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1.
Lehrplan
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EvR 8.1 Martin Luther: auf der Suche nach einem gnädigen Gott
Durch die Beschäftigung mit Martin Luther und dem Gang der Reformation vertiefen die Jugendlichen
ihr Verständnis für den evangelischen Glauben und die Erneuerung der Kirche. Dabei entdecken sie auch, dass Glaubenszweifel und Kritik an
der Kirche zum Prozess der Vergewisserung des Glaubens gehören und dass Erfahrungen des Scheiterns auch die Chance eines neuen Anfangs in sich
bergen können.
Nachdenken über Wendepunkte im Leben von Menschen
Ein Junge soll Karriere
machen: Luthers Erziehung und sein schulischer Werdegang bis zum Magisterstudium
Alles kommt anders: Luther ändert dreimal sein Leben
- persönliche Erfahrungen bringen Luther zum Eintritt ins Kloster, dazu mittelalterliche Vorstellungen von Jesus als dem Richter, Angst vor
dem Tod
- auf der Suche nach einem gnädigen Gott: Luther findet seinen Seelenfrieden nicht
- der Ablasshandel und seine Auswirkungen, Luthers reformatorische Erkenntnis (Turmerlebnis): Vertrauen und Freiheit (Römerbrief)
- Luther legt die Mönchskutte ab, er heiratet Katharina von Bora
Luther und seine Wirkung: Thesenanschlag und Folgen
- Reichsacht und Kirchenbann, Confessio Augustana
- Augsburger Religionsfrieden: Die Kirche spaltet sich
- Zeitbedingte Äußerungen Luthers, z. B. an den Adel, zum Bauernaufstand und zu den jüdischen Mitbürgern fordern Kritik heraus
Leben aus dem Vertrauen: die Rechtfertigungslehre als Perspektive für gelingendes Leben -
bedingungslos angenommen sein
Vorschläge zur ganzheitlichen Unterrichtsgestaltung
- Ängste im Mittelalter
- Ängste heute: als Schreibgespräch oder Stillarbeit; in der Bibel Sprüche gegen die Angst finden und gestalten
- ein Lied von Martin Luther erschließen und musikalisch gestalten, z. B. "Nun freut euch, liebe Christeng'mein"
- Vergleiche von verschiedenen Übersetzungen, z. B. von Psalm 23, eine eigene Nachdichtung zusammenstellen
- die Symbolik der Lutherrose erschließen, ggf. ein Zeichen oder Lebenssymbol für sich selbst entwerfen
- eigene Thesen zu Kirche und Glauben formulieren und mit anderen darüber sprechen
Grundwissen: Die Schüler kennen Stationen aus dem Leben von Martin Luther und wissen
von seiner Erkenntnis der Rechtfertigung, die zum Entstehen der evangelisch-lutherischen Kirche führte. Ihnen ist deutlich, dass Anfragen und Zweifel im Vertrauen
gelebt werden können und zum persönlichen Wachstumsprozess gehören, dabei gleichzeitig auch zur Veränderung und zur Entwicklung der Kirche
beitragen können.
vgl. auch:
Lehrplan HS: EvR 7.3 - RK -
Lehrplan EvR GYM: 8.3
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2.
Stundenübersicht
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vgl. auch
Geschichte 7.4 - Reformation und Kampf um die Vorherrschaft in Europa
Das Thema bietet sich für die Fächer verbindende Zusammenarbeit an, z.B. mit den Fächern Evangelische und Katholische Religion,
Ethik, Deutsch, Geschichte, Musik. Die Bearbeitung im Rahmen eines Projektes ist gut möglich.
In den folgenden Unterrichtsvorschlägen
ist auf das Schulbuch Signale
8 verwiesen, das in bayerischen Schulen eingeführt ist. Die entsprechenden Inhalte finden sich auch in anderen Schulbüchern.
Hilfreich bei allen Lehrererzählungen ist das Leporello "Martin Luther und die Reformation" mit Übersicht der wichtigsten
Stationen, Zitaten und vielen Bildern, RPZ Heilsbronn - mehr
...
