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THEMA: LdL Im Mathematikunterricht
55 Antwort(en).
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Helmut Janisch
begann die Diskussion am 16.06.00 (11:38) mit folgendem Beitrag:
Wer hat hier schon Erfahrungen?
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Elisabeth Engel
antwortete am 20.06.00 (09:54):
Selbstverständlich bin ich bereit zu helfen ! Hier wäre natürlich interessant, welche Klassenstufen Sie momentan unterrichten und welche Themen im besonderen. Da ich momentan noch über keinen Internet-Zugang verfüge, muss ich Sie bitten sich entweder persönlich an mich zu wenden (Tel. 089-3086872) oder über die eMail "mailrolf@aol.com" indirekt mit mir zu kommunizieren, die mir ein Kollege dann jeweils zukommen lässt. MfG Elisabeth Engel (via Rolf-Dieter Preller)
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Claus Hilgers
antwortete am 25.06.00 (22:42):
Ich habe im Frühjahr 99 eine Zulassungsarbeit fürs 2.Staatsexamen geschrieben. Außer dieser Sequenz (Kreismessung 10.Klasse) habe ich ab und zu noch "kleinere" LdL-Formate getestet.
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Helmut Janisch
antwortete am 28.06.00 (13:06):
Danke für alle Tips und Hinweise, die bisher eingegangen sind. In diesem Schuljahr (Abitur, Deputatsverteilung, Stundenplan, etc.) werde ich noch nicht LdL ausprobieren. Aber im nächsten Schuljahr geht's dann los. Ich werde mich dann wieder melden und hoffe bis dahin auf weitere Hinweise und Tips.
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Nicola
antwortete am 27.08.00 (21:22):
Hallo an alle!
Ich kenne LDL zwar mittlerweile schon relativ gut, habe aber noch keine Erfahrung mit Ldl in Mathematik, deshalb möchte ich fragen, ob jemand entweder ein Video etc. von einer Ldl-Stunde im Matheunterricht hat oder sonst eine Idee hat, in der ich Ldl in mathe kennen lerne???
Über Antworten freut sich Nicola
(Internet-Tipp: http://www.dbg.rt.bw.schule.de)
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Marion
antwortete am 26.10.00 (16:53):
Liebe LdL-ler Ich möchte mich hier in die Reihe der "Unwissenden" einreihen... Ich bin Referendarin an einer Gesamtschule und unterrichte derzeit eine 7.Klasse in Mathematik. Im Rahmen meiner Hausarbeit zum 2. Staatsexamen möchte ich das Themengebiet der rationalen Zahlen mit Hilfe der Methode mit meinen Schülern erarbeiten. Nun habe ich die letzten Nachmittage mit dem Studieren der diversen Seiten die ich zu LdL finden konnte verbracht( Stunden über Stunden!...aber begeistert...). Aber ich muss doch zugeben, dass mich auch das Lesen der Erfahrungsberichte nicht letztendlich zufriedenstellte. Eine brennende Frage betrifft den hierarchischen Aufbau der Mathematik an sich. Eignet sich die Methode tatsächlich einen ganzen Themenkomplex in Schülerhände zu geben? Denn ich denke, dass Schüler, welche eines der "letzten" Themen innerhalb dieser Einheit vorstellen sollen, doch erst den gesamten Stoff erarbeiten müssen, bevor sie sich ihrem eigenen Gebiet zuwenden können. Kann dieses Problem irgendwie umgangen werden, und wenn ja, wie?? Eine weitere Frage ist, wie viel bzw. welches Material ich den Schülern zur Verfügung stellen muss und kann. Genügt es lediglich Seiten aus dem Schulbuch zu verwenden? MfG Marion
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Jean-Pol Martin
antwortete am 26.10.00 (17:53):
Liebe Marion, an meiner Schule gibt es zwei Lehrer, die mit LdL Erfahrungen haben und auf Ihre Fragen antworten können. Eine Lehrerin, Frau Laumeyer, hat sogar einen Aufsatz darüber geschrieben (siehe Materialien). Ich werde die beiden um ihre Telephonnummer bitten, damit Sie sie anrufen können. Bis bald.
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Jean-Pol Martin
antwortete am 28.10.00 (05:01):
Ich habe meine Kollegin, Frau Laumeyer, angesprochen. Sie wird Ihnen auf diesem Brett antworten. Gruß.
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Claus Hilgers
antwortete am 31.10.00 (00:23):
Liebe Marion, zum Thema hierarchischer Aufbau der Mathematik: Ich denke wir dürfen unsere SchülerInnen da nicht unterschätzen. Stell dir vor ein Schüler ist ein paar Tage krank, kommt wieder in die Schule und lernt unser Fach dann plötzlich völlig "unhierarchisch"... Geht wahrscheinlich genau so gut! Gerade beim Kapitel "Rationale Zahlen" sehe ich kein allzu großes Problem. Die vier Grundrechenarten kann man praktisch unabhängig von einander durchnehmen. Dabei muss man zwar z.B. der "Subtraktionsgruppe" die Additionsregeln mitteilen und sie werden sie auch anwenden, die anschauliche Herleitung der Additionsregeln werden sie aber erst als Unterrichtsstunde einer anderen Gruppe erleben, die sie dann auch entsprechend kompetent beurteilen können. Du kannst meines Erachtens sogar Herleitungs- und Übungsgruppen zu den einzelnen Themen vergeben. Den Übungsgruppen werden dann eben die Rechenregeln immer "mitgeteilt", die Herleitungsgruppen übernehmen die anschauliche Darstellung. Zum Thema Material: Nur das Schulbuch ist sicher zu wenig. Für die Standardeinheiten genügen aber Kopien aus ein bis zwei weiteren Büchern (damit sie sich zwischen mehreren Herleitungsmöglichkeiten entscheiden können bzw. müssen!). Schön finde ich allerdings auch, wenn man zusätzliches Material bereitstellt (Geschichte der rationalen/negativen Zahlen, Enzensberger's Zahlenteufel: zweite Nacht, Rätsel und Spiele)
Schöne Grüße
C. Hilgers
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Marion Dönig
antwortete am 02.11.00 (14:13):
Lieber Jean-Pol, lieber Claus....
