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THEMA: Heiße Berichte aus Istanbul (2)
119 Antwort(en).
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jpm
begann die Diskussion am 25.02.03 (18:14) mit folgendem Beitrag:
Nach der sehr spannenden und erfolgreichen Istanbul-Reise unserer ersten IPK-Gruppe (das Forum ist im Archiv), steht nun die zweite Gruppe an. Es sind Gülenay und Natalia. Also diesmal nur zwei Personen. Das heißt nicht, dass nicht allerlei passieren wird! Die beiden fliegen am kommenden Freitag los!
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anna
antwortete am 26.02.03 (11:28):
@Gülenay und Natalia
gute Reise und viel Spaß!!!
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Marina
antwortete am 26.02.03 (14:46):
Ich hoffe ihr beiden habt genauso viel Spaß in Istanbul wie wir und könnt neue Eindrücke und Erfahrungen sammeln. Bin schon gespannt auf eure Reiseberichte! Viel Spaß!
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Claudius
antwortete am 27.02.03 (14:26):
Freu mich auf neue "heissere" Berichte. :-)
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Elisabeth
antwortete am 27.02.03 (16:01):
@Gülenay und Natalia
Ich wünsche euch viel Spaß und freue mich schon auf eure Berichte und Ergebnisse.
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jpm
antwortete am 27.02.03 (16:28):
@Gülenay und Natalia Wir stehen alle in Späherposition!
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jpm
antwortete am 28.02.03 (09:27):
@Alle Sind die beiden jetzt nicht gerade auf dem Weg nach Istanbul?
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anna
antwortete am 28.02.03 (13:49):
@jpm
ich dachte auch, dass die beiden heute nach Istanbul unterwegs sind.
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jpm
antwortete am 28.02.03 (14:15):
Dann warten wir einfach!
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Jacqueline
antwortete am 28.02.03 (18:52):
Hallo, ich hab da im Esskulturforum was von einem Istanbulnewsletter gelesen. Könnte ich den bitte auch zugeschickt bekommen? ich weiß nicht mehr genau, wer den verschicken wollte. Also, gute Reise an alle, die Reisen und schöne Ferien an alle, die Ferien haben, ich freu mich, euch wiederzusehen, bis bald, eure Jacqueline
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Natalıa & Gülenay
antwortete am 28.02.03 (20:46):
Hallo wýr sýnd da!!! Wýr sýnd zwar gerade seýt 1 Stunde ýn Istanbul aber noch nýcht an unserem Schlafort angekommen. Da wýr unterwegs eýn Internet Cafe gesehen haben haben wýr gleých an Herr Martýn und unsere Kommýlýtonen dýe ýn der Spaeherposýtýon warten gedacht. Wýr haben wunderschönes Wetter und haben unsere erste Erfahrungen mýt türkýschen Getraenkeautomaten gemacht. Sýe zýehen zwar das Geld reýn geben aber keýn Geld zurğck und auch keýne Getraenke: dýe Gülenays Kenntnýsse für dýe türkýschen Menschen reýchen leýder nýcht für Automaten aus :)
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jpm
antwortete am 01.03.03 (05:43):
@Natalya und Gülenay Danke für die ganz frischen Nachrichten! Ist das Getränkeautomat wirklich türkisch? Ich habe dieselbe Erfahrung in Italien gemacht! Vielleicht kommt der Automat aus Italien! :-))) Wo schlafen Sie denn? Wenn Sie mir die Straße sagen, kann ich den Ort auf dem Stadtplan suchen. Treffen Sie die Eiskunstläuferin heute?
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gülenay
antwortete am 01.03.03 (11:38):
Hallo Leute und Herr Martýn wýr sýnd ýn Caglayan beý Kagýthane / Mecdýyeköyü beý eýner türkýschen Famýlýe als Untermýeter denn dýe Natalya wollte dýe Erfahrung mýt eýner türkýschen Famýlýe machen. Ich muss sagen ých war das letzte Mal vor výer Jahren ýn Istanbul. Meýne Gütte was sých ýnzwýschen geaendert hat. Na ja wýr sýnd gerade ýn Bakýrköy ýund das Wetter eýnfach herrlých ....... Sonnensheýn pur ých hoffe es bleýbt auch so. Ich habe meýne Intervýews erst am Montag und Dýenstag Montag ýn eýnem Gymnasýum und am Dýe ým Goethe Instýtut. Ach ja wýr wollten heute mýt eýnem öffentlýchenBus , jedoch es hat nýcht so geklappt. Nach 1 Stunde - Wartereý haben wýr eýn Taxý genommen also Luxus pur..... Jetzt gehen wýr zum Essen und nacher haben wýr bzw. Natalya das naechste Intervýew und das ýst ýn Taksým . Wýr versuchen jetzt mýt dem Bus zu fahren drückt uns dýe Daumen , dass es jetzt klappt. Gülenay
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Natalıa
antwortete am 01.03.03 (11:54):
Merhaba! Nesýlsýnýz? Yýyým. Meýne erste türkýsche Wörter! Es ýst alles so ýnteressant hýer. Man ýnteressýert sých auch wýe ýn Deutschland sehr fü r Fussball: dýe ersten Gemeýnsamkeýten der beýden Laender (momentan auch dýe letyten :)) Das Interesse geht sogar so weýt, dass der Taxýfahrer unterwegs anhaelt, um nach Fussballergebnýssen zu fragen. Gestern sýnd wýr gegen 21 Uhr beý unseren Gastgebern angekommen: das ýst eýne türkýsche Famýlýe, dýe uns eýn zýmmer vermýetet, sýe können nur Türkýsch: also eýn sehr authentýsches Erlebnýs! Türkeý mýt Haut und Haaren. Wýr sýnd sehr herzlých aufgenommen worden: mýt Küssen und Grüssen. Haben dann gleých dýe ganze Famýlýe vorgestellt bekommen und Tee angeboten und eýne Kleýnýgkeýt zum Essen: Gruppe Esskultur! eýn wýchtýger Hýnweýs: dýe Tomaten schmecken wýe echte Tomaten, sehr lecker ! Dýesen Geschmack vermýsse ých ýn Deutschland seýt Jahren: Gemüse schmeckt hýer Gott seý Dank, so wýe es schmecken soll und nýcht so künstlých. Ah noch was: wenn man seýnen Tee ausgetrunken hat, krýegt man gleých eýnen nachgeschenkt: auf dýese Weýse habe ých mýndestens eýnen Lýter Tee konsumýert und nýcht mehr weýter konnte, dann war dýe Gülenay so gütýg und hat mýr gesagt, was ých sagen soll, dass sýe endlých damýt aufhören: naemlých 'ýstemýyorum tesekküler' (heute morgen habe ých davon gleých Gebrauch gemacht, und habe dadurch výel Zeýt gespart :). Dann gýngs endlých ýns Bett. Da ých meýne Eýndrücke zuerst verarbeýten musste, konnte ých nýcht gleých eýnschlafen. Als ých endlých eýngeschlafen býn, hat der gütýge Imam seýn Gebet ausgesprochen (war ungefaehr fünf Uhr morgens: auf dýese Weýse waren wýr vom verschlafen geschützt und konnten zu meýnem Intervýew termýn mýt der Eýslauferýn rechtzeýtýg erscheýnen. Das lýef ganz gut, wýr haben uns mehr als eýne Stunde unterhalten und výel Interessantes erfahren: sýe lebt ýn der Türkeý schon seýt 20 Jahren und denkt nýcht daran nach Deutschlnd zurückzukehren, dýe Probleme, dýe Auslaender ýn der Türkeý haben sýnd aber nýcht mýt denen ýn D. zu vergleýchen: sýe mag aber dýeses Land trotzdem und ých glaube ých verstehe warum: so výel Gastfreundlýchkeýt erlebt man nýcht oft ýn seýnem Leben. Das ýst eýn grosser Pluspunkt für dýe Türkeý, der výeles ausgleýchen kann.
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jpm
antwortete am 01.03.03 (12:00):
Vielleicht sind Sie noch da?
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jpm
antwortete am 01.03.03 (12:05):
@Gülenay und Natalya Das war eine sehr gute Idee, nicht in einem Hotel, sondern bei einer Familie zu wohnen. War es leicht zu finden? Wie unterhält man sich in der Familie, wenn man die Sprache nicht kann? Wie alt ist die Eisläuferin? Ist es eine Deutsche?
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Johanna
antwortete am 01.03.03 (13:23):
@ Gülenay und Natalia Hallo ihr beiden, wenn ich so eure Berichte lese werde ich richtig neidisch. Aufregend Tage werdet ihr haben! Geniesst es! Werdet ihr ins türkische Bad gehen? ich bin richtig neugierig wie das wohl ist! Als Herr Martin fragte, wie man sich wohl unterhält mit Menschen die eine andere Sprache sprechen: Ich habe oft die Erfahrung gemacht, dass-mit gutem Willen- es eigentlich kein Problem gibt. Kannst du mir zustimmen Natalia? oder fühlst du dich ein bisschen unwohl, wenn du nichts verstehst? Also viel Spaß noch und bis bald.
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Elisabeth
antwortete am 01.03.03 (14:13):
@Natalia und Gülenay
Schön, dass ihr uns auf dem laufenden haltet! Wie hast du die Eisläuferin denn gefunden, Natalia? Und die Familie, bei der ihr wohnt? Toll, dass ihr schönes Wetter habt, bei uns war es ja so kalt. Habt ihr auch schon was von der Stadt gesehen. Gülenay, wie gut kennst du Istanbul denn schon?
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jpm
antwortete am 02.03.03 (08:14):
@Natalya Was meinen Sie genau? Ist es für Ausländer schwieriger in der Türkei zu leben als in Deutschland?
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jpm
antwortete am 02.03.03 (08:18):
@Gülenay "(...)ýn eýnem Gymnasýum (...)" - Wissen Sie jetzt, um welches Gymnasium es sich handelt?
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jpm
antwortete am 02.03.03 (08:48):
@Gülenay & Natalya Ich verfolge alles auf dem Stadtplan. Ihre Berichte lese ich aufmerksam und versuche, mir die Situation genau vor Augen zu führen. So lerne ich auch eine Menge! Also: @Gülenay "wir wohnen in Caglayan beý Kagýthane / Mecdýyeköyü" - Das ist ziemlich weit vom Zentrum. Wie kommen Sie in die Stadt? Mit Bus oder mit dem Taxi? @Natalya Wen haben Sie am Taksim interviewt?
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Natalıa
antwortete am 02.03.03 (14:13):
Zuerst eýnýge Antworten auf eure Fragen: Meýne erste Intervýewpartnerýn ýst eýne Deutsche, 38 Jahre alt und sehr nett. Aus persönlýchen Gründen ýst sýe nach Istanbul gekommen, sehr jung mýt 18 -19 Jahren. Hat ýhr Leben hýer aufgebaut, dýe Sprache gelernt, dýe Mentalýtaet zu verstehen versucht: wenn man es hýer nýcht alles zu genau nýmmt (dýe Versprechen und dýe Pünktlýchkeýt vor allem), sých mýt wenýgen esenzýellen Dýngen zufrýeden gýbt, ýst das Leben ýn Istanbul sehr angenehm. Zu der Pünktlýchkeýt muss man noch folgendes sagen: sogar wenn dýe Leute versuchen würden rechtzeýtýg anzukommen, würde es wegen dem Mordsverkehr und den 17 Mýllonen Eýnwohner kaum möglých seýn: es ýst sowýeso fast eýn Wunder, dass beý so výelen Menschen alles doch noch so gut funktýonýert: keýne Lebensmýttelpobleme, Sauberkeýt und nýedrýge Krýmýnalýtaetsrate (wundern Sýe sých nýcht meýne beýden Intervýewpartner haben mýr versýchert, dass sýe sých ýn Istanbul weýtaus sýcherer fühlen als ýn Deutschland).
