Archivübersicht

THEMA:   Ausländerfeindlichkeit

 57 Antwort(en).

Jenny Garbe begann die Diskussion am 13.04.00 (16:57) mit folgendem Beitrag:

Welche Fragen kann man (sich selbst) stellen, um (die eigene) Ausländerfeindlichkeit zu überprüfen?
zum Bsp.: Würde es dich stören, mit einem Ausländer zusammenzuarbeiten?


Aksu Aziz antwortete am 22.08.00 (16:58):

refarat über Rassismus und Ausländerfeindlichkeit bite an cypress_hill_tr@yahoo.de schicken Danke


Morpheus antwortete am 22.08.00 (23:30):

ich weiß nicht liebe jenny aber lass dir nicht eine meinung aufzwengen die nicht begründet ist. mit begründet meine ich du solltest alles mal abwiegen und du wirst sehen, das da kein großer unteried zwischen dir und einem anders aussehenden ist! wir sind imgrunde alle gleich aber jenachdem wo wir leben und wie wir aufwachsen verändern wir uns (siehe evolotion). also schau dich um und sag mir was du siehst? das leben ist auf jeden fall wichtig egal ob türke, perser oder deutscher. und wenn dir jemand versucht dir etwas einzureden wie die nehmen unsere arbeitsplätze weg oder so etwas ähliches, denke stets daran, das heute nur die qualifikation zählt und nicht woher du kommst! wenn ein türke ein besseres zeugniss hat nimm ich, als arbeitgeber lieber ihn, und wenn der deutsche besser ist, dann mein got nimm ich ihn!
also bild dir deine eigene meinung, die auf fakten beruht die wahr sind und nicht auf das was die anderen erzählen!

ps. versuch es mal als frage mit kann ich mir forstellen eien geflegten jungen mann zu lieben, egal woher er kommt. hauptsache wir verstehen uns


Neptun antwortete am 27.08.00 (16:29):

Liebe Jenny,
zunächst sollten wir klären was Ausländerfeindlichkeit ist.
Wenn ich als eine Frau spät nachts in der U-Bahn mich nicht neben einen Mann, der meiner Ansicht nach gefährlich aussieht und (zufällig noch) ein Südländer ist, hinsetzen will, dann ist das kein rassistischer Zug. Nein, es ist instinktives Handeln.
Wenn ich aber einen Menschen, bleiben wir bei dem Südländer, vor mir sehe und ihn zunächst als einen Ausländer und nicht als einen MENSCHEN registriere, dann würde ich meine Sichtweise doch überdenken.


Jean-Pol Martin antwortete am 01.09.00 (16:53):

"Überdenken"? Das Problem ist ja, dass das Fremde prinzipiell Angst auslöst, und dass Angst das Denken behindert. Neulich saß ich in der Metro in Paris, meiner Geburtsstadt. Ich war einer der wenigen Weißen unter vielen Schwarzen, die sich in für mich fremden Sprachen unterhielten. Das ist noch nicht bedrohlich. Als aber ein paar Jugendliche sich laut und provokativ verhielten (Weg versperren, anpöbeln) - was natürlich nicht an ihrer Hautfarbe sondern an ihrem Alter lag -, dann kam wirklich das Gefühl von Bedrohung auf. In einer solchen Situation ist es schwer, rational zu reagieren ("als Jugendlicher habe ich auch gerne in der Metro provoziert") und nicht instinktiv ("die sollen in ihr Land zurückgeschickt werden, mein Land wird von Fremden überschwemmt usw.") Ganz anders ist es, wenn man mit einem "Fremden" arbeitet. Wenn man sich fachlich gut versteht, verschwindet im Nu das Gefühl, aus einem anderen Kulturkreis zu stammen. Wichtig ist auch die Sprache. Schwarze, die in Paris leben und französisch als Muttersprache beherrschen, kommen mir französischer vor als ich selbst, der seit mehreren Jahrzehnten in Deutschland lebe.


Neptun antwortete am 02.09.00 (14:44):

Lieber Jean-Pol Martin,
habe ich jetzt ihre Botschaft richtig verstanden? Ausländerhass wird dadurch ausgelöst, daß (einige) Ausländer randalieren?
Ich bekomme es auch mit der Angst zu tun, wenn in der U-Bahn Jugendliche sich (wie sie es taten, als sie so jung waren;). Aber diese Jugendlichen müssen nicht immer >Ausländer< sein.
Der erste Gedanke, der mir bei einem solchen Vorfall kommt, ist nicht >sollen die doch Randale in ihrem Dschungel-Heimatsland betreiben!<, sondern, >warum sind diese Jugendlichen nicht gut erzogen worden?<
Diese Jugendliche können nun Türcken, Polen, Mosambikaner, Russen, sogar Perser oder AUCH DEUTSCHE sein.
Also würde meine Wenigkeit auf die instinktive Frage, die sie sich stellen würden, gar nicht erst kommen.
Somit ist meiner Ansicht nach >in diesem Falle< diese Angst vor das Fremde ein persönliches Problem.
Ich stimme mit Ihnen überein, die Sprache spielt eine große Rolle, was das Kulturverständnis betrifft. In der Fachliteratur wird die These vertreten, daß die Sprache die Realität vermittelt. Wenn ich, als eine Perserin, Deutsch spreche, so nehme ich auch meine Umgebung anders wahr als ein Perser, der zwar in der BRD lebt, aber kein Deutsch sprechen kann.