ich möchte euch für die schnelle Antwort danken. Bin gespannt, was mir Frau Laumeyer noch antwortet.... Zu Claus: Es stimmt wohl, dass gerade das Themengebiet der rationalen Zahlen im Hinblick auf hierarchischen Aufbau nicht so schwierig ist. Meine Überlegungen zielten prinzipiell in die gleiche Richtung, wie deine Ausführung, aber es tut gut eine Bestätigung zu erhalten, vorallem, wenn Kollegen im eigenen Team da seehr skeptisch sind. Ich habe heute meine "Einführungsstunde" gehabt und bin super gespannt auf die morgen folgende Diskussionsrunde. Manche Kinder waren hoch motiviert, andere eher zurückhaltend, aber allgemeiner Konsens war doch, sich einfach mal darauf einzulassen. Hat eigentlich schon mal jemand Erfahrungen mit einer 7. Klasse gesammelt? Ich habe lange überlegt, ob ich die Schülerinnen und Schüler damit nicht überfordere, aber die an dieser Schule stark geförderte Methodenkompetenz der Schülerinnen und Schüler (gerade in diesem Kurs) hat mich dann doch in meiner Absicht bestärkt. Liebe Grüße Marion
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rolf robischon
antwortete am 04.11.00 (16:07):
kinder (wahrscheinlich alle anderen menschen auch) lernen nicht in kleinen schrittchen, nicht in einer zugeteilten reihenfolge, nicht gleichzeitig und schon gar nicht das gleiche. vor allem müssen sie beim lernen miteinander reden, irrtümer begehen dürfen und sie selber feststellen, eigene wege und umwege finden dürfen und wir müssen ihnen zeit lassen. das ist sicherer und schneller.
(Internet-Tipp: http://tipps.de/kooperativeslernen/)
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Jean-Pol Martin
antwortete am 05.11.00 (06:59):
Liebe Marion, schön, dass Claus Hilgers eingesprungen ist (er hat eine Arbeit über LdL geschrieben)! Ich selbst bin sehr gespannt auf Ihre weiteren Erfahrungsberichte. Hoffentlich schaltet sich einmal ein LdL-Experte ein, der auch Mathematik unterrichtet und dieses Brett moderiert!
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Jean-Pol Martin
antwortete am 05.11.00 (08:28):
Vielleicht helfen auch an dieser Stelle einige Gedanken aus einem Vortrag den ich am kommenden Dienstag in Eichstätt halte:
"Wenn Schule und Hochschule die ihnen anvertrauten jungen Menschen auf die Wissensgesellschaft vorbereiten sollen, dann müssen Schüler und Studenten vor allem daran gewöhnt werden, Informationen zu Wissen umzuformen. Die Frage, die sich dem Lehrer stellt, ist also: woher kommen die Informationen, die im Unterricht bearbeitet werden, und wie werden sie zu Wissen umgeformt? Im traditionellen gymnasialen Unterricht liegen die Informationen in den Lehrwerken aufbereitet und sie werden vom Lehrer möglichst klar strukturiert, linear an die Schüler weitergegeben. Die Aufgabe des Schülers ist im Wesentlichen, die fehlerfreien, sofort verständlichen Inhalte aufzunehmen. Zur Transformation von Informationen zu Wissen durch Infragestellung, Beseitigen von Missverständnissen und Fehlern, durch Bewerten und Verwerfen bleibt in der Übungsphase nur wenig Zeit. Mit der Methode „Lernen durch Lehren“ wurde ein erster Schritt in die Richtung eines Durchbrechens der Linearität gemacht. In der Tat: die Präsentationen der Inhalte durch die Schüler sind nie perfekt. Es muss stets korrigiert, geklärt und erklärt werden. Während im lehrerzentrierten Unterricht die Informationen von Vornherein geordnet und linear dargeboten werden (Linearität a priori), werden in LdL die Informationen eher ungeordnet dargeboten und erst im Nachheinein zu einem geordneten, linearen Wissen organisiert (Linearität a posteriori)."
Der Vortrag ist unter folgender Adresse zu finden:
(Internet-Tipp: http://www.ldl.de/aktuell/eichstaett.htm)
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Ulrike Laumeyer
antwortete am 20.11.00 (22:49):
Hallo Marion, mit großem Interesse habe ich all die Beiträge gelesen. LdL habe ich bisher erst ab der 8. Klasse eingesetzt, habe also mit LdL in der Unterstufe keine Erfahrung. In der 8. Klasse allerdings hat es meist sehr gut funktioniert. Zwei Stunden daraus habe ich in MNU 53/3 (15.4.2000) dokumentiert. Erst einmal zum Thema Material: Wichtig ist hier die Frage, wo bereiten die Schüler ihren LdL - Beitrag vor - während der Unterrichtszeit oder zu Hause? Wenn die Vorbereitung zu Hause läuft, nicht zu viel Material. Das verwirrt nur und die zeitliche Belastung darf nicht zu groß werden. Oft reicht das Schulbuch aus, wenn es gut ist und nicht nur eine Aufgabensammlung. Müssen Schüler der 7. Klasse mehrere Herleitungen verstehen und beurteilen können? Oder reicht es, wenn sie eine verstanden haben und erklären können? Weniger ist oft mehr. Zum Problem des hierarchischen Aufbaus in der Mathematik: Das ist sicherlich der Grund dafür, dass nicht alle Themen in der Mathematik für LdL geeignet sind. Ich halte es nicht für richtig, Schülern einfach die Regel zu nennen, ohne ihnen zu erklären, warum das so ist. Das ist für mich wie die Anwendung eines Kochrezepts, aber nicht Mathematik am Gymnasium. Da geht es um das Verstehen und die Hintergründe. Die Motivation für die Hintergründe ist aber wohl meist sehr gering, wenn ich das Ergebnis schon weiß. Vielleicht kannst du das Problem umgehen, indem du dir überlegst, wann deine Stunden vorbereitet werden. Werden alle Stunden vor Beginn der Unterrichtseinheit von den Schülern parallel vorbereitet oder lässt du die Schüler nacheinander, also neben dem laufenden Unterricht ihre Einheiten entwerfen. Beispiel: 1. Stunde: Herleitung der Regel für die Addition im Unterricht, dann Vergabe der Vorbereitungsmaterialien für eine Übungsstunde; usw. Schüler bereiten ihre Einheit normalerweise innerhalb einer Woche außerhalb des Unterrichts vor. Zur Frage, ob man eine ganze Einheit vergeben kann: Ich denke grundsätzlich ja, aber lass dich von der Idee nicht fesseln. Wenn du merkst, dass einige Schüler aussteigen, schiebe eine zusätzliche Stunde ein, die du selbst hältst, um stoffliche, aber auch methodische und didaktische, vielleicht auch disziplinäre Probleme zu lösen.
mfg Ulrike
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Jean-Pol Martin
antwortete am 23.02.01 (07:49):
Immer mehr gelange ich zur Erkenntnis (natürlich auf der Grundlage meiner Erfahrung in meiner 9.Klasse), dass der Unterricht nicht so sehr der Ort der Stoffvermittlung, sondern der Ort des Übens und des Klärens offener Fragen sein soll. Wäre es z.B. in Mathematik nicht möglich, die Schüler zu bitten, den neuen Stoff zu Hause im Buch zu lesen, Fragen aufzuschreiben, die sie nicht alleine klären können, und dann in der Schule den Unterricht zu benutzen, um zu Üben und Unklarheiten zu beseitigen? Warum muss denn in der Schule ein Stoff dargeboten werden, der ohnehin in den Büchern steht?