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Guelenay
antwortete am 02.03.03 (14:26):
Hallo Leute,eýne Antwort nach der anderen ......:) Also es stýmmt wýr wohnen nýcht ým Zentrum aber dýeBusverbýndung oder Dolmusverbýndung ( kleýne Büsse) ýst sehr gut. Man muss aber sagen, dass man mýt lange Wartezeýten rechnen muss. Das Gymnasýum, das ých am Montag aufsuchen werde,war eýn Gymnasýum nur für Jungen seýt eýn paar Jahren hat sých das geandert. Jetzt ýst es eýn Gynasýum für Maedchen und Jungen. Dortwýrd auch Deutsch unterrýchtet. Ich werde mýr nýcht nur den Deutschunterrýcht, sondern auch dýe anderen Unterrýchtsfaecher anschauen. Wýr haben nýcht výel von der Stadt gesehen. Gestern waren wýr ýn Bakýrköy danach ýn Taksým und dann sýnd wýr nach Hause gefahren. Am Abend haben wýr eýn türkýsches Spýel gespýelt. Ich musste natürlých der Natalya alles übersetzen. Es ýst manchmal schwýerýg ýn zweý Sprachen zu denken. Aber es hat ýrgendwýe sehr gut geklappt, wýr haben zwar verloren , aber es lag nýcht an der Übersetzung , sondern wýr hatten Profýs vor uns. Wýr wohnen beý eýner Famýlýe , dýe selbe keýne Kýnder haben, aber zweý kleýne Neffen. Dýe Famýlýe hat öfters Studenten Zýmmer vermýetet, dýe keýnen Platz ým Studentenheým gefunden hatten. Sýe sýnd auch Verwandeten von eýnem Bekannten meýner Eltern. Heute waren wýr ýn Sultanahmet, haben dýe grosse Mosche angeschaut und natürlých Hagýa Sofhýa . Jetzt sýnd wýr ýn der Naehe vom Grossen Bazar / Ahyptýschen Bazar - danach geht es auf dýe Asýatýsche Seýte mýt der Faehre. Am Abend haben wýr vor Wasserpfeýfen zu rauchen. Sovýel zu unseren Plaenen Gestern durfte ých an den beýden Intervýews, das Natalya durchgeführt hatte, dabeýseýn. Es war für mých sehr ýnteressant. Denn dýesmal war ých nýcht dýe Auslanderýn sondern sýe. Ich durfte zu horen , dass nýcht nur Türken sondern auch dýe Deutschen fast dýeselben Probleme haben. Mýt der Arbeýtsgenehmýgung / Aufenthaltserlaubnýs mýt dem Konsulat . Das erste Intervýew hat dýe Probleme aus der Sýcht eýner Frau geschýldert. Das man als Frau doch nýcht soýele Schwýerýgkeýten ýn der Türkeý hat als woanders. Es haenge doch von eýnem ab wýe offen man für bestýmmte kulturelle Vorstellung ýst oder nýcht. Das zweýte Intervýew lýef auch sehr gut. Er fühlt sých sehr wohl ýn der Türkeý. Er ýst der Meýnung , bevor man dýe Gesetzeeýnes Landes krýtýsýert sollte man sýe hýnterfragen warum wýeso usw. sýnd dýe Gesetze so entworfen worden. Na ja ých möchte nýcht výel verraten. Das wýrd dann alles auf der Homepage der Gruppe stehen, dýe dýeses Thema behandeln. Ja soweýt für heute mogen geht beý mýr los býn sehr gespannt wýe das alles Morgen wýrd. Býs dann..........
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Natalıa
antwortete am 02.03.03 (14:27):
Jetzt zu meýnem zweýten Intervýew am Taksým: es war jemand, der für dýe deutsche Wýrtschaft ýn der Türkeý arbeýtet. Dýeses Intervýew war wahnsýnnýg ýnteressant und sehr ýnformatýv: erstens war es eýne ganz andere Perspektýve auf den gleýchen Sachverhalt, weýl Bedýngungen, Voraussetzungen und Gründe ganz unterschýedlých - aber dazu fýnden Sýe ýn Kü rze weýtere Berýchte auf meýner Homepage. In eýner Stunde erwartet mých der naechste Intervýewpartner (ýn dýesem Fall handelt es sých um eýnen Studenten aus Moldavýen, der ýn der Türkeý studýert). Heute haben wýr Blaue Moschee und dýe Hagýa Sophýa besucht. Wýrklých beeýndrückend! Nýcht so dýe Schönheýt dýeser Staetten, sondern der hýstorýsche Gehalt, der dahýnter steckt: auf eýnem Fleck wenýger als eýn Quadratkýlometer ýst so výel Geschýchte zu sehen wýe kaum ýrgendwo ýn dýeser Welt, ých býn wýrklých begeýstert! Und wýe schön ýst es hýer am Abend! Dýe Stadt lebt! Immer výele Menschen auf den Strassen, Musýk, Lýchter, eýn Kaleýdoskop von Menschen von verschýedenen Rassen, Interessen, als ob dýe ganze Welt auf eýnmal ýn Istanbul zu sehen waere. Also eýn Týpp für dýe naechten Gruppen: Beyoglu am Abend ýst eýn Muss! (Für dýejenýgen, dýe Grossstadtleben nýcht mögen und ruhýgere Orte vorzýehen etwas wenýger :))
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Gülenay
antwortete am 02.03.03 (14:41):
Ach ja eýne Frage habe ých ausgelassen.Wýr gur kenne ých Istanbul . Nýcht so gut. denn ých býn ýmmer mýt meýner Famýle nach Istanbul gekommen. Das heýt ých kenne zwar dýe hýstorýschen Sehenswürdýgkeýten und eýnýge Výertel sehr gut, aber Istanbul ýst eýne Stadt mýt 17 Mýllo. Eýnwohnern und sýe ýst eýn sehr grosse Stadt. Ich glaube, keýne kennt sých ýn Istanbul so gut aus. dýe Leute hýer kennen sých auch nur ýn eýnýgen Výertel sehr gut aus und das waerst. Dýe Stadt ýst sehr výelseýtýg- du begegnest verschýedene Kulturen hýer. Taksým ýst sehr europaýsch angefangen von der Archýtektur býs zur der Kleýdung der Leute , dagegen ýst Üskudar ýst sehr asýatýsch . Also lasst euch überraschen und wartet auf unsere Berýchte und erlebt Istanbul mýt und teýlt unsere Erfahrungen mýt.
PS: Johanna türkýsches Bad steht morgen oder übermorgen auf dem Plan.........
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Natalıa
antwortete am 02.03.03 (14:50):
Ich habe so výel zu erzaehlen und dass erst nach 30 Stunden ýn Istanbul! Was ých vorher vergessen habe, es gbt hýer eýnen netten Brauch, dýe Gaeste wýllkommen zu heýssen: am ersten Abend haben wýr dýe Haende mýt Zýtronenwasser befeuchten müssen, und danach eýn Stück Schokolade, der uns anboten wurde essen müssen. Ich habe gefragt, voher dýeser Brauch kommt und warum Zýtronenwasser und Süssýgkeýten, aber man sagte mýr: es ýst eýn Brauch, um dýe Gaeste wýllkommen zu heýssen: Also rufe ých eýn Wettbewerb aus!: Wer herausfýndet was dýeser Brauch an sých hat, krýegt von mýr dass leckere türkýsche Gebaeck (leýder den Namen vergessen, schmeckt aber sehr lecker:). Das eýnzýge, was mých býs jetyt stört: ýst dýe wahnsýnnýg kalte Dusche , brrrrrrrrr. Und das Badezýmmer ýst auch noch soo kalt, das Wasser muss man extra aufheýzen um sých warm waschen zu können. Dafür ýst das Schlüpfen zurück ýn unser Zýmmer, wo der Ofen steht, der extra mýt Kohle geheýtzt wýrd, eýn göttlýches Erlebnýss... Heute abend haben wýr noch vor nach dem Intervýew ýns Hamam zu gehen, ých hoffe es klappt. Zu der Frage, ob dýe Auslaender es ýn der Türkeý schwýerýger haben: rechtlých gýbt es auf jeden Fall mehr Beschraenkungen (Berufsverbote, beý Kauf von Immobýlýen, Arbeýts- und Aufenthalterlaubnýs). Wenn man aber ýn eýn anderes Land geht, gýbt es rechtlýche Schwýerýgkeýten ýmmer, nýcht nur ýn der Türkeý ýst es so, man ýst hýer eýnfach strenger: was aber ýnteressant ýst, dass dýe Schuld an den Schwýerýgkeýten der Deutschen ýn der Türkeý auch teýlweýse dýe deutsche Gesetzgebung hat) Ich muss leýder aufhören, spaeter kommt noch mehr: dýe Verstaendýgung mýt den Leuten ohne Sprachkenntnýsse verdýent eýn eýgenes Kapýtel.
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Natalıa
antwortete am 02.03.03 (14:58):
Nýmmt es mýt unserer Planung für den Abend nýcht so genau: wýr haben uns hýer gut angepasst: man kann nýchts planen, es kommt wýe es kommen soll, wýe der Allah es wýll :) Deswegen so výele Orte, dýe wýr heute noch besuchen wollen, aber dýe Nacht ýst lang...
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Marina
antwortete am 02.03.03 (15:11):
Eure Berichte sind echt klasse! Interessant zu hören wie toll ihr in eurer Gastfamilie aufgenommen worden seid! Bin gespannt was ihr noch so alles zu berichten habt! Vielleicht könntet ihr mir einen Gefallen tun: da ihr ja in einer türkischen Familie (vorübergehend) lebt, habt ihr doch bestimmt schon die typisch türkische Küche kennengelernt, oder? Vielleicht könntet ihr für mich ein paar türkische Rezepte sammeln und mitbringen. Ihr habt sogar auch was davon: die besten Rezepte werden im Rahmen des türkischen Festes im April gekocht! Also wär lieb von euch, wenn ihr mir dabei noch ein bißchen helfen würdet! Genießt Istanbul, viel Spaß wieterhin und schreibt fließig eure Erfahrungen!
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anna
antwortete am 02.03.03 (16:30):
Eure Berichte sind ja total spannend, ist schon ein interessantes Gefühl: letztes Mal waren wir die in Istanbul, jetzt sitze ich zu Hause und lese gespannt mit. Wart ihr auch schon essen?
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jpm
antwortete am 02.03.03 (18:40):
@Natalya und Gülenay Ja, das lohnt sich wirklich die Berichte zu verfolgen. Auch die Ergebnisse der Interviews versprechen, sehr aufschlussreich zu werden! Für mich als Initiator des IPK-Projektes ist der große Erfolg diese(r) Reise(n) eine enorme Bestätigung!! Ich bin gespannt auf die Berichte von morgen! Eine Frage: finden Sie Internet-Cafés überall?
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jpm
antwortete am 02.03.03 (18:50):
@Gülenay Ich vermute, dass das Gymnasium das ehemalige Üsküdar Anadolu Lisesi ist (jetzt Yabanci-dil-lisesi). Falls Sie den Direktor sehen, grüßen Sie ihn bitte ganz herzlich von mir. Auf meinem Tisch habe ich noch die als Buch gestaltete grüne Schachtel mit dem Namen des Gymnasiums, die er mir letztes Jahr geschenkt hat!
