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THEMA: Was spricht GEGEN das abitur heutzutage???
12 Antwort(en).
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November
begann die Diskussion am 03.01.07 (14:11) mit folgendem Beitrag:
Man hört immer nur Argumente die für das abi sprechen... Ich würde aber mal gerne Gegenargumente hören! Ich selbst habe mir gedanken gemacht, jedoch ohne großen Erfolg. Ich bin lediglich auf das "individualverhalten der Gesellschaft" gestoßen - sprich nicht jeder ist für das Abitur gemacht. Denke das kling einleuchtend, aber was gibt es noch???
mfG Joscha -freue mich auf baldige Antworten!-
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crash-teenie
antwortete am 03.01.07 (19:36):
Hi Joscha,
klingt ja fast so als wärst du aufm Gym und suchst einen Grund für deine Eltern um die Schule zu schmeißen *g* Ja, was gibts für Gegenargumente? An sich eigentlich keine, da es ja mal ne dufte Sache ist, wenn man viel lernt und dadurch bessere Chancen im Job hat. Allerdings ist es halt immer die eigene Sache, ob man das will oder nicht. Wie du gesagt hast... manche sind halt nicht "dafür gemacht". Ist wie bei Klausuren. Wenn man eine gute Note haben will, dann muss man halt lernen. Reicht einem auch eine mittelmäßige, dann tut man halt nicht so viel dafür... Ich meine, letztendlich ist es jedem selbst überlassen, ob man sich durch 12 bzw. 13 Jahre Schule quält und sich somit scheinbar bessere Chancen rausschlägt oder eben nicht. Man wird ja nicht dazu gezwungen.
Ansonsten fällt mir eigenlich nichts ein, weshalb das Abitur von Nachteil sein kann. Eigentlich gibt es keine Nachteile außer dass man nen Großteil seiner Jugend verschenkt ;D Aber so ist das halt: ohne Arbeit kein Vergnügen. Und wer in der Schule immer der Streber war, der sitzt dann jetzt auch irgendwo auf nem hohen Posten und hat genug Geld um die verlorene Jugend nachzuholen ;D
Muss halt jeder selbst wissen, was er macht...
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November
antwortete am 03.01.07 (20:32):
hey! erstmal danke für dein coment! Nein ich will nicht die Schule schmeißen.. ganz im Gegenteil! Der eigendliche Grund für diese Fragestellung ist eine Erörterung! Das thema lautet "„Was Spricht dafür, heute noch das Abitur zu machen?" Nun, wie es dir geht, geht es mir auch! Ich finde viele Proargumente, jedoch wenige Antithesen, die ich vorbringen könnte. Ich suche noch 1-2 gewichtige Kontraargumente. hat irgendjemand ne idee??? mfg joscha
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crash-teenie
antwortete am 05.01.07 (01:26):
Naja, wenn du z.B. schon klare Jobvorstellungen hast und dafür kein Abitur brauchst, wäre es Zeitverschwendung. Zudem macht es dich abhängig, weil du während der Schulzeit zu Hause wohnen musst, da du ja keinen Job hast, somit also kein Geld verdienst und auch nicht selbstständiger wirst. Andere lernen viel früher das "wahre" Leben kennen, Abiturienten sind wohlbehütet bis zum 18./19. Lebensjahr wohlbehütet in der Schule...