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rolf robischon
antwortete am 23.02.01 (13:20):
Lieber Jean-Pol Martin, zu der Erkenntnis sind Sie in der Schulstunde (ich sage schon lange nicht mehr "Unterricht" dazu) gekommen. Stimmts? Zum Lernen, zur Erkenntnis braucht man die Lerngelegenheiten und andere Menschen und außerdem Informationen. Das alles finden junge Menschen oft am leichtesten in der Schule.Die Schulstunden sollten so ablaufen dürfen, dass Lerngelegenheiten und Informationen zur Verfügung stehen und die Lernenden frei und selbstständig und vor allem miteinander damit umgehen dürfen. Zusammenhänge und Abläufe sollten nicht "erklärt" werden, womöglich nachdem sie vorher zu einem Problem gemacht wurden. Das was Kinder und Jugendliche lernen können, kann ihnen so "durchsichtig", so einleuchtend wie möglich zur Verfügung gestellt werden. "Beibringen" ist dagegen ein Vorgang, der bei zu Vielen Widerstand erzeugt oder Ängste. Lernen ist Aktivität der Lernenden. Niemand kann effektiv "belernt" werden. Wenn Lernbewegungen offen und selbstständig sein dürfen, finden sie nicht an zugewiesenen Orten und zu zugewiesenen Zeiten statt. Ich lasse so Schulanfänger ihre Schrift und ihre Mathematik erfinden, ihre Kommunikationsformen entwickeln, Verhaltensweisen und Einstellungen finden. Herzliche Grüße Rolf Robischon
(Internet-Tipp: http://home.t-online.de/home/rolf.robischon/website_robischon.html)
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Jean-Pol Martin
antwortete am 24.02.01 (13:18):
Ich bin einverstanden...
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rolf robischon
antwortete am 25.02.01 (12:40):
Liebe Angelika Lafos, ich freue mich über Ihre Reaktion. Dürfen Sie so was als Lehrerin? So mit dem Lernen umgehen, wie es tatsächlich statt findet? Die Leute, die zu Ihnen zur Revision kommen, kennen vielleicht wirklich nur "Unterricht", Manipulation, Tauschwertpädagogik (was muss ich tun und was krieg ich dafür), Inszenierung von Belernungs-Veranstaltungen. Lehrkräfte verstecken Ostereier, führen die Lernenden hin und lasen sie sich geben. Voila, es hat wieder mal toll geklappt. Solche Abläufe hab ich zur Genüge erlebt aus den verschiedenen Blickwinkeln, als "Schüler", Student, Lehrer, Schulleiter, Vater. Der Didaktik (Lernen machen) stelle ich die Mathetik (Lernen lassen) gegenüber. Dadurch bin ich an die LdL-Seiten geraten. Dr. Chott arbeitet über Mathetik. Und ich erkämpfe mir die Möglichkeit so arbeiten zu dürfen und Kinder so lernen zu lassen. Bis vor wenigen Jahren wurde meine Arbeitsweise massiv bekämpft von den lieben vorgesetzten Behörden und erlebte allerhand Misstrauen bei etlichen Eltern, die natürlich Schule anders kennen. Jetzt sehen Eltern, dass Kinder sich in meinen Schulstunden, gern auch in jahrgangsgemischten Lerngruppen vollkommen frei bewegen, immer miteinander reden, sich etwas zum Lernen und Arbeiten suchen (Lernen ist ein Grundbedürfnis von Menschen, wie Atmen oder Bewegen. Nicht eine lästige Pflicht zu ihrem "Besten") und dabei tatsächlich erfolgreich sind. Manche schneller und manche langsamer, jedes in seinem eigenen Tempo. Sie erreichen so viel sie erreichen können. Mehr geht ja wohl kaum. In einem Bildungsplan steht, was Kinder und Jugendliche lernen können, nicht was sie "fressen" müssen gegen Benotung. In einem Bildungsplan für Pinguine steht nicht "Fliegen". Wenn Sie mehr dazu lesen wollen, schauen Sie doch mal in meine Website. Nach Ihrer Beschreibung sind Sie längst auf dem Weg zum Lernen lassen. Die Revision überstehen Sie leicht. Notfalls rufen Sie uns zu Hilfe. Herzliche Grüße (nach Köln?) rolf robischon
(Internet-Tipp: http://home.t-online.de/home/rolf.robischon/website_robischon.html)
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Jean-Pol Martin
antwortete am 26.02.01 (14:57):
Schade, dass wir den Beitrag von Angelika Lafos nicht lesen konnten...
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Matthias Jäger
antwortete am 09.03.01 (02:06):
Lieber Jean-Pol Martin, in Ihrem Beitrag vom 23.02.01 fragen Sie: "Warum muss denn in der Schule ein Stoff dargeboten werden, der ohnehin in den Büchern steht?" Dieser Frage schließe ich mich voll und ganz an; Ich möchte aber zu bedenken geben, dass wir den Schülern weit mehr anzubieten haben, als in den Bücher steht! In der Mathematik geht es ja nicht nur um Rechenregeln und Beweisrezepte sondern auch um Problemlösungsstrategien. Ein schlechtes Lehrbuch bietet dem Leser eine Lösung zu einem bestimmten Problem an, ein gutes Lehrbuch zeigt ihm auch einen Weg dorthin auf. Doch im Unterricht kann der Schüler darüber hinaus eigene Wege ausprobieren und fremde Wege diskutieren; er lernt dabei, Lösungsstrategien neu zu entwickeln, zu prüfen und zu bewerten. Diese interaktive, kommunikative, kreative Lerndimension lässt sich meines Erachtens durch kein Buch ersetzen. Neben dem "Üben und Klären offener Fragen" musss daher auch immer wieder von und mit den Schülern neuer Stoff erarbeitet werden!
einen fröhlichen Tag wünscht Matthias Jäger
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Rolf Robischon
antwortete am 09.03.01 (22:47):
Lieber Matthias Jäger, könnten Sie mit der Vorstellung leben, statt "Stoff" Wissensbereiche (Leben, Technik, Kunst....) zu sagen und statt "Fächer" Lernbereiche (Komunikation, Systematisieren, Zusammenhänge erkennen und herstellen....) ? Mir gefällt Ihr Wortlaut: Interaktive, kommunikative, kreative Lerndimension. So soll Schule sein: Intensiv und stressfrei.