Ich möchte hierbei einige interessante Zitate zum Thema Ihnen mit auf den Weg geben, auch Dir Jenny:)

Wenn heute die Ausländer Ursache sind für die Ausländerfeindlichkeit der Deutschen, dann waren damals an Auschwitz die Juden selber schuld.
Wolfgang Pohrt, deutscher Publizist

Rassismus läßt auch die Täter nicht unbeschädigt.
Nadine Gordimer (*1923), südafrikanische Schriftstellerin, 1991 Nobelpreis für Literatur

Wenn die Leute Menschen wären, gäbe es kein Ausländerproblem.
peter e. schumacher

Ist das einer von uns oder ein Fremder? So überlegen nur Schwachsinnige!
Aus Indien


Jean-Pol Martin antwortete am 02.09.00 (15:20):

Lieber Neptun,
nein, Sie haben meine Botschaft durchaus nicht verstanden. Das liegt aber nicht an Ihnen, sondern an der Komplexität der Thematik und an der Vieldeutigkeit der Sprache. Natürlich war ich auch darauf gefasst, dass ich meinen Gedanken präzisieren müsse. Ich versuche es also noch einmal: wenn Sie in der von mir beschriebenen Metro-Situation als erstes denken "Warum sind diese Jugendliche nicht gut erzogen worden?", dann kann ich Ihnen nur gratulieren. Es ist Ihnen gelungen, die Instinkte definitiv auszuschalten, die jedes Lebewesen in sich trägt, nämlich die Angst vor dem Fremden. Diese Instinkte muss man erkennen, akzeptieren und überlegen, wie man mit ihnen umgehen kann. Instinkte sind oft keine guten Ratgeber, insbesondere in der uns beschäftigenden Frage des Umgangs mit dem Fremden. Daher ist es notwendig, die erste triebhafte Reaktion zu überwinden. Dann überlege ich eben, dass die Provokationen der Jugendlichen nicht an ihrer Hautfarbe liegen, sondern an ihrem Alter vielleicht auch an ihrer Erziehung usw. Auf diese Weise überwinde ich meine erste, instinktive, unvernünftige Reaktion. Die meisten Menschen aber vollziehen diesen Schritt nicht. Sie bleiben in der - instinktiven - Angstphase stecken. Habe ich richtig verstanden, dass Sie diese Menschen *Schwachsinnige* nennen?
Leider muss ich jetzt weg, aber ich würde gerne mit Ihnen weiterdiskutieren!


Jean-Pol Martin antwortete am 02.09.00 (19:03):

Ich bin wieder da und führe meinen Gedanken weiter.
Im Gegensatz zu Ihnen gehe ich also davon aus, dass Angst vor dem Fremden kein "persönliches Problem" und "schwachsinnig" ist, sondern zu den anthropologischen Konstanten gehört. Gerade weil es kein individuelles sondern ein allgemeines Problem ist, müssen wir miteinander überlegen, wie wir damit fertig werden. Aus meiner Sicht wird es nur dadurch zu erreichen sein, dass im Zuge der Globalisierung alle Kulturen und Lebensformen sich so weit annähern, dass die unterschiedlichen Kulturen sich nicht mehr fremd werden. Je ähnlicher sich Menschen fühlen, desto mehr mögen sie sich. Das ist keine Erfindung von mir sondern eine gesicherte Erkenntnis aus der Sozialpsychologie.


Neptun antwortete am 03.09.00 (14:28):

Lieber Jean-Paul Martin,
1. bin ich eine >liebE<, (kein >liebeR<) Neptun!!! (auch, wenn der Artikel nicht unbedingt passt!!!!)
2. habe ich diese Menschen nicht explizit als >schwachsinnig< bezeichnet. Ich habe ledeglich ein Zitat wiedergegeben.
Aber sie haben schon recht. Ich gestehe, ich vertrete auch diese These. Wobei ich hierbei an bestimmte Menschen denke... Der Mosambikaner (als nur EIN Beispiel), der mit seinem Leben dafür """bezahlen musste""", weil er eine andere Hautfarbe hatte, wurde von 3 Jugendlichen ermordet. Und die erste Frage, die sich diese Schwachsinnigen gestellt hatten war auch jener gewesen: Ist das einer von uns oder ein Fremder? Gut, aber es war falsch von mir, dies auf alle Menschen zu beziehen...Aber Diskussionsforen dienen ja auch der Aufklärung, und so will ich mich doch für ihren Kommentar bedanken:)
Sicherlich wird die Globalisierung das Kulturenverständnis fördern und somit erleichtern. Meiner Meinung nach werden erst die nächsten Generationen die Früchte ernten und ich sage das, obwohl ich zu der jungen Generation gerhöre!


Morpheus antwortete am 05.09.00 (17:59):

Neptun hat das thema verfehlt!!!!!!!
peinlich!!!!!! aber woher soll Jean... wissen das sich hinter Neptun ein weblicher Teilnehmer verbirgt? also dein ton gefällt mir nicht so ganz! bleib sachlich (zum thema) und nicht beleidigend werden!


Neptun antwortete am 06.09.00 (08:11):

Lieber Morpheus, oder sollte ich lieber sagen >Brüderchen<, läßt Du das mal bitte sein??? Danke!!!


Jean-Pol Martin antwortete am 06.09.00 (09:13):

Lieber Morpheus, liebeS Neptun,
von Neptun fühlte ich mich durchaus nicht beleidigt, sondern ernst genommen. Morpheus scheint mich in sein Herz geschlossen zu haben und reagiert solidarisch, wenn er das Gefühl bekommt, dass man mich schlecht behandelt. So vieldeutig ist Sprache, so problematisch kann Kommunikation sein. Dabei wollen wir alle drei gegenseitig nur das beste. Da hilft nur Kommunikation üben, üben und nochmals üben :-)). Und das tun wir drei in diesem Forum ganz fleißig, oder?


Rica antwortete am 18.09.00 (19:59):

Ist das Thema hier Famielienkrise oder Ausländerfeindlichkeit?


Morpheus antwortete am 18.09.00 (20:24):

liebe rica,

auch wenn du es nicht glauben magst familie hat eine menge mit dem tehma zutun! fragen wir uns doch mal wie und wo ausländerfeindlichkeit entsteht?

in schule?
im jugend club?
in der disko?
zu hause?
ja sogar bei der arbeit?

kannst du mir irgend etwas davon als hauptkriterium nennen? ich denke nicht! denn du musst sowohl den sozialpädagogischen als auch den individualpädagogischen ansatz berücksichtigen. aber um das ganze im vollem ausmass zu verstehen bist du (denk ich mir so), nicht in der lage.

also denke vorher nach, bevor du wieder etwas sinnloses in den raum wirfst!!!