Mehr fällt mir (bzw. meinem Freund *smile*) nicht ein... hoffe, das hilft dir noch etwas ^^
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November
antwortete am 05.01.07 (12:36):
Ja du hast recht... Die finazielle und wirtschaftliche abhängigkeit is mit sicherheit ein argument! Ich habe jetzt jeweils drei Argumente (Pro/Kontra) noch en bissl ausschmücken dann reicht das! Denke ich doch.. Danke für deine Antwort @ crash-teenie!! ABER wenn jemand noch was einfällt.. nur zu.. mir schreiben;-)
mfg joschi
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hannah
antwortete am 10.01.07 (17:39):
Lieber einen guten Realschulabschluss als ein schlechtes Abitur! Was kann man denn schon mit einem Abidurchschnitt von 3,4 anfangen, studieren wohl kaum, und mit der Ausbildung sieht's auch schlecht aus. Viele Firmen bieten dann eher dem Realschüler mit Durchschnitt 1,8 den Ausbildungsplatz an. Ich weiß nicht, wie es in anderen Bundesländern ist, aber in Berlin legt man nach der 10.Klasse eine Prüfung ab, die dann auch als Realschulabschluss gilt (wobei die Aufgaben aber schwerer sind als bei den Realschülern, d.h. man hat auf dem Gymnasium einen schlechteren Realschulabschluss, als man ihn auf der Realschule bekommen hätte).
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Carsten
antwortete am 13.01.07 (17:40):
Die erfolgreiche Absolvierung der Abiturprüfung eröffnet dir die Einschreibeberechtigung an jeder deutschen Universität, Technischen Hochschule, Musikhochschule etc. Dies spricht für das frühzeitige Abitur, da eine solche Berechtigung später nur mit viel Mühe nachgeholt werden kann. Es gibt auch zahlreiche Leute, die erst nach einer Ausbildung mit Mitte zwanzig noch ein Studium absolvieren möchten: das Abitur macht es möglich, die mittlere Reife eben nicht.
By the way: der Traum von der großen finanziellen Unabhängigkeit durch den Beginn einer Lehre erweist sich sehr schnell als ebenso große Phantasie von jungen Leuten ;-)
Carsten
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teddy19
antwortete am 15.01.07 (15:02):
studieren kannst du auch mit 4,0. die frage ist nur: welches fach? demnach ist ein schlechtes abitur immer noch besser als ein realabschluss. außerdem macht es einen guten eindruck, wenn man vorweisen kann freiwllig mehrere jahre die schulbank gedrückt zuhaben anstatt mit dem bisschen halbwissen was man bis zur 10 hat in die berufswelt einzusteigen.
gegenarguente fürs abitur.... hm. das ist schwierig. wie schon gesagt, die evt. zeitverschwendung, wenn man genaue jobaussichten hat. jedoch steigen die jobchancen mit abitur stak an. wirtschaftl. abhängigkeit würde ich nicht behaupten. denn man kann nebenher auch jobben gehen. würde man stattdessen eine ausildung machen wäre man im 1. und 2. jahr auch nicht in der lage auf eigenen beinen zu stehen. für jugendliche ist es nur eine phantasie, dass sie mit beginn einer ausbildung viel geld haben werden.
um ehrlich zu sein, fallen mir absolut keinen gegenargumente ein.
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hannah
antwortete am 17.01.07 (15:57):
Mit 4,0 kann man Mathematik studieren :-/ das wars aber auch schon fast... Außer man hat Lust 10 Jahre auf den gewünschten Studienplatz zu warten.
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vengeance
antwortete am 18.01.07 (17:38):
"den Großteil seiner Jugend verschenkt."??????
- Hä? Hab ich da was falsch gemacht? Die Zeit in der 12. und 13. Klasse war die beste Zeit meiner Jugend. Endlich hat man das Gefühl etwas für sich zu tun, während man mit 14 noch dazu gezwungen wurde, den größten Schwachsinn zu lernen. Da hat man wenigstens während des Abis das Gefühl, das was man lernt kann man später noch mal irgendwie gebrauchen und wenn man bloß lernt WIE man lernt, um später an der Uni besser klar zu kommen.
Jungend verschenkt???? Frag mal die, die mit 16 eine Ausbildung anfangen! DAS ist verschenkte Jugend, denn die dürfen arbeiten gehen und das ist - ohne Scheiß - zehnmal anstrengender als so ein Bissi in die Schule gehen, zwei oder drei Jahre länger.
