Archivübersicht

THEMA:   LdL-Fortbildungen: Vor- und Nachüberlegungen, Feed-backs

 97 Antwort(en).

Jean-Pol Martin begann die Diskussion am 10.06.00 (05:47) mit folgendem Beitrag:

AUSTAUSCH ÜBER LDL-PRÄSENTATIONEN
Kommende Woche findet in der Comburg (Baden-Württemberg) ein von Erich Streitenberger organisierter dreitägiger Lehrgang über LdL statt. Was ist naheliegender als in unserem LdL-Forum ein Brett einzurichten, auf dem über Struktur und Verlauf von Fortbildungsveranstaltungen zum Thema LdL nachgedacht und kommuniziert wird?

(Internet-Tipp: http://www.ldl.de)


Jean-Pol Martin antwortete am 10.06.00 (11:20):

WAS ICH AM KOMMENDEN DIENSTAG IN DER COMBURG VORHABE:
In der Comburg halte ich das Eigangsreferat von 10.30 bis 12.00 Uhr. Hier scheint mir ein Einstieg sinnvoll, den ich neulich in einer ähnlichen Adressatengruppe verwendet habe: nach einer kurzen Beschreibung des Projektes aus "historischer" Sicht habe ich meinen jüngsten Kontaktbrief ausgeteilt. So konnten sich die Teilnehmer sofort einen Überblick über die im LdL-Kontaktnetz aktuell diskutierten Themen verschaffen. Nachdem die ersten Fragen zur Methode geklärt wurden, stellte ich mein anthropologisches Modell vor. Ein solches Vorgehen scheint mir eine gute Basis für die weiteren Aktivitäten zu liefern. Wenn jemand, der zufällig am Lehrgang in der Comburg teilnimmt, diesen Eintrag liest, kann er sich den jüngsten Kontaktbrief aus der LdL-Homepage holen ("www.ldl.de" und dort "Aktuell").

(Internet-Tipp: http://www.ldl.de)


Jean-Pol Martin antwortete am 10.06.00 (15:24):

ARBEIT IN DEN WORKSHOPS
Die Druckfassung des Programms hat mich etwas irritiert. Sie enthält einen Fehler. Der Lehrgang fängt am Mittwoch, den 14. Juni an, nicht am Dienstag. Wie dem auch sei: am Nachmittag leite ich ein Workshop. Dort werde ich in einem ersten Block (am Nachmittag) zeigen, wie ich LdL einführe, wenn ich eine neue Klasse bekomme. Zur Veranschaulichung werde ich auch Videofilme zeigen. In einem zweiten Block werde ich auf die Arbeit in der Mittel- und Oberstufe eingehen. Am Donnerstag Vormittag möchte ich die Teilnehmer bitten, kurze Videosequenzen zu erstellen, in denen die Aspekte veranschaulicht werden, die aus ihrer Sicht für den Einsatz von LdL besonders bedeutsam sind.

(Internet-Tipp: http://www.ldl.de)


Erich Streitenberger antwortete am 11.06.00 (14:19):

Lieber Jean-Pol Martin,
folgendes lässt sich vielleicht präzisierend zum Lehrgang auf der Comburg sagen:
1. In der Tat - die von der Comburg versandte Druckfassung des Programms enthält den von Ihnen erwähnten Fehler: Die Wochentage stimmen nicht, wohl aber die Daten des Lehrgangs. Der Lehrgang geht also von Mittwoch, 14. Juni, bis Freitag, 16. Juni. Hoffentlich führt dies nicht zu Irritationen unter Referent/innen und Teilnehmer/innen - Dienstag ist nämlich in Baden-Württemberg letzter Ferientag der Pfingstferien!
2. Ich habe für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Materialiensammlung zu LdL erstellt, die ich auf der Comburg austeilen werde. Dort habe ich den aktuellen Kontaktbrief Nr. 90 aufgenommen. Ich werde Ihnen das Inhaltsverzeichnis dieses Dossiers (MS Word 2000, 27 KB) zu Ihrer Information vorab als E-mail-Attachment zuschicken.
Ihr Vorgehen für das Eingangsreferat und den Workshop finde ich höchst interessant und spannend!
Vielleicht wird es zeitlich möglich sein, auf diesem Diskussionsbrett laufend vom Lehrgang in Form einer täglichen Zusammenfassung oder so zu berichten...
Herzliche Grüße und bis bald,
Ihr Erich Streitenberger

(Internet-Tipp: http://www.zum.de/schule/Faecher/LdL/BW/index.shtml)


Claudia Schöppl antwortete am 15.06.00 (12:53):

FEED-BACK ZUM WORKSHOP "DEUTSCH" IN DER COMBURG
Als Leiterin des Deutsch-Workshops in der LdL-Fortbildung in der Comburg (Baden-Württemberg) hatten wir aufgrund des Schülerbesuches wenig Zeit, den Workshop zu evaluieren. Ich würde mich freuen, wenn die Teilnehmer/innen mir auf diesem Weg weitere Rückmeldungen geben würden.


Erich Streitenberger antwortete am 15.06.00 (20:55):

Der LdL-Lehrgang auf der Comburg (Baden-Württemberg) steht kurz vor dem Ende, und es wäre sicher schön, wenn die Teilnehmer/innen sich hier zu ihren Eindrücken vom Lehrgang äußern könnten. Ich denke, dass davon auch andere LdL-Interessierte profitieren könnten.

(Internet-Tipp: http://www.zum.de/schule/Faecher/LdL/BW/index.shtml)


J. Kruck antwortete am 16.06.00 (11:40):

Zum Beitrag von Erich Streitenberger:
Der Ldl-Lehrgang auf der Comburg kann als voller Erfolg bezeichnet werden.
Der Gewinn für alle TeilnehmerInnen war enorm. Vor allem die Arbeit in den fachbezogenen Kleingruppen war äußerst intensiv und fruchtbar.


Elisabeth Engel antwortete am 16.06.00 (11:45):

Es war sehr angenehm, dass kein zeitlicher Stress zu bewältigen war.
Ich habe viel Aufgeschlossenheit erlebt und wünsche gutes Gelingen bei der Weiterentwicklung von LdL in Mathematik.


Renate Gegner antwortete am 16.06.00 (11:47):

Zum Beitrag von Herrn Kruck:
Vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Auch ich möchte mich für die anregenden Diskussionen und die gute Zusammenarbeit in unserer Kleingruppe bedanken.

(Internet-Tipp: http://www.ldl.de)


Gundel Turin antwortete am 16.06.00 (11:48):

Ich habe am Deutsch-Workshop teilgenommen. Die vielen praktischen Tipps von Frau Schöppl haben mich ermutigt, selbst im DU LdL auszuprobieren.Vielen Dank für die vielen Materialien. G. Turin


Doris Moderi antwortete am 16.06.00 (11:49):

Beitrag von Erich Streitenberger
Die Fortbildung auf der Comburg zum Thema LdL hat mir viele neue Ideen geliefert, wie man den Unterricht effektiver und interessanter gestalten kann.
Vor allem die Arbeit im Workshop von Jean- Pol Martin war sehr konkret und intensiv. Diese Fortbildung empfand ich bislang als meine gewinnbringendste.
Doris Moderi


Jean-Pol Martin antwortete am 17.06.00 (06:37):

Meist bündeln sich einzelne Eindrücke erst nachträglich zu einem Blumenstrauß (oder auch nicht). Die Tagung in der Comburg haben Sie, lieber Herr Streitenberger, zu einer Art Fortbildungs-Schlaraffenland gemacht: wünderschöne Ambiente in der Burg, ein überaus variationsreiches Programm, viele kleine Arbeitsgruppen mit jeweils einem Referenten und Ihre Schüler, die einen ganzen Tag eine fröhlich-jugendliche Stimmung einbrachten... Das wird als "Flash" in meiner Erinnerung bleiben!

(Internet-Tipp: http://www.ldl.de)


Jean-Pol Martin antwortete am 22.06.00 (05:39):

Mein nächster Auftritt ist am 29 Juni in Neuendettelsau am Gymnasium. Gibt es hier besondere wünsche?


Jean-Pol Martin antwortete am 30.06.00 (11:48):

Das war sehr schön in Neuendettelsau. Eingeladen wurde ich von der Vorsitzende des Elternbeirates, die mit Hilfe einiger Elternbeiratsmitglieder (weiblich) eine sehr angenehme Ambiente geschaffen hatte (mit Büffet, Brezn und Weißwein). Die Schülerinnen (und der Schüler) aus einer zehnten Klasse waren bei der Unterrichtsdemonstration sehr kooperativ und überzeugend. Auch die Lehrer, die zur Veranstaltung kamen, waren offen. Für mich insgesamt eine Art Erholung...
Über LdL erfuhr ich von einer Kollegin, die frisch aus dem Refendariat kam, dass die Methode allgemein bekannt ist und in Seminaren mit viel Lob bedacht wird. Allerdings führt das Ansehen der Methode nicht direkt dazu, dass sie ausführlich besprochen oder gar angewendet wird (ihre Fächer sind, das muss betont werden, weder Französisch noch Englisch).
Ein anderer Kollege, der aus Baden-Württemberg stammte, berichtete, dass dort von den Seminaren aus ganze LdL-Sequenzen von den Referendaren verlangt werden. Also: es tut sich was!

(Internet-Tipp: http://www.ldl.de)


Jean-Pol Martin antwortete am 02.07.00 (06:18):

Morgen Montag trete ich am Max-Plank-Gymnasium in München vor Referendaren auf. Ich werde eine Unterrichtsdemonstration in einer 8.Klasse Französisch anbieten. Gibt es hier besondere Wünsche?


Jean-Pol Martin antwortete am 05.07.00 (17:30):

Unsere (Elisabeth Engel, Rolf-Dieter Preller und ich) nächste LdL-Fortbildung wird in Bozen (4/5.09.2000) stattfinden. Gibt es dazu besondere Wünsche? Dann werde ich am 12.09.2000 in Saarbrücken (LPM) auftreten. Auch für diese Veranstaltung bin ich bereit, mich auf spezifische Fragen einzustellen. Gibt es welche?


Jean-Pol Martin antwortete am 06.09.00 (09:32):

Nun waren wir vorgestern und gestern in Südtirol (allerdings nicht in Bozen sondern in Brixen). Die Teilnehmer waren sehr kompetent, offen und freundlich. Wir waren durch die Vielfalt der Unwägbarkeiten (die Schulart, die Fächerverbindungen, die mitgebrachten Materialien, die Stärke der einzelnen Arbeitsgruppen, all diese entscheidenden Faktoren waren nicht wirklich voraussehbar) trotz sehr intensiver Vorbereitung durch Elisabeth und Rolf-Dieter etwas überfordert. Irgendwie ging das Ganze noch einigermaßen. Trotzdem: ab einer gewissen Unbestimmtheitsstufe sollten wir als LdL-Referenten vielleicht doch die Finger davon lassen. Dies, zumal auch unter ganz überschaubaren Bedingungen die Methode LdL in ihrer Komplexität schwer zu vermitteln ist. Schon die Beantwortung der Frage, inwiefern LdL sich vom heute üblichen offenen, schülerzentrierten und projektorientierten Unterricht unterscheidet, verlangt Zeit und Geschick. Also: nach wie vor wird es kompliziert sein, LdL mit all seinen Facetten (und Vorzügen) in einer Veranstaltung zu präsentieren.


Jean-Pol Martin antwortete am 10.09.00 (08:21):

Zu unserer Fortbildung in Brixen haben wir eine Evaluation bekommen. Erwartungsgemäß waren die Reaktionen durchwachsen. Eines aber fiel mir auf: die Teilnehmer bemängelten einige organisatorischen Unebenheiten, fanden aber die bearbeiteten Themen interessant und meinten, man solle das Seminar öfter im Jahr anbieten und nicht nur jeweils zwei Tage, sondern drei Tage. Daraus entnehme ich, dass die Teilnehmer spüren, es handele sich hier nicht um eine einfache Technik, sondern um eine ganze Pädagogik, mit anthropologischem Hintergrund und davon abgeleiteten Handlungsanweisungen. Genaugenommen müsste LdL Gegenstand eines Zusatzstudiums sein. Während eines Seminars kann höchstens das Interesse für LdL geweckt werden. Dann aber müsste das Studium der theoretischen Schriften und der Erfahrungsberichte einsetzen. Dann müssten auch Unterrichtsbesuche durchgeführt und Beratungen angeboten werden, usw.


Thomas Weissteiner antwortete am 11.09.00 (13:59):

Zur Fortbildung in Brixen (Südtirol): Die Veranstaltung war schwierig, da die Referenten aus einem anderen Schulsystem kamen als die TeilnehmerInnen.
Was ich von dr Veranstaltung mitnehmen konnte, weiß ich nicht so recht. Vielleicht einen neuen Ansatz der Erziehungsarbeit, vielleicht einige neue Ideen. Da wir von meiner Schulde immerhin zu viert teilgenommen haben, kann ich mich absprechen und mit den anderen zusammenarbeiten. Ich werde versuchen, Ldl zumindest in einer Unterrichtseinheit zunächst mit einer Klasse umzusetzen. Bin selbst gespannt, was dabei herauskommt. Der Knackpunkt bei Ldl ist meiner Ansicht nach die Überwindung der Schwierigkeiten des Wissenstransfers von den Schülern/Lehrern zu den anderen Schülern. Da liegen meine Befürchtungen.
Etwas anderes noch:Es hat mir Spaß gemacht, Jean Pol Martin zuzusehen, da ich die Begeisterung verspürt habe, mit der er sich einsetzt. Also, man ist als junger Lehrer nicht dazu verdammt, frustriert älter zu werden.


