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THEMA: JPM: Reise nach Japan (LdL-Workshops)
115 Antwort(en).
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jpm
begann die Diskussion am 24.09.06 (08:01) mit folgendem Beitrag:
Am 25.Oktober fliege ich nach Japan. Dort werde ich im Rahmen der 2.DaF-Werkstatt in Kurume einen dreitägigen Workshop (27-29.10) über LdL durchführen und im Anschluss einen Workshop in Tokyo (31.10) halten. Hier die Ankündigungen:
(Internet-Tipp: http://tokyo.daad.de/german/de_calendar.htm)
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jpm
antwortete am 24.09.06 (09:11):
Und hier das geplante Workshop-Programm:
(Internet-Tipp: http://www.zum.de/wiki/index.php/Lernen_durch_Lehren/Fortbildungen)
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hsiuwen
antwortete am 25.09.06 (17:34):
@jpm ich wuensche Ihnen alles Gute und sehr schoene Reise!
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jkd
antwortete am 25.09.06 (21:41):
hallo jpm - lange nichts gehört! toll, wie Sie immer wieder neue aktivitäten angehen - und wie damals in new york, möchte ich Ihnen einen autoren ans herz legen: haruki murakami, im moment ein ganz großer für mich... für den flug vielleicht "sputnik sweetheart" - auf englisch am besten. tschüß, gute reise und alles gute jkd (immer noch meck-pomm) gucken sie mal mein lk diskussionsforum!
(Internet-Tipp: http://www.diestellines.de)
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jpm
antwortete am 26.09.06 (05:48):
@Hsiuwen Danke, wie Sie ahnen bin ich besonders am asiatische Raum interessiert, seitdem ich mit Ihnen viele zusammengearbeitet habe (erinnern Sie sich z.B. noch an das New-York-Projekt Nr.2, bei dem Sie mir Kontakte in der Columbia-University verschafft hatten?). Und Ihren Blog verfolge ich mit großen Interesse! @jkd Sie motivieren mich!! Wie schon damals beim New-York-Projekt Nr.1! Ich hoffe, ich komme dazu, Ihre Lesetipps zu berücksichtigen! Im Augenblick bin ich ziemlich gestresst (es tut sich ein Berg an Arbeit vor mir!). Das Forum Ihrer Klasse gefällt mir gut. Ist doch toll, das Internet, oder?
Hier der Blog von Hsiuwen:
(Internet-Tipp: http://hsiuwens.blogspot.com/)
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jpm
antwortete am 26.09.06 (06:38):
@jkd Noch eine Frage: beim New-York-Projekt Nr.1 hatten Sie mir die Lektüre von Paul Auster (Lulu on the bridge) empfohlen, und der Tipp war goldrichtig. Für einen absoluten Englisch-Einsteiger war die Sprache einfach und die Thematik spannend genug, um mich anhaltend zu motivieren. Allerdings gefiel mir dann "The New York Trilogy" weniger, denn als eingefleischter Rationalist habe ich gegenüber allem Esoterischen eine klare Abneigung. Soweit ich Sie kenne, ist es bei Ihnen anders. Kurz gefragt: gehen Ihre Japanische Literatur Tipps ebenfalls in Richtung Esoterik?
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jpm
antwortete am 28.09.06 (07:22):
Gerade habe ich von den massiven Schwierigkeiten meiner ehemaligen Studentin Hsiuwen erfahren, die in Taiwan Deutsch und Englisch nach offenen Methoden unterrichten will. Vielleicht kann jemand von Ihnen helfen!
Danke im Voraus!
Hier ihr Hilferuf:
"Tuesday, September 26, 2006 Alt oder neu? Am kommenden Donnderstag muss ich in zwei Klassen Englisch unterrichten. Ich freue mich sehr darauf, aber nach einem Gespraech mit einer Schuelerin habe ich an meinem Lehrplan gezweifelt: muss ich denn traditionelle oder neue Methoden benutzen? ich hatte eigentlich vor, die Schueler nach der Erklaerung eines Textes ueber "Erfindung" in Gruppen zu verteilen und sie ueber dieses Thema diskutieren zu lassen. Aber gestern hat eine Schuelerin im Bus mir gesagt, dass die Schueler Gruppenarbeiten nicht so gerne moegen. "Wir moechten uns nicht viel bewegen und nicht so viel Stress. Wir moechten einen unkomplizierten Unterricht und die Lehrerin muss uns nur die Schwerpunkte sagen, also was in der Pruefung auftauchen wuerde." Mein Gott. Unsere Schueler sind an die traditionelle Methode so gewoehnt, dass sie das Spielen, Diskutieren, Singen oder irgend eine Aktivitaet, die Sprechen verlangt, unnuetzlich und unwichtig finden. irgendwie fuehle ich mich traurig und habe also die Gruppenaktivitaet, die ich vorbereitet habe, rausgelassen. Bleibe ich erstmal mit der alten Methode? Habe ich wirklich Zeit in der Zukunft, neue Methode, z.B. LdL, einzufuehren? Ich weiss im Herzen, dass wenn unser System "Lernen-nur-fuer-die-Pruefungen" sich nicht aendert, koennen die LehrerInnen auch nicht viel machen, weil die Eltern schimpfen und die Schueler, die eigentlich davon profitieren sollten, sich beklagen werden."