Veri
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Puschel3
antwortete am 03.02.07 (23:37):
Generalabi ist Stand 1805 (Humboldt, Ideal des Humanisten, Denker nicht Praktiker, Gegensatz zum eher praktischen Realgymnasium oder Handelsschulen). Daran ändert auch die aktuelle Reformwelle nicht viel. Sinnvoller ist eine vernünftige Ausbildung nach erfolgreicher Grundbildung (ca. 9-10 Jahre). Das motiviert doch auch mehr fürs Leben als noch mal 5 Jahre Theorie im Studium und dann ein Sch***-Arbeitsmarkt mit 1-2 Jahren Praktikum/Volontariat, befristeten Stellen und Einstiegsgehalt knapp über 1000 Euro (brutto!).
Ausbildung hilft bei Orientierung für späteres BOS/FOS Abi und dann Studium.
Ausbildung bringt Selbstvertrauen durch endlich sinnvolle Tätigkeit.
Ausbildung macht früher erwachsen wegen mehr Eigenverantwortung, etc.
Ausbildung heißt nicht Ende der Fahnenstange (berufliche Fortbildung, Studium ohne Abitur, IHK-Zertifikate, Meisterprüfung, Selbständigkeit, Auslandsaufenthalt, Auswandern...) - mit Meister verdient man teilweise so viel wie mit Studium, die einen zahlen Bafög zurück, die andern eben die Meisterkosten.
Zu guter Letzt ein zynisches Argument: Wer vor dem (Fach-)Studium eine Ausbildung macht und für ein paar Jährchen Berufserfahrung sammelt, kriegt dann im Falle eines nachgeholten Abis bzw. Studiums elternunabhängiges Bafög, das ist höher und macht nicht so abhängig von den Eltern wie der normale Weg.
Zum Glück hast Du "nur" gegens Abi gefragt und nicht gegens Studium. Da würden mit noch viel mehr Gründe einfallen ;-)
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Puschel3
antwortete am 03.02.07 (23:44):
Was bei Lehrern sicher auch gut ankommt: Abi, Studium + Praktikum, Volontariat etc. wird heute als Ursache für zu alte Berufsanfänger gesehen (so um die 30 halt). Da kann man dann hübsch gegen die "prolongierte Adoleszenz" wettern, denn wer mit 30 erst anfängt, gönnt sich 5 Jahre was, fragt sich dann wie's weiter gehen soll und so um die 40 ist man erst im Leben angekommen. Nebeneffekt: die Frauen sind zu alt für Kinder, Überalterung der Gesellschaft, keine Kinder von Akademikern, etc.
Und versteht das nicht falsch: ich spiele mit diesen Meinungen. Habe einiges davon schon selbst durch gemacht und ich kann nicht behaupten, dass Schule oder Studium einfach und schön waren. V.A. im Studium mit verschiedenen schlecht bezahlten und unbezahlten Jobs und keiner echten Perspektive. Die kam erst über Umwege und echtes Arbeiten.
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Puschel3
antwortete am 03.02.07 (23:44):
Was bei Lehrern sicher auch gut ankommt: Abi, Studium + Praktikum, Volontariat etc. wird heute als Ursache für zu alte Berufsanfänger gesehen (so um die 30 halt). Da kann man dann hübsch gegen die "prolongierte Adoleszenz" wettern, denn wer mit 30 erst anfängt, gönnt sich 5 Jahre was, fragt sich dann wie's weiter gehen soll und so um die 40 ist man erst im Leben angekommen. Nebeneffekt: die Frauen sind zu alt für Kinder, Überalterung der Gesellschaft, keine Kinder von Akademikern, etc.
Und versteht das nicht falsch: ich spiele mit diesen Meinungen. Habe einiges davon schon selbst durch gemacht und ich kann nicht behaupten, dass Schule oder Studium einfach und schön waren. V.A. im Studium mit verschiedenen schlecht bezahlten und unbezahlten Jobs und keiner echten Perspektive. Die kam erst über Umwege und echtes Arbeiten.
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