(Internet-Tipp: http://home/t-online.de/rolf.robischon/website_robischon.html)
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Jean-Pol Martin
antwortete am 10.03.01 (08:09):
@ Matthias Jäger: "Diese interaktive, kommunikative, kreative Lerndimension lässt sich meines Erachtens durch kein Buch ersetzen. Neben dem "Üben und Klären offener Fragen" musss daher auch immer wieder von und mit den Schülern neuer Stoff erarbeitet werden!" Natürlich bin ich absolut einverstanden. Ich gehe davon aus, dass der Unterricht in der Gruppe in Zukunft dazu genutzt wird, Informationen zu Wissen umzuformen, das bedeutet diese Information gemeinsam zu sichten, auf ihre Richtigkeit zu prüfen, Unklares zu klären, zu ordnen usw. Von daher wird das Klassenzimmer nicht mehr der Ort der Informationsvermittlung aus einer Quelle, sondern der Kommunikation zwischen den Akteuren. Wann kommunizieren Lebewesen (auch Menschen)? Wenn: - ein Informationsgefälle herrscht (der eine weiß etwas, was der andere nicht weiß), - ein Sachverhalt für einige Teilnehmer nicht klar ist (die Kommunikation dient zur gemeinsamen Klärung von Unklarem), - eine gemeinsame Aktion, ein Projekt geplant und durchgeführt wird. Der Unterricht sollte darauf abgestimmt sein, solche Kommunikationssituationen zu schaffen. Im Fremdsprachenunterricht ist so etwas ganz einfach. Wie ist es in Mathe?
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rolf robischon
antwortete am 13.04.01 (19:23):
Die Diskussion muss weiter gehen. Wie es in Mathe ist? Nehmen Sie doch an, dass ordnen, vergleichen, zählen, Beziehungen finden oder herstellen, aneinander reihen.... zu den menschlichen Grundbedürfnissen gehört. Es besteht nicht nur Informationsgefälle, es gibt auch Unterschiede im Einfallsreichtum, in der Art zu experimentieren, zu forschen, auf etwas los zu gehen, darüber zu sprechen. Sie haben recht: Das Schulzimmer muss Ort der Kommunikation unter den Lernenden sein. Die Lehrkraft hat nun die Rolle eines Moderators und sie muss sich um die Lerngelegenheiten kümmern. In Mathematik muss also etwas zu bauen, konstruieren, ordnen, aufreihen, vergleichen, messen, zählen, benennen... bereit liegen oder stehen. Und die Lehrkraft darf die Lernenden nicht daran hindern, damit nach eigenen Bedürfnissen umzugehen. Lehrpersonen haben nach ihren lLernbiografien und nach ihrer Ausbildung in der Regel Ängste, die Abläufe würden ihnen entgleiten, eine von ihnen nicht geplante Richtung einschlagen, nicht in Gang kommen. Und dann manipulieren und inszenieren sie wieder und sie wundern sich, dass gewünschte Ergebnisse nicht eintreten oder dass es Gegenwehr gibt. Stimmts? Sie brauchen die Geduld eines Gärtners, die Ruhe eines Schäfers, die Zuversicht eines..(?) na eines Lehrers, einer Lehrerin. Schule darf sich nicht mehr als Wissensabfülleinrichtung verstehen.
(Internet-Tipp: http://home.t-online.de/home/rolf.robischon/website_robischon.html)
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rolf robischon
antwortete am 10.06.01 (11:15):
warum geht es hier nicht weiter? bin ich es schuld? gibt es keine widersprüche oder kommentare zu meinen darstellungen? oder fragen? herzliche grüße
(Internet-Tipp: http://home.t-online.de/home/rolf.robischon/website_robischon.html)
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Jean-Pol Martin
antwortete am 10.06.01 (11:34):
Sie sind garantiert nicht "schuld"! Im Gegenteil! Ohne Sie wäre das Brett tot! Wahrscheinlich haben Sie mehr Leser als Sie ahnen. Bis die Leute sich an das Medium gewöhnen und einfach ihre Gedanken mitteilen, spontan und ohne Angst, "blöd" dazustehen, wird es noch lange dauern. Tragen Sie ruhig Ihre Ideen hier weiter ein! So mache ich es ja auch...
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V.
antwortete am 10.06.01 (17:48):
Also LDL im Matheunterricht kann ich mir kaum vorstellen. Aber ich denke mal es würde wirklich schon helfen wenn wir Schüler miteinander reden dürfen um Probleme (aber nur Unterrichtsbedingte) zu besprechen. Wenn wir aber bei unserem momentanem Leherer versuchen uns gegenseitig zu helfen meint er bloß: ich sag jetzt gar nix mehr weil ihr redet und erklär euch nix, dafür dikitier ich jetzt... Ich finde das wirklich lächerlich! Aber so kommt nur ein schüler weiter der einigermaßen bescheid weiß und der rest hinkt immerwieder hinterher und redet mit Leuten um einigermaßen mitzukommen. Bei vielen Lehrern müsste man dafür sorgen dass wir mitdenken müssen, da reicht es nicht gelegentlich einen schüler an die Tafel zu stellen.
Viele Grüße
V.
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rolf robischon
antwortete am 10.06.01 (18:37):
LdL beim Mathematiklernen kannst du dir nur bei eurem Lehrer nicht vorstellen, bei den Jugendlichen um dich herum schon. Ob dieser Lehrer von LdL schon mal was gehört hat oder überhaupt von demokratischer Schule oder von Schulreform? Er verhält sich wie in der Steinzeit. schlag ihm mal die Website vor: http://kraetzae.de/sudbury.htm Das gibt es wirklich. Und ich arbeite so an einer Staatlichen Grundschule. Kinder und Jugendliche lernen tatsächlich gerne und effektiv, wenn sie selbstorganisiert und kooperativ lernen und arbeiten dürfen. Schwer ist nur, dass sie nach ein paar traditionellen Schuljahren mit Manipulation und Inszenierung, Druck und Auslese selber kaum noch glauben können. Mach eine Klassenkonferenz, geh in die Schulkonferenz, hol Jean Pol Martin zur Hilfe oder andere die in der Nähe sind. Oder lernt einfach miteinander außerhalb dieser unterdrückten Schulstunden. Also?