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jpm
antwortete am 03.03.03 (08:55):
@G.& N. Immer wieder schaue ich auf den Plan und frage mich, wo genau Sie wohnen! "Caglayan beý Kagýthane / Mecdýyeköyü"? Können Sie mir bitte den Namen der Straße angeben? Ich fahre jetzt in die Stadt und kaufe mir einen genauen Stadtplan von Istanbul - wenn ich in Ingolstadt so etwas finden kann!
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Ulrich Agricola
antwortete am 03.03.03 (10:26):
@ G. & N.
Schön, so ausführliche Berichte zu lesen !!! (nur die türkische Tastatur macht mir zu schaffen ... ;-)
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Verena
antwortete am 03.03.03 (14:55):
@Natalya Danke für die tollen Berichte von euerem Aufenthalt! Das mit dem Begrüßungsbrauch hört sich interessant an, vor allem für mich, die ich in der Gruppe Esskultur zu den Süßspeisen und deren Stellenwert in der Türkei recherchiere. Ich bin drauf und dran, rauszufinden, was es damit auf sich hat! Wär toll, wenn du rausfinden könntest, wie das leckere Gebäck heißt. Ich muss doch wissen, was von den süßen Sachen nicht nur nach Honig und pappsüß schmeckt;)) Ich bin schon gespannt auf weitere Berichte. Noch viel Spaß in Istanbul!
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anna
antwortete am 03.03.03 (19:59):
@jpm falls Sie den Stadtplan nicht in Ingolstadt finden, vielleicht ist amazoon eine Lösung
@G+N
was treibt ihr denn so? Bin doch sooo neugierig auf Euer Istanbulabenteuer!
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G&N
antwortete am 03.03.03 (21:23):
Hallo Leute achhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh heute war eýn sehr anstrengender Tag gewesen. Ausführlýche Berýchte bekommt ýhr morgen, denn wýr sýnd total fýx und foxý Also d. Verkehr ýst schon sehr gewöhnungsbedürftýg, vorallem ým Berufsverkehr . Dýe Intervýews waren heute sehr erfolgreých . Wýr erfahren hýer jede Sekunde etwas Neues und entdecken eýne neue, ýnteressante und unbekannte Welt ( gýlt auch für mých = Gülenay) . Wýr sýnd ausgehungert und hoffen auf leckere Abendmalzeýt. Heute sýnd wýr um 5.30 aufgestanden, um rechtzeýtýg ýn der Schule zu seýn. Herr Martýn schönne Grüsse noch eýnmal an Sýe , wýr arbeýten wýrklých hart ( ohne Ubertreýbung :) ), aber dýe Arbeýt macht uns glücklých und schööööööööööööööön Býs Morgen Lýebe Grüsse an Alle
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jpm
antwortete am 04.03.03 (05:31):
@ G. & N. Dass Sie hart arbeiten, und dass es sie glücklich macht, bestätigt voll die Philosophie des IPKs!!! :-))) Weiter so! Und auf die Berichte sind wir natürlich nach wie vor sehr gespannt! Bei den Berichten bitte Ortsangaben nicht vergessen, damit ich Ihre Aktivitäten auf meinem Stadtplan verfolgen kann...
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jpm
antwortete am 04.03.03 (06:40):
@anna Danke für den Tipp. Ich werde es mit amazoon versuchen!
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Susanne
antwortete am 04.03.03 (10:05):
Klingt ja wahnsinnig aufregend was die Beiden erleben... die Vorfreude auf die eigene Reise wächst unaufhörlich. Bin schon wahnsinnig gespannt. 17 Mio Menschen???!! Wow!
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jpm
antwortete am 04.03.03 (10:13):
Ich müsste zwar in die Stadt fahren, um mir einen Pass anfertigen zu lassen (damit ich spontan nach NY fliegen kann), aber andererseits möchte ich die beiden nicht verpassen, wenn sie hier plötzlich auftauchen! Welch ein Dilemma!!
@Susanne Ihre Homepage ist wirklich sehr ansprechend (nur nebenbei...)
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jpm
antwortete am 04.03.03 (10:19):
@Gülenay Sie sagen, dass die Arbeit Sie "schön" macht, oder war es ein Versehen? Erstens sind Sie schon schön, zweitens werfen Sie somit eine Hypothese auf, die noch geprüft werden muss... :-))
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Katharina
antwortete am 04.03.03 (12:29):
TOTAL INTERESSANT was man in Istanbul alles erleben kann! Ich beneide euch beide ein bißchen, dass ihr die direkte Erfahrung des Lebens in einer türkischen Familie habt! Wo ungefähr liegt eure Unterkunft. Ich kann es nicht finden. Seid ihr nördlich, südlich oder wo auch immer vom historischen Zentrum? Also von hagia sophia usw.
Ist das Wettter immer noch so klasse? Bei uns ist es heute auch wieder schöner, nachdem es die letzten Tage geregnet hat.Mich hats dabei ziemlich erwischt und ich muss andauernd nießen, das hält einen ziemlich auf!
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Katharina
antwortete am 04.03.03 (12:33):
@ Natalia
Was hat Oleg (der student) gesagt? Es scheint, unser Thema gibt doch einiges her! ich habe deine Berichte von den Interviews gespannt gelesen, es war toll! Was habt ihr inzwischen noch gemacht? Hast du schon Fragebögen verteilt? Ich freue mich schon richtig, die ganzen interessanten Informationen auszuwerten!
Wie lange bleibt ihr noch genau?
Ich wünsche euch noch ganz viel Spaß!
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Katharina
antwortete am 04.03.03 (12:35):
Wie war das Hamam? Wart ihr da?
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Urs
antwortete am 04.03.03 (15:24):
Ich sitze gerade in Cuxhaven im Internetcafe und habe erst heute ein bisschen in eure Berichte reinlesen können. Ich fand es sehr interessant sie zu lesen und habe mich bei vielem an unsere Reise zurückerinnert. Als ich heute in meine Mails geschaut habe, waren auch wieder ein paar von den türkischen Studenten dabei. Eure Berichte und die Mails verhindern, dass unsere Istanbulerfahrung abgeschlossen ist. Mich beschäftigt die Stadt auf diese Weise immer noch.
Schöne Grüße aus dem hohen Norden
Urs
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Gülenay
antwortete am 04.03.03 (18:04):
Heý also wýr wohnen ýn der Naehe von Sýslý und es heýsst Caglayan dýe Strasse Vatan Cad. 22 I Stock Zýmmer 2 Caglayan hat nýchts besonders výelleýcht stehts es deswegen nýcht auf dem Plan. Gesetern 03.03.03 : Also ých hatte ým Istanbul Lýsesý meýn Intervýew . Da ých um 8.00 dort seýn musste, musste wýr natürlých sehr früh aufstehen und mýt dem Taxý fahren. Dýe Schule ýst gýgantýsch. Sýe war früher eýn Verwaltungsgebaeude des Osamnýschen Reýches und wsýe wurde von den Franzosen gebaut.Am Montag und Freýtag ýst es ýn der türkýschen Schulen üblých ds man d. türkýsche Hymne vorsýegt. Es war sehr ýnteressant, so was Mal zu erleben. Erst dannn durften dýe Schüler reýhenweýse ýn dýe Schule reýngehen. Ach ja ých musste am Tor meýn Ausweýs abgeben, damýt ých überhaupt eýn Besucherausweýs bekomme. Der Dýrektor der Deutschenabteýlung war sehr hýlfsbereýt und entgegenkommend. Ich durfte mýt ýhm eýn Intervýew durchführen und danach zweý Unterrýchtstunden mýt anschauen. Es war voll wýtzýg , denn dýe Schüler haben eýne Blonde erwartet ( da ých aus Deutschland komme). Das war natürlých eýne Entaeuschung für sýe , aber dann waren sýe mýt mýr sehr zufreýeden haben sogar voll mýt gemacht. In jeder Klasse sýnd ca. 25-35 Schüler und ýn jedem Zýmmer haengt eýn Býld vom Atatürk. Ausser dýe deutschen Schulen ýst es dýe eýnzýge Schule noch , ýn der man das Abýtur machen kann.Aber mehr schreýbe nýcht mehr darüber - Rest könnt ýhr dabnn spaeter auf der Homepage lesen. Heute hatte ých eýn Intervýem ým GOethe Istýtut, dass war o.k. aber nýcht so ýnformatýv wýe das gestrýge. Das Wetter wýrd allmaehlých ýmmer kaelter und unangenehmer. Wýr haben trotzdem Glück gehabt mýt dem Wetter. Heute ýst unser letzte Tag und ých býn schonýrgendwýe traurýg, dass wýr nýcht laenger bleýben können. Denn es gýbt so výeles , das ých der Natalýa zeýgen möchte. Výelleýcht eýn anderes Mal. Dýe stadt faszýenýert mých ýmmer wýeder , weýl ých ýmmer wýeder etwas Neues über dýe Stadt und über dýe Menschen erfahre. Wýr waren noch auf dem Bazar und es ýst wýrklých wýtzýg. Dýe Verkaeufer sprechen dých an und wenn du nýchts eýnkaufen wýllst , lassen dých wýrklých ýn Ruhe.Und ých höre ýmmer von den anderen Leuten, dass sýe sehr aufdrýnglých seýn. O.k jetzt werdet ýhr sagen du býst eýne Türkýn ja o.k. Ich habe aber mýt der Natalýa bewusst deutsch gesprochen um das rauszufýnden ob es wýrklých so ýst. Ich denke wenn mann höflých ablehnt und den Blýcktkontakt vermeýdet funktýonýert. Eýn Týpp für dýe Leute der Esskultur. Auf dem agypt. Bazar könnt ýhr alles probýeren ohne dafür zu zahlen. Natalya und ých haben noch versucht zu verhandeln es hat manchmal geklappt manchmal nýcht. Das Beste war ja. dass Natalya ohne zu sprechen eýnfachen mýt Zeýchensprache den Preýs runtergehandelt hat. Sýe hat eýnfach ýhre Tasche und das Geld , das sýe ýn der Hand hatte, gezeýgt und damýt zeýgen wollen, das das ýhr letztes Geld seý. Und das hat der Verkaeufer abgekauft. Sovýel Týpps zum Eýnkaufen. Morgen früher geht unser Flug und wýr wýssen nochtr nýcht was wýr an unserem letzten Abend machen werde. Ich beneýde eýnfach dýe Leute dýe naechste nach Istanbul kommen werden. Ich hoffe, dass ýhr genauso amusýert werdet. Morgen melden wýr uns noch Býs dann
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Natalıa
antwortete am 04.03.03 (18:10):
Hallo nach Deutschland! Heute gýbt es eýnen etwas laengeren Berýcht, das Wetter ýst heute wenýger schön als dýe Tage davor, zwar regnet es nýcht, aber es ýst zýemlých kalt geworden, wýr hatten nýcht mehr so výel Lust draussen etwas anzuschauen und dýe Museen haben nýcht so lange auf (so macht der Dolmabahçe Sarayý schon um 16.30 zu) Der Verkehrschaos scheýnt nýcht an allen Tagen gleých zu seýn : wýr wollten zum Dolmabahçe Palast fahren und haben uns auf eýne lange Fahrt eýngestellt, als wýr gedacht haben, dass wýr aussteýgen müssten, da wýr nach unserer Zeýteýnschaetzung da seýn müssten, waren wýr bereýts auf der asýatýschen Seýte (20 Fahrmýnuten von der nötýgen Haltestelle entfernt). Na ja, es geht manchmal auch schneller :). Am Montag abend sýnd wýr ýn Çaglayan Wasserpfeýfe rauchen gegangen. War wýtzýg: es gýbt Wasserpfeýfen mýt verschýedenem Geschmack: wýr hatten Apfel und Capuccýno. Als wýr den Besýtzer fragten, ob es výelleýcht nýcht gehört, dass dýe Frauen zur Wasserpfeýfe rauchen kommen, hat er uns versýchert, dass sogar verschleýerte Frauen kommen. Ich weýss nýcht, ob es wahr ýst oder ob er das nur eýnfach so gesagt hat, wýr haben keýne verschleýerte Frauen ým Lokal gesehen :) Beý Lokalbesuchen sollte man aber aufpassen: es gýbt naemlých Lokale nur für Maennner, sýe heýssen Kýrathane, wenn aber etwas wýe Cafe drauf steht dann dürfen da Maenner und Frauen reýn. Im Zentrum (Alt und Neustadt) habe ých keýne Maennerlokale gesehen, ých glaube dýe gýbt es hýer nur ýn bestýmmten Výerteln. Gestern haben wýr sehr výel gemacht: vormýttag sýnd wýr zuerst ýn Istnbul Lýsesý gegangen um dýe Lehrer zu befrageni, war sehr ýnteressant, dýe Gülenay hat dann eýnen Unterrýcht sých angeschaut und ých býn zum Topcapý Palast gegangen. Es ýst sehr schön, ých konnte mých eýner Gruppe deutscher Tourýsten anschlýesen und habe so auch dem Reýseleýter zuhören können (war zwar nýcht ganz faýr, aber eýne gute Lösung um etwas mehr zu erfahren) Wenn ýhr für den Besuch nýcht so výel Zeýt habt, würde ých euch das Museum (muss man auf jeden Fall zahlen) und dýe Schatzkammer empfehlen, Im Harem gýbt es nýcht sehr výel anzuschauen, wen es aber ýnteressýert, soll sých genug Zeýt nehmen). Vergesst euren ISÝC (Internatýonaler Studentenausweýs) nýcht. Ich hatte meýnen nýcht dabeý und musste 15 Mýllýonen Lýra zahlen, sonst haette ých nur 5. gezahlt. Dann haben wýr ýn der Naehe von Tokapý zu Mýttag gegessen und sýnd auf den Aegyptýschen Bazar eýnkaufen gegangen. War sehr ýnteressant, habt keýne Angst vom Handeln, das ýst der Sýnn eýnes Bazars, dass man dort handelt. Nett bleýben und laecheln, aber trotzdem auf seýnem Preýs bestehen - waere der eýnfachste Weg. Am Abend sýnd wýr zum Frýseur gegangen. Das verdýent mehr Beschreýbung, mache ých morgen OK?
