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THEMA: Religion, überholtes Relikt oder doch heute noch wichtig?
16 Antwort(en).
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stefan
begann die Diskussion am 12.08.02 (12:15) mit folgendem Beitrag:
Hi,
ich wollte die Frage mal in den Raum stellen, weil sie mich doch sehr beschäfftigt. Ist Religion noch wichtig heute, oder hat sie in dieser Zeit keinen Platz mehr? Brauchen wir sie, und braucht sie uns? Ich habe viele Statements zu diesem Thema gelesen. Religion wurde nur benötigt um die Dinge die die Wissenschaft nicht erklären konnte zu erklären. Religion war von Anfang an nur als Machtmittel gedacht. Was meint Ihr dazu?
Stefan
PS: if you read history you'll see god is one of the leading causes of death. (G.C.)
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Osborne
antwortete am 12.08.02 (21:12):
das ist ein schwieriges thema. einerseits denke ich, dass religion wichtig ist. bezogen auf das christentum gibt die religion, besser die bibel meiner meinung nach viele verhaltensrichtlinien oder besser formuliert, zeigt sie wege auf, wie menschen sich anderen gegenüber verhalten sollen oder können um friedlich miteinander leben zu können. ein grosses problem, welches durch die letzten 2000 jahre hinweg zu sehen ist, ist der missbrauch der religion für politische zwecke. meiner meinung nach ist es nicht wichtig, strikt nach den regeln zu leben, die die religion vorgibt zu leben, sondern die eigene religion und auch andere religionen zu verstehen und das leben zu respektieren. in einer sache gebe ich dir vollkommen recht: je ungebildeter die menschen sind, desto mehr sind sie gläubig und leben streng nach ihren glaubensvorschriften. dies rührt wohl zum einen daher, dass der mensch im erwachsenenalter mehr oder weniger auf sich selbst gestellt ist. der "vater", der in der kindheit immer die schützende person verkörperte ist nicht mehr da, bzw. verkörpert diese schützende person nicht mehr. er muss/wird durch ein neues schutzschild vor der "grossen unberechenbaren welt" ersetzt. so lässt sich meiner meinung nach der glaube erklären. zum anderen waren die menschen früher (und leider heute immer noch in vielen regionen der erde) nicht gebildet genug. die wissenschaft und die technologie, die viele zusammenhänge in unserer umwelt erklären helfen, waren noch nicht da, bzw. nicht ausgereift genug. da hat man eben versucht naturgewalten und andere ereignisse durch göttliches zutun oder andere überirdische einflüsse zu erklären. auch die hexenverbrennungen sind darauf zurückzuführen. religion ist ok, aber man muss sie - auch jeder für sich selber - auf die heutige zeit, auf den technologischen fortschritt auf den wertewandel in der gesellschaft übertragen können. gelingt dies nicht, so ist religion fehl am platz und kann falsch verstanden werden.
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Osborne
antwortete am 12.08.02 (21:24):
Fragwürdigkeit der sozialen Bedeutung der Religion
". . . die Religion hat der menschlichen Kultur offenbar große Dienste geleistet, zur Bändigung der asozialen Triebe viel beigetragen, aber nicht genug. Sie hat durch viele Jahrtausende die menschliche Gesellschaft beherrscht; hatte Zeit zu zeigen, was sie leisten kann. Wenn es ihr gelungen wäre, die Mehrzahl der Menschen zu beglücken, zu trösten, mit dem Leben auszusöhnen, sie zu Kulturträgern zu machen, so würde es niemand einfallen, nach einer Änderung der bestehenden Verhältnisse zu streben . . . Wenn die Leistungen der Religion in bezug auf die Beglückung der Menschen, ihre Kultureignung und ihre sittliche Beschränkung keine besseren sind, dann erhebt sich doch die Frage, ob wir ihre Notwendigkeit für die Menschheit nicht überschätzen und ob wir weise daran tun, unsere Kulturforderungen auf sie zu gründen . . . Wenn die Kultur das Gebot aufgestellt hat, den Nachbar nicht zu töten, den man haßt, der einem im Wege ist oder dessen Habe man begehrt, so geschah es offenbar im Interesse des menschlichen Zusammenlebens, das sonst undurchführbar wäre . . . Diese rationelle Begründung des Verbots zu morden teilen wir aber nicht mit, sondern wir behaupten, Gott habe das Verbot erlassen . . . Indem wir so verfahren, umkleiden wir das Kulturverbot mit einer ganz besonderen Feierlichkeit, riskieren aber dabei, daß wir dessen Befolgung von dem Glauben an Gott abhängig machen. Wenn wir diesen Schritt zurücknehmen, unseren Willen nicht mehr Gott zuschieben und uns mit der sozialen Begründung begnügen, haben wir zwar auf jene Verklärung des Kulturverbots verzichtet, aber auch seine Gefährdung vermieden . .
