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Der Lehrplan gibt keine Reihenfolge vor
Die Struktur des Lehrplans gliedert sich in
historische Epochen und Lernstränge. Auf den ersten Blick sieht
es so aus, als wenn die Verteilung der historischen Epochen auf
einzelne Kurshalbjahre die verbindliche Vorgabe für die
Unterrichtsplanung sei. Das hätte zur Folge, dass Themenfelder
(Lernstränge) auseinander gerissen würden. In 12.1 wäre dann
die Kritik an der Rede von Gott zu thematisieren, und erst in 12.2
käme man auf die Funktion und Möglichkeit der Gottesrede in der
Neuzeit zu sprechen. Dabei gehören die beiden Fragen eng
zusammen.
Und
niemand hindert den Lehrer / die Lehrerin daran, die beiden Themen
miteinander zu verknüpfen und als eine Einheit zu behandeln.
Auf der Fortbildungsveranstaltung am 16.3.2011 in
Lebach wurden mehrere Möglichkeiten formuliert, wie Themen der
beiden Halbjahre 12.1 und 12.2 miteinander verknüpft werden
können. Für die Revision des Lehrplans wurde auch die
Möglichkeit erwogen, die beiden Halbjahre nicht mehr zu trennen,
sondern als Einheit zu betrachten, wie es in anderen Fächern auch
der Fall ist. Das Prinzip „ein Halbjahr – eine historische
Epoche“ würde damit aufgebrochen. Es ist sowieso nicht
besonders einleuchtend, da bestimmte Fragestellungen, wie zum
Beispiel die Rede von Gott nicht auf eine historische Epoche
eingrenzbar sind.
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