Vorstunde - fak.: Hinführung
LZ/Inhalte: Wahrnehmen, dass es verschiedene Gottesbilder gibt und dass sich diese ändern
können
Ideen zur Durchführung:
- L bringt verschiedene Bilder von Gott mit (Fotos, Karten, Folie - vgl. dazu z.B. Bildsammlung der
Uni Leipzig - mehr ...):
"Such dir in Gedanken ein Bild aus, das dich anspricht. Formuliere einen Satz dazu, was es über
Gott ausdrückt ..." - Murmelgruppe
- Plenum: Aussagen sammeln (keine Diskussion); Übereinstimmungen und Schwerpunkte entdecken
- "Gottesbilder ändern sich. Als kleines Kind hattest du sicher eine andere Vorstellung als
heute. Auch in der Geschichte haben sich die Vorstellungen der Menschen von Gott geändert. Es gab eine
Zeit, da sahen die Menschen Jesus stark als Richter."
- dazu Teil "Gesetz" des Bildes "Gesetz und Gnade" von L. Cranach
* Bild online - mehr ...
* Folie dazu in "Didaktischer Kommentar H7, RPZ Heilsbronn - mehr ...
* als Einzelbild erhältlich bei Gymnasialpädagogische
Materialstelle (s.u.), Themenfolge 107c - mehr
...
1. Stunde: Wendepunkte
LZ/Inhalte: - Über Wendepunkte im Leben nachdenken
- den Klostereintritt als ersten Wendepunkt im Leben Luthers kennen lernen
Ideen zur Durchführung:
- Tafelanschrift als Impuls: "Plötzlich war alles ganz anders ...!" - Wendepunkte im Leben
Hast du schon einmal einen Wendepunkt in deinem eigenen Leben erlebt?
S schreiben Überschrift ins Heft und notieren darunter Stichworte zu eigenen Erfahrungen
- Kleingruppe: S tauschen sich mit Nachbar/in aus
- Austausch im Plenum: Was können solche Wendepunkte sein? Was kann sich dabei verändern? Sind Wendepunkte gut oder
schlecht? ...
- Tafelskizze: Blitz - L erzählt vom Blitzschlag bei Stotternheim und Luthers Versprechen
- S ergänzen ggf. was sie über Luther wissen
- Hefteintrag
2. Stunde: Luthers Leben vor dem ersten Wendepunkt
LZ/Inhalte: - Blick auf Luthers Kindheit
- Lebensgefühl der Menschen zu seiner Zeit
Ideen zur Durchführung:
- Was war vor dem Wendepunkt in Luthers Leben?
Erarbeiten: Ängste der Menschen im Mittelalter vor der Strafe im Jenseits; Jesus als Richter, Angst vor dem Tod; wie
man versuchte, die Strafe Gottes zu mildern; das Vorbild des Bettelfürsten von Anhalt; strenge Erziehung Luthers; Ambitionen
des Vaters für seinen Sohn; ... ggf. in arbeitsteiligen Gruppen.
Dazu ggf. Leporello "Martin Luther und die Reformation" ( s.o.)
(Material: z.B. Signale 8, S. 44-82; Bild "Gesetz und Gnade", s.o.; ...)
3. Stunde: Luthers Leben nach dem ersten Wendepunkt
LZ/Inhalte: - Leben im Kloster
- auf der Suche nach einem gnädigen Gott: Luther findet seinen Seelenfrieden nicht
Ideen zur Durchführung:
- Erzählen: So lebte Luther im Kloster ... Signale 8, S. 53-55; dabei Gedanken der Vorstunde aufnehmen und ergänzen
- dazu ggf. Leporello "Martin Luther und die Reformation" betrachten ( s.o.)
- den Tagesablauf eines mittelalterlichen Mönches in eine Uhr einzeichnen
- Luthers zentrale Frage: Wie kann ich Gott gefallen? - Rat von Staupitz an Luther: "Wollt Ihr Gewissheit haben, dass
Gott euch annimmt, dann haltet euch an Christus." - Hefteintrag
- Diskussion: Was gefällt Gott wohl?
4. Stunde: Das Turmerlebnis - der zweite Wendepunkt in Luthers Leben
LZ/Inhalte: - Gedanke der Rechtfertigung, Leben aus dem Vertrauen
Ideen zur Durchführung:
- Unterrichtsentwurf: 3. Stunde von Das Turmerlebnis erlebnisorientiert unterrichten
Mögliche Vertiefung:
- Teil "Gnade" des Bildes "Gesetz und Gnade" (s.o.)