(Internet-Tipp: http://home.t-online.de/home/rolf.robischon/website_robischon.html)
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V.
antwortete am 12.06.01 (18:57):
Ich glaube nicht dass es etwas hilft dem Lehrer LDL voruschlagen. Einmal wollte er es ausprobieren und hat dann eine der schlechtesten Mathematikerinnen an die Tafel gehen lassen um den anderen eine schwierige Aufgabe zu erklären. Natürlich hatte diese gewaltige Probleme und der Lehrer hat gemeint: Seht ihr ich wusste es gleich dass ihr es im mathematik Unterricht nicht schafft LDL zu verwenden. Und das wars dann auch. Privater Matheunterricht...den machen wir vor Schulaufgaben, aber dann stoßen wir auf ein problem und müssen durch die Klasse telephonieren um es zu lösen und damit machen wir uns immerwieder selbst verrückt. Wenn man das jeden Tag durchsetzen könnte ürde es sicher Erfolge mit sich bringen, aber uns fehlt auch die Lust freiwillig extra eine Stunde Mathe zu üben.
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rolf robischon
antwortete am 12.06.01 (23:17):
er wollte es nicht probieren, sondern beweisen, dass es ja doch nicht klappt. bei seinen vorstellungen über lernen. meine denk- und arbeitsweise ist: selbstorganisiertes kooperatives lernen. bei mir gibt es das wort "unterricht" nicht mehr. wenn ein paar von euch, wahrscheinlich nicht mehr als fünf (nach meinen beobachtungen ist das so)sich ab und zu zusammensetzen und an einem problem knabbern, ideen suchen, umwege und eigene wege suchen und notfalls irgendwelche experten um rat fragen, dann erreicht ihr für euer mathematisches verständnis viel mehr als wenn ihr in so einer öden schulstunde sitzt und den vortrag anhört. wenn die schulstunde nichts bringt, kann man sich dort ja ausschlafen oder unter dem tisch was interessantes lesen. lernen ist nicht das, was der lehrer "verabreicht" sondern das was die lernenden miteinander und selbstständig und auf eigenen wegen und umwegen entwickeln, erfinden, bearbeiten. dazu gehören auch irrtümer, die man selber feststellt. dieser lehrer kennt wohl nur "fehler" die für ihn beweise für nichtwissen sind. dabei sind diese irrtümer beweise für lernbewegungen. nicht aufgeben, nicht aufgeben.
(Internet-Tipp: http://home.t-online.de/home/rolf.robischon/website_robischon.html)
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V.
antwortete am 13.06.01 (20:49):
da haben Sie Recht ;) ja ich habs wirklich nötig in Mathe besser zu werden, da werd ich mich mal mit Freunden zusammensetzen da machen sicher welche mit...und wenns bloß darum geht dem Lehrer was zu beweisen.
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Gregor Kowalski
antwortete am 14.06.01 (00:28):
Lieber Rolf Robischon, lieber JeanPol Martin, liebes V und Rest der Schreiber und Leser, habe danke Rolf nun auch den Weg nach hier gefunden. Finde es stark, dass Schüler wie V. anfangen, ihr Lernen selber in die Hand zu nehmen, statt sich in der Schule langweilen zu lassen. Da ich selber Mathelehrer bin, könnte ich den von Rolf erwähnten "Experte" für V. und Freunde machen, falls es beim Lernen scheinbar unüberwindbare fachliche probleme geben sollte. Gruß Gregor
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V.
antwortete am 14.06.01 (16:51):
Da hier anscheiend sehr viele Mathematiker vorhanden sind werde ich mich beim nächsten unüberwindbaren Problem ganz sicher hilfesuchend hierher wenden ;)
V.
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Claus Hilgers
antwortete am 17.06.01 (00:12):
Lieber Rolf Robischon, keine Sorge, das Brett wird schon gelesen... - wenn auch nicht immer regelmäßig! Klasse finde ich, dass sich inzwischen auch Schüler zu Wort melden. (Danke V.!!!) Ich werde gleich mal versuchen, ob ich nicht vielleicht auch von meinen Schülerinnen und Schülern den/die ein oder andere/n überreden kann, einen kleinen Beitrag zu schreiben. Auf LdL-Tagungen habe ich immer wieder festgestellt, dass sich SchülerInnen LdL im Mathematikunterricht mit Abstand am schlechtesten vorstellen können - auch wenn sie in anderen Fächern bereits gute Erfahrungen gemacht haben. (Argument: ...wir verstehen es ja schon nicht, wenn der Lehrer es erklärt!!!). Vielleicht wäre es eben drum auch nicht schlecht, wenn sich mehr SchülerInnen an der Diskussion beteiligen könnten. Mal sehen.. Schöne Grüße C. Hilgers
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V.
antwortete am 17.06.01 (13:01):
Es ist bloß immer gefährlich. man muss genau darauf achten was man schreibt und Schleimerein über lehrer helfen bei solchen Diskussionen auch nicht weiter, aber wenn man dan die Unterrichtsmethode kritisiert besteht immer die Gefahr dass man selber dadurch Nachteile hat.
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V.
antwortete am 17.06.01 (13:01):
Es ist bloß immer gefährlich. man muss genau darauf achten was man schreibt und Schleimerein über lehrer helfen bei solchen Diskussionen auch nicht weiter, aber wenn man dan die Unterrichtsmethode kritisiert besteht immer die Gefahr dass man selber dadurch Nachteile hat.