Mit der beanspruchten Heiligkeit würde auch die Starrheit und Unwandelbarkeit dieser Gebote und Gesetze fallen. Die Menschen könnten verstehen, daß diese geschaffen sind, nicht so sehr, um sie zu beherrschen, sondern vielmehr um ihren Interessen zu dienen, sie würden ein freundlicheres Verhältnis zu ihnen gewinnen, sich anstatt ihrer Abschaffung nur ihre Verbesserung zum Ziel setzen. Dies wäre ein wichtiger Fortschritt auf dem Wege, der zur Versöhnung mit dem Druck der Kultur führt."
(S. Freud, Die Zukunft einer Illusion, GW XIV, S. 360 f., 363 ff.,)
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Osborne
antwortete am 12.08.02 (21:25):
Religion als Vaterkomplex und infantile Wunschvorstellung "Die Psychoanalyse hat uns den intimen Zusammenhang zwischen dem Vaterkomplex und der Gottesgläubigkeit kennen gelehrt, hat uns gezeigt, daß der persönliche Gott psychologisch nichts anderes ist als ein erhöhter Vater, und führt uns täglich vor Augen, wie jugendliche Personen den religiösen Glauben verlieren, sobald die Autorität des Vaters bei ihnen zusammenbricht. Im Elternkomplex erkennen wir so die Wurzel des religiösen Bedürfnisses; der allmächtige, gerechte Gott und die gütige Natur erscheinen uns als großartige Sublimierungen von Vater und Mutter, vielmehr als Erneuerungen und Wiederherstellungen der frühkindlichen Vorstellungen von beiden. Die Religiosität führt sich biologisch auf die lang anhaltende Hilflosigkeit und Hilfsbedürftigkeit des kleinen Menschenkindes zurück, welches, wenn es später seine wirkliche Verlassenheit und Schwäche gegen die großen Mächte des Lebens erkannt hat, seine Lage ähnlich wie in der Kindheit empfindet und deren Trostlosigkeit durch die regressive Erneuerung der infantilen Schutzmächte zu verleugnen sucht. Der Schutz gegen neurotische Erkrankung, den die Religion ihren Gläubigen gewährt, erklärt sich leicht daraus, daß sie ihnen den Elternkomplex abnimmt, an dem das Schuldbewußtsein des einzelnen wie der ganzen Menschheit hängt, und ihn für sie er- erledigt, während der Ungläubige mit dieser Aufgabe allein fertig werden muß."