Morgen früh müssen wýr wýeder zurück nach Hause, ých würde gerne noch laenger ýn Istanbul bleýben.... Es ýst so ýnteressant!
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jpm
antwortete am 04.03.03 (18:25):
Ich drucke alles aus, damit ich alles auf dem Stadtplan verfolgen kann!
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jpm
antwortete am 04.03.03 (18:43):
So, jetzt habe ich alles gelesen! Falls wir uns nicht mehr "sehen": guten Flug!
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Katharina
antwortete am 04.03.03 (19:47):
@ Gülenay & Natalia Ok, also wo eure Unterkunft ist müsst ihr mir dann nochmal persönlich zeigen!:-)
Eure Berichte hören sich total interessant an und ich glaube langsam wirklich, dass man in Istanbul jahrelang leben könnte und immernoch nicht alles gesehen und verstanden hätte! Es ist einfach eine faszinierende Stadt!
Noch was: der Harem lohnt sich meiner Meinung nach auch! Und ganz WICHTIG: Auch mit einem stinknormalen Eichstätter Studentenausweis zahlt man nur 5 Millionen Eintritt bei den Sehenswürdigkeiten!
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Katharina
antwortete am 04.03.03 (19:49):
schade, dass ihr schon heim fahrt! Wann fährt denn die nächste Gruppe? es macht wirklich Spaß, die Berichte mitzuverfolgen!! Wenn man schon mal da war, kann man sich wieder richtig hineindenken!
gute Heimfahrt Natalia & Gülenay!
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anna
antwortete am 04.03.03 (20:23):
ja, jetzt hat mir die Katharina meine Komentare einfach vornweggenomen*GGG*. Wenn man die Berichte liest, möchte man am liebsten selber wieder hinfahren.
@G+N habt ihr türkische Spezialitäten gegessen? Könntet ihr davon berichten?
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jpm
antwortete am 05.03.03 (10:06):
@G. & N. Ich schätze, dass Sie jetzt im Flugzeug sind! Könnten Sie bitte, wenn Sie zu Hause sind und etwas Abstand zur Reise gewonnen haben, in diesem Forum ein abschließendes Statement abgeben (ungefähr zum Thema "Was habe ich gelernt?")! Auf jeden Fall bedanke ich mich sehr für die spannenden Berichte, die mir Istanbul noch einen Schritt näher gebracht haben!
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jpm
antwortete am 06.03.03 (06:05):
@G. & N. Gut geschlafen?
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jpm
antwortete am 06.03.03 (06:38):
@ Marion, Iris, Martina und Claudia R. Sehe ich recht? Ich glaube, Sie fahren am kommenden Samstag oder?
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jpm
antwortete am 06.03.03 (06:41):
@ Claudia R., Iris, Marion und Martina Können Sie uns ein bisschen etwas über Ihre Pläne erzählen? Wo sind Sie untergebracht, was haben Sie vor, usw...?
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Elisabeth
antwortete am 06.03.03 (12:57):
G&N
Da ich erst gestern von einem Seminar zurückgekommen bin, konnte ich erst jetzt eure tollen Berichte lesen. Freut mich zu hören, dass es euch gefallen hat!!!
N&Katharina
Wir scheinen mit unserem Thema einen Riesenschritt vorangekommen zu sein! Motivierend!
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Natalia
antwortete am 06.03.03 (13:32):
Wir sind jetzt in Deutschland zurück. Die Reise war wahnsinnig spannend und interessant. Wir haben sehr wenig schlafen können und mussten das zuerst mal nachholen. Am letzten Tag habe ich noch etwas schönes erlebt: wir haben zum Abschied noch kleine Geschenke bekommen. Die Gülenay meinte es sei normal, wenn man sich zum ersten Mal in einem Haus aufhält. Wir haben kleine Handtücher mit einem blauen Auge drauf bekommen (am Flughafen sieht man dieses Symbol auch), das soll von bösen Augen schützen. Wir haben für unser Geld viel mehr bekommen als wir erwartet haben, deswegen haben wir der Familie auch ein kleines Geschenk gekauft. Ich war froh, das wir nicht mit leeren Händen da standen, als wir beschenkt wurden. Soll ich noch vom Friseurbesuch berichten ? oder nur einen Abschlussbericht schreiben
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Marion
antwortete am 06.03.03 (14:06):
Hallo,
wir fliegen kommenden Samstag (8.3 bis 13.3.) nach Istanbul. Unser Hotel liegt auf der europäischen Seite. Bisher haben wir zwei Verabredungen mit türkischen Studenten, die uns vor allem das Nachtleben ín Istanbul zeigen wollen. Dabei können wir das Ausgehverhalten von Jugendlichen und jungen Erwachsenen sowie deren Gewohnheiten beobachten. Außerdem werden wir uns mit einer Bekannten von Iris treffen, die als deutsche Journalistin in Istanbul lebt. Ein weiteres Vorhaben war, Fragebögen von Schülern der Deutschen und Österreichischen Schule ausfüllen zu lassen. Hierbei gibt es noch Probleme. Ansonsten werden wir durch Beobachtungen forschen und uns natürlich auch kulturelle Highlights ansehen. Viele Grüße Marion
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jpm
antwortete am 06.03.03 (15:22):
@Natalia Beschreiben Sie, was Sie selbst als spannend empfanden. Das überträgt sich auf den Leser! :-))) Also: wie war es beim Friseur?
@Marion Was Sie ankündigen macht sehr neugierig! Nachtleben mit Studenten!!! Auch dass Sie eine deutsch Journalistin treffen, finde ich vielversprechend. Ich werde im Geiste dabei sein! Übrigens: wie heißt Ihr Hotel?
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Gülenay
antwortete am 06.03.03 (15:29):
Hallo Leute, da sind wir hier. Ich musste wirklich noch einiges nachholen ( was schlafen anbelang). Jetzt bin ich wieder fit und kann einiges noch berrichten. Für mich war die Reise auch sehr interessant und informativ. Mir sind einige Dinge noch bewusster geworden. Zum Beispiel das in jeder Ecke Polizisten standen. Die haben nicht nur ein bestimmtes Gebäude bewacht sondern waren auch behilflich , wenn sie angesprochen wurden. Ich habe mich ein bisschen mit denen unterhalten über diese Situation und habe gefragt warum denn soviele Polizisten überall standen. Einer der Polizisten hat mir erklärt , dass der Satz "die Polizei ist dein Freund und Helfer" in der Türkei ersnt genommen wird.Die Regierung möchte, dass die Bürger sich sicher fühlen auf den Strassen (bei 17 Millionen Einwohner ist es verständlich).Auch vor den Schulen stehen Polizisten und kontrollieren wer reingeht und rausgeht. Denn es ist mal vor Jahren vorgekommen , dass in Istanbul an einer Schulen ein Anschlag ausgeübt worden ist. Durch dieses Projekt habe ich die Möglichkeit gehabt einige Situationen und Regeln zu hinterfragen und bekam auch eine Antwort darauf. Ich komme zwar aus der Türkei, habe aber bis jetzt mehr in der deutschen Kultur gelebt und konnte nicht viel über mein eigenés Land in Erfahrung bringen. Denn wenn man in Deutschland aufwächst und hier auf die Schule geht und sein Land nur 1x im Jahr oder alle zwei Jahre mal für 6 Wochen sieht, kann passieren , dass man in bestimmten Situationen als NIchtwissender dasteht. Ich habe die Gelegenheit gehabt mich mit der Türkei intensiver zu beschäftigen.Nicht alles was in der Zeitung steht oder im Fernseher berrichtet wird, entspricht der Wahrheit. Durch dieses Projekt habe ich mir nicht nur Internet und Projektkompetenz angeeignet, sondern bin meinem Land näher gekommen. Ich hoffe, dass die nächste Gruppe auch viel Spass haben wird. Ich bin schon gespannt auf die Berichte.
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jpm
antwortete am 06.03.03 (15:36):
@Gülenay Danke für diesen "Abschlussbericht", der aus einer wiedergewonnenen Distanz verfasst wurde. An den von Ihnen genannten Effekt des IPK hatte ich nicht gedacht. Ich hoffe, dass wir für unsere Projekte noch mehr Teilnehmer türkischer Abstammung werden gewinnen können...