Jean-Pol Martin antwortete am 17.09.00 (07:45):

Folgender Beitrag ist zwar kein Feed-Back über eine *Fort*bildung, aber zumindest über eine *Aus*bildung. Er wurde von meiner ehemaligen LK-Schülerin Maria verfasst und Maria hat LdL immerhin zwei Jahre lang 5 Stunden in der Woche erlebt. Ihrem Urteil müsste also ein gewisses Gewicht beigemessen werden!

"Hallo an alle LdL-Interessierten und noch nicht ganz davon überzeugten. Zuerst möchte ich mich vorstellen. Ich eine ehemalige Schülerin von M. Martin, bin neunzehn Jahre alt, habe im Mai mein Abitur gemacht und war zwei Jahre im (LdL-)Leistungskurs Französisch bei M. Martin. Vor kurzem habe ich in einem großen Unternehmen eine Ausbildung begonnen, das sehr viel Wert auf Präsentationen, selbstständigem Erlernen von Wissen und Sachverhalten, Teamarbeit und auch das Fördern des Individuums und seiner individuellen Fähigkeiten legt. In den ersten 6 Tagen wurden alle Berufseinsteiger in einem Bildungszentrum über verschiedene Präsentationstechniken und die Wichtigkeit von eigenständigem Aneignen von neuen Informationen im Team aufgeklärt. Was für die anderen völliges Neuland war, war für mich selbstverständlich, teilweise sogar überholt. Es wurden zwar von Ausbildern, die extra für diese Aufgabe lange "geschult" wurden, ähnliche Techniken wie in M. Martins Unterricht angewandt, doch leider wurde dies auch noch relativ frontal vermittelt. So scheue ich mich nicht, zu behaupten, dass ich z.B. bei Rollenspielen, Präsentationen "brillierte", über ALLE anderen, die ein weitaus besseres Abitur als ich absolvierten, und dass sich das Team, in dem ich mitarbeitete, unter meiner Anleitung, am abwechslungsreichsten und interessantesten präsentierte, und zwar so, dass die Ausbilder und anderen Anwesenden von dem zu vermittelnden Stoff viel mehr behielten als von dem der anderen Teams. Natürlich ist das den Ausbildern auch aufgefallen, worauf man mich auch angesprochen hat und natürlich habe ich schon eine ganze Menge Pluspunkte gesammelt und bewiesen, dass ich das kann, worauf die Firma und auch deren Kunden Wert legen. Ich will mich auf keinen Fall rühmen, ich möchte nur sagen (was ich bis vor kurzem selbst nicht glaubte) dass LdL nicht nur im Unterricht hilft, den Schülern den Stoff beizubringen, sondern dass die erlernten Techniken im Berufsleben gefragt sind, allerdings ist in der Wirtschaft erst die Phase erreicht in der man erkannt hat, dass solche Techniken notwendig sind und man versucht nun, dies den Leuten beizubringen, allerdings immer noch zu frontal. Ich habe durch LdL gelernt, Präsentationen abwechslungsreich und zugleich äußerst lehrreich zu gestalten. Ich kann mich in ein Team einfügen, erkennen welche Fähigkeiten (Ressourcen) jeder besitzt, und unbemerkbar für die anderen, die Leitung über das Team übernehmen, ohne den Chef zu spielen und diese Ressourcen aus ihnen herauslocken. Und damit konnte ich bereits in den ersten Tagen meiner Ausbildung gewaltig beeindrucken. Und erst jetzt erkenne ich, was ich in den zwei Jahren bei M. Martin gelernt habe und was ich kann. VIELEN DANK M. Martin. Ich weiß zwar nicht ob mich das im späteren Berufsleben auch noch weiterbringt, aber die Ausbildung werde ich sicherlich, bezogen auf die Lerntechniken, Fähigkeit zur Teamarbeit etc. sehr gut meistern. Was die anderen in zahlreichen Lehrgängen und Seminaren erst noch erlernen müssen ist für mich altbekannt. Als letztes möchte ich noch sagen, dass die Ausbildung in dieser Firma zu einer der besten und fortschrittlichsten Deutschlands gezählt wird, was die Prüfungsergebnisse bestätigen, aber ein echter ehemaliger LdL-Schüler empfindet die ganze Methodik als nichts besonderes und weiß, dass er das nach 3 Monaten LdL problemlos gemeistert hätte."


Erich Streitenberger antwortete am 22.09.00 (23:43):

Die beiden außerordentlich erfolgreichen LdL-Tagungen für LehrerInnen an allgemein bildenden Gymnasien auf der Comburg (Baden-Württemberg) im November 1999 und im Juni 2000 finden nun ihre Fortsetzung auf regionaler Ebene: Am Mittwoch, dem 29.11.2000, findet von 14.00 Uhr bis 17.30 Uhr im Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium Metzingen ein "LdL-Tag" statt, bei dem u.a. die TeilnehmerInnen der Comburg-Tagungen ihre "Hausaufgaben" - LdL-Materialien aus dem eigenen Unterricht - präsentieren sollen. Dieser "LdL-Tag" wird zugleich eine interne Fortbildung für das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium sein, um die KollegInnen, die bisher noch nichts mit LdL zu tun hatten, hierfür zu begeistern. Das Unternehmen wird zwar eine geschlossene Veranstaltung für die Comburg-Teilnehmer aus dem Oberschulamtsbereich Tübingen sein (es werden persönliche Einladungen ergehen) - externe Anmeldungen sind leider nicht möglich -, aber wir werden einen Bericht von der Tagung ins Internet stellen, so dass Sie sich informieren können. Außerdem denke ich, dass es sicher wieder ein Feedback der TeilnehmerInnen in diesem Forum geben wird.

Um sich das Programm der Tagung anzusehen, klicken Sie einfach auf den unten angegebenen Link.

Von der Begeisterung der Schüler kann man sich nur anstecken lassen: Meine Schülerin Nicola Schäfer (9d), die mit einer SchülerInnengruppe auf beiden Comburg-Tagungen aktiv war, mittlerweile Expertin in LdL ist und ihre Erfahrungen den KollegInnen gerne zur Verfügung stellt - sie hat ja ein eigenes Diskussionsbrett zu diesem Zweck -, wird mit ihrer Französischlehrerin zusammen die Federführung bei der Unterrichtsdemonstration übernehmen und den Französisch-Workshop leiten.

Auch wenn es organisatorisch immer wieder eine Herausforderung ist: Ich freue mich auf diesen Tag und kann nur alle ermutigen, an ihrer Schule mal einen "LdL-Tag" zu machen!

(Internet-Tipp: http://www.zum.de/schule/Faecher/LdL/BW/kalender/ldltag.html)


Erich Streitenberger antwortete am 22.09.00 (23:47):

Gibt es irgendwelche Kommentare, Verbesserungsvorschläge und Hilfen für unseren "LdL-Tag" am 29.11. am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium Metzingen? Ich würde mich sehr über Anregungen freuen!

(Internet-Tipp: http://www.dbg.rt.bw.schule.de/lehrer/streiten/latein/latmat/material.html)


Jean-Pol Martin antwortete am 28.10.00 (05:35):

Das LdL-Prinzip, bei dem Schüler Lerninhalte ihren Mitschülern vermitteln, ist nun allgemein akzeptiert. Es geht nicht mehr um das "ob", sondern um das "wie". Dadurch verändert sich die Zielsetzung des LdL-Projektes. Erich Streitenberger, unser äußerst engagierter Kollege aus Baden-Württemberg, liefert hier eine sehr überzeugende Analyse und zeigt mögliche Wege für die Zukunft unseres Projektes:

"Lieber Herr Martin,
haben Sie herzlichen Dank für Ihre Mail und den Forward Ihrer Mail an die Kerngruppenmitglieder. Auch wenn es mir angesichts meiner geringen Dienstzeit und damit Beschäftigung mit LdL und meiner - im Vergleich zu den erfahrenen Kerngruppen-Mitgliedern - geringen Erfahrung mit LdL gar nicht zusteht:
Erlauben Sie mir zunächst einen kurzen Kommentar zu Ihrer Mail an die Kerngruppe aus meiner baden-württembergischen Sicht:

Ich habe in der vergangenen Woche als Teilnehmer an einer Fortbildungsveranstaltung des Tübinger Oberschulamts mit dem Titel "Ideenbörse für den Französischunterricht" teilgenommen. In einem der drei Ateliers ging es an diesem Nachmittag um die Übernahme von Präsentationen durch Schüler im Französischunterricht (auf der Grundlage einer Staatsexamensarbeit einer Referendarin): Was hier vorgestellt wurde, war ein handlungs- und kommunikationsorientierter Unterricht mit LdL-Elementen (wenn Sie möchten, kann ich Ihnen das Handout aus dem Atelier zur Information kurz faxen), was mir die Seminarlehrerin, mit der ich mich unterhalten habe, bestätigte. Dies deckt sich mit Ihrer Beobachtung, wenn Sie schreiben: "…dass die Bildungsoffensive in Bayern das LdL-Prinzip (ohne diesen Namen zu nennen)auf ihre Fahne geschrieben hat. (…) Das bedeutet, dass wir nicht mehr kämpfen müssen, um die Idee bekannt zu machen …". Diese Beobachtung gilt mutatis mutandis auch für Baden-Württemberg und vermutlich in gleicher Weise für andere Bundesländer, und hier liegt m.E. auch das Kernproblem, wenn Sie es so nennen wollen, bzw. der Schlüssel zur Lösung der Krise: Solange LdL angesichts einer weithin konservativen Unterrichtspraxis mit einer gewissen Arroganz Innovationen propagieren konnte und sich dadurch (auch relativ polemisch) gegenüber der allgemeinen Praxis abgrenzen konnte, war die Trennschärfe klar erkennbar und der Kampf gegen das "alte System" schwierig und aufwendig. Da aber mittlerweile immer mehr junge KollegInnen ins Lehramt kommen, die in den Seminaren ganz dezidiert auf handlungsorientierten und kommunikativen Unterricht hin trainiert werden(und dies wird in dem Maße wie die "alten" Seminarlehrer durch junge, dynamische Kollegen ersetzt werden, noch zunehmen) und dabei Unterrichtsprinzipien vorgestellt bekommen, die teilweise LdL-Prinzipien übernehmen,ohne die LdL-Theorie als solche zu benennen, muss in der Tat der Standort des LdL-Projekts in der gegenwärtigen didaktischen Diskussion überprüft und ggf. neu definiert werden.

Hinzu kommt, dass bei einer Vielzahl von Fortbildungen der Oberschulämter aktuelle Unterrichtsmethoden thematisiert werden - hier Baden-Württemberg besonders im Hinblick auf die neuen Lehrpläne, bei denen Methodenkompetenz in Zukunft eine dominante Rolle spielen wird -, so dass die Gefahr besteht, dass die nicht institutionell gebundenen Initiativen von Mitgliedern des LdL-Projekts auf der Strecke bleiben. LdL wird vermutlich zunehmend nicht mehr so sehr als *die* Unterrichtsform der Zukunft, sondern als *eine mögliche* Unterrichtsform der Zukunft angesehen - anders kann ich mir nicht erklären, dass zwar die Ideenbörse des Oberschulamts Tübingen, von der ich eingangs sprach, einen gigantischen Zulauf hatte, andererseits aber das für den 29.11.2000 geplante (und ebenfalls vom Oberschulamt getragene)Folgetreffen der beiden Akademietagungen auf der Comburg nun wegen mangelnder Zahl der Anmeldungen (lediglich 6 Anmeldungen)abgesagt werden muss. Wenn es dennoch im institutionellen Rahmen z. B. von Oberschulamts-Fortbildungen oder Akademietagungen weiterhin LdL-Veranstaltungen gibt, dann vermutlich immer im größeren Kontext unterrichtsmethodischer Umgestaltung *neben* verschiedenen anderen Konzepten. Insofern kann das Auftreten von LdL im Jahre 2000/2001 nicht mehr dasselbe sein wie im Jahre 1985, weil sich das gesamte Umfeld geändert hat. Daher muss - da haben Sie Recht - alles von der Theorie bis zum LdL-Training zur Disposition gestellt werden, um LdL fit für die nächsten Jahre zu machen: Vor allem das Kontaktbrief-System ist angesichts des Internet nicht mehr zeitgemäß, da es - bei Lieferungen alle zwei Monate - viel zu schwerfällig ist.

