© R.Wagner
AL GORE: Ein globaler Marschallplan  

Ausgangslage
  • Jede Sekunde wird ein Hektar Regenwald zerstört.
  • Alle zwei Sekunden stirbt ein Kind an den Folgen von Hunger.
  • Die Zerstörung der lebensbewahrenden Ozonschicht nimmt bedrohlich zu.
  • Der Treibhauseffekt ( global warming ) führt zu Klimakatastrophen.
  • Jeder Bundesbürger produziert 340 Kilo Müll jährlich.
  • In die Nordsee werden täglich 20 000 Tonnen Industrieabfälle eingeleitet.
  • Jährlich werden weltweit 450 Millionen Tonnen Chemikalien hergestellt.
  • Jeder Bürger von New York verbraucht täglich 660 Liter Wasser.
  • 64% des deutschen Baumbestandes ist akut gefährdet.
  • Pro Kopf verbraucht jeder Deutsche 4657 Kilo Öl jährlich
  • Menschen, Tiere und Pflanzen können gentechnisch designet werden.
  • Ein in das Gehirn implantierter Neurochip ermöglicht quasi ewiges Leben.
  • Cyber space -Technik bringt die globale Welt ins Wohnzimmer.
  • Nach Ende des Kalten Krieges nehmen nationale, militärische Konflikte zu.
1. Stabilisierung der Weltbevölkerung
  • 1940-1997:Anwachsen von 2,5 auf 6,2 Milliarden Menschen.
  • Prognose 2035: 10 Milliarden Menschen.
ZIEL: stabiles Gleichgewicht von Geburten- und Sterberate !
METHODE: humane Familienplanung, ausreichende medizinische Versorgung, Bildung, berufl.Qualifikation, Wirtschaftswachstum, bes. die Frauen sind für verantwortungsbewußte Fam.planung zu sensibilisieren!
 
2. Schnelle Schaffung und Entwicklung ökologisch angepaßte Technologien
BEREICHE: Land-Forstwirtschaft, Energie, Bauwesen, Abfall, Industrie.
ZIEL: Entwicklung einer weltweiten strategischen Umweltinitiative.
METHODE:
  • steuerliche Begünstigung neuer und stärkere Belastung alter Technologien (z.B. ökologische Steuerreform).
  • Finanzierung der Erforschung und Entwicklung neuer Technik.
  • staatl.Programme zum Ankauf marktfähiger neuer Technik.
  • Erfolg programmiert, da Aussicht auf hohe Gewinne in diesem Marktsektor.
  • strenge, hochentwickelte Technikfolgenabschätzung unter Berücksichtigung aller monetären und ökolog. Kosten für Ersatztechnologien.
  • weltweite Ausbildungszentren für alternative Technologien, sorgfältige Kontrollen von Technologie-Exporten.
3. Eine neue, globale Ökonomie
ZIEL: durch weltweite Übereinkünfte muß ein System wirt. Buchführung geschaffen werden, das ökolog. Folgen in angemessenen Werten mißt, sowohl bei alltägl. Marktentscheidungen von Firmen/ Einzelpersonen als auch bei staatl., gesamtwirt. Entscheidungen.
METHODE: Veränderung der Berechnungsgrundlagen für BSP, Ökonomie der Nachhaltigkeit und Verantwortung ( Folgen für die Zukunft ). Genaue Informationen über Umweltverträglichkeit von Produkten, Novellierung der Kartellgesetze ( umweltgefährdende Auswirkungen), internationale Umweltstandards, statt großprojektorientierter Entwicklungshilfe Austausch: " Schulden gegen Natur", internationales Abkommen für die CO2-Emissionen der Länder.
 
4. Eine neue Generation internationaler Abkommen
ZIELE UND METHODEN: gesetzl. Rahmenbedingungen, zielgerichtete Verbote, kooperative Planung, Anreize, Verbote und Strafen, sowie gegenseitige Verpflichtungen, damit diese Ab- kommen gelingen und gerecht sind ( 3., 4.,5. Welt ! )
 
5. Aufbau eines kooperativen Bildungsplanes zum Thema globale Umweltverantwortung
METHODE: Einrichtung eines umfassenden Programms zur Untersuchung und Überwachung der heute sich abspielenden Veränderungen. Verbreitung von Wissen über lokale, regionale und globale Umweltbedrohungen.
ZIEL: besonders in den Entwicklungsländern sollen Voraussetzungen geschaffen werden, die der Entwicklung einer nachhaltigen sozial und ökonomisch gerechten Gesellschaftsordnung dienlich sind.
Nach Al Gore: Ein globaler Marschall-Plan