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rolf robischon
antwortete am 17.06.01 (15:16):
liebe/lieber V. keine angst wegen nachteilen aus mitteilungen in diesem forum. notfalls kritisiere ich und hacke auf den begriffen "unterricht" und "methode" herum. ich bin schon so lange in der branche und hab alle nachteile erlebt. es geht nicht um "unterricht", also verabreichen von wissen mit anschließender pegelmessung, sondern es geht um das aufspüren von den ganz normalen und natürlichen lernabläufen. was soll ablaufen dürfen, damit du zusammenhänge, die du erst nicht verstanden hast, aber wissen willst aus verschiedenen gründen (und wenn es bloß wegen einer schulnote ist) schließlich selber herstellen kannst. dazu müssen menschen unterschiedlicher kompetenzen miteinander reden dürfen und sich gegenseitig fragen dürfen. (abfragen ist was ganz anderes und für viele menschen äußerst unangenehm, in der schule ein verbreitetes verfahren. es wird tatsächlich von vielen für notwendig gehalten) wer an mathematischen zusammenhängen und abläufen mit anderen experimentieren darf, kennt sich schließlich wirklich damit aus und kann dann entscheiden, wie er das neue wissen einsetzen will. rolf robischon
(Internet-Tipp: http://home.t-online.de/home/rolf.robischon/website_robischon.html)
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Jean-Pol Martin
antwortete am 30.06.01 (16:24):
Ich erlaube mir, Auszüge aus dem Eintrag von Angelika Lagos in dem Brett "Das LdL-Projekt: Traum oder Alptraum" hier einzugeben: "(...) Nicht alle Menschen sprechen die gleiche Sprache, auch nicht die mit der gleichen Muttersprache. Zaghaft begann ich auch jahrgangsübergreifend Schüler miteinander lernen zu lassen. Vor einem Jahr fand ich LdL im Internet und verfolge seitdem aufmerksam die „Zuschriften“. Ich bin mit einigen Lesern in Kontakt getreten, u.a. mit C. Hilgers, dem auf diesem Weg nochmal für seine Unterstützung danke. Ich habe im vergangenen Schuljahr in meiner eigenen 8. Klasse (Realschule) in Mathematik (innerhalb der Klasse und jahrgangsübergreifend) und in Geschichte die Methode sehr konsequent in Verbindung mit Gruppenarbeit genutzt. Die Schüler sind motiviert und begeistert bei der Sache. Kollegen haben Unterschiede zu andere Klassen beobachtet: Vortagsstil, Auftreten vor der Gruppe, Argumentation, schriftlichen Ausarbeitungen etc. unterscheiden sich von anderen Lerngruppen. Die Klasse und ich haben begonnen, die Erfahrungen mit der Methode zu evaluieren und wir werden die Methode und die Evaluation im neuen Schuljahr fortsetzen. Die Beobachtung, dass ein Drittel der Schüler in der Mittelstufe sitzenbleiben bzw. zumindest Nachprüfung machen, kann ich bestätigen, aber nicht für meine Klasse. Ein einziger Schüler muss definitiv wiederholen, im Vergleich zu 15 Schülern aus den beiden anderen Parallelklassen. „Meine“ Schüler haben dieses Jahr, auch Dank LdL viel gelernt und das Klassenziel erreicht. Zu Beginn des Jahres werde ich mit den Eltern zu diesem Thema arbeiten müssen, da es einige Fragen gibt (Was sind meine Aufgaben bei LdL? Wieso gehe ich, wenn sich die Schüler vorbereiten, kopieren? Wieso unterrichte ich nicht? usw.). (...)"
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rolf robischon
antwortete am 05.10.01 (10:39):
lieber jean pol martin hier muss es ja mal weiter gehen. sie wissen schon, dass ich mit einigen begriffen, die sie verwenden, längst probleme habe. unterricht, lehren, informationen zu wissen umformen, korrigieren, aufnehmen... informationen, sachverhalte, abläufe können geordnet werden. lernende stellen beziehungen dazu her, orientieren sich, finden ihr gleichgewicht und können, wenn sie kooperieren, ordnungen selber herstellen und mit vorhandenen vergleichen, sie "passend" machen. die vorstellung vom "aufnehmen" passt nicht dazu. wissen entsteht gemeinsam. ich glaube nicht, dass es isoliertes wissen gibt. allerdings sind die sichtweisen, beziehungen, einstellungen subjektiv. dass wissen, zusammenhänge, abläufe am ende ähnlich sind und meistens zusammen passen, außer bei neuentwicklungen, liegt daran, dass es menschen sind, die damit umgehen. sie strecken eben auf ähnliche arten die fühler aus und spinnen ihre wissensnetze. herzliche grüße rolf robischon
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Jean-Pol Martin
antwortete am 05.10.01 (13:32):
Lieber Rolf Robischon,
Sie schreiben: "sie wissen schon, dass ich mit einigen begriffen, die sie verwenden, längst probleme habe. unterricht, lehren, informationen zu wissen umformen, korrigieren, aufnehmen..." - Ich kann nachvollziehen, dass Sie mit diesen Begriffen Probleme haben. Mit ihrer Darstellung der Vorgänge (hier hätte ich ohne Ihren Einwand eigentlich "Unterricht" eingesetzt) bin ich auch einverstanden. Nur: ich bediene mich der Sprache, die von der größtmöglichen Zahl von Kollegen verstanden wird. Und auch wenn der Begriff "Unterricht" für das, was wir (Sie und ich) machen, nicht mehr ganz passt, ziehe ich es einem anderen Begriff vor, der meinen Lesern nicht geläufig wäre. Natürlich könnte ich mich einer neuen Terminologie bedienen, aber das Ganze ist ja kompliziert genug! Übrigens: im Fremdsprachenunterricht "nehmen" Schüler tatsächlich gemeinsam ständig "Neues" auf, sie "korrigieren" sich bei "Fehlern", usw.
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rolf robischon
antwortete am 05.10.01 (17:54):
lieber jean pol martin ihnen liegt daran möglichst viele in ihrer gewohnten sprache zu erreichen. mir liegt daran, begriffe auszutauschen, damit auch abläufe schließlich anders werden. wenn ich statt "unterricht" und "schüler" meine arbeit und die der kinder (und jugendlichen) sage, ist es viel leichter, sich von üblichen verfahrensweisen zu entfernen. wenn ich nicht mehr stoff, fächer, thema, fehler, korrigieren sage, gehe ich mit dem lernen der kinder und jugendlichen grundsätzlich anders um, ganz gleich in welchen lern- oder wissensbereichen. sind wir beide zur zeit in diesem forum unter uns? herzliche grüße rolf robischon
(Internet-Tipp: http://home.t-online.de/home/rolf.robischon/schulanfang.htm)
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Jean-Pol Martin
antwortete am 05.10.01 (18:02):
Ihr Anliegen ist mir schon klar. Ich finde es auch in Ordnung...:-))
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ewe
antwortete am 06.02.02 (18:36):
es ist schon irre, da sitze ich am anderen ende der Welt und lese in einem strassencafe mit internetanschluss LdL. Wenn ich meinen eigenen Anschluss habe, werde ich mich mal selbst einbringen. Bis dahin - MfG -ewe -
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Jean-Pol Martin
antwortete am 06.02.02 (18:44):
Ja prima, ewe! Können Sie nicht ein bisschen genauer sein? Ihr Eintrag macht ja sehr neugierig! :-)) Kennen Sie LdL?