Metin Ö antwortete am 20.09.00 (12:08):

Liebe Studenten und Studentinnen!
Eh, ihr seid ja voll intelligent, so halt, ne?
Was wollt ihr uns eigentlich damit sagen?


dinkel antwortete am 24.09.00 (13:34):

ich denke nicht dass alle ausländer scheiße sind. es gibt auch deutsche die etwas daneben sind. doch überlegen wir uns mal, was würde passieren wenn ich mich als deutscher so in der türkei benehmen würde wie manche türken hier.(nur ein bsp.)

deutschland sollte sich erstmal um eigene probleme kümmern, nicht um ausländer die aus ihrem land fliehen, weil sie sich dort zu unsicher fühlen.

nicht dass falsche gedanken entstehen, in meinem freundeskreis sind auch viele ausländer, bsp. türken, kroaten, indonesierinn, italiener ...


Don antwortete am 24.09.00 (17:49):

Dinkel, es ist schön, das du nichts gegen ausläder hast. Aber dein letzter satz klingt so als würdest du deine ausländischen freunde nur als schutzschild benutzen.


dinkel antwortete am 25.09.00 (12:46):

ich benutze meine freunde keineswegs als schutzschild, es war nur ein beispiel, nichts sonstiges. ich wollte nur dass man sieht dass meine gedanken keinesweg´s rechtsradikal sind. ansonsten hätte ich ja auch den hitler gruß drunterschreiben können.


Kathy antwortete am 25.09.00 (17:28):

Zum Thema Ausländerfeindlichkeit möchte ich gerne etwas sagen: Ich habe bzw. erlebe das in einer Disco in meiner Umgebung. Eigentlich wird alles nur auf Ausländer geschoben. Wenn sich irgendjemand "schlägert" und in dieser Schlägerei auch Ausländer "mitmischen" heißt es natürlich gleich wieder: "Oh, man, schon wieder die scheiß Ausländer!" Aber es gibt sicherlich auch genug Deutsche, die sich aufführen, wie die letzten. Ich finde, man soll nicht immer alles auf unsere ausländischen Mitbürger schieben, denn es gibt auch genug deutsche, schwarze Schafe.


Morpheus antwortete am 28.09.00 (11:30):

danke kathy du hast volkommen recht! es gibt in jeder gesellschaft solche menschen und ich würde mir wünschen dass das alle einsehen würden!


Kathy antwortete am 28.09.00 (14:08):

Hallo Morpheus!
Is aber nicht dein richtiger Name, oder? (...) Weißt du eigentlich, wer Jean-Pol Martin ist? Bin ja mal gespannt.


Jean-Pol Martin antwortete am 28.09.00 (14:15):

Ich auch.


Kathy antwortete am 28.09.00 (16:30):

Ich weiß auf jeden Fall, wer Sie sind.


Morpheus antwortete am 28.09.00 (18:25):

ich weiß nur das er jemand ist der von sich behaupten kann, dass er kein passiver internet nutzer ist!!!! ich finde es klasse das er so viel zeit für diese seiten und für www.ldl.de aufbringt! sonst weiß ich, dass er ein franzose ist der in den frien im paris war und dass er an der oberstufe unterrichtet. persönlich kenne ich ihn nicht (noch nicht) aber ich denke er ist ein sozialer mensch (nicht das du denkst er ist perfekt, er hat auch seine macken)!

ps. nun kathy wer bist du und woher kommst du?


Morpheus antwortete am 28.09.00 (18:31):

dinkel ich denke du laberst nur müll!!! begründe deine aussagen, und red nicht so ungedacht daher! fang endlich an zu begreifen das es bald keine souverenen staaten mehr gibt deutschland--->europa--->transatlantik--->global! denk mal darüber nach! und nochwas das kapital hat keine hautfarbe nur die, die ausgebeutet werden um es für andere (egal woher diese menschen stammen, und zu welcher rasse gehören) zu akumulieren!


Kathy antwortete am 28.09.00 (18:58):

Hi!
Herr Martin ist ein sehr guter, arrangierter Lehrer, der mir mit seiner Ldl-Methode sehr weitergeholfen hat.
Ciao

P.s er unterrichtet übrigens nicht nur Oberstufen!


KATHY antwortete am 28.09.00 (19:01):

Zu Dinkl kann ich auch nur sagen, dass deine Aussagen keine wahren Hintergründe haben. Sag uns doch mal klipp und klar, was du überhaupt willst.


ich antwortete am 29.09.00 (12:16):

Ihr lenkt vom Thema ab!!!! Wir sind alle Ausländer ihrgendwo!!!! und man keinen Grund "Ausländerfeindlich" zu sein!!!Es gieb Ausländer so wie auch Deutsche die sich total daneben benehmen!!!Und es ist ein dummes vorurteil zu sagen:Ausländer haben die schuld daran!!!!Es gibt solche und solche so wie auch bei uns!


dinkl antwortete am 29.09.00 (14:08):

ich denke ein bißchen ausländerfeindlichkeit ist ok. man sollte es so machen wie die schweitz oder amerika. wobei dass in europa nicht mehr möglich ist, dass stimmt.
und kathy sollte mal ihre eigene meinung zu tag geben.
ach, dies ist kein chat, sondern ein diskussions-forum.


Kathy antwortete am 29.09.00 (14:44):

ähm, MEINE Meinung hab ich schon geschildert... Ich muss dir auch ein bisschen Recht geben, dinkl. Ich mein, ich find's nicht korrekt, wenn ein Eingewanderter zum Verbrecher wird und dann trotzdem noch in Deutschland bleiben darf. Da sind andere Länder schon etwas strenger, als Deutschland.
Dies hat jedoch weniger mit DER Ausländerfeindlichkeit zu tun, um der es hier in diesem Diskussionsforum geht.