(S. Freud, Eine Kindheitsesinnerung des Leonardo da Vinci, 1910. GW VIII, S. 127 ff.; Studienausgabe Bd. X, S. 146) --------------------------------------------------------------------------------
"In meiner Schrift "Die Zukunft einer Illusion" handelte es sich weit weniger um die tiefsten Quellen des religiösen Gefühls, als vielmehr um das, was der gemeine Mann unter seiner Religion versteht, um das System von Lehren und Verheißungen, das ihm einerseits die Rätsel dieser Welt mit beneidenswerter Vollständigkeit aufklärt, anderseits ihm zusichert, daß eine sorgsame Vorsehung über sein Leben wachen und etwaige Versagungen in einer jenseitigen Existenz gutmachen wird. Diese Vorsehung kann der gemeine Mann sich nicht anders als in der Person eines großartig erhöhten Vaters vorstellen. Nur ein solcher kann die Bedürfnisse des Menschenkindes kennen, durch seine Bitten erweicht, durch die Zeichen seiner Reue beschwichtigt werden. Das Ganze ist so offenkundig infantil, so wirklichkeitsfremd, daß es einer menschenfreundlichen Gesinnung schmerzlich wird, zu denken, die große Mehrheit der Sterblichen werde sich niemals über diese Auffassung des Lebens erheben können. - . . . Wir kehren zum gemeinen Mann und zu seiner Religion zurück, der einzigen, die diesen Namen tragen sollte." (S. Freud, Das Unbehagen in der Kultur, 1930, GW XIV, S. 431 f., Fischer-Btidierei Nr. 6043, S. 72 f.)
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Osborne
antwortete am 12.08.02 (21:28):
ich bin kein genereller freud-anhänger, aber er hat eine interessante meinung zur religion...
(Internet-Tipp: http://www.home.rhein-zeitung.de/~rdober/relkrit/freud.html)
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wolke
antwortete am 09.10.02 (12:36):
Hallo Stefan,
Religion lässt sich nicht totbekommen. Was ist denn die Alternative? Glaubst du etwa nicht an eine bessere Welt? Glaubst du nicht an eine Kraft, die unser Denken mitprägt und leitet?
Was ist denn dein Glück? Güter zu horten, immer mehr, immer schneller, immer weiter? Du wirst unglücklich, glaube es mir. Imelda Marcos wurde mit ihren zigtausend Paar Schuhen nur zum Erwerb neuer Schuhe angestachelt. Auch der größte Besitz kann zerstört werden.
Glück finde ich in Gott, und damit lebe ich sehr gut. Er weiß für mich immer eine Antwort.
Grüße,
Wolke
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Stefan
antwortete am 09.10.02 (14:56):
Liebe Wolke,
schön, wenns Dir hilft und Du es daheim im stillen Kämmerlein tust, glauben meine ich, dann ist das wegen mir OK. DA kann jemand auch das grosse rote Erdferkel anbeten. Völlig egal, aber meistens läuft es auf Missionierung oder Verfolgung andersgläubiger Menschen hinaus. Oder auf Tierquälerei, siehe Schächten. Ein amerikanischer Kaberetist sagt mal: Gott ist eine der häuffigsten Todesursachen in der GEschichte gewesen. Alles nur weil Menschen die falsche Antwort auf die "Gottfrage" gegeben haben. "glaubst DU an Gott?" "nein" --> Peng tot. ... "glaubst DU an Gott?" "Ja" "glaubst Du an meinen Gott?" "Nein" --> Peng tot.
Auf Deine direkte Frage eine direkte Antwort. NEIN ich glaube nicht an Gott oder sonst eine magische Kraft. Ich lebe mein Leben und freue mich an den schönen Dingen. Aber eben an Dingen die man anfassen kann.
Und ich glaube nicht an eine bessere Welt, nciht solange noch Religion eine so grosse Rolle spielt. Schau Dir mal an wie es im Nahen Osten zugeht. Denen gehts da unten richtig scheisse. Ja, sie haben die "heiligen" Stätten, aber sonst? Es liegt nicht am bösen Westen, daß es denen da unten scheisse geht, und es sind auch nicht nur Idioten da unten. Nein, die Religion verhindert jeden Fortschritt und damit auch den Wohlstand und das Glück der Menschen. Würde es Dir reichen da unten im Dreck zu leben, wenn Du nurnoch "Gott" hättest?
Stefan
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Graf von Rotz
antwortete am 10.10.02 (10:35):
Stefan, Du übertreibst. Religion ist ein Phänomen, dessen Auswirkungen wir gar nicht so genau kennen. Zum einen beeinflusst die Religion eine ganze Gesellschaft. Aber sie ist nicht der einzige Einflussfaktor. War wirklich die Religion Schuld an unzähligen Kriegen ? Oder sind es die Machthaber, die das Volk unter dem Vorwand "Religion" gegen andere in den Krieg geführt haben ? Dann wäre Religion nur ein Instrument, welches an der falschen Stelle eingesetzt wird (wurde). Laß doch den Leuten ihren Glauben !