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mthunhb
antwortete am 18.08.04 (13:42):
lieber jean-pol martin, lieber rolf robischohn, vor vier wochen bin ich von unserer kreisvolkshochschule gefragt worden, ob ich (unter anderem) etwas über ldl und matheunterricht als dozent im rahmen einer lehrerfortbildung vortragen könnte. mein wissen über lehrmethoden kommt von der ästhetischen erziehung, mein wissen über mathematik aus dem studium (m.a.) her und ich dachte mir: klar, warum nicht? (ich hatte in wirklichkeit überhaupt keinerlei ahnung von ldl...) seitdem schaue ich mich hier im internet um und bin erblichen, vor unwissen, vor spannung, vor lust auf wissen... nun fällt mir auf, daß bestimmte foren wie ldl und mathe nicht mehr richtig aktiv sind. findet die diskussion vielleicht woanders statt? ich wäre froh, wenn sie mir einen tipp oder eine/n ansprechpartner/in nennen könnten. herzliche grüße und mit den besten wünschen für ihren erfolg,
michael thun aus achim bei bremen
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jpm
antwortete am 18.08.04 (14:03):
Gerne versuche ich Ihnen zu helfen! Im Augenblick ist unser Mathe-Spezialist für LdL der Kollege Claus Hilgers, der aber sicherlich im Urlaub weilt. Seine Materialien habe ich unter folgender Adresse gespeichert:
(Internet-Tipp: http://home.arcor.de/jean-polmartin/ldl/materialien/hilgers-01.htm)
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jpm
antwortete am 18.08.04 (14:04):
Ansonsten finden Sie weitere Mathe-Materialien natürlich unter:
(Internet-Tipp: http://www.ldl.de/material/berichte/mathe/mathe.htm)
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jpm
antwortete am 18.08.04 (14:05):
Wenn Sie weitere Fragen haben, melden Sie sich ruhig hier in diesem Forum. Ich werde sie beantworten, sofern ich dazu in der Lage bin!
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jpm
antwortete am 18.08.04 (14:12):
Und mein Basisartikel zu LdL:
(Internet-Tipp: http://www.ldl.de/material/aufsatz/warum-ldl.pdf)
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jpm
antwortete am 24.08.04 (12:12):
@mthunhab Konnten Sie mit meinen Hinweisen etwas anfangen?
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Franz Plehn
antwortete am 11.09.04 (15:57):
Hallo, ich habe diese Seite erst heute gefunden und bin beeindruckt. Gibt es inzwischen Erfahrungen mit weiterem Mathematikunterricht? Ich würde LdL gerne in Klasse 10 und im Leistungskurs versuchen. Mich interessiert augenblicklich, wie man die Schüler für die Methode gewinnt und wie die ersten praktischen Schritte aussehen. Muss das zu erarbeitende Wisssensgebiet aufgearbeitet werden oder lässt man die Schüler nach Themenstellung "einfach" drauf los studieren? Worin genau besteht die Rolle des Lehrers? (Bitte keine Allgemeinplätze dazu, die neueren Umformulierungen der Lehrerrolle sind mir geläufig). Grüße an alle, die mir weiterhelfen können. Franz Plehn
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jpm
antwortete am 11.09.04 (16:06):
@Franz Plehn Haben Sie bereits diese Materialien duchgesehen? Bitte Link unten anklicken:
(Internet-Tipp: http://home.arcor.de/jean-polmartin/ldl/materialien/hilgers-01.htm)
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jpm
antwortete am 11.09.04 (19:15):
Vor allem: kennen Sie unsere Hauptseite? Hier die Adresse:
(Internet-Tipp: http://www.ldl.de)
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rolf robischon
antwortete am 11.09.04 (21:11):
(Bitte keine Allgemeinplätze dazu, die neueren Umformulierungen der Lehrerrolle sind mir geläufig).????????? ein estklassiger kommunikationskiller. was könnte ich dazu schreiben? wer schon alles weiß braucht doch keine antworten, oder?
(Internet-Tipp: http://www.rolf-robischon.de)
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jpm
antwortete am 12.09.04 (06:39):
@Robischon Lustig! Ich fand die Bitte um Vermeidung von Allgemeinplätzen auch nicht sehr motivierend! :-)
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Franz Plehn
antwortete am 12.09.04 (09:22):
Nachdem eine Klammeranmerkung meinerseits nun gewürdigt wurde - gibt es Hilfen zum Kern meiner Anfrage neben Hinweisen auf rund um das Forum veröffentlichte Seiten?
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jpm
antwortete am 12.09.04 (09:42):
Das Problem ist, dass wir - aus welchem Grund auch immer - im Mathebereich "personnell" sehr dünn besetzt sind. Claus Hilgers macht regelmäßig (und sehr erfolgreich) Lehrerfortbildungen für LdL und Rolf Robischon meldet sich auf diesem Forum immer wieder. Meist scheint es, dass die Kollegen LdL in ihrem Unterricht probieren, Erfolg haben, und kein großes Interesse zeigen, die gewonnenen Einsichten zu verbreiten... Versuchen Sie es doch mal selbst: wenden Sie LdL in Ihrem Unterricht an und schauen Sie, wie es funktioniert ("exploratives Verhalten" ;-) Dann können Sie sich hier melden und konkrete Fragen stellen. Es ist schwer für uns, wenn wir Ihnen relativ abstrakt im Vorfeld sagen müssen, worauf Sie alles achten sollen. Dagegen ist es viel leichter für uns, auf konkrete Fragen einzugehen.
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rolf robischon
antwortete am 12.09.04 (10:23):
lieber franz plehn bei mir heißt die arbeitsweise etwas anders, "selbst organisiertes kooperatives lernen" und ich denke, dass so in jeder bildungseinrichtung lernen und arbeiten möglich sein müsste. in höheren schulklassen sind jugendliche und junge erwachsene in der regel "übliche" schulverhaltensweisen gewohnt und warten auf "unterricht". bei dem was jean pol martin oder ich im sinne haben, geht es darum, material, probleme, lerngelegenheiten auszubreiten und zum bearbeiten und lernen freizugeben. wenn einige der lernenden erfolgreich experimentiert haben oder sich festgefressen haben und nicht weiter wissen, müssen sie miteinander darüber reden dürfen und gemeinsam an möglichen erfolgen arbeiten dürfen. aus dem lehrer wird der lernbegleiter, der kommentiert:"du hast das oder das heraus gefunden.." "du kannst gut mit dem oder jenem zusammen arbeiten". ich habe die erlaubnisse (reden, umher gehen, zusammen arbeiten, alles benützen was im zimmer ist) und die verbote, am schluss war es nur noch eins(es ist verboten, andere bei der arbeit zu stören) offen an der wand ausgehängt und immer wieder darauf hingewiesen. ist mein beitrag möglicherweise eine hilfe für dich?
