Bombenangriff der Aliierten

Am Abend des 27. Novembers 1944 heulten die Warnsirenen Freiburgs zum wiederholten Male - ein Luftangriff, der für Freiburg verherend sein würde, stand bevor.
Ende des zweiten Weltkrieges war Freiburg Ziel der Angriffe aliierter Luftstreitkräfte geworden. Wie durch ein Wunder blieb das Freiburger Münster nahezu unbeschädigt. Um nicht die Aufmerksamkeit alierter Bomberpiloten auf sich zu ziehen trafen die Freiburger Vorkehrungen, indem sie die roten Dachziegel des Münsters komplett abtrugen.
Rings um das Münster hatte sich die Bahn der Verwüstung durch die Altstadt gezogen. Dreitausend Meschen verloren ihr Leben, zentausend wurden verletzt. Jede dritte Familie beklagte den Verlust der Wohnung. Die öffentlichen Einrichtungen wie die Universität oder das Universitäts-Klinikum waren schwer getroffen worden.
Das Stadttheater war nach der Zerstörung durch die Bomben nur noch ein Haufen Steine. Aber bereits vier Jahre nach dem Krieg fanden dort wieder die ersten Konzerte statt, an denen sogar Nachkriegs-Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Winterer aktiv als Solist teilnahm und dessen Erlöse dem Wiederaufbau des Stadttheaters zu Gute kamen.
Durch solch allgemeinnützige Aktionen Freibruger Bürger konnten auch die Schäden am Münster repariert werden.

Legende: Der Erpel vom Stadtpark.

Als die Bomber der Aliierten in dieser Nacht noch weit von Freiburg entfernt waren, spürte ein Erpel bereits das drohende Unheil. Sein angsterfülltes Geschnatter war ein Warnschrei für all die Menschen, die rund um den Stadtgarten nahe des Münsters wohnten. Viele Freiburger verdanken deshalb einer Ente ihr Leben. So jedenfalls erzählt es die Legende.

Zum Andenken an das wachsame Tier formte 1953 der Kanderner Bildhauer Richard Bampi einen Gänserich in Ton.

1945   Heute
Münster heute   Münster 1944 nach Bombenangriff
Freiburg nach dem Luftangriff der Aliierten 1944   Blick auf Freiburg heute

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