Obwohl die Energie des LdL-Projekts in den letzten Jahrzehnten beeindruckend war und Ihre Auffassung zu bestätigen schien, dass wirkliche Innovation nur außerhalb einer institutionellen Bindung möglich sei, bin ich dennoch der Meinung, dass ein wirkliches Überleben des Projekts nur mit und nicht gegen die Institutionen möglich ist - auch wenn dies bedeutet, dass LdL neben anderen Modellen bei Fortbildungen vorgestellt wird und seinen singulären Status, den es immer vertreten hat, verliert. Nach den Stimmen von jungen Kollegen zu urteilen, ist nämlich das Interesse an LdL gewaltig, aber im Sinne eines Angebots im Supermarkt der methodischen Möglichkeiten, bei dem der einzelne sich das Passende heraussuchen kann, ohne sich in ein Gesamtkonzept zwängen lassen zu müssen. Für den unterrichtlichen Einsatz ist zudem der hinter dem Projekt stehende anthropologische Ansatz weniger relevant und sollte beim Unterrichtstraining nicht im Vordergrund stehen - das wäre zu theorielastig. *Ein* anthropologischer Ansatz ist im Zeitalter eines theoretischen Pluralismus auch gar nicht interessant für die jungen Kollegen. Etwas salopp formuliert: Kein Mensch will sich doch mehr auf irgend etwas, schon gar nicht auf ein einziges Konzept, festlegen, sondern so flexibel wie möglich sein. So attraktiv also die von Ihnen vorgeschlagenen, gegen Honorar (in Zeiten knapper Kassen schwierig)operierenden Expertenteams auch sind, so schwierig ist deren Einsatz in Konkurrenz zur ständig zunehmenden Zahl von "offiziellen" Fortbildungsveranstaltungen.

Summa: Das LdL-Projekt hat im Rahmen der allgemeinen Bildungsoffensive m.E. nur bei Integration in einen institutionellen Rahmen und gleichzeitiger Konzentration auf wesentliche Elemente eine reelle Überlebenschance. Die Zeiten, in denen *eine* Theorie für lange Zeit das Denken beherrschte, sind, glaube ich, endgültig vorbei - mag man das nun beklagen oder nicht.


Erich Streitenberger antwortete am 28.10.00 (23:43):

Ein Praxisvorschlag zu meinen von Jean-Pol Martin zitierten Ausführungen: Zur schulinternen Verbreitung von LdL wäre es z. B. denkbar, dass Kollegen und Kolleginnen, die an LdL interessiert sind, einfach in Klassen, in denen bereits nach LdL unterrichtet wird, hospitieren und sich dort Handlungsanleitungen für den eigenen Unterricht holen. Auf diese Weise ließe sich der Verbreitungsgrad von LdL innerhalb einer Schule ohne den Aufwand einer organisations- und (bei Einladung externer Referenten) auch kostenintensiven zentralen Fortbildungsmaßnahme beträchtlich erhöhen. Entsprechende Versuche werden an meiner Schule gerade unternommen, was allerdings die Bereitschaft der entsprechenden FachlehrerInnen, Hospitationen zuzulassen, und die stundenplantechnischen Gegebenheiten (Freistunden etc.) voraussetzt. Auf diese Weise lässt sich eine interne Multiplikation des LdL-Prinzips kostengünstig und unkompliziert erreichen. An dieser Stelle sind auch die SchülerInnen als ExpertInnen gefragt, die nämlich als interne MultiplikatorInnen tätig sein und ihre LehrerInnen auf diese Möglichkeit hinweisen können. Schließlich sind sie ja die Hauptakteure auf unserer Bühne...

(Internet-Tipp: http://www.dbg.rt.bw.schule.de)


Jean-Pol Martin antwortete am 29.10.00 (07:09):

Genau!


Nicola antwortete am 06.11.00 (16:29):

Hallo an alle!!!

Ich suche dringend Filme über Ldl im Mathematik-und/oder Deutschunterricht!
Gibt es jemanden, der mir weiterhelfen kann???

Nicola


Erich Streitenberger antwortete am 14.11.00 (19:11):

Erlauben Sie mir einen Hinweis auf eine Einführungsveranstaltung zum Thema "Lernen durch Lehren" am Mittwoch, dem 13.12.2000, im Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium Metzingen. Ein ausführliches Programm sowie ein Online-Anmeldeformular finden Sie unter der unten stehenden Internet-Adresse.

(Internet-Tipp: http://www.dbg.rt.bw.schule.de/lehrer/streiten/vortrag/ldl/ldleinf.html)


Jean-Pol Martin antwortete am 16.11.00 (06:02):

Ein schönes Feed-Back von Walter Schmalzl:
"Hallo Herr Martin,
Walter Schmalzl meldet sich mal wieder. Wir arbeiten gerade wieder mit LdL im Informatikunterricht. Die Schüler stellen mit PowerPoint oder dem Mediator 5.0 Seiten in denen sie das duale Zahlensystem umfassend darstellen. Es macht richtig Spaß und die Ergebnisse scheinen sehr gut zu werden. LdL ist bei mir und auch anderen Kollegen an unserer Schule zum Unterrichtsprinzip geworden. Deshalb bin ich auch der Meinung, dass LdL inzwischen institutionalisiert ist und einen hohen Bekanntheitsgrad erreicht hat. (...) Ich werde weiterhin mit LdL arbeiten und mal beobachten was denn so in den Foren los ist (z.B. beim ZUM.de).
Mit vielen Grüßen von mir und meinen Schülern. Walter Schmalzl"


Jean-Pol Martin antwortete am 15.12.00 (17:36):

Am letzten Mittwoch fand in Metzingen eine von Erich Streitenberger und seiner Schülerin Nicola ganz toll organisierte Tagung statt. Zugegen waren zahlreiche Seminarlehrer und hohe Verantwortliche für das Baden-Württembergische Schulwesen, insbesondere auch Frau Dr.Ruep, die ein Referat hielt. Es scheint also, dass LdL besonders in Baden-Württemberg offizielle Unterstützung erfährt! Herzlichen Dank an die Verantwortlichen! Auf jeden Fall hat es sich auch für mich gelohnt, dahin zu fahren! Natürlich hat mir auch sehr viel Freude bereitet, mit den Besuchern meiner AG zum Französischunterricht in der Oberstufe zu arbeiten!


Erich Streitenberger antwortete am 15.12.00 (21:36):

Zum LdL-Tag in Metzingen am 13.12.: Leider komme ich vermutlich erst in den Weihnachtsferien dazu, einen Bericht von der Tagung ins Internet zu stellen. Um aber wenigstens ein paar Impressionen von der Tagung vermitteln zu können, stelle ich eine Mini-Bildergalerie (7 Fotos) ins Internet, die ab Samstag früh angeklickt werden kann. Die Adresse gebe ich an, sobald die Galerie zugänglich ist.


Erich Streitenberger antwortete am 16.12.00 (11:24):

Wenn Sie mögen, können Sie sich die kleine Bildergalerie zum LdL-Tag in Metzingen jetzt im Internet ansehen (s. Adresse unten im Internet-Tipp).

(Internet-Tipp: http://www.zum.de/Faecher/LdL/BW/ldltag/galerie.htm)


Erich Streitenberger antwortete am 18.12.00 (18:22):

Ich habe heute einen Bericht vom LdL-Tag am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium Metzingen für unsere Lokalzeitungen geschrieben. Ich bin gerne bereit, die eingereichte Fassung des Berichts (mögliche Formate: RTF, MS Word, Lotus Word Pro) - allerdings ohne die Fotos, die ja in der Bildergalerie im LdL-Bereich bei der ZUM stehen - auf Anforderung als Anhang an eine Mail an InteressentInnen zu verschicken. Wenn Sie an dem Bericht interessiert sind, schicken Sie mir bitte eine Mail: Ich werde Ihnen den Bericht dann umgehend zusenden.

(Internet-Tipp: http://www.dbg.rt.bw.schule.de)


Erich Streitenberger antwortete am 20.12.00 (21:14):

Sie finden einen Artikel über den Metzinger LdL-Tag in der Online-Ausgabe der SÜDWEST PRESSE vom 20.12.2000 unter folgender Adresse:

(Internet-Tipp: http://www.suedwest-presse.de/dc/html/news/news-metzingen_me/20001220me2_loka0058.htm)


Jean-Pol Martin antwortete am 10.03.01 (08:52):

In jüngster Zeit sind zahlreiche Veranstaltungen im LdL-Bereich durchgeführt worden. Ich selbst habe eine pädagogischen Tag in Straubing, in einer sehr fruchtbaren Stimmung gestaltet. Wenn der Chef einer Schule offensichtlich hinter dem Angebot steht und wirklich den Ansatz interessant findet, ist es immer eine andere Stimmung als wenn es sich um eine Pflichtübung handelt. Das habe ich vor einiger Zeit in Unterhaching bei Herrn Durner erlebt und neulich in Straubing. Ansonsten war ich in Erlangen, in Dillingen und gestern in Eupen (Belgien). Falls jemand diese Zeilen liest und als Teilnehmer bei einer meiner Veranstaltungen anwesend war, würde es mich natürlich freuen, wenn er hier ein Feedback liefern würde.

Nun aber zu den anderen, größeren LdL-Auftritten:
- Regionaltreffen im Allgäu. Als Bericht gebe ich einfach einen Brief weiter, den Roland Graef an die Organisatorin, Frau Heidrich, geschrieben hat:
"Liebe Frau Heidrich,
herzlichen Dank für Ihren Einsatz und die hervorragnde Organisation des Regionaltreffens. Das war mit seinen ca. 60 Besuchern im Plenum und den gut besuchten Workshops wirklich ein großer Erfolg - vor allem wenn man die Teilnehmerzahlen der letzten Jahre vor Augen hat... Ich denke, auf Realschul-Ebene ist noch großer Bedarf und auch große Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit LdL. (...) Alfons Baumberger sagte, dass ihm diese jährliche Treffen immer wieder Anregungen und Auftrieb in Sachen LdL geben. Danach probiert man immer wieder mal was Neues. Ein wichtiger Schritt nach vorne war auch die Teilnahme von Schülern aus zwei Schulen mit unterschiedlichen Erfahrungen und Beiträgen zu LdL in verschiedenen Fächern. Meine Schülerinnen waren sehr begeistert und fragten sofort: "Wann dürfen wir wieder mitfahren?"
- Auch aus Gießen kommen sehr gute Nachrichten. Hans Brügmann trat dort mit seinen Schülern vor großem Publikum auf. Vielleicht könntest du, lieber Hans, hier einen Kurzbericht abliefern...Danke im Voraus!


Jean-Pol Martin antwortete am 05.05.01 (15:00):

Unsere Tagung ist nun fortgeschritten und der Zeitpunkt ist gekommen, einige Gedanken oder Fragen zu formulieren. Liebe Teilnehmer Sie sind nun dran!!


Heidrun Stegmaier antwortete am 05.05.01 (15:12):

Ich finde die Fortbildung sehr interessant und vor allem macht sie Spaß,auch wenn ich keine E-Mail Adresse habe und sonst nicht allzuviel Ahnung vom Internet. Das wird sich ändern.


Margret Ruep antwortete am 05.05.01 (15:12):

Alle Veranstaltungen zu LdL, die ich seit Ende der 80-er Jahre besucht habe, haben mich in meinem eigenen Lernen bestärkt und immer weiter vorangebracht - sowohl dann, wenn ich selbst Teilnehmerin war als auch, wenn ich Veranstaltungen selbst geleitet habe. Für mich ist das LdL zugrunde liegende Prinzip die Grundlage jeglichen Führungshandelns innerhalb der Schulverwaltung geworden. LdL ist zu unterscheiden von einer gewöhnlichen Methode, weil dieser Ansatz ein Menschenbild und eine Lehrhaltung impliziert, die ein neues Paradigma des sozialen Miteinanders begründen und die deshalb eine andere Art des Managements erfordern. Es ist nicht machbar im "alten" System.


Jean-Pol Martin antwortete am 06.05.01 (06:46):

Liebe Margret,
um diesen Gedanken zu verbreiten, verfügen wir nun über das Internet. Vielleicht kannst du die Leute, mit denen du zu tun hast, darauf hinweisen, dass sie über ihre Erfahrungen überall - beispielsweise auf unserem Forum - berichten können. Dadurch werden
a) die Ideen verbreitet,
b) die Leute selbst mit dem letzlich sehr einfach zu handhabenden Medium vertraut.
Viele liebe Grüße


Jean-Pol Martin antwortete am 15.06.01 (14:53):

Die Veranstaltung in Hagen ist für mich besonders spannend! Motto: "Eulen nach Athen". Mal sehen, was die Kollegen sagen.


Regina Schulte antwortete am 15.06.01 (14:57):

Mir hat die Fortbildung Spass gemacht, ich fand sie interessant und informativ, sehe aber Schwierigkeiten in der praktischen Umsetzung.


Tobias Goebel antwortete am 15.06.01 (14:57):

Tja, leider kommen jetzt die Ferien und da können wir Lernen durch Lehren gar nicht ausprobieren. Ich hoffe, dass die Begeisterung über die Ferien anhält, ich habe jetzt schon viele Ideen, nicht für den Fremdsprachenuntericht, aber für den Philosophie- und Deutschunterricht.


Roland Krapp antwortete am 15.06.01 (14:58):

Wenn man vom Lernen durch Lehren spricht, so heißt das für uns in der Gesamtschule Haspe: Eulen nach Haspe tragen.