Ciao
kathy


antwortete am 29.09.00 (15:25):

Hallo ihr!

Ich möchte mich nun auch mal an der Diskussion beteiligen! Als Beispiel bringe ich die Fußball-WM in Frankreich, da stand das ganze zwar etwas anders als gewohnt, dennoch kann man es auch jetzt sehr gut auf das reale Leben beziehen! Ich geb Kathi vollkommen Recht, damals waren es die Deutschen, die in Frankreich randaliert und Menschen verprügelt haben, diese wurden aus dem Land verwiesen, wie ich meine absolut zu Recht! Ich denke, wir sollten auf der einen Seite toleranter werden (Skinhads, Nazis, z. B.) aber auf der anderen Seite für DIE ausländischen Mitbürger, die Verbrechen begehen, die Konsequenzen ziehen, also verweisen! Mich zum Beispiel nervt es auf irgendeinem Festl Pöpeleien mitzubekommen, oder selbst mit hineinverwickelt zu werden, sei es nun Skins gegen Punks oder Nazis gegen Ausländer, irgendwie müssen wir doch miteinander auskommen, da ist Gewalt sicherlich der Schritt in die falsche Richtung! Ich empfinde es aber auch so, dass, wenn da 15 Ausländer auf einem "Haufen" zusammenstehen als etwas komisch, weil man irgendwie (von innen heraus mein ich) immer befürchtet, dass sie irgendwen blöd von der Seite anquatschen und dann eine Schlägerei losgeht! Könnt ihr das nachempfinden?

Bis bald, eure "Lisa"


Morpheus antwortete am 29.09.00 (23:54):

ne ich kann es nicht nachempfinden liebe lisa! ich weiss nicht wo du dich immer so aufhälst aber ich wurde noch nie von einem deutschen oder "ausländer" angemacht. es kommt an wie man sich in dieser situation gibt. sei kreativ und lass dir was einfallen, was die situation entschärft!

wie j.p. schon oben erwähnt hat ist es viel mehr das alter dieser "jungs" das dieses verhalten erst zum tageslicht bringt. die pupatät ist eine sehr schwierige phase im leben eines ranwachsenden jungen.

ich glaub ich hab mich verhört meintest du man soll die menschen gleich abschieben die einen blöd von der seite anquatschen????!!!! was würdest du sagen wenn die jungs deutsche wären?

ich persönlich denke, das dieses (ein wenig übertrieben) faschistische denke tief, sogar sehr tief in den menschen verborgen liegt! auch wenn es einem nicht bewusst ist oder man es nicht wahr haben möchte!
alle menschen sind gleich und müssen als individuen geachtet werden, sie haben alle die gleichen rechte. es reicht nicht, dass diese sachen mehr oder weniger in gesetze formuliert werden! jeder bürger hat die aufgabe sich intänsivst damit ausernander zu setzen, denn dieses verständniss (der algemeinen gleichheit der menschen) wird nicht mit der mutter milch weitergegeben sonder ist ein sehr langer und zeitaufwändiger prozess, den jeder durchschreiten muss, wenn er über solche probleme diskutieren will!


Morpheus antwortete am 30.09.00 (00:03):

dinkl halt bloss die klappe! wenn ich das allein schon höre (sehe) wird mir schlecht! kappierst du überhaupt selbst was du sagst? "ich denke ein bißchen ausländerfeindlichkeit ist ok" was soll den das heißen? das ist doch wohl nur misst was du von dir gibst.
1. leben wir nicht in Amerika (glaub mir sei froh das du nicht da lebst) und 2. wissen wir sehr wohl wie es um den ruf der schweizer international steht! du willst konservatismus? ich empfehle dir wandere doch aus! sehr weit brauchst allerdings nicht zu ziehen, denn bayern kann dir genau das geben was du brauchst mähmlich konservatismus mit einem hang zu reaktionärem denken!


antwortete am 30.09.00 (16:39):

Morpheus, ich denke du solltest dir etwas überlegen, was du so schreibst, denn ich finde dass es sich in Bayern sehr gut aushalten lässt, schließlich geht es ja auch noch ein bisschen darum Traditionen zu bewahren und das "Gewesene" auf diese Weise nicht zu vergessen sondern weiterzubringen!
Zu deiner Kritik möchte ich sagen, dass du mich falsch verstanden hast, ich denke, dass der, der ein Verbrechen begeht bestraft werden soll, ob Ausländer oder nicht!
Ich finde auch, dass die ganzen Ausländer, die sich aufführen erst da hineinwachsen, genauso wie die Deutschen, die Verbrehen begehen in schlechte Umfelder hineinwachsen, nur, in Deutschland werden die Verbrechen von Ausländern, finde ich, zu leicht gehandhabt. Wenn jemand irgend ein Verbrechen begeht, bestraft wird, Verbrechen begeht, bestraft wird,...., dann sollte man sich doch mal überlegen, ob das Strafmaß noch auusreicht, in dem Fall bin ich allerdings für Abschiebung!
Du musst mir auch zugestehen, dass es mir einfach nicht wohl ist, wenn einige Ausländer zusammenstehen, weil ich es eben schon einige Male erlebt habe, dass dann, durch blödes Dahergerede und Pöpeleien, Schlägereien beginnen. Sicher kann das auch daran liegen, dass die Beteiligten erst 17/18 waren, aber wenn's da schon losgeht, wie und wann soll sich die gegebene Situation dann ändern?!?

Du brauchst mich auch nicht persönlich angreifen, weil du ja meine Erfahrungen noch nicht gemacht hast!

