© R.Wagner
DIE-B-BOMBE (RISIKEN DER BEVÖLKERUNGSEXPLOSION)  

1. Bevölkerungsentwicklung:
Jahr 0: 200 Mio. MA: rückläufig 1800: 1 Mrd.  1930: 2 Mrd.  1960: 3 Mrd.  1970: 4 Mrd.  2002: 6 Mrd.
Das ist exponentielles Wachstum: vgl. "Kleeblattexperiment": 100 Tage=50% Fläche, 101.Tag= 100%.
Prognose: Jetztstand: 3,7 Kinder pro Frau: 2050 : 18 Mrd. Menschen
  optimistisch:1,7 2050 : 8 Mrd.
  pessimistisch: 2,5 2050 : 13 Mrd.
  mittlere: 2,3 2050 : 10 Mrd.
Pro Tag werden heute 40 000 Kinder geboren, das sind ca. 100 Mio. im Jahr. Ca. 840 Mio. Menschen leiden an Hunger. Alle 7 Sekunden stirbt auf dieser Welt ein Kind an den Folgen von Hunger.

2. Verbrauch an Ressourcen:
NORD=INDUSTRIENATIONEN: verbrauchen 90% des weltweiten Flugverkehrs, 70% aller Autos, 70% aller Energie, erwirtschaften 70% der weltweiten Industrieproduktion, verbrauchen aber ca. 100 mal soviel Wasser.
Bevölkerungsverhältnis Nord-Süd: eins zu vier!

SÜD=ENTWICKLUNGSLÄNDER: würden die Entwicklungsländer genauso konsumieren wie wir, bedeutete dies am Beispiel CHINA: 600 Mio. Autos (jetzt 6 Mio.), 700 Atomkraftwerke mehr, 3 mal soviel Fleischverbrauch=90 Mio. Tonnen, dies wären 50% der gesamten Weltproduktion).

3. Landwirtschaft:
SÜD: Auslaugung der Böden; Artensterben, Erosion, Überfischung, Tropenwald nur noch 50% des ehem. Bestandes!
GLOBAL: Ozonloch, "global warming", Aral-See versandet, Wasser-Vorräte schwinden, Überschwemmungen, Klimakollaps, Wirbelstürme, Ansteigen der Meeresspiegel.

4. Umwelt:
Das natürliches Treibhausklima wird seit 100 Jahren massiv durch den Mensch zerstört. Der Ausstoß von ca. 20 Mrd. Kubikmetern Kohlendioxid p.A, 1 Mio. T. FCKW, 350 Mio. T. Methan (Viehzucht, Müllhaldenverbrennung) usw. zerstört unser ökologisches Gleichgewicht. Diese dringliche Problematik ist nur Zusammenarbeit mit allen Beteiligten zu lösen. Z.B. GLOBALE UMWELTKONFERENZ 1992 in Rio, 1997 in Kyoto: Einigung auf Klimakonvention (Stabilisierung des Treibhaus-Effektes, Verminderung der Treibhausgase bis 2012 um 5%), Der "NORDEN" soll 0,7% des BSP für Entwicklungshilfe investieren. Stichwort NACHHALTIGKEIT: ökologische, sozial-ökonomische Probleme der Gegenwart dürfen nur so gelöst werden, dass zukünftige Generationen nicht benachteiligt werden.
Problem: Internationale Konferenzen können noch nicht rechtliche Verbindlichkeiten einklagen.

5.Nahrung:
Die Nahrungsmittelproduktion steigt arithmetisch, das Wachstum der Menschheit exponentiell.
Nur 12% der Erdoberfläche sind landwirt. nutzbar. Wir benötigen 200m2 Ackerfläche pro Tag, pro Mensch. Für das Jahr 2020 wären 23 Mio. km2 nötig, 18 Mio. km2 sind nur vorhanden. In China verschwanden durch Straßenbau und Entstehen von Metropolen 5% der Ackerfläche, im Iran erodierten 94% der Anbauflächen.
9 kg Getreide werden zur Produktion von 1 kg. Fleisch verschwendet, diese 9 kg können 16 Menschen täglich ernähren. Über 1/3 der Getreide-Weltproduktion wurde 1992 an Vieh verfüttert. Von 1950 bis 1988 stieg in der BRD der pro Kopf Verbrauch von Fleisch auf 70 kg p.A. und nimmt seitdem wieder stetig ab! 8 Mio. Deutsche sind Vegetarier. Der Anbau von Baumwolle, Ölsaaten, Tabak bringen den Entwicklungsländern zwar Geld, aber keine Nahrung. Durch Überfischung sind die Meere kein Garant mehr für ausreichende Nahrung!

6.MAßNAHMEN:
z.B. Weltbevölkerungskonferenz KAIRO 1994
 
(Ziele: gerechte wirtschaftliche Entwicklung, Gleichstellung der Frau, weltweite Familienplanung).

Konkrete Maßnahmen: 1994 -Senkung der Geburtenrate durch Senkung der Sterblichkeitsrate.
-Gesundheitsfürsorge / Gesundheitsberatung (MEDIZIN).
-Ermutigung, weniger Kinder zu zeugen.
-Verbesserung des Status der Frau.
-Kostenlose Verteilung von Kondomen, Pille.
-Unterweisung in Verhütung (bes. Männer!).
-Einflussnahme auf religiös-sozial-kulturell-politische Faktoren: z.B. dass
-Frauen weniger wert sind, Kinder Statussymbole/ Altersrente sind.
-Finanzielle Verbesserung der Familienhaushalte.
-Garant für eine Senkung der Geburtenquote sind die FRAUEN.
-Nachhaltiges Wirtschaften (ökonom. Prinzip!).
-Mehr WOHLSTAND für alle.
-Gerechte Nahrungsmittelverteilung.