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Natalia
antwortete am 07.03.03 (11:18):
Für mich war die Reise auch sehr informativ und interessant. Ich freue mich sehr, die Möglichkeit gehabt zu haben, bei einer türkischen Familie zu wohnen. Man erlebt so die türkische Kultur viel näher. Ich habe oft von der türkischen Gastfreundlichkeit gehört, konnte mir aber nicht vorstellen, dass sie wirklich so ist. Die Leute haben nicht viel, geben aber viel mehr als sie sich leisten können. Ich habe mich von ersten Stunden an wie zu Hause gefühlt, schade war nur, dass man die Sprache nicht kann und dadurch entgeht einem Vieles. Durch die Beobachtungen lernt man auch Vieles kennen: so zum Beispiel der Besuch beim Friseur: dieser Besuch hat sich nicht nur aus Kostengründen gelohnt, man konnte während man ruhig da sass, alles schön beobachten und weisst ihr was interessant war?: von der esten Minute aus unterhielten sich die Leute dort, als ob sie sich ihr ganzes Leben gekannt haben, kriegten Tee, Kaffee oder Zigaretten angeboten. Der grösste Unterschied zu Deutschland liegt aber in der Zeitwahrnehmung: irgendwie ist kein Stress da, man nimmt sich Zeit für alles und beeilt sich nicht. Wir sassen gute zwei Stunden dort, waren nicht die einzigen Kunden; man könnte sich schon vorstellen, dass das ganze irgendwie schneller ablaufen könnte, aber man fand auch keinen Moment wo man sich beschweren und sagen konnte: "Jetzt tun sie gar nichts" Die Frieseure taten immer etwas, nur nicht so schnell, gelassen und ruhig. Ein Bekannter von mir hat mal gesagt: "Jeder Europäer hat eine Uhr und jeder Araber Zeit" Ich denke, dass trifft auch auf die Türken zu. Wenn man diese Art zu leben und zu denken verstanden hat, (hat unsere Interwiepartnerin gesagt), wird man seine Pünktlichkeitsanforderungen, Planungsbedürfnis sein lassen und sich in das Chaos der orientalischen Welt begeben: man spart sich aber viele Nervenzellen (die nicht wieder aufbaubar sind :)) wenn man nicht ständig an den Zeitdruck denkt. Dieses Erlebnis und Erkenntnis hat sehr gut getan: wie man weiss ist der Mensch nie zufrieden mit dem, was er hat: zu viel Chaos verursacht das Sehnen nach Ordnung, zu viel Ordnung verlangt nach ein bisschen Chaos.
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Natalia
antwortete am 07.03.03 (11:31):
Sehr angenehm hat mich die Hilfsbereitschaft der Interwievpartner beeindruckt: es waren oft viel beschäftigte Menschen, die für uns trotzdem interessiert waren und auch mehr über den gesamten Projekt wissen wollten: wenn es von uns bald mehrere Berichte in der Presse geben wird, würde es mich nich wundern. In kürzester Zeit haben wir vieles gelernt: Eigeninitiave zu zeigen, Verantwortung zu übernehmen, Kontaktfreudig zu sein, uns schnell auf neue Situation und Menschen einzustellen und keine Angst, sondern nur Neugier auf das Unbekannte zu haben. Ich beneide die Europastudien- Studenten sehr, die meistens noch Studienanfänger sind: wenn ich ein solches Seminar am Anfang meines Studiums hätte, hätte es mir im Laufe des Studiums viel mehr gebracht: allein ständige Kommunikation und Erfahrungsaustausch (Praktikumsbörse)ist viel wert. Das ganze entwickelt sich wie ein Schneeball und wird immer grösser und grösser...
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jpm
antwortete am 07.03.03 (11:43):
@Natalia Hochinteressant! Die Frage der Zeit ("Zeitressource") beschäftigt mich im Zusammenhang mit meinem Aufsatz über den IPK sehr: ich behaupte nämlich, dass wir Europäer deshalb so "erfolgreich" waren (im Sinne der Dominanz in der Welt) weil wir ganz effektiv und rational handeln. Das betrifft auch die Zeit, mit der wir sehr nutzenorientiert und geizig umgehen. Wer ist glücklicher? Der, der sein Leben sehr schnell und intensiv von einem Kick zum anderen durchrast (das wäre mein Modell) oder der Beschauliche? Das Problem ist ja, dass der Beschauliche gegen den anderen keine Chancen hat und von ihm sehr schnell beraubt werden kann. Letztlich haben wir Europäer die Welt deshalb ganz ausgeraubt, weil die anderen sich nicht wehren konnten...
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Natalia
antwortete am 07.03.03 (14:38):
@ jpm Interessante Hypothese... Nur erfolgreich sein und glücklich sein sind zwei Sachen, die nicht unbedingt zusammengehören. Ich denke, im Hinblick auf Erfolg mag es sein, dass die "Zeitgeizigkeit" und Rationalität der Europäer dazu beigetragen hat. aber was ist mit dem Glück? Es gibt doch sehr viele Menschen, die diese ungeheure Geschwindigkeit, die man in der heutigen Welt haben muss, um Erfolg zu haben innerlich kaputt macht und überfordert,und keine Möglichkeit lässt einen Sachverhalt tief zudurchdringen...
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jpm
antwortete am 07.03.03 (14:45):
@Natalia Es ist richtig, dass viele Menschen mit der Geschwindigkeit nicht zurecht kommen. Aber wir haben keine Wahl. Die Konkurrenz existiert nun einmal, ob wir es wollen oder nicht. Deshalb versuche ich die Studenten auf diese Welt vorzubereiten, damit sie nicht zu den "Verlierern" gehören. Ich weiß, dass es hart klingt, aber die Welt ist hart... Glücklich ist man, wenn man seine Ziele erreicht und sich Ressourcen (Freunde, materielle Güter, interessante Tätigkeiten) verfügbar macht. Die Alternative ist nicht zwischen schnell/oberflächlich und langsam/gründlich, es muss schnell und gründlich sein!
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annaw
antwortete am 07.03.03 (15:00):
@N+G danke für euren tollen Berichte!!Ich fand sie sehr spannend, auch und gerade die Sache mit dem Frisör. Sind das Männer oder Frauen oder gemischt?
@jpm das Zeitthema ist interessant. Ich persönlich bin sehr pünktlich und musste mich sehr lange daran gewöhnen, dass einige Freunde von mir sich nicht auf einen genauen Zeitpunkt festlegen können. Da ist es dann immer gegen soundsoviel Uhr. Heißt sie können 15 min früher oder bis zu einer halben Stunde später kommen. Anfangs hat mich das sehr gestört, weil verunsichert, aber mittlerweile habe ich dadurch auch viel gelernt. Insgesamt glaube ich auch, dass es für uns Euopäer ziemlich schwierig sein kann in einem Land zu leben in dem Zeit keine Rolle spielt.
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Katharina
antwortete am 07.03.03 (15:15):
@ jpm
Da kommt wieder der Punkt, an dem ich nicht zustimmen kann. "Glücklich ist man, wenn man seine Ziele erreicht..", ja, ok. Die Frage ist nur, worin das Ziel besteht. Immer besser, schneller und spezieller zu sein als der andere um sich behaupten zu können? Oder kann man vielleicht auch ganz andere Ziele haben? Zum Beispiel einen Job zu haben einfach nur, um genug Geld zum Leben zu haben und um das zu tun, wozu man Lust hat?
Übrigens bin ich der Meinung, dass ein Journalist oder Forscher oder wer auch immer mit "arabischer" zeiteinteilung genauso erfolgreich sein kann wie ein Europäer. Kamen nicht viele bedeutende Denker aus dem nahen Osten?
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Katharina
antwortete am 07.03.03 (15:26):
@ Marion oder Iris
dass ihr eine deutsche Journalistin trefft, könnte auch für uns (Gruppe Ausländer) interessant sein. Würdet ihr euch für uns erkundigen, ob sie auch uns weiterhelfen würde? Beispielsweise per e-mail. Ich könnte euch natürlich auch einen Fragebogen schicken, den ihr mitnehmen könntet. Für uns wäre die Sicht einer Journalistin, die für ein deutsches Unternehmen arbeitet besonders interessant, weil wir auch die Gegenposition haben. Danke schon mal, falls das klappen sollte.
Übrigens: Die österreichische Schule ist bei der St. Georgs Gemeinde. Ich glaube, das liegt noch im Stadtteil Beyoglu. Auf jeden Fall ist es in der Nähe der Galata- Brücke in einer kleinen Seitenstrasse. Ich habe leider den genauen Namen der Strasse nicht hier. Wenn ihr noch Kontakt zu denen sucht, geht einfach mal vorbei. Die Lehrer sind in der Regel sehr nett. Elisabeth hat auch die e- mail- Adresse von einem, vielleicht kann sie sie euch geben.
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Katharina
antwortete am 07.03.03 (15:31):
Hallo Anna!
Da stimme ich dir auch voll zu! Obwohl ich eher zu den Menschen gehöre, die es mit der Zeit nicht ganz so genau nehmen (ich gebe mir aber Mühe! :-)) habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass es schwer sein kann, einfach die Zeit außen vor zu lassen. Es ist ja nicht so, dass die Leute da dauernd zu spät kommen würden, sie kommen halt irgendwann und die Zeit reicht trotzdem noch.
Viele Grüße!
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jpm
antwortete am 07.03.03 (16:02):
@Katharina "Zum Beispiel einen Job zu haben einfach nur, um genug Geld zum Leben zu haben und um das zu tun, wozu man Lust hat?" - Der Berfuf macht vom Zeitaufwand einen Großteil des Lebens aus, daher ist es geschickter, durch viel Einsatz im Vorfeld die Position zu ergattern, die einem viel Freude bringt. Dadurch wird die Arbeit zur Freizeit...
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The Riddler
antwortete am 07.03.03 (21:42):
@G u N Zufällig bin ich beim surfen auf diese Seite geraten. Vor kurzem hatte ich noch geplant Istanbul zu besuchen, leider ist mein Vorhaben aus privaten Gründen gescheitert. Deshalb Danke ich Euch für Eure live Berichte, die mir als fiktive Ersatzreise gedient haben.
@ Natalia Ich habe ein bisschen im Internet rechechiert und bin nur zu dem Ergebnis gekommen, dass der Zitronensaft wahrscheinlich irgendeine desinfizierende Wirkung hat. Nicht dass ich sagen will, dass ihr schmutzige Hände hattet, sondern eher im Sinne von reinwaschen vom Bösen usw. Zur Schokolade kann ich mir nur vorstellen, da Süssigkeiten als Wertsachen angesehen wurden, dies ein Zeichen der Wertschätzung eures Besuches ist. Auf alle Fälle gibt es einen Brauch, dass die Eltern des Mannes zur Verlobungsfeier Schokolade auf einem silbernen Tablett mitbringen. Näheres unter: (http://www.kirchenweb.at/hochzeit/) Oder haben sie vielleicht den Zitronensaft dazu benutzt um die Schokolade wieder von Euren Finger zu waschen ;0) O.k. also wenn kein anderer eine besser Erklärung hat, würde ich behaupten, dass ich mir die Süssigkeit verdient habe!
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jpm
antwortete am 08.03.03 (05:22):
@Alle Ist das nicht ein Supereintrag?? Und das ist genau der Grund, warum unsere Foren öffentlich sein sollen!! Ein (übrigens sehr witziger) Besucher profitiert von unseren Berichten und liefert selbst eine interessante Information!!! (Hidden knowledge!)
@CIMM = (C)laudia, (I)ris, (M)arion und (M)artina Jetzt geht es los! Um wieviel Uhr fliegen Sie?
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Natalia
antwortete am 08.03.03 (16:13):
@annaw Ja, das ist auch sehr interessant: die Frisöre waren Männer, die Verkäufer in den Kleidungsgeschäften meistens auch, das fand ich etwas ungewohnt, vor allem bei der Frauenbekleidung.
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Natalia
antwortete am 08.03.03 (16:23):
@The Riddler Gute Erklärung! Also ich glaube die Süsigkeiten gehen nach ? wenn keine andere Erklärung seitens der IPK Studenten angeboten wird!