Bis bald, "Lisa"


Morpheus antwortete am 30.09.00 (18:24):

liebe lisa

ich denke ich hab dich schon sehr gut verstanden.

darf ich dir mal eine gegenfrage stellen? du meinst die ausländer die sich hier schlimm benehmen soll man abschieben? nun frag ich dich was macht man mit den deutschen die sich daneben benehmen? wenn mehrere "deutsche" jugendliche einen "ausländer" (war doch vor kurzem der fall! kanst du dich daran erinnern?) zu tode schlagen? die starfe die diese jugentliche dafür bekommen haben war doch mehr als nur happig! also argumentiere anders. stell meinetwegen das system in frage aber komm mir nicht mit ausländer werden zu gut behandelt!


dinkl antwortete am 01.10.00 (12:10):

morpheus,
erstmal denke ich anscheinend ganz anders wie du. du kannst meine meinung anzweifeln aber nicht als falsch bezeichnen. es kann sein dass ich mich etwas falsch ausgedrückt habe, sorry.

ach, wir hatten vor ein paar jahren denn fall, als irgendein deutscher in iran mit einer heimischen irgendwelchen verkehr hatte, dieser mann sollte gesteinigt werden. ist dass erlaubt und wenn ja, warum dürfen dass die deutschen nicht?

und, morpheus, es gibt auch in anderen länder gegenüber deutschen einen direkten radikalismus. z.b. vor eineigen monaten in england wurde eine deutsche schulklasse auf einem ausflug mit steinen beworfen... es ist nicht so dass in nur deutschland so extremer radikalismus gegenüber ausländer besteht.


Morpheus antwortete am 01.10.00 (20:32):

lieber dinkl

ich finde der fall "iran" hat nichts mit dem zutun womit wir uns hier beschäftigen! wir alle wissen, das der iran fundamentalistisch geleitet wird und da brauchen wir uns nicht zu wundern, dass dieser herr verurteilt wird, wenn er mit einer verheirateten frau schläft.

da der iran nie behauptet hat er sei demokratisch und nicht explizit in seiner verfassung von alle menschen sind gleich geboren, die alle die selben rechte besitzen, spricht ist es nicht das selbe als wenn ich von einem demokratischen staat reden würde!

ich als perser finde es auch nicht gut was da passiert und wenn du aufmerksam meine texte (siehe etwas weiter oben) gelesen hast wüsstest du, dass ich nicht nur die deutschen meine sondern viele viele andere nationalitäten auch!!!!


antwortete am 02.10.00 (16:12):

Lieber Morpheus!

Eigentlich hast du das ausgesprochen, was ich sagen wollte. Wie in meinem ersten Text geschrieben, halte ich es für stumpfsinnig, andere wegen einer anderen Meinung oder Hautfarbe zu verurteilen, geschweige denn zusammenzuschlagen! In diesem Punkt sind wir uns ja schon mal einig ;-)!!!
Okay, nun zu deinem Beispiel, das ist natürlich Wahnsinn, dass sowas passiert, da frage ich mich dann echt, ob den Menschen nicht irgendetwas im Kopf fehlt!!!!! Wie ging der Fall dann aus, welche Strafen haben die Täter bekommen, zu was sind sie verurteilt worden? (bzw. "Therapien"; ich schreib das absichtlich in "/" weil solche 'Zwangstherapien' meiner Meinung nach doch erst dann was bringen, wenn die Täter ihren Fehler einsehen ----->ähnlich zu sehen wie bei Mager- oder Dorgensucht)

Bis bald, "Lisa"


Amor antwortete am 03.12.00 (21:10):

Ich verabscheue Ausländerfeindlichkeit! Ich finde vor allem Gewalt gegen Ausländer total hirnlos und man sollte eher Angst haben vor Rechtsradikalen als vor Ausländern! Wenn einer sagt, dass er privat nichts mit Ausländer zu tun haben will, dann akzeptiere ich dass, denn das ist seine freie Entscheidung. Anderst sieht es aus, wenn die Person einen richtigen Hass auf Ausländer hat und alles Mögliche unternimmt um denen zu schaden! Das finde ich schrecklich und solche Leute sind für mich keine Menschen!

P.S. Stell dir doch mal die Frage, ob du dir vorstellen könntest einen Ausländer zu heiraten!


willy antwortete am 03.12.00 (21:44):

Jede Gewald ist sinlos gegenüber sogenanten Ausländern oder auch mitbürgern!!! Ich vertrete die meinung das jeder Mensch die gleichen rechte und keiner ausgeschlossen werden sollte.Ob ein Mensch Schwarz oder Weis ist es ist doch vorallem ein Mensch oder nicht?


Cosima antwortete am 05.12.00 (20:25):

Ich denke, dass alle Menschen gleich sind, egal welche Hautfarbe sie haben. Ich bin der Meinung, dass, wenn man in ein anderes Land flüchtet, es immer wichtige Gründe dafür gibt. Wer flüchtet schon gern aus seiner Heimat? Manche Leute denken auch unbewußt ausländerfeindlich oder rassistisch (z.B. wenn jemand sagt: Wir haben das geübt bis zur Vergasung!) Wenn wir in einem anderen Land sind, sind wir dort doch auch Ausländer, und wollen wie ganz normale Menschen behandelt werden. Aber wenn diese Menschen nach Deutschland kommen, werden sie von einem Teil der Deutschen blöd angemacht oder belästigt, manchmal geschlagen. Ich finde das einfach unfair den "Ausländern" gegenüber.


Stefanie antwortete am 05.12.00 (20:30):

Ich denke, dass nicht alle Ausländer Scheiße sind. Es gibt solche und solche. Morpheus hat recht, wenn er sagt:Ich stelle denjenigen ein, der das bessere Zeugnis hat. Allerdings kann ich mich auch Lisas Meinung anschliessen, denn wenn jemand ein Verbrechen begangen hat, egal ob Deutscher oder Ausländer, dann sollte er dafür auch bestraft werden.