- Lied: Nun freut euch, liebe Christeng'mein; eventuell in moderne Fassung umdichten, Rap?
5. Stunde: Luther tritt in die Öffentlichkeit - die Thesen
LZ/Inhalte: - Ablasshandel
- Formulierung der Thesen
Ideen zur Durchführung:
- Folie mit Ablassbrief (Tipp: www.google.de - Bildersuche!)
- L-Erzählung - Stichworte: Ablasshandel, dazu z.B. Flugblatt über Tetzel
(obere Hälfte - mehr
...), Luther als Beichtvater, Formulierung der Thesen, vgl. Signale 8, S. 62-63
- "In zwei Wochen waren sie durch ganz Deutschland gelaufen, als ob die Engel Boten gewesen und sie allen Menschen zugetragen
hätten. Das Aufsehen, das sie machten, ist unglaublich." Der Chronist Myconius über die Thesen -
Reaktionen der katholischen Kirche, des Kaisers (Signale 8, 63-65) - Bann und Reichsacht
- Luther verbrennt die Bannandrohungsbulle, Reichstag zu Worms
"Mein Gewissen ist in Gottes Wort gefangen. Darum will und kann ich nicht widerrufen." - Mögliche Folgen?
6. Stunde: Junker Jörg - die Bibelübersetzung
LZ/Inhalte: - Bibelübersetzung
- Luthers Bedeutung für die deutsche Sprache
Ideen zur Durchführung:
- S lesen verschiedene Übersetzungen, z.B. von Psalm 23 (z.B. Signale 8, S. 66 mit Übersetzung vor Luther, Luthers
Übersetzung, ergänzt z.B. um moderne Lutherübersetzung,
Einheitsübersetzung und Gute Nachricht) - Welche gefällt besser? Warum?
- U-Gespräch über die Sprache von AT und NT, die Notwendigkeit und Schwierigkeit von Übersetzungen
- L-Erzählung: Anknüpfen an Vorstunde, Wormser Edikt, "Entführung" Luthers, Luther auf der Wartburg,
Bibelübersetzung, damit die Menschen sich ein eigenes Urteil
bilden und die theologischen Überlegungen nachvollziehen können
- S verfassen eine eigene "Übersetzung" aus den vorliegenden Übersetzungen von Psalm 23
- Luthers Bedeutung für die Entwicklung der deutschen Sprache. Die Bibelübersetzung wurde zum Bestseller der aufblühenden
Buchindustrie. Selbst in fernsten Ländern beeinflusste die Lutherbibel die christliche Entwicklung. Denn von Luthers
Übersetzung ging ein Impuls aus, der dazu führte, dass überall auf der Welt die Bibel in die jeweiligen Landessprachen
übertragen wurden.
- Lied: Ein feste Burg ist unser Gott
7. Stunde: Die dritte Lebenswende - ein neues Leben
Ideen zur Durchführung:
- L erzählt: Luther kann nicht für immer unter falschem Namen auf der Wartburg bleiben ... Die Menschen denken über seine Ideen
nach, sie haben Fragen an ihn (Bilderstürmer, Bauern, ...) Was bedeuten die Gedanken Luthers für ihr Leben? Für
die Gemeinde? ... Luther verlässt die Wartburg und tritt wieder ins Leben ein. Er legt die Mönchskutte ab - sein
Beispiel macht Schule; Katharina von Boras Flucht aus dem Kloster; Eheschließung
- Symbol für sein neues Leben in Vertrauen und Freiheit: Die Lutherrose. Luther selbst erklärt sie so: "Das erste soll ein
Kreuz sein, schwarz in einem roten Herzen stehend, denn so man von Herzen an den Gekreuzigten glaubt, wird man gerecht. Solch
Herz aber soll mitten in einer weißen Rose stehen, und anzeigen, dass der Glaube Freude, Trost und Friede gibt. Die
weiße Rose hat die Farbe der Geister und aller Engel. Solche Rose steht im himmelfarbenen Feld, dass solche Freude
im Geist und Glauben ein Anfang ist der himmlischen Freude zukünftig. Und um solch Feld einen goldenen Ring, dass solche Seligkeit
im Himmel ewig währet und kein Ende hat."