Elke Hermes antwortete am 15.06.01 (14:59):

Liebe Regina, ich finde deine Antwort bzgl. der Schwierigkeiten zu allgemein. Könntest du mal etwas konkreter werden?


Andreas Gehrmann antwortete am 15.06.01 (15:00):

Neben der Theorie nun auch den dazugehörigen Menschen kennen zu lernen ist ebenso erfrischend wie empfehlenswert.


Cornelia Hövel antwortete am 15.06.01 (15:02):

Habe wieder neuen Mut für interessanten Französischunterricht gefasst nach diesem anstrengenden Schuljahr und bin wild entschlossen im nächsten Schuljahr nach diesem Konzept in einem Kurs zu unterrichten! Vielleicht sehe ich dann mal wieder 'glücklichere Gesichter' beim Erlernen dieser schwierigen Sprache!


Waltraut Miebs und Monika Schroiff, Ge Hagen-Haspe, 15.06.2001 antwortete am 15.06.01 (15:02):

Die "Schülerdemonstration" zu LDL hat uns viele Fragen zu dieser Methode visuell beantwortet. Wir nehmen uns als LehrerInnen zurück, weil wir unseren SchülerInnen ab sofort mehr zutrauen und wir hoffen, dass sich unsere SchülerInnen 25% des Engagements von M. Martin zu eigen machen.


Beatrix Toups antwortete am 15.06.01 (15:03):

lieber Roland, dürfen es auch Elstern oder ein Fink sein?
Gruß Beatrix


Glynis Gross antwortete am 15.06.01 (15:05):

Als Referendarin ist LdL natürlich im Zuge der Ausbildung, vor allem zu handlungsorientiertem Unterricht, eine sehr interessante und spannende Möglichkeit.


W.M. + M.S. antworteten am 15.06.2001 antwortete am 15.06.01 (15:06):

Unseren Fink lassen wir nicht nach Athen!!!


Tobias Goebel antwortete am 15.06.01 (15:08):

Lernen durch Lehren als Prinzip gilt übrigens nicht nur für Schüler, sondern auch für meine eigene Lernbiographie: Erst als ich angefangen habe zu lehren, habe ich -zugespitzt gesagt- wirklich gelernt oder tiefer gelernt oder dauerhafter gelernt ... man sollte also das Studium von Anfang an mit Lehren verbinden, nicht nur in Praktika, sondern kontinuierlich.


Jean-Pol Martin - The day after antwortete am 16.06.01 (09:10):

Die Kollegen in Haspe sind sehr offen und aussergewöhlich kompetent! Da kann man viel lernen (Lehrerteams, Selbstevaluation, Selbstorganisation der Schüler, Methodenkompetenz usw.). Ich bin stolz, dass ich dort mit LdL bestehen konnte. LdL fügt sich in der Tat in diese Landschaft sehr schön ein. Aber ich möchte jeden potenziellen Referenten warnen: wer in Hagen/Haspe auftritt, muss fachlich sehr sehr fitt sein! Sonst wird er sich ein bisschen mickrig vorkommen! :-))


Cornelia Hövel antwortete am 04.07.01 (22:51):

Danke für das Lob an unsere Schule! Sicherlich kann ich als "normale" Lehrerin dieser Schule nicht stellvertretend sprechen: aber ich freue mich für und mit meinen Kollegen über diese anerkennenden Worte!
Allerdings ist das Fremdsprachenlernen und -lehren an unserer Schule nicht ganz so einfach! Verweise dazu auf meinen Beitrag "Französisch, nein danke?"


Jean-Pol Martin antwortete am 05.07.01 (13:59):

Ich glaube, Französisch bewegt sich wie viele anderen Fächer auch (z.B. Latein) in eine Richtung, bei der man sich viel einfallen lassen muss, damit Kurse zustande kommen. Aber gerade die Fremdsprachen bieten Motivations-Möglichkeiten (Kontakte mit Gleichaltrigen per Internet, Austausch und sonstige Reisen) von denen andere Fächer (z.B. Mathe) nur träumen können. Allerdings müssen sich Französischlehrer von einer allzustarken philologischen Ausrichtung lösen und sich stärker in Richtung Kommunikation und Landeskunde hinbewegen. Da bietet sich die Methode LdL gut an.


Jean-Pol Martin antwortete am 08.07.01 (06:33):

Die beiden letzten Tage war ich auf einem Seminar des Arbeitskreises Gymnasium-Wirtschaft am Ammersee (als Teilnehmer). Das, was ich in Hagen erlebt hatte, hat sich hier bestätigt: die Programme zur Schulentwicklung haben an sehr vielen Schulen unglaubliche Kreativitätspotenziale freigesetzt. Das Staunen und die Bewunderung, die ich jahrelang meinen Schülern entgegengebracht hatte, wenn ich sie freiließ und sehen konnte, was sie alles wissen und leisten, wiederholt sich jetzt gegenüber meinen Kollegen. Wenn ich höre, was sich an Initiativen entwickelt, werde ich neidisch (und traurig, dass ich an der Uni bin, wo nach wie vor gar nichts "läuft"). Ich denke hier biespielsweise an die Beschreibungen von Edith Degenhardt an meiner ehemaligen Schule in Höchstadt/Aisch, die in der Schulleitung zuständig für Schulentwicklung ist. Wahnsinn!
In diesem Kontext bin ich natürlich sehr froh, dass ich nach wie vor mit LdL über ein sehr gutes "Produkt" verfüge. Sonst wäre durchaus die Gefahr gegeben, dass man mich an den Schulen auslacht, wenn ich eine Fortbildung anbiete. Aber LdL ist aus meiner Sicht (und nicht nur aus meiner) DIE Methode, die in diese Landschaft exakt passt! Gegenüber allen anderen Ansätzen (Freiarbeit, Lernzirkel) stellt LdL einen deutlichen qualitativen Sprung dar. Nur muss man das auch offensiv vertreten! LdL darf nicht mehr zaghaft und vorsichtig als ein Ansatz unter anderen, den man ab und zu einsetzen kann, präsentiert werden! LdL ist die Methode, die sich in den jetztigen Kontext passgenau einfügt.


Jean-Pol Martin antwortete am 30.09.01 (11:52):

Jean-Pol Martin

*Der Pädagogische Tag des Gymnasiums Mengen (Baden-Württemberg): ein idealtypischer Verlauf.*

Gerade komme ich von der zweitägigen Pädagogischen Konferenz des Gymnasiums Mengen in Baden-Württemberg. Da aus meiner Sicht diese Tagung von Beginn an bis zur letzten Minute außergewöhnlich erfolgreich war, möchte ich auf die einzelnen Faktoren eingehen, die einen solchen Erfolg bedingen. Damit meine Beschreibung durch Kontrastierung anschaulicher wird, möchte ich vorweg einige Bedingungen schildern, die Auftritt von Referenten deutlich erschweren.
Grundsätzlich muss man davon ausgehen, dass die Kollegen nicht einhellig begeistert sind, einem Pädaogogischen Tag beizuwohnen. Diese Maßnahme wurde ja vom Ministerium angeordnet und die Lehrer sitzen im Prinzip nicht freiwillig im Versammlungsraum. Davon muss man als Referent also grundsätzlich ausgehen. Es gibt aber Faktoren, die die Sache noch erschweren.

1. Was Referenten-Auftritte erschwert:
a) Die Terminierung:
- Die Pädagogische Konferenz wird noch vor Schulanfang angesetzt. Die Kollegen kommen gerade von den Ferien und haben alles andere im Sinne als sich mit LdL zu befassen (Ferienerlebnisse, neuer Studenplan, noch nicht im Geiste "voll da"...). Als Referent stören Sie nur...
- Die Pädagogische Konferenz wird am Ende des Schuljahres angesetzt: die Kollegen sind schon in Aufbruchstimmung, die Temperatur ist heiß, die Abiturfeier, Gartenfeste usw. lenken extrem ab. Als Referent stören Sie nur.
- Ihr Vortrag wird vor der Lehrerkonferenz angesetzt (von 14 bis 16Uhr). Im Anschluss ist Lehrerkonferenz von 16 bis 18Uhr. Als Referent verlängern Sie also die ganze Chose und stören sehr.
b) Die Vorabsprachen und die Organisation vor Ort:
- Die Schule muss den Pädagogischen Tag abhalten und jemand hat Sie empfohlen (erschwerend: Sie wurden vom Elternbeirat aufgedrückt). Sie werden kontaktiert und hören bis kurz vor Ihrem Auftritt nichts mehr. Man erwartet, dass Sie das Kollegium drei Stunden unterhalten. Im Vorfeld haben Sie also nur sehr unzureichende Informationen bekommen.
- Vor Ort fühlt sich niemand für Sie zuständig. Sie müssen sich selbst um den Videorecorder, um Stellwände usw. kümmern. Bei Beginn der Veranstaltung müssen Sie sich selbst vorstellen (wer Sie sind weiß keiner genau).

Natürlich trifft all dies nur selten zusammen. Aber mangelnde Vorbereitung auf Seiten der Einladenden führt zu einer Vermehrung der Pannen (insbesondere die Handhabung des Videorecorders bereitet Schwierigkeiten). Die Stimmung ist insgesamt gereitzt. Ihren eigenen Ärger dürfen Sie nicht zeigen, sondern durch besonderen Einfallsreichtum alles zum Gute wenden. Wenn es nicht gelingt, werden die Einladenden die "Schuld" auf Sie laden und gar nicht denken, dass die Bedingungen, die Sie vorgefunden haben, von Ihnen Kunststücke verlangten.
Wohlgemerkt: es handelt sich hier natürlich nicht um Böswilligkeit. Die Leute sind wirklich nett, und wenn Ihre Darbietung ihnen gefällt, bekommen Sie Applaus und Freundlichkeit en Masse. Aber an diesen Schulen fehlt die Erfahrung. Wenn das Abhalten von Pädagogischen Konferenzen eingebürgert ist, werden sich Routinen etabliert haben.

Und nun zum idealtypischen Verlauf:

2. Der Pädagogische Tag des Gymnasiums Mengen:

a) Vorlauf:
Vor 8 Monaten kontaktierte mich Ulrich Munz, ein junger Kollegen mit der Fächerkombination F/D, der am Gymnasium Mengen unterrichtet. Er hatte gerade vorgeschlagen, LdL zum Thema der Pädagogischen Konferenz zu machen und seine Kollegen waren einverstanden. Die Organisation des Pädagogischen Tages lag in seiner Hand und sein Kollege Dirk Lehnert unterstützte ihn. Als Termin war Ende September anvisiert und er fragte, ob ich kommen könne. Ich war einverstanden und seit dieser ersten Mail informierte mich Herr Munz regelmäßig über den Stand der Vorbereitungen. Zu Beginn dieses Schuljahres bekam ich das Programm. Ich konnte mich darauf einstellen und mir frühzeitig Gedanken zu meinem eigenen Beitrag machen.

- Regel I:
Zum Gelingen eines Pädagogischen Tages trägt in hohem Maße bei, dass das Vorhaben frühzeitig angegangen wird. Die Organisation soll nicht einem externen Referenten überlassen werden, sondern einem Team vor Ort. Dieses Team soll einen engen Kontakt zum Referenten halten.

b) Tagungsort:
Bewusst wurde von den Kollegen in Mengen eine Tagungsstätte außerhalb des Schulortes gesucht. Mit der Akademie in Donaueschingen wurde eine hervorragende Wahl getroffen, denn die Ausstattung der Arbeitsräume ist vorbildlich (wie übrigens auch in der Comburg): üppiges Angebot an Moderationsmaterialien, Stellwände, Gruppenräume, Internetzugänge, Beamer. Eine solche Infrastruktur erlaubt nicht nur, dass alle Ideen realisiert werden, sondern es erweitert auch das Methodenrepertoire, denn die Teilnehmer werden angeregt, vorhandenen Materialien ausnützen und austesten, die sie bisher in ihrem Unterricht nicht eingesetzt hatten.