Luisa antwortete am 05.12.00 (20:42):

Wenn das Thema "Ausländerfeindlichkeit" angesprochen wird, reagiere ich sehr empfindlich. Meiner Meinung nach sind doch alle Menschen gleich. Ich kann es einfach nicht verstehen, warum es Menschen gibt, die auf der Strasse stehen und brüllen "Ausländer raus!". Ich finde es ehrlich gesagt auch ziemlich abartig. Mit den nächsten Sätzen speche ich vor allem Dinkl an. Ausländerfeindlichkeit ist überhaupt nicht o.k., wir sind doch alle gleich, überleg´doch mal. Wenn du jetzt aus unserer Sicht ein Ausländer wärst und wir so über dich reden würden, wie du über Ausländer, wie würdest du dich dann fühlen? Wäre "ein bischen" Ausländerfeindlichkeit dann immer noch o.k. für dich? Ich meine einfach, dass alla Menschen gleich behandelt werden sollten, egal ob Schwarz oder Weiß, Türke oder Deutscher.


Marcus antwortete am 05.12.00 (20:49):

Sag´mal, Jenny, warum stellst du dir eigentlich diese Frage? Ich glaub`, Rassismus fängt da an, wo Menschen nur nach ihrer Herkunft beurteilt werden, für die sie ja nichs können. Mich hat keiner gefragt, ob ich überhaupt Deutscher sein möchte.


X antwortete am 24.12.00 (19:17):

Ich denke es gibt Menschen die vielleicht einmal eine schlechte Erfahrung mit einem Ausländer gemacht haben und es dann auf alle Ausländer verallgemeinern.Sie merken aber nicht wie viele Deutsche Idioten es auch gibt und es manchmal gut tut mit Leuten von anderen Kulturen in Berührung zu kommen.
Ich,als Franzose denke kann das beurteilen.


uoi antwortete am 25.01.01 (19:08):

no


Cleo antwortete am 07.02.01 (17:27):

Hallo Leute,ich weiß nicht wie die (zB.Rechtsradikalen) ihre Scheißbemerkungen rechtfertigen wollen.Man kann doch nicht generell was gegen Ausländer haben.das raffe ich nicht.Ich habe sehr viele Freunde die aus aller Welt adoptiert wurden oder hierhergezogen sind.Und dann gibt es ja noch das Thema "Türken".Ich finde es schade denn manche verhalten sich echt wie die letzten Idioten.Also nicht nur Türken natürlich.Und dann soll man sie ganz toll finden.Aber auch da sind es eben nicht ALLE sie werden nur leider alle in eine Schublade gesteckt.Ich finde das peinlich für uns.Ist es nicht so????Ciao


Meiner antwortete am 16.02.01 (17:30):

Manche Ausländer sind ganz O.K.
Doch in Großstadt Schulen tun sich Ausländer in Guppen zusammen hauen jeden zusammen der inen in den weg sellt das sind meist RUSSEN das finde ich nicht O.K. sie könnten mit uns
freundschaft schliessen. der hauptgund ist aber das Ausländer meist alles in den Arsch geschoben bekommen


Meiner antwortete am 16.02.01 (17:35):

ich gebe Lisa recht


Margit Fischbach antwortete am 16.02.01 (19:58):

Hallo Leute,
für mich gibt es in erster Linie Menschen. Ausländer ist eine Definition, die besagt, dass es sich um Menschen handelt, die in dem Land, in dem sie sich gerade aufhalten, keine Staatsbürger sind, d.h. also kein Wahlrecht haben. Jedes Jahr im Urlaub verwandeln sich Millionen Deutsche für eine bestimmte Zeit in Ausländer. Aber ich weiß, darum geht es in der Diskussion im Moment nicht. Die Rede ist von Menschen, die in Deutschland leben ohne einen deutschen Pass zu haben und die durch ihr Aussehen, ihre Kultur, teilweise auch durch ihre Sprache auffallen (die von Meiner erwähnten Russen sind übrigens keine Ausländer, sondern Menschen mit deutschen Vorfahren und deutscher Staatsbürgerschaft). Auf Stammtischparolen brauche ich hier nicht eingehen, ihr wisst alle, dass ohne ausländische Arbeitskräfte - ganz gleich ob es sich um Spezialisten (Ärzte, Krankenschwestern, Wissenschaftler) handelt oder um Hilfsarbeiter - unsere Wirtschaft und unser Wohlstand zusammenbrechen würden.
Natürlich treten beim Zusammenleben von Menschen immer auch Probleme auf. Im Mittelalter wurden Menschen, die anders dachten als ihnen von Oben erlaubt war, verfolgt und verbrannt. Heute sollten wir gelernt haben, tolerant miteinander umzugehen. Das erwarte ich natürlich von allen Seiten. Das Problem der Gewalt unter Jugendlichen ist nicht ein Problem der jugendlichen Ausländer, sondern auch der deutschen Jugendlichen untereinander. Gerade unsichere Jugendliche suchen in einer Gruppe Halt und, wenn sie dann noch eine andere Gruppe zum Gegner erklären, fühlen sie sich besonders stark.
Übrigens, die Befürchtung, (jugendliche) Ausländer bekämen bei uns etwas geschenkt, ist schlichtweg falsch. Versetzt euch doch einmal in die Lage, in der sich junge Menschen befinden, die oft auch gegen ihren Willen mit ihren Eltern ohne Sprachkenntnisse in ein Land kommen, in dem sie von einem Teil der Bevölkerung von vornherein angefeindet werden. Wie würdet ihr euch in einer solchen Situation fühlen?


