuen Abbildung wenden sich die Schüler nun ausdrucks- und mitteilungsorientierten Darstellungsweisen zu. Im Abwandeln und Verändern gegenständlicher Motive und im Spiel mit Bedeutungen sollen sie neue Möglichkeiten erproben, ihre persönliche Sicht der Wirklichkeit bildnerisch zu veranschaulichen (> W, MB).

gegenständliche Motive,
die Variationsreihen in verschiedenen Techniken und Darstellungsrichtungen begünstigen Darstellen z.B. von Verwandlungsbildern, Metamorphosen, Überzeichnungen, Übermalungen, Verzerrungen, Verfremdungen

Techniken:
Zeichnen und Malen: ggf. auch Collagieren, Formen, Drucken, Mischtechniken Experimentieren mit verschiedenen Gestaltungsmitteln im Hinblick auf das Gestaltungsvorhaben

bildnerische Aspekte:
verschiedene Darstellungsmittel und ihre Wirkung im Bild: Blickpunkt, Motivanordnung, Bildausschnitt, Größe, Beleuchtung, Technik

Erproben, Variieren und Optimieren;
schrittweises Verändern der Darstellung, z.B. in kleinen Entwicklungsreihen Betrachten: ein Bildmotiv im Wandel der Stilepochen (> MB). z.B. (Selbst- Bildnis, Figur, Landschaft, Stillleben...

 

 

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Die Stoffsammlung und das Themenumfeld:
Bereits früher habe ich am Nordufer des heimatlichen Forggensees plattenartig geschichtete und brüchige Felsstrukturen fotografiert


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Kies, Schotter, bizarr geformte Uferteile


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und ausgedörrte Zweige des Uferbewuchses.

Das angespülte Bruchholz und sogar ganze entrindete Baumstämme ergeben manchmal ästhetisch interessante Formen.


Bild: baum2897.jpg
Zur Anschauung habe ich faustgroße Kieselsteine mit gleichsam grafischen Einschlüssen gesammelt.

Wer sich dem Themenbereich auch noch anders über Arbeitsblätter und die Manier nähern möchte
(Verlag interdidact, Weinsberg, Wolf Lehrmedien Kunst-Werk 7 Nr. 2976.980):

baum2256.gif
stein7.gif
(Quelle ebenso)

Ich habe dann im Sommer 2002 und 2003 direkt einige angespülte Gegenstände gesammelt, um sie den Schülern als unmittelbares Anschauungsmaterial vorzulegen. Gering zerzauste Möwenfedern, kleine Entenfedern, gelegentlich sogar Borke. Diese gesammelten Gegenstände habe ich den Schülern als unmittelbares Anschauungsmaterial vorgelegt.


Die Ergebnisse:
Bilder:


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Nachgedanken:

Ich habe die nahe innere Ausformung des Themas von unserem diesjährigen Urlaub aus Wangerooge im August 2003 mitgenommen.


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Ich will weder zu sehr autobiografisch werden, noch eine Sachschilderung dieses Urlaubs machen. Dennoch möchte man mir einige Worte nachsehen.

Wangerooge ist über das Wattenmeer hinweg der eigentlichen Nordseeküste vorgelagert. Sie ist eine typische Touristen- und Ausflugsinsel und hat sich seit 1945 fast völlig auf dieses Wirtschaftsziel hin ausgerichtet. Die Insel ist vom Ausgangshafen Harl gerade noch zu sehen, von der Insel selbst kann nachts bei sehr klarem Himmel noch das Licht des Leuchtturms von Helgoland wahrgenommen werden. Einige Seemeilen entfernt führt die Schifffahrtsroute vom Ärmelkanal vorbei nach Bremerhafen.
In der Mitte der Insel befindet sich der alte 39 Meter hohe Leuchtturm, in seinem Fuß liegt das Standesamt, oben kann geheiratet werden. Wahrzeichen ist der kantige Westturm. Wangerooge selbst ist mit einem sehr schönen Netzeintrag zu erreichen unter www.westturm.de

Wir sind mit dem Nachtzug bis Hannover gefahren, umgestiegen nach Bremen, umgestiegen nach Sande, von da mit dem Tide-Bus nach Harl, und zuletzt übergesetzt nach Wangerooge. Der Touristendampfer nimmt das Tages- und Reisegepäck per Kran im Container an Bord. Auf der Insel gibt es ein ruckelndes und pendelndes Schmalspur-Bockerbähnchen, vom Hafen fährt es langsam, beschaulich und recht eindrucksvoll und sinnenfroh durch das Naturschutzgebiet zur Stadt.

Die Kinderbetreuung auf der Insel als besonderes Ereignis möchte ich noch zitieren: zwei Betreuerinnen gingen mit der altersgemischten Kindergruppe musizierend, Theater spielend, singend, und Sketche spielend auf der Promenade auf und ab.


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Ich habe neben einigen Fotos auch Möwenfedern und Muscheln als Urlaubsgeschenk für meine Kollegin gesammelt.

Anschließend sind wir für einige Tage nach Berlin und Fürstenwalde gefahren. Davon aber in anderen sachlich gemischten Netzeinträgen etwas mehr.


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Reinhard von Tümpling, 2003

 

 

 

 

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