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Natalia
antwortete am 08.03.03 (16:42):
@jpm ein paar Worte noch zu dem Zeitthema: Zeitfaktor oder Zeitressource ist für den Erfolg sehr wichtig : "Zeit ist Geld", das haben die Europäer früh genug verstanden. Die Philosophie der Europäer ist: "ich stehe über der Zeit, ich kann sie beeinflussen und bestimmen, was, wann und wie für mich besser ist, d. h. für meinen Erfolg." Dieser ständiger Drang nach der rechtzeitigen Handlung (um Gotteswillen bloss nicht zu spät) zerstört aber die innerliche Ruhe, das für viele Menschen Glück bedeutet und wonach auch viele streben. Man kann nicht ständig in einem Wirbel leben, es macht einen irgendwann auch unglücklich. Ich glaube, Glück ist eine sinnvolle Mischung aus der Gelassenheit der orientalischen Welt und der Zeitgeizigkeit der Europäer, sozusagen die goldene Mitte. Ach ja, und noch was: sicher ist nicht nur die Zeitwahrnehmung, sondern auch die Vorstellung vom Glück in verschiedenen Kulturen different (wäre eine interessante Untersuchung :))
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jpm
antwortete am 08.03.03 (17:40):
@Natalia Sie haben recht: auf die richtige Mischung kommt es an. Was das Glück betrifft, so glaube ich nicht, dass es in unterschiedlichen Kulturen unterschiedlich ist. Alle Menschen haben dieselben Grundbedürfnisse. Warum sollten sie unterschiedliche Glücksvorstellungen haben? Der Paradies wird in allen Religionen ähnlich beschrieben: absolute Befriedigung aller physiologischer Grundbedürfnisse: Essen und Trinken, Schlaf, Wärme und Sauberkeit, schöne Umgebung. Bei den Moslems sogar dazu noch ein Harem.
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jpm
antwortete am 09.03.03 (08:27):
@CIMM = (C)laudia, (I)ris, (M)arion und (M)artina Wo sind die heißen Berichte?
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Katharina
antwortete am 09.03.03 (15:50):
@ jpm
"Dadurch wird die Arbeit zur Freizeit.." Ja, ok. Aber meiner Meinung nach kann die Arbeit nur zur Freizeit werden, werden sie nicht die ganze Zeit in Anspruch nimmt. Aber auch das ist Geschmackssache...
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Martına
antwortete am 09.03.03 (16:17):
Dýe heýssen Berýchte kommen jetzt: Haben gestern abend das Výertel Taksým erkundet und mýt der Journalýstýn gesprochen. Wýr haben eýnen fantastýschen Eýnblýck ýn das Istanbuler Nachtleben erhalten. Bars und Kneýpen sýnd ýn europaeýschem Stýl gehalten (jedenfalls dýe dýe wýr býs jetzt gesehen haben).
Eýn Týpp: Immer den Personalausweýs bzw. Reýsepass mýtnehmen sonst kann man von der Polýzeý býs zu 24 Stunden festgehalten werden.
Unser Výertel ýn dem das Hotel lýegt (Hotel Fuar Namýk Kemal Cad.) heýsst Aksaray. Sýnd gestern todmüde nach Mýtternacht ýns Bett gefallen.
Heute gýngs am vormýttag los Rýchtung Altstadt Hagýa Sophýa. Dort trafen wýr auf zweý nette Jungs. Stadtführer. Studenten dýe uns den ganzen Tag über durch Istanbul führten. Also zweý Moscheen besýchtýgt. Grosser Bazar. Blaue Moschee. Kaýserbrunnen.Abnormale Wasserpfeýfe ýn Teesalon geraucht mýt echt türkýschem Cafe und Tee. Danach Taksým beý Tag erkundet.
Týpp: Nýe eýn Taxý nehmen aus dem gerade jemand aussteýgt. Sondern ýmmer eýnes das schon laenger freý ýst. Sonst muss womoeglých den Preýs des Vorfahrers mýtzahlen.
Lýebe Grüsse aus Istanbul.
Martýna. Irýs. Marýon. Claudýa
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jpm
antwortete am 09.03.03 (19:04):
@Martina & Co. Danke für die ersten Eindrücke. Bevor unsere Gruppe nach Istanbul fährt, werden wir uns über die Bars und Kneipen bei Ihnen erkundigen! Wie geht es bei Ihnen weiter?
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jpm
antwortete am 09.03.03 (19:54):
@Martina @ Co. Ich habe auf den Plan geschaut und gesehen, dass Ihr Hotel sehr günstig liegt. Sie sind ja ganz in der Nähe der Altstadt!
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anna
antwortete am 09.03.03 (20:29):
@Mädels in Istanbul
schön, dass ihr gut angekommen seid und auch schon was erlebt habt. Konntet ihr auch schon was erforschen?
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Steffi
antwortete am 10.03.03 (13:17):
Habe gerade die heißen Berichte gelesen und bin schon ganz heiß auf mehr! Scheint ja sehr unterhaltsam zu sein Euer Aufenthalt!
Haben Eure Studien schon begonnen? Würde gerne etwas über das Trinkverhalten der Jugendlichen erfahren!
PS: Ganz liebe Grüße an Iris! Und einen Drücker!
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Irıs & Co
antwortete am 10.03.03 (16:45):
Hallo zusammen,
gerade ýst alles verschwunden was ých geschrýeben habe und ých fasse mých nun kuerzer. Gestern fuehrten wýr eýn ýnteressantes Gespraech mýt Veronýka ueber das Leben hýer. An Herrn Martýn: Veronýka kennt Sýe, hat aber nýcht ýn Eý studýert:)) Wýssen Sýe wer es ýst? :)))
Morgen machen wýr eýne Bosporusfahrt, am Mýttwoch sýnd dýe Schulen dran. Es ýst alles sehr aufregend und nach wýe vor kalt.
Unser Hotel lýegt zwar altstadtnah, aber das Výertel ýst krýtýsch. Russenmafýa?? Am besten man nýmmt eýn Taksý, zur Not auch zu sýebt. Das geht wýrklých, auch wenn das Auto manchmal aufsýtzt:))))
Für Museen ýmmer Studýenbescheýnýgung und Perso mýt, ýst býs zu eýnem Drýttel günstýger.
@ Steffý Schoene Grüsse nach Berlýn! Hýer ýst es fast wýe ýn Florenz (maennertechnýsch), du weýsst schon:((( Blond und Tourý ýs ne dumme Kombý. Výel Glück beý deýner Hausarbeýt!
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jpm
antwortete am 10.03.03 (17:15):
Nein, ich weiß nicht, wer Veronica ist. Aber - bei aller Bescheidenheit - nicht nur Eichstätter kennen mich! :-))) Wer ist Veronica? In welche Schulen gehen Sie? Gehen Sie in die Deutsche Schule?
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jpm
antwortete am 10.03.03 (17:16):
Sie sagen, dass alles sehr aufregend ist! Das glaube ich gerne! Aber was genau!!!!!????
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Katharina
antwortete am 10.03.03 (18:38):
@ Istanbuler
Seid ihr zu siebt da? Oder hattet ihr nur "Mitreisende"?
Was habt ihr schon alles gesehen? Von der Bosporusfahrt müsst ihr unbedingt berichten, die konnten wir nicht machen! oder meint ihr eine Fähr- Überfahrt?
Was ist denn das für ein Hotel? Groß? In der Nähe der Altstadt. Kann mir jemand weiterhelfen ,wo genau? Bei der Suleyman- Moschee oder andere Richtung?
Spannend!
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Katharina
antwortete am 10.03.03 (18:42):
Noch was..
Wir wurden öfters gefragt, wie es mit unseren Gefühlen zu einem Irak- Krieg steht. Jetzt wird das Ganze ja etwas konkreter. Merkt ihr davon was in Istanbul? Und habt ihr schon im türkischen Fernsehen was vom neuen Regierungschef zu sehen bekommen?
Übrigens: habt ihr mein Posting oben gelesen? Wie steht es mit der Journalistin? Habt ihr sie mal gefragt, ob sie Lust auf mehr hätte:-)?
Viel Spaß noch!
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jpm
antwortete am 11.03.03 (05:16):
@Iris & Co. Wir wollen mehr! :-)))
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Dagmar
antwortete am 11.03.03 (15:22):
Hallo Iris! Klingt als hättet ihr eine interessante Zeit in Istanbul! Wie sieht's mit Kulturschock aus :-)? Was ist denn mit dem "i" passiert, sind lauter "y"?
Viel Spass noch! Talk to you later!
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jpm
antwortete am 11.03.03 (15:35):
Wo sans, die heißen Berichte?
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anna
antwortete am 11.03.03 (17:52):
Istanbuler,
schön, dass es Euch auch gefällt. Wart ihr schon im Bazar? Der lohnt sich auf jeden Fall.
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jpm
antwortete am 11.03.03 (18:01):
Besorgniserregend... Verschollen?
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Manfred
antwortete am 11.03.03 (18:17):
Hallo Iris! Istanbul scheint ja sehr aufregend zu sein. Seid hoffentlich nicht verschollen! Schon irgendwelche Sehens- würdigkeiten mitgekriegt? Plant den Rückflug rechtzeitig, die Kontrollen sollen sehr genau sein. Liebe Grüsse
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Martina, Marion, Claudia, Iris
antwortete am 11.03.03 (23:38):
Hallo an alle, heute haben wir superviel erlebt. Bosporusfahrt für sechs Stunden bis zum schwarzen Meer und zurück für umgerechnet ca.3,- Euro, sehr empfehlenswert.
Sehenswürdigkeiten sind bis auf die Hagia Sophia alle abgeklappert. Haben hübsche einheimische Restaurants und Cafes, Bars kennengelernt, dank einheimischer Führung. Grossen und ägyptischen Basar besuchten wir heute.
Heute den ganzen Abend treffen mit zwei türkischen Studenten, Gespräche über türkische Kultur, Traditionen, Fragebogen, etc... und gemeinsamer Abend mit Journalistin Veronica, ihrem türkischen Freund und einem weiteren türkischen Bekannten. Super interessante Gespräche, mehr wenn wir wieder zurück sind.
Morgen: Termin und Interview mit deutscher und österreichischer Schule und Treffen mit Studentin Serpil vom Goetheinstitut.
Haben einen ultravollen Terminkalender...
Güle güle,
Martina, Marion, Claudia, Iris
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jpm
antwortete am 12.03.03 (05:14):
Oh Gott! Uns den Mund so wässrig machen und so wenig erzählen!
"Super interessante Gespräche, mehr wenn wir wieder zurück sind." - Wer's glaubt wird selig! Wann und wo wollen Sie uns das alles erzählen?
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jpm
antwortete am 12.03.03 (05:23):
Richtig frustrierend! Ich sitze Tag und nach vor dem Computer mit dem Istanbul-Stadtplan vor der Nase, und was kommt?
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jpm
antwortete am 12.03.03 (05:25):
Zumindest hoffe ich sehr, dass nach Ihrer Rückkehr jede von Ihnen einen ganz ausführlichen Bericht in dieses Forum eintragen wird! Sonst haben Sie eine tolle Reise erlebt und wir haben kaum etwas davon!
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jpm
antwortete am 12.03.03 (05:38):
Vergessen Sie den Sinn des Projektes nicht: Ein wichtiger Aspekt ist ja gerade, dass Sie uns auf dem Laufenden halten! :-))))))!!!!!!!!!!!!????? Eine tolle Reise könnten Sie sonst auch ohne das IPK-Projekt machen!