(Internet-Tipp: http://www.rolf-robischon.de)
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Wolfgang Fischer
antwortete am 12.09.04 (22:10):
@Franz Plehn Es gibt viele verschiedene Methoden LdL einzusetzen und was besonders gut ist, keine Vorschriften. Um nicht "allgemein" werden zu müssen sollten Sie uns einige Beweggründe mitteilen. Je nach Schüleralter, Vorerfahrungen, Lehrerpersönlichkeit, Fachbereich, pädagogische Freiheit an der Schule etc. wird der Ansatz ein anderer sein. Gehen Sie einfach einmal in die Klasse, "erhöhen" Sie die Schüler und sagen Ihnen: Ich möchte heute etwas ausprobieren. Folgende Problemstellung liegt an. Wie würdet Ihr das als Lehrer machen? Nach der Stunde haben Sie dann bestimmt konkrete Fragen und die Diskussion kann beginnen.
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Wolfgang Fischer
antwortete am 11.10.04 (22:05):
@Franz Plehn Haben Sie Erfahrungen mit LdL gesammelt?
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Franz Plehn
antwortete am 11.10.04 (22:31):
Bisher nicht. Ich wurde krank, dann begannen die Herbstferien und dauern noch an. Aber ich möchte dranbleiben!
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Wolfgang Fischer
antwortete am 12.10.04 (14:31):
@Franz Plehn Gute Besserung und viel Erfolg!
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jpm
antwortete am 27.02.05 (09:20):
@Alle Am vergangenen Donnerstag hat Claus Hilgers an der Uni Eichstätt im Rahmen des Mathe-Colloquiums vor großem Publikum einen sehr gelungenen Vortrag über LdL im Mathe-Unterricht gehalten (siehe Feed-Back einer Kollegin aus meiner Schule unten). Claus Hilgers verschickt auch umfangreiche Materialien: Hier seine eMail-Adresse: claushilgers@web.de
"Lieber Herr Hilgers bei Ihrem sehr anregend Vortrag in Eichstätt haben Sie angeboten Materialien zu LdL für Mathematik an uns Kollegen über e-mail weiter zu geben. Ansätze zu LdL baue ich seit langem in meinen Unterricht ein, und ich denke es ist jetzt für mich die Zeit gekommen dies weiter zu forcieren. Deshalb bitte ich um Ihre mail. Vielleicht erleichtert mir dies meinen Einstieg. Vielen Dank im Voraus. Mit freundlichen Grüßen Ihre Kollegin EB" Einen Teil der Materialien finden Sie hier:
(Internet-Tipp: http://home.arcor.de/jean-polmartin/ldl/materialien/hilgers-01.htm)
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jpm
antwortete am 27.02.05 (11:02):
@C.Hilgers Ganz lustig! Ich habe alle Einträge auf diesem Brett noch einmal durchgelesen und Ihren ersten Eintrag (Juni 2000) entdeckt: "Claus Hilgers antwortete am 25.06.00 (22:42): Ich habe im Frühjahr 99 eine Zulassungsarbeit fürs 2.Staatsexamen geschrieben. Außer dieser Sequenz (Kreismessung 10.Klasse) habe ich ab und zu noch "kleinere" LdL-Formate getestet."
Inzwischen ist einiges passiert, oder? ;-))
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jpm
antwortete am 27.02.05 (11:04):
Übrigens: für Mathelehrer sind bestimmt alle Einträge auf diesem Brett seit Juni 2000 interessant!
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Ismaning
antwortete am 11.05.05 (18:50):
Ist ja interessant, dass im Internet so viel über dieses Thema diskutiert wird. Ich bin Schülerin und habe selbst zweimal bei LDL mitgemacht (uns blieb ja auch keine andere Wahl:) ). Kein Wunder, wo ich doch den Meister himself (Hr Hilgers) als Lehrer hab, und das schon zum zweiten mal. Also ich fand's insgesamt gut, allein schon weil man sich so ne gute Note angeln kann (genau wie bei der tollen Hausaufabenfolie..hehe). Aber nicht zuletzt auch weil ich die Sachen auch immer verstand. Schließlich erklärt ein schüler ja so, dass er es selbst verstehen könnte. Also alles ganz toll und so... MfG, Ismaning
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jpm
antwortete am 11.05.05 (20:39):
Toll! Dein Statement habe ich gleich in die LdL-Mailingliste eingegeben, damit alle das erfahren! Danke!
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Claus Hilgers
antwortete am 12.05.05 (20:57):
@Ismaning schön dass du dich einmischt und viel Spaß beim schmökern durch die LdL-Seiten. Vielleicht kannst du ja noch ein paar Mitschüler/innen zu einem Statement überreden...
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jpm
antwortete am 09.06.05 (05:25):
Immer noch Nachwirkungen des Vortrages von Claus Hilgers in Eichstätt im Februar 2005:
Lieber Herr Hilgers, heute war die dritte von Schülern gehaltene Stunde im LdL-Projekt "Pythagoras", und sie ist so wunderbar gelaufen, daß ich Ihnen gleich einmal vor lauter Begeisterung schreiben muß. (Die erste Stunde war auch gut, die zweite ein bißchen daneben.) Also, heute jedenfalls: Mittwoch 6. Stunde. Die Gruppe von gestern hatte meiner Ansicht nach viel zu viel Hausaufgabe aufgegeben. Aber die heutige Gruppe hat die Besprechung derselben schnell durchgezogen, die Neudurchnahme (Satz des Pythagoras) sehr schlicht und klar gehalten, mit aus Pappe ausgeschnittenen farbigen Dreiecken an der Tafel bestens veranschaulicht und dann noch Aufgaben dazu gerechnet. Das war besser, als wenn ich die Stunde gehalten hätte. Auch deshalb, weil bei mir in der 6. Stunde die Schüler sich oft "zurücklehnen", berieseln lassen und dann in der Stunde danach ankommen und sagen, sie haben's nicht verstanden. In allen drei LdL-Stunden war es so, daß die Schüler ganz anders bei der Sache sind, mitdenken, die Dinge nachvollziehen. Es ist erstaunlich und erfreulich. Die Gruppe mit dem Thema "Pythagoras Superstar" hat mir heute angekündigt, daß sie in ihrer Stunde ein Quiz machen will, bei dem die Schüler in Gruppenarbeit Fragen bearbeiten müssen. Das kann ja auch lustig werden. Danke also für Ihren Vortrag in Eichstätt und Ihre weitere Unterstützung, es macht mir sehr viel Freude. Sie erhalten, wie abgemacht, einen Gesamtbericht am Ende des Projektes. Ihr begeisterter Christian Beß"
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jpm
antwortete am 05.11.06 (13:44):
Dieses Forum wird archiviert. Ich eröffne ein neues Forum in dem neu eröffneten LdL-Bereich hier: http://www.zum.de/Foren/ldl/cgi_neu/forum.cgi
(Internet-Tipp: http://www.zum.de/Foren/ldl/cgi_neu/forum.cgi)
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