- Regel II: Wähle einen Tagungsort, bei dem die Arbeitsbedingungen optimal sind (Räume, Moderationsmaterial, Internetzugang, Beamer).

c) Programm:

Pädagogischer Tag 2001 – LdL (Lernen durch Lehren)
Mengen / Donaueschingen – 28. – 29. September 01
Geplanter Ablauf:
Freitag, Mengen:
· 8:45 Begrüßung, Warm-up, Erläuterung des Programmablaufs
· 9:15 Demonstration der LdL-Methode durch Schüler/innen der Klasse 10 (Musiksaal)
· 9:35 Fragen an die Schüler/innen
· 10:00 Interne Diskussion
· 10:30 Pause (Brezeln, Seelen usw.) (Haut rein !!!! Mittagessen entfällt !!!!)
11:20 Uhr: Abfahrt nach Donaueschingen
Donaueschingen:
· 14:00 Kaffee + Kuchen
· 14:30 J. P. Martin – Theorie der LdL-Methode
· 15:30 Fragen, Diskussion
· 16:00 Pause
· 16:30 Gruppenarbeit in den Bereichen Deutsch, Fremdsprachen, Mathe
Ziel: Planung einer Stunde aus LdL-Perspektive, Auswahl eines Textes / Themas, Anleitungsmaterial für den Schüler erstellen, Ablauf festlegen usw.
Unbedingt mitbringen: Schulbücher aus den jeweiligen Fächern !!!!!!!!!!!
· 17:45 Erster Austausch, Diskussion
· 18:15 Abendessen
Abend zur freien Verfügung
Samstag, Donauseschingen:
· 8:00 Frühstück
· 9:00 Vorstellung der Gruppenergebnisse
· 11:00 Abschlussrunde, Reflexion
· 12:00 Mittagessen
13:19 Uhr: Abfahrt nach Mengen (Ankunft gegen 14:30)

- Regel III:
Du näherst dich dem Idealtypus, wenn an der Schule bereits ein Lehrer nach LdL arbeitet und eine Unterrichtsdemonstration anbietet. Plane eine gute Mischung von Teorie und Praxis. Bemühe dich um ein klar strukturiertes Programm. Das gibt Sicherheit.

d) Die Gruppenarbeit:
LdL einzuführen ist nicht leicht. Bewährt hat sich bei der Tagung des Gymnasiums Mengen folgendes Modell: das Kollegium wurde in 6 Fachgruppen mit jeweils 4 Lehrern aufgeteilt (Mathematik, Sport, Deutsch, Biologie, Englisch und Religion). Es wurden jeweils zwei Gruppen gekoppelt (beispielsweise Mathematik und Sport). Jede Fachgruppe hatte die Aufgabe einen Stoff auszuwählen, die die andere Fachgruppe am nächsten Tag vor dem Plenum präsentieren sollte. Die Mathematiker sollten also die Sportler mit einem kleinen Stoffbereich versorgen und soweit instruieren, dass die Sportler am nächsten Tag im Plenum in der Lage waren, diesen Stoff der Großgruppe vorzustellen. Zur Stoffauswahl und gegenseitiger Instruierung wurden 90 Minuten angesetzt. Die Stoffpräsentation durch die einzelnen Gruppe war jeweils auf 10 Minuten begrenzt. Am nächsten Tag durften also alle 6 Gruppen nacheinander vor die "Klasse" treten und fachfremd ihren Stoff einführen. Im Hintergrund wurden sie bei Bedarf vom Fachmann (also vom "echten" Lehrer) betreut. Die Aufmerksamkeit fokussierte bei dieser Übung auf die Funktion des Lehrers beim LdL-Unterricht. Wann und wie soll er intervenieren? Wie weit soll er den Unterricht "laufen lassen", wann soll er korrigierend oder beratend eingreifen?

- Regel IV:
Um LdL einzuführen, ist es günstig, wenn die Teilnehmer die Gelegenheit bekommen, sowohl in der Rolle des Schülers bei LdL als auch in der Rolle des Lehrers bei LdL agieren zu können.

Das Programm lief in kontinuierlicher Abstimmung zwischen den beiden Organisatoren, Ulrich Munz und Dirk Lehnert, und mir.
Das Gefühl, die Tagung sei außergewöhnlich gelungen, hielt (zumindest bei mir) bis jetzt an...
Natürlich lassen sich diese optimalen Bedingungen nicht bei jedem Pädagogischen Tag realisieren. Es gehört auch eine gute Portion Glück dazu. Aber zumindest kann man sich bemühen, möglichst viele Voraussetzungen zu schaffen. Wenn es doch nicht ganz gelingt, dann kann man sich zumindest nichts vorwerfen!

(Internet-Tipp: http://www.gymme.sig.bw.schule.de/)


Jean-Pol Martin antwortete am 27.10.01 (07:03):

Fortbildungsveranstaltung LdL in Instanbul (30/31.10.2001)
Jean-Pol Martin
I. Dienstag, den 30.10
08:00 Begrüßung, Erläuterung des Programmablaufs, Teilnehmererwartungen
Material: Kärtchen, Stifte, Stellwände)
09:15 Die LdL-Methode: Videofilm (10 Min.)
– Gespräch in Kleingruppen (Material: Videorecorder),
09:45 Einstieg in die Methode (Grundtechniken): Demonstration mit Schülergruppe(Material: Französischtexte für die Schüler und die Lehrer)
10:30 Pause
11:00 Weiterführende Techniken: Schüler bereiten in Kleingruppen kleine Stoffabschnitte vor, mit dem Ziel, sie im Anschluss im Plenum zu präsentieren (hier wäre das Fach englisch günstig). Die Kollegen teilen sich auf die Schülergruppen auf und beobachten sie während der Vorbereitung. (Material: Moderationsets)
12:30 Mittagessen
14:00 Anthropologie (I)
15:00 LdL in unterschiedlichen Fächern:
Aufteilung in 6 Fachgruppen mit jeweils 3 Lehrern. Es werden jeweils zwei Gruppen gekoppelt (beispielsweise Mathematik und Sport). Jede Fachgruppe wählt einen Stoff aus, den die andere Fachgruppe am nächsten Tag vor dem Plenum präsentieren soll. Die Stoffpräsentation durch die einzelnen Gruppen am Mittwoch wird auf 15 Minuten begrenzt. (Material: Moderationsets)
17.00: Ende des ersten Tages

II. Mittwoch, den 31.10
08:00 LdL in unterschiedlichen Fächern: Die einzelnen Gruppen präsentieren fachfremd ihren Stoff
10:00 Pause
10:30 Anthropologie (II)
12:30 Mittagessen
14:00 LdL im Internet (Computerraum mit Internet-Anschluss und Beamer)
16:00 Bilanz und Ausblick
17:00 Ende der Veranstaltung


Jean-Pol Martin antwortete am 27.10.01 (07:06):

Liebe Teilnehmer der LdL-Veranstaltung in Istanbul,
es ist Samstag, 7.00 Uhr, ich sitzte in Ingolstadt und fahre in einer Stunde zum Flughafen. Heut nachmittag werde ich in Istanbul abgeholt. Wenn Sie diesen Text lesen, werden wir im Computerraum der Deutschen Schule sitzen. Nun ist die Gelegenheit, Ihre Eindrücke über die Veranstaltung hier einzugeben. Ich bin gespannt!


Karsten Steinkröger antwortete am 31.10.01 (15:25):

Sehr geehrter Jean Paul,
wýe gewünscht eýne kurze Rückmeldung zu Ihrem Semýnar, das Sýe ýn Istanbul abgehalten haben. Trotz all Ihrer Bemühungen und Anstrengungen ýst es Ihnen aus meýner Sýcht nýcht gelungen, dýe anwesenden Kollegýnnen und Kollegen praxýsorýentýert mýt der Methode LDL vertraut zu machen. Zwar habe ých eýne zarte Vorstellung von dem Wesen der genannten Methode erhalten , aber es bleýben doch mehr unbeantwortete Fragen übrýg. Ich sehe mých kaum ýn der Lage, dýese Methode als Multýplýkator an unserer Schule bekannt zu machen, da mýr konkrete Beýspýele fehlen. Warum haben wýr nýcht ýntensýver solche Sýtuatýonen wýe das "Storm-Gedýcht" besprochen, an denen man ganz konkret LDL haette üben können. Meýn Wunsch für dýe Zukunft: wenýger Theorýe und ýnsbesondere wenýger Anthropologýe, dafür mehr konkrete Anwendungsbeýspýele für den Unterrýcht.
Mýt freundlýchen Grüssen Karsten Steýnkröger


Jochen Reischle antwortete am 31.10.01 (19:51):

Ich habe ebenfalls an dem Fortbildungsseminar in Istanbul teilgenommen und habe - vielleicht aufgrund anderer Erwartungen - sehr von dem Seminar profitiert. Besonders beeindruckt hat mich, wie die Schülerinnen und Schüler unter ungünstigen Bedingungen von einer anfänglich skeptisch bis abwehrenden Haltung gegenüber LdL im Verlauf des Seminars deutlich ihre Sympathie und Unterstützung für diese Methode zum Ausdruck gebracht haben. Das allein ist ein Grund, sich intensiver mit LdL zu beschäftigen. Die unglaubliche Kompetenz, die uns die Schüler - für die LdL auch Neuland war - an sehr konkreten Praxisbeispielen demonstriert haben, ist eine große Ermutigung es selbst einmal mit LdL zu probieren. Herzlichen Dank an die Schülerinnen und Schüler und an Herrn Martin.


Jean-Pol Martin antwortete am 01.11.01 (19:35):

@Jochen Reischle:
Dass es mir gelungen ist, Sie - und vielleicht noch einige weiteren Kollegen - zu einer intensiveren Beschäftigung mit der Methode zu motivieren, freut mich sehr und gibt mir Mut, diesen Weg weiterhin konsequent zu verfolgen.


Jean-Pol Martin antwortete am 03.11.01 (11:18):

Das in Donaueschingen entwickelte und in Istanbul (härt)getestete Fortbildungsmodell hat sich bewährt. Künftige zweitägige Veranstaltungen für eine Gruppe mit verschiedenen Fächern werde ich weiterhin nach folgendem Ablauf gestalten:

ERSTER TAG
I. Vormittag
1. Begrüßung, Erläuterung des Programmablaufs, Teilnehmererwartungen (Material: Kärtchen, Stifte, Stellwände)
2. Die LdL-Methode: Videofilm, Gespräch in Kleingruppen (Material: Videorecorder)
3. Unterrichtsdemonstration mit Schülern(Material: Französischtexte für die Schüler und die Lehrer)
4. Fragen zur Methode
MITTAGESSEN
II. Nachmittag
1. Anthropologie (I)
2. LdL in unterschiedlichen Fächern:
Aufteilung in 6 Fachgruppen mit jeweils 3 Lehrern. Es werden jeweils zwei Gruppen gekoppelt (beispielsweise Mathematik und Sport). Jede Fachgruppe wählt einen Stoff aus, den die andere Fachgruppe am nächsten Tag vor dem Plenum präsentieren soll. Die Stoffpräsentation durch die einzelnen Gruppen am folgenden Tag wird auf 10 Minuten begrenzt. (Material: Moderationsets)

ZWEITER TAG
I. Vormittag
1. LdL in unterschiedlichen Fächern: Die einzelnen Gruppen präsentieren fachfremd ihren Stoff
2. Anthropologie (II)
MITTAGESSEN
II. Nachmittag
1. LdL im Internet (Computerraum mit Internet-Anschluss und Beamer)
2. Bilanz (die am ersten Tag formulierten Erwartungen werden in Erinnerung gerufen und mit den Ergebnissen verglichen) und Ausblick

Kommentar:
1. Unterrichtsdemonstration:
Es ist sehr günstig, nach einer kurzen Vorstellung der Methode am ersten Tag eine konkreten Unterrichtsdemonstration zu bieten, denn auf dieses Praxisbeispiel wird im Verlauf der Veranstaltung immer wieder zurückgegriffen.
2. Anthropologie
Immer wieder betonen die Teilnehmer, wie wichtig ihnen diese Informationen über psychologisch/soziologische Zusammenhänge sind. Ohne diese Hintergründe bleibt LdL nur eine Art Technikpaket, ohne höhere Kohärenz.
3. LdL-Versuch von Teilnehmern mit einem fremden Fach:
Durch dieses Verfahren sind die Teilnehmer abwechselnd in der Rolle des Lehrers und dann des Schülers bei LdL.


Jean-Pol Martin antwortete am 17.03.02 (07:26):

Vor kurzem war ich in Eupen (Belgien), wo ich eine eintägige Fortbildung durchgeführt habe. Hier zeigte sich deutlich: die Bedingungen, unter denen Lehrer in anderen Ländern arbeiten, sind manchmal sehr hart. Natürlich ist es in Deutschland nicht immer rosig, aber woanders ist es sehr oft viel, viel härter. Das merkt man bei uns in Deutschland nicht so sehr...
In Eupen (Deutschsprachige Gemeinschaft in Belgien) haben die Lehrer beispielsweise in vielen Fächern keine Bücher (sie können deutsche Bücher nicht verwenden, weil letztere sich ja auf Deutschland beziehen - z.B. in Geschichte, Sozialkunde, Wirtschaft usw.). Also müssen die Lehrer ihre Materialien selbst erstellen. Dann: es handelt sich um Ganztagsschulen. Lehrerinnen kommen gegen 17.00Uhr nach Hause und haben vielfach noch den Haushalt zu bewältigen. Schließlich ist das ganze System noch sehr hierarchisch, obwohl man von den Lehrern offene, innovative Methoden verlangt. Gruppenarbeit wird beispielsweise nicht allzu gerne gesehen, wegen des Lärmpegels. Fortbildungen müssen die Leute auch noch mitmachen und stehen auch hier sehr stark unter Druck. Und das Ganze für ein Gehalt, das ungefähr die Hälfte des deutschen ausmacht.
Fazit: trotz sichtbarer Bereischaft, mein Fortbildungsangebot anzunehmen, war es für die Teilnehmerinnen schwer, Anschluss an meine Vorschläge zu finden. Die Welt, die ich beschrieb und die die meine ist, war für sie - von den Bedingungen her - unerreichbar. Die Kolleginnen sind so eingedeckt, dass es ein Wunder ist, wenn noch alles läuft...
In Deutschland machen mir bei aller Belastung die Lehrer, denen ich auf Fortbildungen begegne, einen deutlich ausgeruhterer Eindruck als meine Belgischen Kolleginnen! Wie wäre es, mit einer Vereinheitlichung der Arbeitsbedingungen für Lehrer in Europa, und zwar am liebsten in Angleichung an Deutschland?