- S gestalten Vorlage entsprechend
- mögliche Weiterführung: ein Zeichen oder Lebenssymbol für sich selbst entwerfen
Folgestunde (fak.): Luther zwischen den Fronten
LZ/Inhalte: - Blick auf Bauernaufstände und Luthers Vermittlungsversuch; auf die Zwei-Reiche-Lehre in Verbindung mit
den Grundaussagen "Von der Freiheit eines Christenmenschen"
- Kritik an Luther aus heutiger Sicht
Ideen zur Durchführung:
- Erzählen/erarbeiten der obigen Inhalte, z.B. nach Signale 8, S. 71-74
8. Stunde: Die evangelische Kirche entsteht
LZ/Inhalte: - Ereignisse bis zu Luthers Tod
Ideen zur Durchführung:
- Erzählen/Erarbeiten: Luthers Predigtreisen, die "Protestanten"; Confessio Augustana in Augsburg; evangelisches Gemeindeleben
- Kleiner und Großer Katechismus, Gesangbuch; Übersetzung
der gesamten Bibel; Tod Luthers; Religionsfrieden von Augsburg, z.B. nach Signale 8, S. 78-81
Folgestunde (fak.): Reformation in der Region
LZ/Inhalte: - Historische Ereignisse vor Ort erkunden
Ideen zur Durchführung:
- Erkundung: Wann war der erste evangelische Prediger in der Stadt? Gab es einen Bildersturm? Wie reagierte die Bevölkerung? ...
ggf. als Unterrichtsprojekt in Verbindung mit Geschichts- und Deutschunterricht
9.-10. Stunde:
Die Reformation geht weiter - Erinnerung an Luther
LZ/Inhalte: - Zweifel und Anfragen von Christen verändern Gemeinde und Kirche
- Luthers Botschaft für uns
Ideen zur Durchführung:
- Luthers Erbe: "Evangelisch - wir sind so frei"
- eigene Thesen zu Kirche und Glauben formulieren und mit anderen darüber sprechen
- das heutige Verständnis von Kirche durch ein Gespräch mit einem/einer evangelischen Pfarrer/in herausfinden
- Evangelische und katholische Kirche heute? Ausblick auf Lehrplanthema 8.2
- Rückblick auf Luther: Eine historische Persönlichkeit, deren Handeln weite geschichtliche Auswirkungen
hatte - dabei fordern zeitbedingte Äußerungen Luthers, z. B. an den Adel, zum Bauernaufstand und zu den jüdischen Mitbürgern, heute Kritik
heraus
- Was nehme ich mir für mich selbst von diesem Thema mit? S gestalten dazu Heftseite, beschriften die Rückseite einer Lutherrose
o.ä. mit einem wichtigen Gedanken, an den sie sich erinnern wollen (vgl. auch Gedicht
"Erinnerung an Martin Luther", Signale 8, S. 82)
Weitere Vorschläge zur Unterrichtsgestaltung
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3.
Unterrichtshilfen, Medien, Links
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Unterrichtshilfen
Signale 8
Dasein/Lehrerhandbuch
zu Dasein: Dasein 7, Kap. 3
Didaktischer
Kommentar, RPZ Heilsbronn: Didaktischer Kommentar 7 - mit Folie "Gesetz und Gnade" von L. Cranach
M.Landgraf:
"Reformation. Angst überwinden - Aufbruch wagen. Relibausteine 2": Anlässlich des Jahrestages der Protestation in Speyer
entstand diese Unterrichtshilfe mit einer Fülle von Bausteinen zu Luthers Leben, dem geschichtlichen Hintergrund und den Folgen der
Reformation. Für die Unterrichtsplanung, Gruppenarbeit und die Erstellung von Lernstationen geeignet. 12,00 Eur, Bestellung: Evangelischer
Presseverlag Pfalz, Speyer 2004, ISBN 3-925536-88-4, eMail
Hilfreich bei allen Lehrererzählungen: Leporello "Martin Luther und die Reformation" mit Übersicht
der wichtigsten Stationen und vielen Bildern, RPZ Heilsbronn - mehr
...
"Auf der Suche. Schülerarbeitsheft für den evangelischen Religionsunterricht"
Hrsg. RPZ Heilsbronn,
Heilsbronn, 09872/509 143 - mit netten Rätseln, Arbeitsbögen usw. zum Zeichnen und Schnipseln! Vieles davon machen auch Achtklässer
gern!
"Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre. Augsburg, 31.10.1999. Anregungen für
den Unterricht" Hrsg. vom RPZ Heilsbronn, Bezug über RPZ
Heilsbronn, Heilsbronn, 09872/509 143
Sehr empfohlen wird auch die Themenfolge 107a "Reformation", Unterrichtsentwurf für
den 8. Jg. mit Folien und Farbdrucken von der Gymnasialpädagogischen Materialstelle (Materialstelle)
- mehr
... Hier ist ebenfalls das Bild "Gesetz und Gnade" als Folie enthalten.
Beachtenswert:
"Rechtfertigung" in der Broschüre "Religionsunterricht in Israels Gegenwart"
(Hrsg. RPZ Heilsbronn, GPM, Ev.-Luth. Kirche Bayern - erarbeitet durch eine Arbeitsgruppe von 'Begegnung von Christen und Juden', BJC) gibt
Anregungen und weist auf Stolpersteine und Fallen hin - nicht mehr zeitgemäße Arten, über das Judentum zu sprechen.
Medien: Empfehlungen der EMZ (Evangelische Medienzentrale Bayern)
e-mail: info@emzbayern.de, Internet: www.emzbayern.de
Martin Luther
Helmar Junghans, Deutschland 1996 f.
Die CD-ROM gliedert sich wie ein Buch nach Kapiteln, Rubriken
und thematischen Schwerpunkten, erlaubt jedoch, an zahlreichen Verknüpfungspunkten
selbst aktiv zu werden. Alle Darstellungen der acht Kapitel, von Luthers
Kindheit und Studium, über Ablass, Bann und Acht, bis hin zu Luthers
Alltag, beruhen auf Originalzeichnungen, Gemälden und Stichen aus
der Zeit des Reformators, die von der Lutherhalle Wittenberg zur Verfügung
gestellt wurden. Einzelne Stationen seines Lebens sind durch kurze
Animationsfilme illustriert.
Kommunikationstechnik, Kirchengeschichte: Reformationszeit, Lebensbilder
ab 14 Jahren Verleih-Nr.: PC00102 Mindest-Systemanforderungen: PC
mit 486-Prozessor, 8 MB-RAM, CD-ROM-Laufwerk 2-fache Geschwindigkeit,
SVGA-Grafikkarte, Soundkarte
Zur Geschichte der Reformation I: Luther wendet sich gegen die Kirche
WBF-Institut für Weltkunde, Deutschland 1998 14 Min, f., Dokumentarfilm
Spielfilmszenen und zeitgenössische Dokumente vermitteln einen
lebendigen Eindruck von wesentlichen Voraussetzungen der Reformation.
Schwerpunkte des Films sind zum einen die Predigt des Dominikanermönchs
Tetzel, der die Gläubigen zum Kauf von Ablassbriefen für den Neubau
der Peterskirche in Rom aufruft, zum anderen Luthers Kritik an dieser
Praxis in einem Streitgespräch mit dem Kollegium der jungen Universität
Wittenberg.
Luther, Reformation ab 12 Jahren Verleih-Nr.: VH05316
Zur Geschichte der Reformation
II: Luther rechtfertigt seine Lehre (1519 - 1521)
WBF-Institut für Weltkunde, Deutschland 1998 15 Min, f., Dokumentarfilm
Luther hat sich mit seiner Kritik an der Kirche mächtige Gegner
geschaffen. Dramatische Spielfilmszenen zeigen die Verschärfung des
Konflikts: Luthers Streitgespräch 1519 in Leipzig mit Dr. Eck, dem
Vertreter des Papstes; die päpstliche Androhung des Bannes und die
öffentliche Verbrennung der Bannbulle durch Luther; die Auseinandersetzung
zwischen dem Kaiser und Luther auf dem Reichstag zu Worms; Luthers
"Entführung" auf die Wartburg. Luthers Lehre hat auf die Fürsten und
die abhängigen Bauern Auswirkungen, wenn auch andere als der Reformator erwartet.
