Vorbemerkung

Der weitaus größte Teil der spanischsprachigen Weltbevölkerung lebt in Lateinamerika, in Ländern, die man gewöhnlich unter dem Begriff „Dritte Welt“ zusammenfasst. Bei allen Unterschieden haben diese Länder mit ähnlichen Problemen zu kämpfen. „Unterentwicklung“ heißt mangelnde Verdienstmöglichkeiten für die Bevölkerung, Unterernährung, fehlende Bildungsmöglichkeiten, menschenunwürdige Wohnverhältnisse und vielfach auch ungerechte Verteilung der landwirtschaftlichen Nutzflächen.

Die vorliegende Textsammlung will versuchen, an Hand der Person eines peruanischen Indiojungen die genannten Probleme anschaulich und im Zusammenhang darzustellen. Miguel Vilca wird im Folgenden sein Dorf und seine Familie vorstellen. Auf einer Reise vom Hochland der Anden in die an der Küste gelegene Hauptstadt Lima lernt er einige der Schwierigkeiten kennen, die die zunehmende Verstädterung mit sich bringt und die nicht nur für Peru charakteristisch sind. Auch die Geschichte des Landes und die touristischen Sehenswürdigkeiten kommen nicht zu kurz. Als Ergebnis entsteht das Bild eines südamerikanischen Landes, gesehen und empfunden aus der Sicht eines Indios.

Sprachlich sind die Texte bewusst einfach gehalten, um den Übergang von Lehrwerktexten zu umfangreicherer Lektüre zu erleichtern. Das verwendete Vokabular enthält Wörter, die auch in Zeitungs- und Sachtexten enthalten sind  und bereitet deren Lektüre somit vor. Die Aufgaben sollen zu einer aktiven Beherrschung des sprachlichen Materials anleiten und Anlässe zu eigener Textproduktion und Stellungnahme bieten.  

Die Texte der - inzwischen vergriffenen - Printausgabe wurden für diese Internetversion leicht verändert und aktualisiert. Die Grundkonzeption des Dossiers sollte jedoch erhalten bleiben. Das Angebot an Zusatzmaterialien versteht sich als offene Liste, wir freuen uns immer über Hinweise und Anregungen.


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