jpm antwortete am 13.07.02 (19:26):

Heute habe ich eine 4 stündige Veranstaltung in Elsenfeld, bei Aschaffenburg durchgeführt. Mit 65 Kollegen und 20 Schülern war die Veranstaltung sehr gut besucht, es kamen Kollegen aus der ganzen Gegend, sogar aus Würzburg. Dies ausserhalb der Dienstzeit und am Samstag!
Die Atmosphäre war sehr offen und freundlich. Hervorzuheben ist, dass an dieser Schule die SMV eine LdL-AG gegründet hat mit dem Ziel, die Vor- und Nachteile dieser Methode zu testen. Deshalb traf ich heute auf ein außergewöhnlich informiertes und erfahrenes Publikum. Insbesondere die Schüler konnten aus ihrer breiten Erfahrung hochinteressante Beiträge beisteuern. Da LdL eine wirklich komplizierte und vielschichtige Methode ist, empfiehlt es sich, dass Schüler zusammen mit den Lehrern sich in einem offenen Austausch, gemeinsam an die Methode annähern. Da bei den ersten Schritten mit der Methode sehr viele Missverständnisse auftreten, ist Kommunikation zwischen allen betroffenen Gruppen unverzichtbar. Auf jeden Fall tut sich etwas im LdL-Bereich, und die Arbeit der Schüler und Lehrer in Elsenfeld ist hier wegweisend!


jpm antwortete am 13.07.02 (20:35):

Diesen Bericht habe ich in meine Homepage eingegeben, zusammen mit dem von den Elsenfelder Schülern entwickelten LdL-Logo:

(Internet-Tipp: http://home.arcor.de/jean-polmartin/ldl/elsenfeld.htm)


jpm antwortete am 27.02.03 (17:37):

Materialien für LdL in der Lehrerfortbildung bietet der Kollege Gerhard Kakuschky an. Hier sein Angebot:

"Lieber Herr Martin,
in der Anlage finden Sie einen Bericht über eine Fortbildungsveranstaltung
für Lehrer in Argentinien, auf der LdL vorgestellt und auf seine Wirksamkeit
in der Lehrerfortbildung untersucht wurde. Vielleicht ist dieser Bericht
hilfreich für Kollegen, die Ähnliches vorhaben. Gerne bin ich bereit, auf
Anfrage sämtliche Seminarmaterialien zur Verfügung zu stellen."

Wer die Anlage wünscht, kann sie bei mir (jpm) anfordern.


jpm antwortete am 28.02.03 (16:56):

Hier die Unterlagen von Herrn Kakuschky:

(Internet-Tipp: http://www.ldl.de/aktuell/aktuell.htm)


Jean-Pol Martin antwortete am 16.03.03 (21:17):

Feed-back nach einem eintägigen Seminar in Wien:
"Monsieur,
Ce séminaire a été passionnant et je crois que nous avons tou(te)s matière à réflexion pour les mois à venir! Les réactions des partici- pant(e)s ont été très positives - avec quelques réserves sur la durée du stage (que certaines ont trouvé trop long, d'autres trop court!...). Bien que vous ayez réussi à nous exposer le mode de fonctionnement de LdL dans un temps très bref (je pense que le principal a été compris et qu'il s'agit maintenant de mettre ce principe en oeuvre), il semblerait que beaucoup souhaitent approfondir cette méthode: est-ce que cela serait possible? Je vous remercie beaucoup d'avoir accepté de venir - ce séminaire compte parmi ceux qui révolutionnent la pratique de l'enseignement! (...)"


jpm antwortete am 17.03.03 (17:54):

@Feed-backs von Renate Gegner nach zwei LdL-Fortbildungen:
1. Zwiesel:
Die Fortbildung in Zwiesel war toll organisiert. In meiner Arbeitsgruppe waren 12 Französischlehrer, so dass wir eine sehr angenehme Atmosphäre zum Arbeiten hatten. Nach meiner persönlichen Einschätzung machten sie am Ende einen zufriedenen Eindruck. Was mich immer noch wundert: Viele haben von LdL gehört, aber nie aus oder erfolglos ausprobiert. Die Referendare und jungen Lehrer sagten mir, dass viele Seminarlehrer LdL vorstellen, aber oft als abschreckendes Beispiel darstellen. Woher kommt das? Zwei Referendare sagten aber auch das Gegenteil.
2. Günzburg:
Ich komme gerade von Günzburg zurück, wo ich mit einer 11. neusprachlichen Klasse nach LdL unterrichtet habe. 13 Kollegen (Latein, Englisch, Französisch) haben die Stunde verfolgt. Dadurch war natürlich die Klasse etwas gehemmt, aber die Kollegen sahen, warum LdL konsequent trainiert werden muss. Sowohl beim Lesen des Textes wie in der Gruppenarbeit und in der anschließenden Präsentation war deutlich zu merken, dass die Schüler kein selbstständiges Arbeiten gewohnt waren und dass man Ihnen jede Kleinigkeit vor allem beim usammenarbeiten erklären und vorführen uss. Gerade diese Anfangsschwächen waren für die Kollegen sehr deutlich zu spüren und sie waren dankbar, dass sie dies sahen. Sie wissen nun, worauf sie bei der Einfühung von LdL achten müssen. Auf der anderen Seite merkten die Kollegen, dass die Schüler sehr viel mehr sprachen und sich intensiver mit dem Thema auseinandersetzten. Ich glaube, dass deshalb LdL manchmal als abschreckendes Beispiel dargestellt wird, weil die Kollegen nicht konsequent am Ball bleiben und vor allem die Seminarlehrer kein systematisches Training in LdL lehren.Deswegen halte ich es für wichtig, dass wir in Form von Pädagogischen Tagen und Unterrichtsvorführungen - möglichst auch von eigenen Klassen - LdL lehren. Werner Küfner z.B. hatte auf der Französischlehrertagung großen Erfolg, weil seine Schüler zeigten, was konsequentes Training in LdL bedeutet. Jeweils acht Schüler haben mit jeweils 30 Kollegen erfolgreich gearbeitet.


jpm antwortete am 31.05.03 (16:40):

Feed-back von Christian Becker nach einer Fortbildung in Bergisch Gladbach-Bensberg am 26./27.5 zusammen mit Elvira Schmidt (Köln)

"Hallo JPM,
(...) Gerade unsere unterschiedlichen Herangehensweise ergänzten sich für alle zu einem harmonischen und lohnenswerten Ganzen, das Seminarfeedback bestätigte diesen positiven Eindruck auch einhellig. Jeder der Teilnehmer hat für sich etwas mitgenommen, kritische Anregungen wurden offen und konstruktiv im Plenum diskutiert, die Methode wurde ausgesprochen positiv angenommen. Abgemacht ist folglich , dass wir auch 2004 wieder gemeinsam mit dem Tagungsleiter des Mühlheimer Lehrerfortbildungsinstitutes, Dr. Franz-Josef Becker, eine LdL-Einführung gestalten werden.(...)"


jpm antwortete am 19.06.03 (07:30):

Nachdem zwei Schülerinnen (Karolina und Michaela) und ich auf dem Jahreskongress der Fremdsprachenlehrer an IUTs vor 130 Lehrern aus ganz Frankreich LdL vorgestellt und die zwei Schülerinnen ein Workshop gehalten hatten, schrieb mir die Vorsitzende des Verbandes:
"Avec les élèves, vous nous avez donné une autre vision de l'enseignement des langues."


jpm antwortete am 11.10.03 (08:01):

Immer wieder erlebe ich bei Unterrichtsdemonstrationen mit fremden Klassen, dass man mich ein bisschen warnt: "Diese Klasse ist sehr brav, aber kaum zum Sprechen zu motivieren und nicht sehr leistungsstark". Nachdem ich Schüler nach vorne geholt habe und sie ermutigt habe, den Unterricht anzuleiten, nachdem ich eine Halbe Stunde mit der Klasse gearbeitet habe und sie am Ende recht flott und mutig geworden sind, wundern sich die Kollegen: "Also ich hätte nie gedacht... Gerade, der, der sonst so still ist,..." Die Schüler wollen arbeiten und mitreden, sie finden aber oft den Zugang nicht. Uns fehlt die Technik, die Ressourcenpotenziale der Schüler auszuschöpfen. Vor allem aber fehlt uns, wenn uns gelungen ist, die Schüler auf Wissen gierig zu machen, ein Lernfeld, das sie wirklich sättigt! Gegenwärtig führe ich einen Leistungskurs mit 20 Leuten. Ich muss meine ganze Kraft und Energie einsetzen, um diese Klasse in ihrem Handlungs- und Wissensdrang zu befriedigen!


jpm antwortete am 30.10.03 (08:30):

Dienstag und Mittwoch habe ich eine Fortbildung an der Deutschen Schule in Mailand durchgeführt. Der Ablauf war in etwa der, den wir von zwei Jahren in Mengen bei Herrn Munz kreeirt haben und der dort auch idealtypisch verlaufen ist (siehe Beitrag 30.09.01 auf diesem Forum). Auch in Mailand lief es vom Ablauf her sehr gut, nicht zuletzt durch die hervorragende Vorbereitung vor Ort durch Herrn Ronald Müller, durch die sehr gute Atmosphäre an der Schule und den sehr offenen und freundlichen Schulleiter. Zusätzlich ist zu betonen, dass die italienischen Schüler, die ich dort erlebt habe, zwar deutlich "lebhafter" als unsere Schüler sind (Stichwort: Disziplin), aber bereit, schnell neue Impulse aufzugreifen - wenn man sie einmal im Griff hat. Im Vergleich zu Mengen vielleicht ein Punkt: es ist günstiger, wenn die Kollegen sich außerhalb der Schule treffen, wo sie Ruhe haben und sich ganz auf die Fortbildung konzentrieren können.
Eine Anregung für künftige Fortbildungen, die länger als anderthalb Tage dauern (diese Anregung kommt von Ronald Müller):
nach dem absolvierten Programm (Lehrer übernehmen die Rolle der Schüler und unterrichten fachfremd), könnte man eine Klasse reservieren und die Kollegen bitten, mit Schülergruppen jeweils unterschiedliche Fächer nach LdL zu unterrichten. Dann könnten die Kollegen also in einer dritten Phase gleich üben, wie man als LdL-Lehrer richtig mit Schülern und einer klasse arbeitet!
Danke Ronald Müller, das werden wir erproben!


Ronald Mueller antwortete am 02.11.03 (11:31):

Am 28./29.10.03 hatten wir eine sehr interessante Fortbildung zu LdL an der DS Mailand mit Herrn Prof.Dr.Martin, bei der wir auch zwei LdL-Stunden sahen und bei der ich zahlreiche wertvolle Anregungen fuer meine weitere Arbeit erhielt. Meiner Ansicht nach waren aber nach der Fortbildung nicht alle Teilnehmer von LdL ueberzeugt, was wohl auch daran liegt, dass wir jeweils die "Stunde Null" von LdL sahen (die teilnehmenden Klassen kannten diese Methode noch nicht!). So hatten sich die unterrichtenden Schueler natuerlich nicht vorbereitet und waren am Anfang z.T. ob der ungewohnten Situation und natuerlich auch der hinten sitzenden Lehrer ein wenig verunsichert und albern. Um so erstaunlicher war es, mit welchem Geschick es Prof. Martin gelang, die Schueler innerhalb von nur einer Stunde so anzuleiten, dass im Falle einer achten Klasse die unterrichtenden Schueler nicht nur viel unbefangener und souveraener auftraten, sondern sogar am liebsten noch weiter unterrichtet haetten ! Eine wirklich gelungene Sache !!

Abschliessend noch zwei Vorschlaege:

1. Bei kuenftigen Fortbildungen bietet es sich vielleicht an, neben der Phase "Kollegen unterrichten Kollegen" auch Uebungen mit kleinen Schuelergruppen im Sinne von Microteaching durchzufuehren (siehe jpm vom 30.10.03).

2. Ich persoenlich halte es fuer besser, die unterrichtenden Schueler nur "im Notfall" fuer Hinweise und Instruktionen zu unterbrechen und lieber im Anschluss an eine vielleicht kuerzere LdL-Phase mit der Klasse zu besprechen, was man beim naechsten Mal noch besser machen koennte.