Luther, Reformation, Kirchengeschichte: Reformationszeit ab 12
Jahren Verleih-Nr.: VH05317
Lutherbilder
Dietmar Buchmann, Deutschland 1996 30 Min, f, Dokumentarfilm
Der Film verfolgt die Spur der stehenden und bewegten "Luther-Bilder"
und ihren historischen Kontext. Lukas Cranach, Zeitgenosse und Freund
Luthers, hat ziemlich authentische "Luther-Bilder" überliefert. Die
jeweils Machthabenden späterer Jahrhunderte, sei es in der Kaiserzeit,
in der Weimarer Republik oder während der NS-Zeit, benutzten Luther
immer wieder zur Inszenierung ihrer Geisteshaltung und ihrer Herrschaft:
Gemälde, Denkmäler und Filme zeugen davon. Größeren Raum nimmt die
DDR-Geschichte in ihrem Umgang mit dem Reformator ein. Aspekte wie
Luthers komplizierter Freiheitsbegriff oder die Erziehung der Deutschen
zum Obrigkeitsdenken durch Luther, kommen durch pointierte Äußerungen
des französischen Wissenschaftlers Alfred Grosser zum Ausdruck.
Reformation, Lebensbilder ab 12 Jahren Verleih-Nr.: VH05403
2000 Jahre Christentum:
7. Allein der Glaube - Zukunft durch Rückkehr
Marvin Entholt, Deutschland 1999 45 Min., f., Dokumentarfilm, FSK: 12
Amtsmissbrauch von Papst und Kurie, sittliche Verwahrlosung des
Klerus und hemmungslose Vermarktung der Seelsorge: Die Leitung der
Kirche steckt in der eigenen Sackgasse und scheint unfähig, sich zu
befreien. Der Augustinermönch Martin Luther quält sich mit der Frage
nach der Rechtfertigung des Menschen vor Gott. - Im Römerbrief des
Hl. Paulus findet er eine lange verschüttete Antwort: Die Gnade Gottes
ist unverdientes Geschenk. Nicht fromme Werke, sondern allein der
Glaube führt zum Heil. Eine Ablasskampagne Roms zündet den Funken.
Mit 95 Thesen wendet sich Luther an die Öffentlichkeit. Der junge
Buchdruck verbreitet sie in ganz Deutschland. Der Papst droht mit
dem Bann. Luther bestreitet der Kirche das Recht, sich zwischen die
Gläubigen und Gott zu stellen. Vor dem Reichstag in Worms soll er
widerrufen. Er weigert sich standhaft, und man erklärt ihn für vogelfrei.
Sein Kurfürst versteckt ihn auf der Wartburg. Hier übersetzt er die
Bibel ins Deutsche und schafft ein Sprachdenkmal von hohem Rang. -
Inzwischen entstehen in der Schweiz weitere Reformationen. Zwingli
in Zürich und Calvin in Genf finden eigene Varianten und können sie
politisch absichern. - Ab 1525 erschüttern Aufstände der unterdrückten
Bauern das Reich. Sie bauen auf Luthers Unterstützung. Der entscheidet
sich jedoch für die Gegenseite. Der Bauernkrieg endet in einem blutigen
Strafgericht. - Die Reformation beginnt, den Alltag der Menschen umzugestalten.
Luther heiratet die Nonne Katharina von Bora. Er ist jetzt glücklicher
Familienvater, hält Tischgespräche mit seinen Freunden und verfasst
geistliche Lieder. 1530 legen die lutherischen Stände dem Reichstag
in Augsburg eine umfassende Bekenntnisschrift vor. Der Kaiser setzt
jedoch auf Krieg, um die Glaubensfrage mit Waffengewalt zu beantworten.
Vergeblich. Die Zeit "der Kirche" ist in Deutschland vorbei. Die Zeit "der Kirchen" hat begonnen.
Christentum, Kirchengeschichte: Reformationszeit ab 14 Jahren Verleih-Nr.: VH11027
s.a. MP11021: Zusätzliches Material zur Arbeit mit der TV-Serie
Links
www.Luther.de: Alles über Luther ...
Martin-Luther-Quiz der EKD
Die deutschen Augustiner
Inzwischen gibt es auch verschiedene Lutherseiten, die als Unterrichtsprojekte entstanden
sind. Das Thema bietet sich überhaupt für die Fächer verbindende Zusammenarbeit im Rahmen eines Projektes an, z.B. mit
den Fächern Evangelische und Katholische Religion, Ethik, Deutsch, Geschichte, Musik.
Mehr Material dazu unter www.religionsunterricht.info
- Suchbegriff in die Datenbank eingeben!
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