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Stefan
antwortete am 10.10.02 (12:48):
Mein lieber Graf,
sicherlich hast Du recht. Mit der Religion ist es wie mit Pistolen. Ich habe auch nóch keine Pistole gesehen die von alleine Menschen erschiesst, da war immer ein anderer Mensch am Abzug. So ist es mit der Religion auch. Ich kann mir auch ausser der Religion kaum etwas vorstellen was Menschen so instrumentalisieren kann. Und da sie keinen Nutzen, aber grosses Potenzial zum Schaden hat halte ich sie für unnötig und gefährlich. Abgesehen davon lies bitte meine Beiträge aufmerksamer, denn dann würdest Du sehen, daß jeder wegen mir glauben kann was er will, nur andere damit in Ruhe lassen. Fängt bei den Glocken an und hört bei der Tierquälerei auf.
Stefan
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Graf von Rotz
antwortete am 10.10.02 (18:25):
da hast du recht stefan. jedoch gibt es noch eine reihe anderer möglichkeiten, menschliches handeln zu instrumentaliesieren. z.b. die medien, in der form, wie in den letzten 10 jahren berichtet wird, werden bewusst meinungen und verhaltensweisen gesteuert, wie es das in der form noch nicht gab. ereignisse in aller welt werden nicht mehr möglichst objektiv dargestellt, sondern vermarktet. es gibt zig beispiele hierfür: tod dianas, 11. september, amoklauf von erfurt...
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Radia
antwortete am 13.10.02 (11:39):
Hier hat wohl einer vom Schächten keine Ahnung: Die Tiere leiden nicht, wenn derjenige, der schlachtet professionell arbeitet. Die Tiere sind innerhalb von Sekunden tot. Außerdem bluten die Tiere besser aus, was für den Menschen wesentlich hygienischer ist. Von der Uni Hannover gibt es interessante Untersuchungen, dass Tiere, die betäubt wurden, mehr von der ganzen Sache mitbekommen haben, als diejenigen, die schnell getötet wurden. Wenn du Schlachten als Tierquälerei bezeichnest, dann kann ich das nur auf der Basis verstehen, Tiere überhaupt nicht zu essen. Das hat aber mit Religion nichts zu tun!
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Stefan
antwortete am 13.10.02 (11:50):
Was soll denn daran hygienischer sein? Ist Blut denn schmutzig? Ich fände es doch sehr bedauerlich, wenn beim Steak nicht ein bisschen Blut fliessen würde. Achso, die ganzen Tierschützer haben keine Ahnung. Naja wenn Du meinst. Und was diese Untersuchung angeht, gibts da auch ne Begründung dazu, warum das so sein soll? Aber das ist auch nur ein Aspekt, selbst wenn ich mich da irren sollte, sind Religionen immernoch als eines der schlimmsten Übel unserer Zeit anzusehen. Alleine der Schwachsinn der vom Pabst verzapft wird. Wieviel Leid haben seine Anweisungen in der 3. Welt gebracht? Oder die Selbstmordattentate? Sind die ohne Religion möglich?
Stefan
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wolke
antwortete am 14.10.02 (09:59):
Hallo Stefan,
stell dir vor, du könntest niemandem mehr glauben. Keinem Menschen. Kein Mensch wollte von dir noch etwas wissen. Wenn du meinst, so etwas lange auszuhalten, dann lügst du.
Ich habe in Gott meinen Frieden. Du kannst dich gerne von den Medien leiten, wenn die behaupten 2+2=5, dann glaubst du das. Oder wenn die behaupten, man könne nicht mehr auf die Straße gehen, dann bleibst du eben zuhause.
Du wirst noch viele Situationen erleben, an denen du am Abgrund stehst. Solche Situationen habe ich ebenfalls erlebt. Ich weiß aber, dass es einen Gott gibt, der mich liebt und dem ich vertrauen kann.