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Martına, Irıs, Claudıa, Marıon
antwortete am 12.03.03 (14:51):
Hallo! Haben heute dýe Ergebnýsse unseres Fragebogens den wýr an dýe oesterreýchýsche Schule geschýckt hatten erhalten. Auswertung zu hause. Nach dem Besuch der oesterreýchýschen Schule sýnd wýr zur deutschen gegangen und konnten noch eýnen Termýn fuer morgen ausmachen um dann dort unsere Fragebogen zu verteýlen. Im Moment unterhalten wýr uns mýt Serpýl eýner tuerkýschen jungen Frau, dýe ýn Deutschland zur Schule gegangen ýst und nun seýt 1993 ýn Istanbul studýert und ým Goetheýnstýtut arbeýtet. Serpýl ýst eýne Schuelerýn/Studentýn von Kýrsten Ettrých-Oertel gewesen. Dýe deutsche, oesterreýchýsche und amerýkanýsche Schule, so wýe auch das Goetheýnstýtut befýnden sých alle ým Stadtteýl Taksým, rund um dýe Istýklal Caddessý. Saemtlýche Gespraeche haben uns gezeýgt, dass man Istanbul ýsolýert von der restlýchen Tuerkeý betrachten muss. Denn hýer herrscht auf der europaeýscher Seýte europaeýscher Flaýr. Man sýeht kaum Maedchen mýt Kopftuechern herumlaufen, Geschaefte entsprechen denen Deutschlands. Auch das Eýnkaufsverhalten von Maedels und Jungs unterscheýdet sých nýcht von dem der Deutschen. Weggehen ýst am schoensten ýn Taksým, das absolute Studenten und Ausgehvýertel. Das Sultanahmetvýertel - hýer befýnden sých dýe Hauptsehenswuerdýgkeýten- ýst natuerlých sehr tourýstýsch. Ueberall versuchen dýe Haendler dýe Aufmerksamkeýt auf sých zýehen. Hýer wýrd man dann oft von tuerkýschen Maennern angesprochen, dýe sých mýt Europaerýnnen vergnuegen moechten. Am leýchtesten entzýeht man sých dem, ýndem man sých eýne nette tuerkýsche Begleýtung (Mann) sucht, denn dann wýrd man ýn Ruhe gelassen.
Vor allem tuerkýsche Maedchen sýnd ýn ýhrer Freýheýt eýngeschraenkt, spezýell wenn sýe aus Istanbul kommen. Denn normalerweýse wohnt man beý den Eltern býs zur Hochzeýt und lebt sehr tradýtýonell. Nur Maedchen, dýe z.B. von ausserhalb kommen und dýe Aufnahmepruefung der Uný ýn Istanbul schaffen, haben dýe Moeglýchkeýt hýer ýn eýne WG zu zýehen und dem Elternhaus zu entflýehen. Mýttlerweýle werden dýe Istanbuler 'Eltern' etwas toleranter ýn dýeser Hýnsýcht, trotzdem lebt man hýer ýn der Regel býs zur Hochzeýt zu hause, teýlt seýn Zýmmer mýt Geschwýstern, keýne Prývatsphaere.
Wýr laufen mýt vollen Notýzbloecken herum und nehmen staendýg von jeder Seýte Wýssen auf. Morgen nachmýttag gehts heým, dýe Zeýt war fast eýn wenýg zu kurz.
Býs denn,
Martýna, Irýs, Claudýa, Marýon Man muss eýnfach selber erleben.
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jpm
antwortete am 12.03.03 (15:00):
Schön!
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Katharina
antwortete am 12.03.03 (15:20):
@ Istanbuler!
Woher habt ihr die Informationen, dass alles sehr traditionell ist? Ich hatte teilweise den Eindruck, dass man als Frau froh sein kann, in Istanbul zu leben, weil es doch sehr viel weltoffener und freier erscheint als der Rest der Türkei. ODER?
Viel Spaß noch! Genießt die restliche Zeit!
Wenn ihr so oft in der Nähe von Taksim seid, könnt ihr vielleicht sogar das nette Restaurant finden, in dem wir mit Kirsten waren. Es lohnt sich wirklich! es ist ganz in der Nähe des amerikanischen Konsulats und des Hotels, in dem "Miss Marple" war (hab leider den Namen vergessen). Ihr geht von der Istiklal Richtung Beyoglu. Ich weiß nicht, ob man es so finden kann, die Gasse ist ziemlich dunkel...
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Urs
antwortete am 13.03.03 (12:30):
@ Katharina
Ich hatte denselben Eindruck wie Du, und was ich so aus den Mails von den Türken, die wir aus der Uni kennen, höre, scheint mir auch eher das Gegenteil des von MICM Berichteten der Fall zu sein. Auch mich würde interessieren wie ihr zu dem Eindruck kommt.
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anna
antwortete am 13.03.03 (22:19):
Hallo Istanbuler Mädels,
seid ihr noch in Istanbul oder schon wieder in D? Was erlebt ihr so?
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Marion
antwortete am 13.03.03 (23:04):
Hallo zusammen,
wir sind heute Abend todmüde in München gelandet, daher auch nur ein kurzer Bericht (der ausführliche folgt dann morgen). Das heutige Programm bestand noch daraus, dass wir unsere Fragebögen in zwei Klassen in der deutschen Schule ausfüllen ließen. Die Schüler begrüßten uns sehr herzlich und waren begeistert von unserem Projekt; vor allem darüber, dass wir "Deutschen" uns gerade die Türkei ausgesucht haben. Uns hat am meisten gefreut, dass wir so freundlich von ihnen aufgenommen wurden und alle bereit waren sich unseren Fragen zu stellen. Wenn sie auch über unsere "klischeehaften" Fragen wie "trägst du ein Kopftuch?" entäuscht waren. Enttäuscht in dem Sinne, dass die Türken, die in Deutschland leben ein solches Bild (Kopftuch, Tradition, Koran...) bei den Deutschen über die Türkei hinterlassen.
Insgesamt haben wir festgestellt, dass Istanbul eine "Insel" in der Türkei ist, das wurde uns in Gesprächen mit den Einheimischen immer wieder bestätigt. In Istanbul lebt man "europäischer", als in der restlichen Türkei, da man auf dem Land noch viel stärker auf Tradition und Religion achtet. Die Schüler der deutschen Schule erzählten uns beispielsweise, dass sie gerne abends weggehen und vor allem auch selbst entscheiden können, wie sie ihre Freizeit gestalten; eben so wie die Jugendlichen es auch bei uns können. (Hier muss man aber beachten, dass diese Kinder der Oberschicht angehören) Auf der anderen Seite erfuhren wir zum Beispiel von Ikram (BWL-Student) und Serpil, dass es auch sehr auf die Familien- und Sozialstruktur. Kinder, die in einer kinderreichen Familie aufgewachsen sind, sind sehr eingeschränkt in ihrer Freizeitgestaltung- meist spielt hier die Religion auch eine größere Rolle. Die Mädchen dürfen beispielsweise nicht vor der Ehe ausziehen,die Jugendlichen dürfen keine/n offizielle/n Freund/ in haben oder zu ihm/ihr nach Hause.(...)
Kurz: Istanbul ist eine Stadt voller Kontraste , die sich nur sehr schwer in Worte fassen lassen. Es spielen soziale Schicht, familiäre Struktur und Traditionsbewusstsein eine sehr große Rolle.
So, jetzt muss ich aber schnell schlafen gehen.
Liebe Grüße
Marion
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Claudia R
antwortete am 13.03.03 (23:20):
@alle: Hallo erstmal! Sind wieder zurück in D, bin allerdings todmüde...
@Katharina & Urs: "die Informationen, das alles sehr traditionell ist" betreffen zunächst einmal hauptsächlich die Mädchen. In unserem Interviewgespräch mit Serpil (die beim Goethe-Institut arbeitet) haben wir erfahren, dass die Mädchen aus Istanbul obwohl sie bereits zur Uni gehen sehr eingeschränkt leben, da sie meist weiterhin bei ihren Eltern leben, meist kein eigenes Zimmer haben, die gesamte Familie ihr gesamtes Leben also immer mitkriegt; jüngere Mädchen und Jungen müssen nach der Schule meist den ~Schulbus erwischen, na und dann sitzen sie eben zu Hause bei ihrer Familie... Serpil erzählte uns aber auch von türk. Studentinnen, die nach Istanbul gezogen sind und dort in einer Art WG leben, dort haben sie dann mehr Freiheiten; aber natürlich wurde uns auch immer wieder gesagt, wieviel traditioneller der Rest der Türkei ist...
@ alle: wir sind heute leider nicht eher dazugekommen, uns zu melden, da wir heute wieder einen absolut ausgeplanten Tag hatten. Zuerst führten wir heute unsere Befragungen an der Deutschen Schule in zwei Schulklassen durch -> dort wurde uns übrigens in Gesprächen mit den Schülern bestätigt, was wir von Serpil erfahren hatten (u.a. Schulbus erwischen, nachmittags zu Hause bei Familie sein). Aber auch, dass die Schüler dort einem unseren nicht sehr unähnlichem Freizeitverhalten nachgehen -> mehr nach der Fragebögenauswertung!
Nach dem Termin an der Deutschen Schule mussten wir auch schon zurück zum Hotel und dann auch schon zum Flughafen.
Für mich waren unsere Tage in Istanbul jedenfalls total spannend! Bei unserer Ankunft bin ich erstmal erschrocken, hilfe war das chaotisch! Aber trotzdem findet man sich zurecht. Super an unseren Istanbultagen finde ich vor allem, das wir so viele Kontakte hatten, so viele interessante Gespräche mit total vielen Informationen. Ich denke wir konnten in unserer kurzen Zeit in Istanbul eine Menge über das Leben dort erfahren!
Liebe Grüße!
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jpm
antwortete am 14.03.03 (06:33):
@Marion und Claudia Sehr interessant! Das schmeckt nach mehr! Wir sind noch nicht satt! Vorerst aber gute Nacht! jpm PS: Haben Sie mit Herrn Born, dem Direktor der Deutschen Schule gesprochen? Ich habe ihm vor ein paar Tagen Ihre Ankunft per Mail angekündigt, aber er hat noch nicht geantwortet...
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jpm
antwortete am 14.03.03 (11:36):
Übrigens, zum Thema "Kopftuch": Die nächsten Gruppen sollten unbedingt die Homepage von Cilem und Mutherem aus Ausgburg lesen. Dort findet man die Fragen, die unsere türkischen Kommilitonen am meisten ärgern. Und die "Kopftuchfrage" steht an erster Stelle! :-))) Hier die Homepage:
(Internet-Tipp: http://home.arcor.de/urkuncilem/)
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Iris
antwortete am 14.03.03 (11:45):
So, nun melde ich mich auch mal wieder zu Wort!
Erstmal vielen Dank an alle, die auf dieses Forum geschaut haben und nicht im IPK Kurs sind! Hat mich sehr gefreut!!
@jpm Wir haben nicht mit Herrn Born gesprochen. Wir haben uns mit Herrn Zabini in der österreichischen Schule getroffen, der uns ganz lieb weitergeholfen hat. Wir tranken mit ihm Tee in seinem Zimmer und er erzählte uns von seiner Schule, wo er der Direktorstellvertreter ist. Er versorgte uns mit einigem Infomaterial, was uns sehr weiterhalf.
Wenn Fragebögen in Schulen ausgeteilt werden sollen, kann es Probleme geben. Sie müssen unter Umständen vom türkischen Kultusministerium genehmigt werden. Das kann dauern. Also schickt Fragebögen besser vorab an die Schulen und fragt was eventuell zu riskant sein könnte. (Zum Beispiel Fragen über die Religion oder die Familie)Ausländische Schulen machen unter Umständen Ausnahmen.
@ Katharina Schreib mir doch mal eine Mail (Iris_Droese@web.de). Ich kann Dir auch Veronikas Telefonnummer geben. Dann kannst Du mit ihr selbst sprechen. Sie ist super nett und ohne sie hätten wir nur halb so viel mitbekommen.
Ich habe große Lust im Sommer noch einmal nach Istanbul zu fahren, um den Unterschied zu jetzt zu sehen.
@ Dagmar Die y sind entstanden, weil ich anstatt i die Taste erwischte mit i ohne Punkt. Scheinbar ergibt dies das komische y. Die Tastatur ist ein bißchen anders in der Türkei.
