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Verhaltensmuster - Normen - Werte  


1. VERHALTENSMUSTER:
festgesetzte soziale Handlungsvollzüge, die für die Mitglieder einer sozialen Gruppe festgelegt sind. Die Art und Weise, wie man sich gibt: z.B. Wahl der Kleider, Auftreten, Umgangsformen.
 
2. NORMEN:
Regeln, Maßstäbe, die von einer Institution oder Gruppe zur Verhaltenssteuerung an ihre Mitglieder herangetragen werden. Die Einhaltung der Normen ist verbindlich , wird sanktioniert oder belohnt.
Normen wollen Hilfen für verantwortliches Handeln bieten und die Gewissensentscheidung des Einzelnen erleichtern. Normen ermöglichen erst ein geordnetes Zusammenleben der Menschen.
 
Bereiche:
 
Technik: z.B. Deutsche Industrienorm DIN, ISA ...
Politik: Demokratie ...
Recht: Gesetze ...
Religion: Dekalog ( Zehn Gebote) ...
Soziales: Gruppenverhalten ...
Ethik: Frage nach sittlich gutem Handeln: zB. Tötungsverbot...
Wirtschaft: Ökonomie, Personalführung ...
Sport: Regeln ...
 
Funktionen:
 
Orientierung: Normen sind Ersatz für mangelnde Instinktgebundenheit des Menschen.
Entlastung: der Mensch wird vom dauernden Reflektieren über "gut oder böse" entlastet, er muß nur noch in Konfliktsituationen entscheiden.
Stabilität: Integration des persönlichen Verhaltens in die soziale Gemeinschaft.
Schutz: Unverletzlichkeit der Würde jedes Menschen.
 
Nachteile:
 
Einschränkung der persönlichen Freiheit, Zwang zur Einhaltung, Nachlassen der kritischen Reflexionsbereitscheaft, Belohnungsdenken, Prioritäten-Normenkonflikte:
Verantwortungs- oder Gesinnungsethik, Bsp.: "Das höhere Gesetz".
 
Wandelbarkeit:
 
Im Lauf der Zeit können sich Normen wandeln, weil sich gesellschaftliche Verhältnisse verändern. Traditionelle Normen werden dann der Lebenswirklichkeit nicht mehr gerecht, sie müssen geändert werden. z.B. Stellung der Frau in d. Gesellschaft.
 
Basis
 
Normen liegen in der Regel Werte zugrunde. Normen, die keine echten Werte beinhalten sind kritischst zu hinterfragen!
 
3. WERTE:
Werte sind Lebensinhalte, Handlungsziele, Sinndeutungen, die Individuen, eine Gruppe, eine Schicht, oder die ganze Gesellschaft für erstrebenswert halten.
materielle: ...................................................
vitale: ............................................................
geistige: ........................................................
sittliche: ........................................................
religiöse: .......................................................
 
4. TUGEND:
Inneres Vermögen, Kraft, Wille und Einsatz des Menschen, das Gute zu verwirklichen. Schematisches Muster zur beschreibung sittlichen Tuns.
Kardinaltugenden: Tapferkeit, Gerechtigkeit, Klugheit, Maß
Sekundärtugenden: z.B. Fleiß, Pünktlichkeit ...