Danke, Herr Prof. Martin fuer die gelungene Fortbildung und weiterhin gutes Gelingen,

Ronald Mueller (DS Mailand)


jpm antwortete am 03.11.03 (07:40):

Ich bedanke mich bei Ihnen für die sehr schönen Tage in Mailand und Ihr Feed-back, das nicht nur Ihre positive Stimmung wiedergibt, sondern auch zwei wertvollen Tipps, die ich auf jeden Fall beherzigen werde!


jpm antwortete am 20.11.03 (09:59):

Gestern war ich im Rahmen der Modus-21-Schulen an der Goethe-Kepler-Grundschule in Würzburg. Das Kollegium war sehr, sehr offen und ich habe das Gefühl, dass LdL genau das Richtige ist für Grundschulen. Dort arbeiten die Kollegen sowieso ganz stark mit LdL-Elementen!


jpm antwortete am 14.12.03 (11:13):

Feed-Back wie dieses motivieren mich enorm:
"Lieber Jean-Paul Martin,
mit großem Interesse verfolge ich Ihre Arbeit und freue mich immer über Zusendungen per Internet. Wir kennen uns seit Ihrer Fortbildung an der Deutschen Schule in Istanbul. Was uns Lehrern, denke ich, noch fehlt, ist der Mut es mit LdL zu probieren. Dabei scheint mir die Methode ein, wenn nicht gar DER Ausweg aus einer Misere zu sein, die viele erkannt haben, aber nicht mit den geeigneten Mitteln bekämpfen. Noch immer scheint die Denkweise vorzuherrschen, dass wir Lehrer - und nur wir - den Schülern Wissen vermitteln müssten, andernfalls entgleite uns die Kontrolle. Offensichtlich, so berichten Praktikantinnen und Referendare, die an unsere Schule kommen, tut sich dagegen auch nicht genug an Universitäten und bei der Lehrerausbildung. Und wo bleibt die Vermittlung zentraler Lern- und Arbeitstechniken? Da müssen wir endlich systematisch ansetzten, d.h. in Form eines durchdachten Curriculums aller Fachschaften. Manche Schulen tun dies bereits. Allerdings müssten sich auch Prüfungsinhalte ändern. Das ist für Sie alles nicht neu. Aber ich möchte einfach mal wieder eine persönliche Rückmeldung geben, weil Ihre Fortbildung damals die richtigen Impulse gegeben hat, auch wenn wir sie noch nicht konsequent umgesetzt haben. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer zukunftsweisenden Arbeit und hoffe, dass wir in Verbindung bleiben.
Mit herzlichem Gruß
Ihr .................."


jpm antwortete am 06.11.04 (08:58):

Nach meiner zweieinhalbtägigen LdL-Fortbildung in Cairo:
ich denke, ich habe nun die Ideallinie gefunden und verdanke den letzten Schliff einem Tipp von Ronald Müller (Deutsche Schule in Mailand): am dritten Fortbildungstag soll ich die Teilnehmer bitten, selbst in unterschiedlichen Fächern mit Schülern kleine LdL-Einheiten durchzuführen. Ich denke, dass selbst der überkritische Lehrer, der im Oktober 2001 an der Fortbildung in Istanbul teilgenommen und mir sehr zugesetzt hatte, kaum noch Angriffspunkte hätte.
Hier meine Mail an die Teilnehmer der LdL-Fortbildung in Cairo:
"Selbst aus der Distanz heraus bin ich mir ziemlich sicher, dass ich mit Ihnen die gelungenste Fortbildung meines Lebens durchgeführt habe. Es trafen alle Faktoren zusammen: sowohl die Tatsache, dass die Schülerinnen diese außergewöhnlich Qualität hatten als auch Ihre Bereitschaft als Kollegen, teilweise enorm viel Arbeit in die Fortbildung zu investieren (ständige Vorbereitungen von LdL-Einheiten) haben dazu beigetragen. Auch bei meinen Kollegen aus der deutschen Schule in Mailand muss ich mich bedanken, weil sie mir den Tipp gaben, am dritten Fortbildungstag von Kollegen LdL-Einheiten in verschiedenen Fächern mit Schülerinnen durchführen zu lassen.
Es wäre sehr schade, wenn wir die begonnene Zusammenarbeit nicht fortsetzen. Ich möchte alle meine Vernetzungen wirken lassen, um Ihre Arbeit bekannt zu machen. Für Sie bedeutet es zunächst nicht viel Aufwand, denn es genügt ja, wenn Sie ab und zu in das von mir eröffnete Forum hineinschauen und über Ihre ersten Versuche berichten. Ich werde mich bemühen, über meine Mailinglisten auf das Forum aufmerksam zu machen. Insbesondere die Deutschen Auslandsschulen werde ich versuchen, zu mobilisieren. So hat mir mein ehemaliger Doktorand Dr.Hans Brügmann aus Singapour, wo er in der Schulleitung arbeitet, einen begeisterten Bericht über eine LdL-Fortbildung geschickt, die er in derselben Zeit, als wir in Cairo zusammen waren, in Singapour durchgeführt hat. Sicherlich wird er bereit sein, auch in Ihrem Forum über seine LdL-Erfahrungen zu berichten."

Und das entsprechende Forum:

(Internet-Tipp: http://www.zum.de/Foren/ldl/threads/thread417.html#last)


jpm antwortete am 05.03.05 (08:42):

@Caroline und Christoph

*Vorbereitung unseres Auftrittes auf der LSV am kommenden Wochenende*

I. Inhalte:
Da bin ich mir immer noch etwas unschlüssig! Ich denke, dass mein Aufsatz "Weltverbesserungskompetenz als Lernziel?" (siehe Link) recht komplex ist. Andererseits ist es nicht schlecht, wenn die Teilnehmer den anderen etwas wirklich Schwieriges vermitteln müssen.
Wenn mein Artikel doch nicht optimal ist, dann könnten die Schüler tatsächlich einen Stoff vermitteln, den sie in der Schule gerade gelernt haben (beispielsweise in English, oder uns Spanisch beibringen...)
II. Verlauf
1. Ihr teilt die einzelnen Abschnitt auf kleine Schülergruppen auf.
2. Die Schüler müssen
- den Text verstehen und eine zentrale Botschaft herausarbeiten, die sie dann "rüberbringen" müssen
- einen Einstieg in die Thematik überlegen (z.B. wenn es um die Grundbedürfnisse geht, fragen, was für die anderen lebenswichtig ist)
- eine Darstellung der Inhalte (am Besten auf Plakat oder Folie) bereithalten
- sich überlegen, wie sie prüfen können, ob die Inhalte verstanden und memoriert wurden
3. Im Anschluss das Ganze durchführen.

Was meint Ihr dazu?

(Internet-Tipp: http://www.ldl.de/material/aufsatz/aufsatz2002-2.pdf)


Christoph antwortete am 05.03.05 (12:13):

KLingt sehr vielversprechend!
Wie lange dauert die Vorbereitung und Durchführung solcher Präsentationen? - Wir brauchen unbedingt genug Zeit, um über LdL zu reden, insbesondere um es vor anderen Lehren gut vorzustellen. Die Zielgruppe sind in erster Linie aktive Schüler, die Veränderungen wollen. Haben Sie neben dem Aufsatz Unterlagen, die auf ein - bis zwei DIN-A4 Seiten LdL erklären? - so etwas könnten wir den Schülern dann als Paper mitgeben.
Den Moderationskoffer können wir mitnehmen denke ich?


JPM antwortete am 05.03.05 (13:31):

@Christoph
Ulrike Schäfer habe ich folgende Mail geschickt:
"Liebe Ulrike Schäfer,
Stimmt es also, dass die Arbeit im Forum und die damit verbundene Kleingruppenarbeit insgesamt 3 Stunden dauert? Stimmt es, dass die Arbeit in den Arbeitskreisen von 15 bis 18.30 Uhr dauert? Die einzelnen Forumexperten müssen also die Teilnehmer ihrer Kleingruppen 3 Stunden beschäftigen und die die AK-Leiter müssen ihre Leute 3, bzw. 3 !/2 Stunden arbeiten lassen?
Viele Grüße"
Mal sehen, ob es wirklich so ist.

I. Inhalt:
1. Kleine LdL-Sequenz im Französischunterricht mit Anfangslektion (ganz einfach, VHS-Buch für Anfänger) 30 Minuten
2. Danach: wenn mein Aufsatz als Grundlage dienen kann, sollte man ihn in 5 kleineren Portionen aufteilen.
II. Ablauf (Insgesamt 3 1/2 Stunden):
1. 15 Minuten Einführung: "Was kann man sich unter "Lernen durch Lehren" vorstellen? Was ist es, was ist es aber auf keinen Fall?"
2. Kleine Unterrichtssequenz "Französischunterricht" 30 Minuten
3. Austeilen des Aufsatzes "Weltverbesserungskompetenz als Lernziel?" 6 Gruppen a vier Leute. Jede Gruppe bekommt einen Abschnitt, jeder Teilnehmer in der Gruppe bekommt eine konkrete Aufgabe (z.B. Plakat malen, später vor dem Plenum erklären, später Einstiegsaufhänger präsentieren usw.)
3. 60 Minuten zur Vorbereitung in den einzelnen Gruppen. Im Anschluss hat jede Gruppe 10 Minuten zur Vorstellung.
4. 6 Gruppen a 10 Minuten = 60 Minuten.
5. Evaluation, Zukunftsperspektiven ( maximal 30 Minuten)

(Internet-Tipp: http://www.basis-05.de/63078.html)


Caro antwortete am 05.03.05 (13:47):

@ jpm und christoph
ich finde den Aufbau des Ak sehr gut und denke das wir das so machen sollten, oder christoph?
Man könnte sich höchstens noch überlegen, ob es nicht doch besser wäre, die Schüler etwas aus der vergangen Woche vorstellen zu lassen, nicht das der Aufsatz zu kompliziert ist. Wie alt sind denn die Schüler ungefähr?


jpm antwortete am 05.03.05 (13:55):

@Caroline
Ich weiß nichts mehr als du! ;-))
@Christoph
Ich setze unten einen Link auf Unterlagen, die LdL ganz einfach präsenbtieren:

(Internet-Tipp: http://www.ku-eichstaett.de/ldl/uebersicht/beschreibung)


jpm antwortete am 05.03.05 (14:29):

Ulrike Schäfers Antwort:
"Hallo, Herr Martin!
Das Forum und die Kleingruppenarbeit dauern insgesamt 3 Stunden. Also arbeiten die Teilnehmer des Forums ca. 1,5 Stunden in ihrer Kleingruppe und 1,5 Stunden im Plenum.
Die Arbeitskreise dauern 3,5 Stunden, aber eine halbe Stunde Pause ist einberechnet. Die Arbeitskreise sind unabhängig von den Foren, hier sind Sie auch kein Referent. Ihre Aufgabe endet am Samstag um 13 Uhr. Caro und Christoph werden nachmittags einen Arbeitskreis zu LdL halten.
Viele Grüße
Ulrike Schäfer"

(Internet-Tipp: http://www.ku-eichstaett.de/ldl/uebersicht/beschreibung)


jpm antwortete am 05.03.05 (15:16):

@Caroline und Christoph
Dann könnte tatsächlich eure AK so aussehen:
1. Einführung: "Was kann man sich unter "Lernen durch Lehren" vorstellen? Was ist es, was ist es aber auf keinen Fall?" (Reflexion in Dreiergruppen: 7 Minuten, und dann Diskussion mit euch) Insgesamt 15 Minuten
2. Kleine Unterrichtssequenz "Französischunterricht" (zwei Leute nach vorne holen, die die Berarbeitung eines Textes auf Französisch dirigieren: lesen, gegenseitig Aussprache korrigieren, gegenseitig Fragen über die Grammatik stellen) (30 Minuten)
3. Austeilen des Aufsatzes "Weltverbesserungskompetenz als Lernziel?" 6 Gruppen a vier Leute. Jede Gruppe bekommt einen Abschnitt, jeder Teilnehmer in der Gruppe bekommt eine konkrete Aufgabe (z.B. Plakat malen, später vor dem Plenum erklären, später Einstiegsaufhänger präsentieren usw.) 60 Minuten zur Vorbereitung in den einzelnen Gruppen.
4. Pause: 30 Minuten
5. Präsentationen: 6 Gruppen a 10 Minuten = 60 Minuten.
6. Evaluation, Zukunftsperspektiven (15 Minuten)

(Internet-Tipp: http://www.ku-eichstaett.de/ldl/uebersicht/beschreibung)


jpm antwortete am 05.03.05 (16:58):

Angwort auf meine Frage bezüglich Flipcharts und Moderationsmaterialien:
"Hallo, Herr Martin!
Ich beantworte Ihre Fragen gerne ;-)
wir versuchen, möglichst viele flipcharts und Stellwände aufzutreiben und ich denke, papier und karten und stifte sind in jedem Fall genug da. Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an Julian, der ab dieser Woche zuständig ist!"

Fitt und nett, oder?


caro antwortete am 05.03.05 (18:49):

@ jpm
ja, sie ist wirklich sehr nett und hilfsbereit.
Wir sollten aber vielleicht doch den Moderationskoffer mitnehmen ( für alle Fälle), natürlich nur wenn es für sie ok ist


jpm antwortete am 05.03.05 (18:57):

@Caroline
Klar ist es für mich OK! Ich habe nur im Augenblick ganz viele und ganz unterschiedliche Veranstaltungen durchzuführen und hoffe, dass ich nichts vergesse!


Christoph antwortete am 06.03.05 (12:24):

@ jpm, caro
Die Schüler sind ca. von der 9. Klasse bis zur 12.
Was die Gestaltung des Programms angeht bin ich sehr zufrieden!


jpm antwortete am 06.03.05 (12:35):

@Christoph und Caroline
Meint Ihr, dass man meinen Aufsatz verwenden kann? Ist das nicht zu abstrakt für 9.Klässler? Ihr müsst den Leuten in den einzelnen Gruppen helfen, die Inhalte zu verstehen. Wenn am Samstag sonst noch jemand mitkommen will (aus der Klasse oder von den Studenten) wäre es ganz gut. Diese Leute könnten sich dann um einzelne Gruppen kümmern.