Zum Thema "Kulturschock": Am ersten Tag (Samstag) war es für einen Moment etwas horrormäßig für mich. Wir kamen am Hotel an und liefen anschließend in diesem Viertel (am Aksaray Platz) herum. Männer starrten einen an und ich fühlte mich ziemlich unwohl. Ich dachte, wenn das so weitergeht, bleibe ich auf dem Hotelzimmer. Später erfuhr ich, dass es am Viertel liegt. Abends trafen wir uns mit Veronika am Taksim Platz.
Sie ist Journalistin bei einer türkischen Wirtschaftszeitung und für die deutschen Seiten zuständig. Ich kenne sie aus Ingolstadt. Sie arbeitete früher in der Kneipe, in der ich heute noch in der Küche arbeite. (Neue Welt, wenn sich jemand in Ingolstadt auskennt.)
Wir fuhren mit dem Taksi hin und trafen uns am Burger King. Es war gut jemanden zu haben, der sich auskennt! Stadtpläne kann man in Istanbul weglegen. Es stehen fast keine Staßen angeschrieben. Der Abend mit Veronika war für mich eine Überraschung. Ich hatte erwartet, dass es keine gescheiten Kneipen gibt. Von außen steht meist ein Türsteher davor und es sieht nicht besonders einladend aus. Einfach reingehen! Oft sind sie auch im 1. Stock. Drinnen hat es mir sehr gut gefallen. Es gibt zwar kaum Blondhaarige, aber die Jugendlichen sind so wie hier. Wir besuchten Kneipen mit Rockmusik. Diese war zu 80% englisch/amerikanisch und nur zu 20% türkisch/italienisch o.ä. Ich fühlte mich wohl, so gute Kneipen gibt es in Ingolstadt nicht. Bier wurde auf einem Tablett gereicht, für 1.500.000 türk. Lira. Billig! (Ca. 1 €)
Also als Tipp an die Gruppe, die noch nach Istanbul fährt, einfach in die Seitenstraßen der Istiklal Caddesi reingehen und in die Kneipen schauen, ob sie euch gefallen. Oder Veronika fragen. Ruft sie am besten an, sie hat sonst vielleicht keine Zeit.
Am Sonntag hatten wir uns die Altstadt vorgenommen. An der Touriinfo Sultanahmet trafen wir zwei Studenten, die mit uns den Tag verbrachten. (Wasserpfeife geraucht, anatolisch gegessen und getanzt, siehe oben) Mit diesen beiden sind wir in einem (!) Taksi zum Taksim Platz.
Ich geh mal eben Mittagessen. Fortsetzung folgt...
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Martina
antwortete am 14.03.03 (11:58):
@jpm
Mit Herrn Born haben wir vor Ort nicht mehr gesprochen, da sein Stellvertreter Herr Ulrich Stein mit unserer Fragebogenaktion betraut gewesen war.
@alle "traditionelles Leben in Istanbul". Wie auch schon Claudia geschrieben hat, muss man Istanbul isoliert von der restlichen Türkei sehen, was den Lebensstandard, die Ausbildung und die Ausübung ihrer Religion betrifft. Natürlich ist die Resttürkei traditioneller, trotzdem lässt sich in Istanbul noch eine überraschend intensive Bewahrung und Einhaltung religiöser Sitten und Bräuche feststellen, wobei dies in den meisten Fällen von den Eltern ausgeht. So erzählte uns z.B. der 24-jährige Ikram, BWL-Student in Istanbul, der eigentlich ganz aus dem Südosten der Türkei kommt, dass er mit seinen Geschwistern (drei Brüder und sieben jüngere Schwestern) und Eltern zusammenlebt und sich mit seiner Schwester ein Zimmer teilen muss. Er erzählte uns, dass ein-zwei-Kind-Familien nicht so häufig vorkommen, ausser eben bei türkischen Familien, die das europäische Leben z.B. in Deutschland kennengelernt haben, dort gearbeitet und gelebt haben. Diese Familien befinden sich meist in der oberen Mittelschicht oder Oberschicht Istanbuls. Diese Eltern, die ihren Kindern eine Schulausbildung in Deutschland ermöglichen konnten, legen auch weiterhin in der Türkei auf eine gute weiterführende schulische Ausbildung sehr viel wert. Nur diese oberen sozialen Schichten können sich allerdings die Privatschulen (z.B. die dt., österr., amerikan. Schule) leisten, in denen die Schüler eine bessere Förderung erhalten, da es hier, z.B. eine Klassenstärke von ca. 20 Schülern gibt, dagegen an den öffentlichen Schulen 50-60 Kinder in einer Klasse keine Ausnahme sind. An diesen Schulen müssen die Kinder auch bestimmte Aufnahmeprüfungen bestehen, weshlb nur die besten einen Platz in diesen begehrten Schulen erhalten. (nach Herrn Stein, stellvertretender Direktor der dt. Schulen) Die Schüler dieser Schulen kommen in der Regel nicht aus den nahen Stadtvierteln, sondern wohnen verteilt über ganz Istanbul. Deshalb werden sie auch gleich nach der Schule, gegen 14.00 Uhr von Schulbussen abgeholt. Erreichen sie diesen nicht, für den die Eltern bezahlen müsse, müssen sie selber gucken wie sie nach hause kommen. Oft nützen die Schüler die in die Schulen Nähe der Istiklal Caddesi (Taksim, Haupt-Fussgängereinkaufs-und-Bummelzone), ihre Mittagspause, oder die Zeit bis der Bus kommt um noch kurz shoppen zu gehen. In dieser Strasse merkt man richtig, dass sie sich zwischen 12.30 h und 14.30 h unwahrscheinlich belebt und dann über den Nachmittag, langsam, der Passantenstrom wieder weniger wird. Die Schüler kommen also im Laufe des Nachmittags nach hause und verbringen die Zeit dort in der Familie, müssen, wenn sie auf private Schulen gehen, sehr viel zu hause lernen. So können sie sich höchstens mit Freunden aus der Nachbarschaft, ausserhalb der elterlichen Wohnung, da sie dort keine Privatspähre (z.B. eigenes Zimmer) haben, treffen. Mädchen gehen dann oft gemeinsam irgendwo in ein kleines Cafe zum ratschen, Jungs müssen auch oft in den elterlichen Geschäften mithelfen. Sport machen in der Regel nur die Jungs und dazu haben sie dann auch nur am Wochenende Zeit. Genauso wie auch am Wochenende in den Bars, Diskos und Kneipen am meisten los ist (Taksim). Besonders beliebt sind die Sportarten Fussball, Basketball und immer mehr im Kommen ist auch Bowling, dies ist aber für die meisten zu teuer. Nachmittags sieht man in vielen der in Seitenstrassen etwas versteckter liegenden Cafes überwiegend Päarchen, zwischen 18 und 26 sitzen. Das haben wir selber auch beobachten können und von türkischer Seite nochmal bestätigt bekommen. Meist dürfen die Töchter und Söhne ihre Freunde=Partner nicht mit nach hause nehmen, ausserdem wären sie dort nie alleine, da die Jugendlichen in den seltensten Fällen ein eigenes Zimmer haben. Selbst wenn die Eltern tolerant sind (Serpil, 25) darf der Freund nicht im selben Bett wie die Tochter schlafen. Wenn die Jugendlichen nicht von ausserhalb zum Studieren nach Istanbul gezogen sind, wohnen sie bis zur Hochzeit bei den Eltern.
Die Schüler, mit denen wir die Fragebogenaktion durchgeführt haben, müssen momentan sehr viel lernen, da sie gerade mitten in den Abiturprüfungen stecken und am 17. Juni dann noch die Aufnahmeprüfung für die Universität absolvieren müssen. In der Regel kann man diese Aufnahmeprüfung für die Uni auch nur ein mal, mit Vorbereitung an der Schule, schreiben. Es nehmen jährlich mehr als 5 Mio. Schüler aus der ganzen Türkei an dieser Aufnahmeprüfung teil, letztendlich werden nur die 800 000 besten genommen. An der dt. Schule wird ein Abitur nach thüringischem oder nordrheinwestfälischem Standard geschrieben.
Mehr können wir über das Freizeitverhalten sagen, wenn die Fragebogen ausgewertet sind.
UM NOCH MAL AUF "das traditionelle Leben in Istanbul" zu sprechen zu kommen, muss gesagt werden, dass Religion und Familie einen wichtigen Punkt im häuslichen Zusammenleben bilden, trotzdem läuft kaum jemand auf der Strasse mit Kopftuch herum und die Jugendlichen sind gekleidet wie deutsche Jugendliche und auch der Besuch von Kneipen, Bars und Diskos, sowie das Sich-Treffen mit Freunden weicht nicht von dem Freizeitverhalten Deutscher ab. An dieser Stelle ist es nochmal wichtig zu betonen, dass Istanbul in dieser Hinsicht eine Insel in der Türkei ist, die dem europäischen Lebensstil angepasst ist.
Soweit vorerst, Grüsse,
Martina
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jpm
antwortete am 14.03.03 (12:27):
Sehr informativ! Hat sich gelohnt!! Ich bin ein bisschen knapp angebunden, weil ich sofort nach Wien fahren muss (LdL-Fortbildung!). Bis bald! jpm
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Juliane
antwortete am 14.03.03 (15:57):
Hallo!
Gruesse aus Houston/Texas! habe mich gerade durch einen grossteil der breichte gelesen und muss sagen: das ganze klingt sehr interessant und ich werde istanbul wohl auch mal als reiseziel anpeilen! sehr interessant, dass ein grossteil der musik in kneipen englisch ist und nicht tuerkisch...
hugs 'n kisses an Iris texan greetz an alle Juliane
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anna
antwortete am 14.03.03 (16:05):
zum thema deutsche Schule: was für mich in Istanbul auch neu war, ist, daß Kinder mit deutschen Eltern oder einem deutschen Elternteil nicht automatisch genommen werden. Auch sie muessen das Schulgeld zahlen, daß wohl recht hoch sein muss, da es sich nichtmal Akademiker immer leisten können. Eigentlich sollte so eine Schule für alle die sein, die etwas mit dem Land bzw. Sprache dieser Schule verbindet, und nicht für die, deren Eltern einfach über überdurchschnittlich viel Geld verfügen. Oder?
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Iris
antwortete am 14.03.03 (16:33):
@Jule
Hoffe Texas ist schön!!! Wir können ja dann zusammen nach Istanbul. Würde mich freuen mit dir nochmal hinzufahren!
Falls sonst noch jemand Lust hätte, natürlich auch gerne:))
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Katharina
antwortete am 14.03.03 (20:42):
WOW!
Ihr habt echt viel erlebt! Eure Berichte waren so spannend und informatif, dass auch die langen Texte kein Problem waren. Ich glaube, wenn wir (fast) alle in der Türkei waren, haben wir uns demnächst im IPK wahnsinnig viel zu erzählen!
Schönes Wochenende!
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Katharina
antwortete am 14.03.03 (20:45):
Zum traditionellen Leben in der Türkei muss ich sagen, dass es doch von außen wohl anders aussieht als von innen. Das heißt, da wir keinen kontakt zu türkischen Jugendlichen hatten, hätte ich auch nicht gedacht, dass Istanbul noch so "streng" ist!
@ Iris
Danke für das Angebot! Ich komme darauf zurück!
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Iris
antwortete am 16.03.03 (21:04):
@ Gabi Hallo Gabi! Einfach bis zum Ende dieser Seite runter und das Feld: "Ich möchte keine e-mail mehr erhalten" aktivieren. Dann wirst du von Informationsflut verschont. Schön, dass du auch an unserer Reise teilgenommen hast! Bis bald
Iris
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Jean-Pol Martin
antwortete am 17.03.03 (06:16):
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