Markus antwortete am 26.02.01 (09:00):

Ich möchte mich nun auch mal zu dem Thema äussern!
Ich denke, dass die kriminellen!!!! Ausländer nicht mehr in diesem Land aufhalten sollten! Da gibt es so ein Beispiel: Und zwar Mehmet! Der ist hier in Deutschland ich glaube 40 mal staffällig geworden, und dann haben sie ihn ausgewiesen. Ist ja auch gut und schön, aber dann lassen sie ihn nochmal wieder eireisen! Und sowas kann ich nicht verstehen.
Genausowenig kann ich verstehen, dass es Ausländer gibt, die hier leben und kein Wort Deutsch sprechen können. So was darf es nicht geben! Ich fahre auch ins Ausland und passe mich da an! Jedenfalls so gut wie es geht. Aber ich kenne Ausländer die sprechen einfach kein Deutsch, weil sie hier ja alles in ihrer Sprache bekommen, sei es den Führerschein (die Bögen zum ausfüllen), oder die eigenen Diskotheken in denen sie auch kein Wort Deutsch sprechen.
Aber ist das normal??? Jemand der in Deutschland lebt, sollte auch deutsch sprechen. Ich meine ja gar nicht privat, aber auf Behörden usw.
Ich will hiermit auch nicht alle Ausländer über einen Kamp scheren, aber warum passen sie sich einfach nicht an! (ich sage wieder, es sind nicht alle!!!)
Da gibt es auch noch so ein Beispiel mit Ihren Kirchen. Was soll das, dass sie hier Kirchen aufbauen, die so groß sind wie ein ganzer Wohnblock? Sie können ja ihren glauben haben, aber bitte nicht auf staatliche Kosten. Und jetzt erzählt mir nicht, dass der Staat da nichts zu bezahlt! Er tut es! Oder warum meint ihr, kommen so viele Ausländer nach Deutschland? -Weil Deutschland ihnen Geld gibt, dass würde der Amerikaner nie tun! Warum gibt es in Deutschland Rassismus? - Weil hier einfach zu viele sind!!!
Und jetzt noch zu den Jugendlichen. Hier bei uns ist es so, dass viele Jugendliche neidisch sind auf die ausländischen Mitbürger. Hier gibt es viele (Türken, Russen) die sich schon in einem Alter von 18 Jahren einen 5`er BMW leidten können! Woher??? Und dann gleich so viele? Die nicht Arbeiten gehen, oder teilweise noch zur Schule gehen! Warum können die sich soetwas leisten? Die bekommen doch für jeden scheiß Geld! Und das finde ich absolut nicht gerechtfertigt!
Ausserdem hagt Deutschland nichts mehr gut zu machen! Wir haben zwar damals!!!! den Krieg angefangen, aber der Russe hat genausoviele Leute umgebracht! Ausserdem ist das doch nicht mehr unsere Generation, wir können doch nicht Ewigkeiten dafür büßen, dass wir so einen größenwahnsinnigen an der Macht hatten! Da kann heute wirklich keiner mehr was für! Ausserdem denke ich, dass wir schon genug getan haben. Und rückgängig können wir es auch nicht mehr machen. Aber wir waren nicht die einzigen, die gemordet haben! (Das sollte man nicht vergessen!)


Margit Fischbach antwortete am 26.02.01 (12:17):

Hallo Markus,

zuerst habe ich mir überlegt, dein Pamphlet zu löschen. Du hast in deinem Beitrag alle - auch die dümmsten und unsachlichsten - Behauptungen aufgestellt, die Vorurteile schüren, "Futterneid" und Hass erwecken und zudem einfach falsch sind. Da hilft es auch nichts, wenn du immer scheinheilig betonst, dass du damit natürlich nicht alle Ausländer meinst. Wieso steckst du so voller Komplexe und Hass gegen andere Menschen? Am Ende kommst du dann noch mit dem saudummen Satz, wir seien nicht die einzigen, die gemordet hätten - als wenn das die Schuld mindern würde.
Muss ich jetzt wirklich all den Quatsch, den du geschrieben hast, kommentieren und mit Argumenten widerlegen? Ich denke, dass ich es tun sollte, da es immer noch Leute gibt, die solch dummen Parolen auf den Leim gehen. Du bist dafür ein ganz gutes Beispiel. Leider werden Menschen immer mit leeren Köpfen geboren und man muss immer wieder aufs Neue mit der Erziehung und sachlicher Information beginnen.

1. Es ist so, dass wir in einem Staat leben, der Gesetze hat, die gut sind und an die sich die Gerichte halten. Es gibt durchaus die Möglichkeit, kriminelle Ausländer auszuweisen, und davon wird auch Gebrauch gemacht. Zum anderen weißt du sicher, dass Ausländer nicht krimineller sind als Deutsche.

2. Beim Autofahren geht es um Kenntnis der Verkehrsregeln und nicht um sprachliche Fertigkeiten. Wir fahren durchaus auch in Ländern Auto, deren Sprachen wir nicht beherrschen. Sonst wären Urlaubsreisen im eigenen PKW ins Ausland oder Güterfernverkehr wohl nicht möglich. Oder meinst du zum Fahren eines deutschen Autos müsste man auch deutsch sprechen können?

3. Über die Anpassungsfähigkeit der deutschen Urlauber im Ausland will ich mich hier nicht auslassen - es könnte zu peinlich werden (für die Deutschen).

4. Natürlich ist es wünschenswert, die Sprache des Landes zu beherrschen, in dem man lebt - schon weil es einem den Alltag sehr erleichtert. Du kannst doch Menschen, die aus welchen Gründen auch immer hier leben, nicht vorschreiben, wie schnell sie die Sprache lernen müssen. Zudem sprechen die meisten Ausländer, die hier leben, deutsch, wenn sie mit Deutschen zusammen sind.

5. Kirchen? Warum nicht? Die Zeiten der Glaubenskriege und Intoleranz sind -zumindest in Europa inzwischen Geschichte. Da es sich hier nicht um ein besonders rühmliches Beispiel der Geschichte handelt, wollen wir es doch nicht etwa wieder aufleben lassen? Es gibt nun eben nicht nur eine Religion -warum der Futterneid?

