Kunst-Projekt: Die 4 Jahreszeiten (nach Musik von Vivaldi)

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Der Frühling

Der Frühling ist da, und freudig
begrüßen ihn die Vögel mit fröhlichem Lied,
leise murmeln die Quellen,
sanft säuseln die Winde.

Langsam ziehen schwarze Wolken auf,
auch Blitz und Donner sollen den Frühling künden,
still wird es wieder, die Vöglein
beginnen von neuem ihren Zaubergesang.

Auf einer herrlichen Wiese voller Blumen,
im zarten Rauschen der Blätter, schläft der Ziegenhirt, der treue Hund ihm zur Seite.

Zu den festlichen Klängen des Dudelsacks
tanzen die Nymphen und der Hirte,

den strahlenden Frühling würdig zu empfangen.

sommer1.jpg (35091 Byte) Der Sommer

In glühender Sonnenhitze
schmachten Hirte und Herde, dürsten die Pinien
der Kuckuck ruft und einig mit ihm
singen nun auch Turteltaube und Distelfink.

Sanft weht der Wind, doch zum Wettstreit
fordert ihn plötzlich der Nordwind,
und der Hirte weint, denn er fürchtet
das wilde Wüten des Windes.

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Den müden Gliedern ist die Ruhe genommen,
er fürchtet die Blitze, den wilden Donner,
der Fliegen und Mücken wütende Schwärme.

Ach, nur zu wahr ist seine Furcht.
Der Himel donnert und blitzt, unter dem Hagel
brechen die Ähren und stolzen Halme.

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Der Herbst

Mit Liedern und Tänzen feiern sie im Dorf
vergnügt die glückliche Ernte.
und, da sie dem Trunke reichlich
zugesprochen, beendet der Schlaf ihre Freude.

Und so verklingen die Lieder und Tänze.
Die Luft ist mild und angenehm,
und wieder lockt die Jahreszeit sie alle
aus süßestem Schlummer zur Freude.

Im Morgengrauen ziehen die Jäger auf die Jagd
mit Hörnern un Flinten, und die Hunde
verfolgen das fliehende Wild.

Verstört und ermattet im wilden Lärmen
der Flinten und Hunde, verwundet und schwach
will es noch einmal fliehen - und stirbt.

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Der Winter

In frostiger Kälte, im silberglänzenden Schnee,
wenn eisig der rauhe Nordwind weht,
stampfen sie mir den Füßen,
klappern die Zähne im grimmigen Frost.

Verbringen sie ihre Tage ruhig und zufrieden am Feuer,
wenn draußen der Regen die Eisbahn benetzt,
wo gut hundert Läufer über das Eis gleiten, langsam
sich drehen mit Bedacht, um nicht zu fallen.

Schneller sich drehen, rutschen, zu Boden fallen
und wieder aufs Eis gehen und laufen,
bis das Eis nachgibt und bricht.

Hinter verschlossenen Türen rüsten sich schon
Schirokko, Nordwind und alle anderen Winde zum Wettstreit,
das ist der Winter, doch so kündet er Freude.

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