Du musst nicht an Gott glauben. Ebensowenig wie du zum Arzt gehen MUSST, wenn du krank bist oder zum Schuster wenn deine Schuhe kaputt sind oder zum Techniker, wenn den Compi den Geist aufgibt. Du musst nicht zur Universität oder zu einer Lehranstalt, um ein Fach zu studieren.
Mein Seelenheil, dass suche ICH aber nach Gott und in der Bibel, die ich oft lese. Ein Missbrauch der Religionen hat es immer gegeben und wird es immer geben. Wenn du dir klar machst, dass es fast NICHTS gibt, was NICHT missbraucht worden ist, sieht das anders aus.
Grüße,
wolke
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Stefan
antwortete am 14.10.02 (11:38):
Sorry liebe Wolke,
wenn Du mir erzählen willst, daß Du nur durch Gott eine völlig Isolation aushalten würdest,dann ist das zwar schön für Dich, geht aber für meine Begriffe an der Wirklichkeit weit vorbei. Was soll auch diese Bemerkung mit den Medien und 2+5=5? Ich bin schon am Abgrund gestanden, und wo war Gott da? Nirgends, wie auch nicht anders zu erwarten, also Arschbacken zusammen kneifen und selber machen. Was die Märchen angeht, die Du den Medien vorwirfst, also da stehen die als Waisenknaben gegenueber der Religion da. Frei nach G.Carlin: They make you belive that there is an invisble man, living in the sky und watches all you do. He has a special list of 10 things he don't want you to do. And if you do only 1 of these 10 things he has a special place for you full of torture and pain and screaming where you have to live until the end of time....
But he loves you.
Ja, es ist schon viel missbraucht worden, aber Religionen stehen da ganz ungeschlagen vorne. Bali ein tolles Beispiel für den Wert von Religionen.
Die Bibel, dolles Buch, was ich mich ja frage, warum ist das noch nicht indiziert?
Stefan
PS: Wenn ich krank bin und zum Arzt gehe, werde ich gesund. Wenn meine Schuhe kaputt sind repariert sie der Schuster, meinen PC repariere ich selber. Aber warum sollte ich zu Gott gehen? Wenn ich gezwungenermassen ein Kirche bereten muss wirds mir furchtbar unwohl und ich bin froh wenn ich diese wieder verlasse.
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Stefan
antwortete am 05.12.02 (11:49):
Naja, wichtig kanns nicht sein, so wenig wie sich beteilligt haben. Also könnenw ir doch anfangen den Quatsch abzuschaffen, oder?
Stefan
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Wolfram Hüttermann
antwortete am 10.12.02 (16:17):
Hallo Stefan,
bist du ein Nihilist, jemand der alle Grundsätze ablehnt?
Der Nihilismus ist sehr gefährlich, denn wenn ich alles ablehne, glaube ich nicht einmal daran, dass Gewaltlosigkeit in dieser Gesellschaft richtig ist. Ich glaube auch an die Gewaltlosigkeit.
Grüße,
Wolfram
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Stefan
antwortete am 12.12.02 (09:54):
Hi Wolfram,
wie kommst Du darauf? Sind die Demokraten Nihilisten weil sie die Nazis ablehnen? Wo steht denn, daß ich alle Grundsätze ablehne? Ich lehne nur alle Religionen ab als das was sie sind, teilweise menschenverachtend, intolerant, machtsüchtig und unehrlich. Abgesehen davon haben die Religionen wahrscheinlich mehr Menschen auf dem Gewissen als Hitler und Stalin zusammen.
Ich brauche KEINEN Gott oder Pabst oder sonst nen Spinner oder Märchenfigürchen um richtig von falsch zu unterscheiden, ebenso wie ich nicht die Erinnerung an den Holocaust brauche um zu wissen, daß man andere Völker nicht ausrottet. Ganz im Gegensatz zu einem bestimmten Land auf diesem Planeten, die aus der Geschichte nichts gelernt zu haben scheinen. Und in dem Konflikt gehts wieder um was? Ja richtig Religionen!!
Stefan
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