6. Warum kommen Ausländer nach Deutschland? Da gibt es viel mehr Gründe, als am Stammtisch gehandelt werden. Ich will jetzt nicht alle aufzählen, aber eines ist ganz klar: Deutschland braucht Arbeitskräfte, um seinen wirtschaftlichen Stand zu halten - nicht nur auf dem Gebiet der Computer. Woher sollen sie bei unserer niedrigen Geburtenrate kommen, wenn nicht aus dem Ausland? Dass Arbeit dann auch bezahlt wird, ist wohl selbstverständlich.
7.Rassismus ist eine ganz üble Erscheinung. Von den "Rassisten" wird die Zahl der ausländischen Mitbürger in Deutschland übrigens total überschätzt, z.Zt. liegt der Anteil bei 9% an der Gesamtbevölkerung. Dein Beispiel mit Amerika zeigt, dass du im Geschichtsunterricht nicht aufgepasst hast, gerade die USA sind der "Schmelztiegel" verschiedener Nationalitäten und Rassen.
Noch ein Wort zum Asylrecht: In unserer jüngsten Geschichte waren viele Deutsche froh darum, in anderen Ländern Aufnahme zu finden. Dürfen wir Menschen, die Schutz vor politischer Unterdrückung oder wirtschaftlicher Not suchen, einfach abweisen oder kriminalisieren? Ich bin der Ansicht nein, und das Asylrecht steht jedem demokratischen Staat gut an.

6. Zum Thema BMW und Schüler - plagt dich da der Neid?

7. Vergangenheitsbewältigung: Leider lässt sich die Vergangenheit nicht ungeschehen machen, es bleibt nur sich der Verantwortung zu stellen und daraus lernen, welches Unheil der Nationalsozialismus und der damit verbundene Rassismus angerichtet haben. Außerdem, Unrecht geschieht viel - soll das ein Freibrief für eigenes Handeln sein? So primitiv dürfen wir doch unsere Moral nicht ansetzen!

Zum Abschluss ein Zitat:
"Es ist wichtig, dass wir die Menschen zu Toleranz und Verständnis gegenüber allen Menschen aufrufen - gleich welcher Hautfarbe, Religion oder Lebenseinstellung. Unsere Gesellschaft braucht gegenseitigen Respekt. Respekt zu verlangen, heißt aber gleichzeitig auch, allen anderen Respekt zu zollen - und das vor allem auch Menschen gegenüber, die am Rande unserer Gesellschaft stehen."
Dr. Cornelie Sonntag-Wolgast, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium des Innern


Jean-Pol Martin antwortete am 26.02.01 (14:54):

"Es ist wichtig, dass wir die Menschen zu Toleranz und Verständnis gegenüber allen Menschen aufrufen - gleich welcher Hautfarbe, Religion oder Lebenseinstellung. Unsere Gesellschaft braucht gegenseitigen Respekt. Respekt zu verlangen, heißt aber gleichzeitig auch, allen anderen Respekt zu zollen (...)."

Richtig. Auch Markus verdient Respekt! Oder?


Margit Fischbach antwortete am 26.02.01 (16:45):

Hallo Herr Martin,

manche Ansichten sind nicht nur dumm, sondern auch gefährlich. Ich gestehe jedem Menschen Respekt zu, aber nicht jeder Ansicht. Manchmal ist es nötig, sich ganz klar von Meinungen zu distanzieren. Rassistische Behauptungen wurden in der deutschen Geschichte zu lange toleriert, die Folgen sind bekannt.


Jean-Pol Martin antwortete am 26.02.01 (18:06):

Ich verstehe schon...Aber Markus ist ja offensichtlich ein netter Junge, der einfach mal versucht, seine (im übrigen weitverbreiteten) Ansichten einer Erwachsenen gegenüber zu vertreten. Markus ist sichtbar kein pöbelnder Dummkopf sondern ein Junge, der gutgläubig vorträgt, was er auf der Straße, zu Hause und in den Zeitungen vorfindet, ein Junge wie ich in meiner Schule jeden Tag Hunderten begegne und wie ich selbst einer war, bevor ich zu anderen Einsichten gelangte ...
(Am Anfang dieses Brettes habe ich versucht, mich der recht komplexen Thematik anzunähern - Beiträge 01. bis 06.09.2000.)


Bernhard Heim antwortete am 04.03.01 (10:55):

Trotzdem ist manches gefährlich! Und man muss wirklich entschieden gegen solche Meinungen vorgehen oder versuchen zu überzeugen.

"Ich sage Ihnen: Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher"
(Bertolt Brecht - Leben des Galilei)
Ich habe einige Unterlagen zusammengetragen zur Thematik Fremdenfeindlichkeit contra Völkerverständigung bzw. umgekehrt!

(Internet-Tipp: http://home.t-online.de/home/Bernhard.Heim/fremd.htm)


Lili Müller antwortete am 25.03.01 (13:51):

Ich denke auch ausländer sind menschen wie du und ich und man sollte ihnen eine chance geben, ich selber habe auch ausländische freundinen und die sind genau so nett und klug wie meine restlichen freundinen auch , also :gebt ausländern eine chance!!!!!!!


Melanie antwortete am 28.03.01 (19:40):

Hallo,
ich denke, dass das Thema Ausländerfeindlichkeit eigentlich gar nicht existieren dürfte, wenn sich alle darüber im Klaren wären, dass man selbst überall ein Ausländer ist - abgesehen von Deutschland. Viele Ausländerfeinde plappern doch eh nur stumpfe Parolen vor sich her. Am liebsten mag ich die Ausländerfeinde von der Sorte, die zum Urlaub nach Mallorca oder Spanien fahren, Pizza, Döner oder Giros essen, Kaffee und Tee trinken und Klamotten "Made in China" tragen... Noch schlimmer sind die Menschen, die die Ausländer als Sündenbock für ihr verkorkstes Leben hernehmen. Anstatt die Energie von Verzweiflung und Wut in sinnvolle Kraft zu verwandeln, mit der man etwas aus seinem Leben machen könnte, wird sie sinnlos für diesen irren Hass verfschwendet.
Ich schäme mich für solche Leute und manche tun mir mit ihrem kleingeistigen Denken einfach nur leid.
Das einzige, was ich nachvollziehen kann, ist, das manche Menschen nicht mit anderen Kulturen und Lebensweisen vielleicht unheimlich scheinen mögen und dass daher die Berührungsängste herrühren. Aber dagegen gibt es auch Mittel: Einfach auf die Leute zugehen und sie mit ihrer Lebensweise kennenlernen. Davon kann man nur profitieren.

In diesem Sinne
Melanie