"Mein Herz gehört mir ganz allein"
- Nur 4 Mio. Deutsche haben einen Spenderausweis
Die "erweiterte Zustimmungslösung" widerspricht dem
freien Willen und der Autonomie des Individuums
- Angehörige, die ihre Zustimmung geben müssen, be-
finden sich in einem Schockzustand und sind in dieser
Situation eindeutig überfordert.
- Eine vorzeitige Toderklärung kann zum Abbruch lebens-
erhaltender Maßnahmen führen.
- Die Freigabe von Organen muß ethisch, juristisch plausibel
sein, damit ein gesellschaftlicher Konsens darüber herrscht
- Der Mensch definiert sich als Person durch seine Bewußtheit,
sein Denken, Fühlen, Wollen, Handeln und seine unantastbare
Würde.
Die Hirntod-Definition umfaßt nur einen Teilaspekt der menschl.
Ganzheitlichkeit (Leib-Geist-Seele-Einheit!)
- Die Hirnforschung ist heute skeptisch gegenüber der These,
daß das Absterben des Cortex (Großhirnrinde) absolut gleich-
zusetzen ist mit dem irreversiblen Verlust von Empfindungen
- Auch die Kirchen in der BRD sind von ihrer Euphorie gegen-
über der Organtransplantation abgerückt, befürworten aber den
Aspekt, daß Spender bewußt und aus freiem Willen ihren eigenen
Sterbevorgang verlängern lassen, um anderen Leben zu schenken
- Kann es überhaupt einen Anspruch auf Organe geben?
- Fördert die Transplantationsmedizin nicht Allmachtsdenken und
Schrankenlosigkeit von Ansprüchen an die Technik?
- Auch Sterbende sind Grundrechtsträger
- Damit das Leiden eines Menschen geheilt wird, muß die Ganzheit-
lichkeit eines anderen Individuums durchbrochen werden
- Lebensnotwendige Organe können auch künstlich durch Klonen
von Patientengewebe (Dolly-Technik) reproduziert werden
"Dein ist mein ganzes Herz"
- Hirntote sind nur "human vegetables" (Menschengemüse?
- 18 000 Patienten warten in der BRD auf ein Spenderorgan
- Eine Niere kostet in Indien inkl. Operation 60 000,-DM
- Die Mehrzahl der Spender sind jüngere Unfallopfer
- Organe werden nur bei 2% aller Sterbenden entnommen
- Organentnahme ist nur Sterbeverlängerung, keine Tötung
- Organspende ist gelebte mitmenschliche. Solidarität
- Bestimmte Organe können im Spenderausweis von der
Entnahme ausgenommen werden
- 70% der in der BRD transplantierten Organe stammen aus
Ländern mit Widerspruchsregelung
- Organspende ist eine letzte gute Tat, ein echtes Opfer
- Wer keine Spender sein will, kann eine Widerspruchs-
erklärung bei sich tragen
- Die Unterschrift im Spenderausweis ist freiwillig geleistet
- Ziel des neuen Transplantationsgesetzes in der BRD ist
Rechtssicherheit: "Erweiterte Zustimmungslösung" heißt,
daß auch Familienangehörige im Sinne des Spenders
eine Zustimmung zur Organentnahme geben können
- Die Hirntodfeststellung wird von 2 unabhängigen Ärzte-
teams geleistet
- Die Hirntod-Definition beinhaltet einen irreversiblen Verlust
von Bewußtsein, kognitiven-emotionalen Erlebnisfähig-
keiten und ein Ende der zentralen Organsteuerung durch
das Gehirn
- Wer hirntot ist, kann nicht mehr ins Leben zurückkehren
- Ein Dialysepatient (Nierenschädigung) muß ca. 3 mal
in der Woche an die Blutwäschemaschine und darf
nicht mehr als 500 ml Flüssigkeit p.d. zu sich nehmen
- In der BRD warten 10 000 Kranke auf eine Spenderniere
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