(Internet-Tipp: http://www.ldl.de/material/aufsatz/aufsatz2002-2.pdf)


jpm antwortete am 06.03.05 (12:39):

Es wäre nicht schlecht, wenn Ihr vorher noch die Interviews mit euch (oder auch mit mir) aus der DVD "Treibhäuser" anschaut. Die Interviews mit Schülern dauern 7 Minuten und mit mir 20 Minuten.

(Internet-Tipp: http://www.ldl.de)


jpm antwortete am 06.03.05 (15:05):

Samstag vormittag werde ich von 10.00Uhr bis 13.00Uhr am "Forum" teilnehmen. Hier der Ablauf:
I. Podium (45 Minuten?)
Ich sitze auf dem Podium zusammen mit 3 anderen "Experten" und verfüge über etwa 10 Minuten, um LdL vorzustellen. Dazu benutze ich ein kleines Video.
II. Kleingruppenarbeit (90 Minuten)
Nach der Podiumpräsentation bilden sich kleinere Gruppe mit jeweils 20 Leuten (schätze ich). Falls Teilnehmer zu mir kommen, plane ich folgenden Ablauf:
1. Wie funktioniert LdL konkret? Kleine Unterrichtsdemonstration mit den Teilnehmern anhand der ersten Lektion eines Französischlehrbuches für das erste Lernjahr. (20 Minuten) 2. Menschenbild, Vorteile, Nachteile, welche Verbreitungsstrategie?
- Die Gruppe wird aufgeteilt in 4 Gruppen mit jeweils 4 Teilnehmern. Jede Gruppe bekommt die Aufgabe, die vier oben genannten Themen zu diskutieren und die Ergebnisse auf einem Plakat festzuhalten. (30 Minuten)
- Die Ergebnisse werden präsentiert und diskutiert. (40 Minuten) III. Podiumpräsentationen (45 Minuten).
Im Anschluss gehen wir zurück ins Plenum und alle Ergebnisse werden vorgestellt (denke ich zumindest).

(Internet-Tipp: http://www.ldl.de)


Caro antwortete am 07.03.05 (13:49):

@ jpm und Christoph
Ich denke, dass wir wahrsscheinlich variieren müssen, also d.h. wenn wir merken, dass die Schüler fit sind, dann arbeiten wir mit dem Aufsatz und wenn nicht, dann nicht. Oder besser gesagt, dann könnten wir ja den Aufsatz zusammen bearbeiten, um den Schülern zu zeigen, dass man sich bei LdL gegenseitig helfen kann.


Christoph antwortete am 11.03.05 (16:55):

Hier noch einmal der Plan für die Inhalte:
1/4 Stunde: Was ist LdL? - Refelxion in der Gruppe --> Plakat
1/2 Stunde: Französischunterricht 1. Lektion mit LdL
1/2 Stunde: Einteilung Gruppen mit Hilfe des Aufsatztes (Grundbedürfnisse, Flow,... )Vorbereitung Präsentation
PAUSE
3/4 Stunde: Präsentationen
3/4 Stunde: Fragen + Antworten Diskussion; Wie können wir LdL umsetzten?


jpm antwortete am 11.03.05 (17:24):

OK.
Viel Erfolg morgen!


jpm antwortete am 12.03.05 (06:36):

Falls Ihr früher kommt und mich in Nürnberg erreichen wollt, meine Handynummer:
016094193143
Es wäre nämlich sinnvoll, falls Ihr tatsächlich etwas früher da seid, dass Ihr ein bisschen schaut, was bei mir abläuft... (Forum "Neues Lernen")


Christoph antwortete am 12.03.05 (19:41):

Wie ist es jetzt letztendlich abgelaufen? Hat es sich gelohnt? - Tut uns leid, dass wir nicht gekommen sind, war aber aufgrund der chaotischen Wetterlage das einzige Sinnvolle.


jpm antwortete am 13.03.05 (06:55):

@Christoph
Ja, es hat sich sehr gelohnt! Ich freue mich aber, dass Ihr nicht gekommen seid, denn so konntet Ihr euch auf eure Schulaufgaben vorbereiten.
Im Forum kam ich zwar mit zwei Stunden Verspätung, bekam aber 20 Minuten und konnte eine kleine Unterrichtsdemonstration durchführen (40 Leute ungefähr). Das kam super an. Am Nachmittag waren 10 sehr nette und engagierte Schüler, und ich habe das Programm durchgezogen, was vorgesehen war (kleine Unterrichtsdemonstration und dann Aufsatz). Das kam auch hervorragend an. Für mich ein voller Erfolg...
Einen schönen Tag noch!


jpm antwortete am 13.03.05 (08:40):

@Christoph
Interessant war, dass meine überall verkündete These, im Unterricht würden die Schüler stark unterfordert, wieder bestätigt wurde: in meiner Gruppe waren die meisten Schüler aus der 9.Klasse. Sie waren aber durchaus in der Lage, meinen Aufsatz zu verstehen und die einzelnen Bausteine anschaulich zu präsentieren!


jpm antwortete am 17.03.05 (06:37):

Und so erlebte eine Ägyptische Schülerin die LdL-Fortbildung in Cairo:

"In der nächsten Stunde werdet ihr im Medienraum erwartet. Dann morgen in der 3. und 4. auch. Es gibt nicht genug Sitzplätze für alle, deshalb kann nur die Hälfte von euch hingehen. Wer hat Interesse?
Wir wussten, dass ein Professor einen Fortbildungskurs für Lehrer im Medienraum hielt. Es sollte um "Lernen durch Lehren" gehen, und man brauchte für den praktischen Teil logischerweise ein paar Schüler. Und da die Übung in französischer Sprache abgehalten werden sollte, sollten diese darin möglichst fortgeschritten sein. Die 11er und 12er waren zu beschäftigt, also fiel die Wahl auf uns, die 10b.
Keine meldete sich! Doch nach und nach erhoben sich die ersten Hände, bis plötzlich alle mitmachen wollten. Schließlich handelte es sich um eine neue Lernmethode, die später auch wir anwenden sollten, und außerdem haben wir Schüler nicht täglich die Chance, bei einer Lehrerfortbildung dabei zu sein.
Eine halbe Stunde später saß ich mit 12 anderen Mädchen im Medienraum. Umrundet von bekannten und weniger bekannten Gesichtern. Jedenfalls waren es viele und, nebenbei bemerkt, alle von Lehrern. Ich fühlte mich wie ein Versuchskaninchen. Das einzige, was ich wusste, war, dass der Kurs "Lernen durch Lehren" hieß, und das sagte mir nicht viel: Wer sollte durch lehren lernen? Wir, die Schüler, oder die Lehrer?
Man ließ uns nicht länger im Dunkeln. Herr Jean-Pol Martin, der den Kurs abhielt, behauptete, dass die Schüler viel mehr vom Unterricht mitbekommen würden, wenn sie sich selber gegenseitig unterrichteten. Sein Ziel war es, Lehrern beizubringen, wie man einen solchen Unterricht veranstaltet. Dabei sollte der Lehrer nur dann eingreifen, wenn die Schüler nicht weiter Bescheid wüssten.
Der erste Schritt war die Wiederholung des gelernten Stoffes. Wir bekamen den Text, den wir in der letzten Zeit bearbeitet hatten und sollten ihn lesen. Zwei von uns wurden ohne weitere Anweisungen gebeten, die Rolle des Lehrers zu übernehmen. Sie teilten die Leserollen ein und fragten nach den neuen Vokabeln und die Grammatik.
Ich war ein bisschen enttäuscht. Schließlich habe ich eine revolutionäre Lernmethode erwartet, nicht so etwas Alltägliches. Offensichtlich war ich nicht die einzige, der es so ging. Die Tatsache, dass keiner Aussprachefehler unterliefen, machte dem Professor einen Strich durch die Rechnung. Der nächste Schritt hätte nämlich sein sollen, sich gegenseitig die Aussprache zu korrigieren.
Nachher wiederholten wir die Grammatik, und zuletzt durften die Lehrer fragen. Auch wir durften dann unsere Eindrücke vermitteln. Dabei erwähnten wir, dass beinahe alles was wir gemacht hatten, eigentlich Gewohnheit war.
Doch das Neue sollte noch kommen. Beim nächsten Mal ging die andere Hälfte der Klasse hin. Diesmal sollte der Unterricht im Fach Deutsch abgehalten werden: Lesen und Wiederholen war der erste Schritt.
Neuen Stoff selber zu bearbeiten, war der zweite: Zuerst wurde ein Blatt mit einem unbekannten Gedicht ausgeteilt. Dann teilte man sich in Gruppen ein. Jede Gruppe sollte ein bestimmtes Thema bezüglich des Gedichtes bearbeiten. Dazu bekam sie das Arbeitsmaterial, aus dem der Lehrer dieses Thema vorbereitet hatte,.und 20 Minuten Zeit.
In diesen 20 Minuten sollten die Schülerinnen jeder Gruppe die Blätter durchlesen, die unwichtigen Informationen verwerfen und dann noch einen Vortrag für die anderen vorbereiten. Und sie schafften es. Binnen dieser zwei Stunden erarbeiteten sie die Merkmale der Romantik: Eine beachtliche Leistung! Der Professor war, wie wir später erfuhren, beeindruckt.
Wir waren uns einig, dass "Lernen durch Lehren" eine willkommene Abwechslung in den Unterricht brachte, doch auf die Dauer wäre sie doch nicht sehr günstig und bei manchen Fächern, wie zum Beispiel Mathe und Physik, schwieriger durchzusetzen. Trotzdem war es eine nette Erfahrung.
Nadine Adel, 10b2

Nun ja... "Willkommene Abwechslung", "nette Erfahrung"...
Meine Schüler zumindest betrachten LdL nicht als willkommene Abwechslung sondern sie verlangen diese Methode und werden unwillig, wenn ich stärker das Heft in die Hand nehme. Vielleicht merken es die Schüler erst nachdem sie LdL länger praktiziert haben...


jpm antwortete am 15.06.06 (08:39):

14.Juni 2006: Pädagogischer Tag in Stuttgart-Sillenbuch
Aus meiner Sicht eine wunderschöne Veranstaltung. Da wurde besonders deutlich, wie wichtig die Betreuung vor Ort für den Erfolg von Fortbildungen ist. Eine außergewöhnlich freundliche und offene Schulleiterin, eine sehr kompetente Begleitung durch technisch und menschlich versierte Kollegen vor Ort (insbesondere Benutzer:Ahamm) liefern den Rahmen, in dem alle Aspekte meines Angebotes optimal aufgenommen werden können. Ich erinnere mich an eine Fortbildung in Bamberg, wo die "Gastgeber" so indifferent waren, dass sie ein paar missmutige Kollegen als Publikum in letzter Minute zusammengetrommelt hatten und als die Veranstaltung trotz verzweifelter Anstrengungen meinerseits nicht besonders erfolgreich wurde, die Schuld auf mich luden. Nichts Erstaunliches (so sind wir nun einmal, wir Menschen!;-))) Umso schöner, wenn eine Veranstaltung so läuft wie gestern am Geschwister-Scholl-Gymnasium in Stuttgart-Sillenbuch.
Kommentare sind möglich auf diesem Forum oder im ZUM-Wiki hier unten:

(Internet-Tipp: http://www.zum.de/wiki/index.php?title=Diskussion:Lernen_durch_Lehren/Fortbildungen&action=edit§ion=4)


jpm antwortete am 08.09.06 (10:56):

Ablauf der Veranstaltung 3. bis 6.September in Addis Abeba (Äthiopien)
Der Ablauf kann als idealtypisch für weitere Veranstaltungen festgehalten werden:
So 3.9.06: 10 Uhr
*Begrüßung, Erwartung der Teilnehmer,
*Kleine LdL-Unterrichtsdemonstration am Beispiel des Französischunterrichts mit den Kollegen
*Vorbereitung der fachfremden Unterrichtsversuche in unterschiedlichen Fächern durch die Kollegen (die TN bilden Gruppe und werden ihre Kollegen fachfremd unterrichten)
*Durchführung der Versuche
Mo 4.9.
*Demonstration mit einer Klasse am Beispiel des Französischunterrichts
*Weiterführung der Unterrichtsversuche durch die TN vom Vortag
*Theorie II
*Vorbereitung von Unterrichtsversuchen in versch. Klassen/Fächern der Grundschule/ Sek 1. Es bilden sich verschiebene Lehrerteams (jeweils 2 TN) die den Unterricht in verschiedenen Klassen für den nächsten Tag vorbereiten
Di 5.9.
*Durchführung der Versuche, ich gehe von einer Klasse zur anderen und beobachte die Unterrichtsversuche
*Auswertung
*Internetprojekt (Vorstellung der Arbeit mit Wikipedia)
*Evaluation der Veranstaltung


jpm antwortete am 05.11.06 (13:39):

Ich verlege dieses Forum ins Archiv und eröffne ein neues in dem neu gegründeten LdL-Bereich hier:

(Internet-Tipp: http://www.zum.de/Foren/ldl/cgi_neu/forum.cgi)