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THEMA: Darf Erwin Teufel ohne Abitur studieren ? Bzw. sollte es ein generelles Studienrecht für Rentner geben ?
4 Antwort(en).
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Oxygen
begann die Diskussion am 27.03.05 (12:44) mit folgendem Beitrag:
Ob nun für Senioren die Einschreibung an Universitäten generell ermöglicht werden sollte, bleibt äußerst fragwürdig. Bei Rentnern mit Abitur ist eine solche Diskussion entbehrlich. Wissenshungrige, die über keine allgemeine Hochschulreife verfügen, können bzw. könnten doch schon seit langem die umfangreiche Infrastruktur an Universitäten nutzen. Die Bibliotheken stehen zu den regulären Öffnungszeiten jedem zur Verfügung. Zu meiner Zeit als Student habe ich oft erlebt, dass interessierte Rentner Vorlesungen als Gasthörer besuchen. Dagegen ist nichts einzuwenden. Für denjenigen Senior jedoch, der sich an einer deutschen Universität einschreiben möchte, sollten entsprechende Zugangsbedingungen gelten wie für die junge Generation. Viele Fakultäten wären überlastet, hätten sie keinen NC sowie gewisse Einstellungsverfahren eingeführt, um der Anzahl der Studierenden Grenzen zu setzen. Eine generelle Möglichkeit für Rentner zum Studieren würde diese Regelungen untergraben und wäre auch gleichzeitig der jungen Generation gegenüber unfair, die schliesslich noch dafür studiert, um ihre Zukunft durch eine akademische Ausbildung aufzubauen und zu sichern. Bei aller Sympathie für einen gewissen Kandidaten: auch ein langjähriger Ministerposten ersetzt nicht das Abitur und berechtigt noch lange nicht zum Studium. Würde der Fall Beispiel machen, könnte es so weit kommen, dass einigen Schulabbrechern und Ex-Taxifahrern aufgrund ihrer politischen Laufbahn der Zugang pauschal ermöglicht wird. Und wo ist dann die Grenze zu ziehen ? Berechtigt vielleicht sogar eine kurze Mitgliedschaft im Landtag bereits zum Studium ? War nicht neulich die Rede davon, dass wir in Deutschland international anerkannte Eliteuniversitäten etablieren müssen, um den Standort zu stärken? Wenn Universitäten bzw. Länder beginnen, sich gewissen Leuten zu erbarmen, dann sind wir diesbezüglich mit Sicherheit auf dem falschen Weg.
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jtrmpn
antwortete am 07.04.05 (11:07):
Ich denke dass das Abitur immer die Vorraussetzung zum Studium sein sollte. Gegen Rentner als Gasthörer habe ich nichts, aber ich denke es wird problematisch, wenn sich Rentner als ordentliche Studenten einschreiben. An der Uni, an der ich studiere, kämpfen die Studenten schon untereinander, um einen Platz in einem Seminar zu bekommen. Wenn junge Studenten sich jetzt auch noch gegen ältere (Rentner) durchsetzen müssen, dann könnte sich das Studium verlängern. Ich denke wenn es die Regelung gäbe, dass Rentner nur als Gasthörer zugelassen werden, dann hat auch keiner ein Problem damit. Ich denke auch, dass jüngeren Studenten dann aber der Vortritt in Seminaren gelassen werden sollte, da sie für ihre Zukunft studieren, und nicht wie Rentner, die aus reinem Interesse studieren.
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MariaStuart
antwortete am 16.05.05 (15:39):
Ich finde, die Rentner sollen Platz für die Jungen machen. Es gibt schon genug Geldnot an den Schulen und UNIS und die verbleibenden Mittel sollte man in die Zukunft investieren und nicht in die Vergangenheit!
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gymnase
antwortete am 25.05.05 (11:35):
Es gibt doch genug Möglichkeiten, einen regulären Studienzugang zu ermöglichen (z.B. Begabtenprüfung); darüber hinaus kann sich jeder auch bei den kommunalen Büchereien über die Fernleihe Spezialliteratur beschaffen und so seine Interessengebiete intensiv studieren.
In diesem Bereich gäbe es auch noch einiges für das Bildungsfernsehen, Tele- und Rundfunkkollegs und Ähnliches zu tun. Wo sind hier die entsprechenden Angebote, die ohne Mehraufwand leicht auch für Senioren zu nutzen wären? Die öffentlich-rechtlichen Anstalten hatten hier früher mehr zu bieten, wenn mein Eindruck richtig ist.
Das reguläre berufsorientierte Studium sollte für die Jahrgänge freigehalten werden, die die erworbenen Qualifikationen auch noch volkswirtschaftlich sinnvoll einsetzen können, damit sich die öffentlichen Investitionen bei extrem angespannter Finanzlage wenigstens im Normalfall noch rentieren können.
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sweety_angel
antwortete am 19.08.05 (22:46):
Also, zum Ersten ob er es darf, wird momentan diskutiert, wobei ich persönlich nciht einsehe warum er eine Ausnahme sein sollte. Zweitens, warum das denn? Dann könnten doch gleich alle Studieren, oder? Denn das Alter muss nichts mit Weisheit/Klugheit zu tun haben.
*von Gymnase kopier*: "Das reguläre berufsorientierte Studium sollte für die Jahrgänge freigehalten werden, die die erworbenen Qualifikationen auch noch volkswirtschaftlich sinnvoll einsetzen können, damit sich die öffentlichen Investitionen bei extrem angespannter Finanzlage wenigstens im Normalfall noch rentieren können." Genau das ist meine Meinung, denn ich meine was nützt es einem normalem Hauptschulabgänger mit 75 noch zu studieren? das sollte wirklich für die, die dafür qualifiziert sind vorbehalten sein. Liebe Grüße Sweety
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