Und hier ihr Blog:
(Internet-Tipp: http://hsiuwens.blogspot.com/)
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jpm
antwortete am 28.09.06 (07:57):
Und die Diskussion mit Hsiuwen geht weiter (Auszüge aus ihrem Blog): ___________________ jpm Hat gesagt… Ich verstehe Ihre Sorge sehr gut. Gerade habe ich einen Artikel von Deutschlehrern aus Japan über den Fremdsprachenunterricht dort gelesen und genau dieselben Klagen stehen drinnen: die Kultur in Japan führt die Schüler und Studenten dazu, dass sie schweigen. Ich glaube, dass es ganz schwierig ist, gegen eine ganze Kultur ankämpfen zu wollen! Man müsste hartnäckig dranbleiben und die Leute "umpolen". Aber das können Sie natürlich nicht allein bewirken! Vielleicht können wir dieses Problem weiter diskutieren auf meinem Forum "JPM: Reise nach Japan". Ich werde versuchen, weitere Interessenten in dieses Forum zu locken! _________________________ Hsiuwens Hat gesagt… @jpm vielen Dank, dass Sie den Artikel ins Forum gestellt haben. Ich schreibe weiter, was ich im Unterricht erfahre. ______________ jpm Hat gesagt… Ich bleibe auf jeden Fall dran! Das beschäftigt mich gerade sehr! Auf jeden Fall fahren Sie die richtige Linie, auch wenn Sie in Ihrem Umfeld isoliert sind! Soweit ich weiß, "bewundern" Asiaten immer noch die westliche Kultur und versuchen, sie zu imitieren. Wenn sie die westliche Kultur imitieren wollen, MÜSSEN sie offene Methoden (z.B. LdL) anwenden. Hätte ich Ihre Klassen, würde ich sie einfach zwingen, so zu arbeiten, wie ich es verlange. Ich würde die Schüler gar nicht fragen, ob sie das gut oder schlecht finden. Nach einiger Zeit würden sie bestimmt feststellen, dass es so besser ist. Das ist schon immer meine Erfahrung auch in Deutschland gewesen: ich führe diktatorisch Demokratie ein!;-)) Ganz einfach, weil beispielsweise LdL den Grundbedürfnissen der Menschen besser entspricht als Frontalunterricht. Also irgendwann merken die Schüler, dass sie sich wohler fühlen bei LdL. Aber das dauert seine Zeit!
(Internet-Tipp: http://hsiuwens.blogspot.com)
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jpm
antwortete am 28.09.06 (10:06):
Und hier der jüngste Beitrag aus dem Blog von Hsiuwen. So schnell löst sich das Problem! ____________ volle Energie! heute habe ich gerade in zwei Klassen Englisch unterrichtet. Die Schueler der ersten Klasse waren nicht sehr konzentriert, aber im Allgemeinen haben sie kooperiert und auch meine Fragen waehrend des Unterrichts beantwortet. Nach dem Kurs habe ich einige Schueler gefragt, ob der Unterrichtet zu langweilig oder zu langsam war. Ich habe dann von meiner geplanten Aktivitaet erzaehlt und auch den Grund, warum ich diese nicht gefuehrt habe, gesagt. Zu meiner Ueberraschung haben sie mich gesagt, dass Aktivitaeten doch gut sind. "Wer hat gesagt, wir wollen keine Aktivitaet?" sagte ein Schueler. Also ich denke, Aktivitaeten wuerden bei einigen Schuelern doch gut ankommen. und dann die zweite Klasse. Noch bevor ich das erste Wort gesagt habe, haben sie mir schon "happy teacher's day" gewuenscht. Die Schueler und ich haben im Unterricht ziemlich viel gelacht und ich habe sogar Bauchschmerzen vom Lachen gekriegt. Am Ende des Unterrichts hat sogar ein Schueler ein Lied gesungen und die anderen haben geklatscht und tod gelacht. Ich liebe das Lachen der Schueler. Sie waren total suess und haben mich gefragt, ob ich das naechste Mal auch kommen werde. Sie haben meine Fragen laut und eigenwillig beantwortet und es hat mich so gefreut. Nach dem Unterricht war ich voller Energie und bin auch junger geworden!
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Hsiuwen
antwortete am 30.09.06 (10:35):
@jpm vielen Dank fuer ihre Hilfe! Ich freue mich schon, dass ich wenigstens im Deutschunterricht den offenen Unterricht durchfuehren kann- weil Deutsch ja nicht bei der Aufnahmepruefung geprueft wird. Zum Glueck!
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jpm
antwortete am 30.09.06 (10:51):
@Hsiuwen Die Hilfe ist gegenseitig. Es ist für mich ein großes Glück, dass ich Sie als sehr vertraute Kontaktperson in Taiwan habe! Ich lerne viel dabei und habe noch das Gefühl, dass wir uns trotz der Entfernung ganz nahe sind. Das verdanke ich auch dem sehr lebendigen Stil, den Sie für Ihre Beschreibungen benutzen und der zum Lesen motiviert! Auch mein Sohn Roman (er ist gerade als Geographiestudent über das Erasmus-Programm in Wien) findet Ihre Texte spannend!
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hsiuwen
antwortete am 01.10.06 (09:56):
@jpm Wien! Roman ist also ein gluecklicher Mensch! die Entfernung hat meine deutschen Freundinnen von mir ein wenig getrennt, aber gluecklicherweise habe ich weiterhin intensive Kontakte mit Ihnen. Zum Gleuck!
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jpm
antwortete am 01.10.06 (10:01):
Sie haben noch intensiven Kontakt? Per Mail?
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Hsiu-wen
antwortete am 02.10.06 (15:40):
@jpm ja, ich schreibe noch E-mail mit meinen deutschen Freundinnen, aber Sie kennen das doch- viele Leute schreiben nicht so oft E-mails. Manchmal warte ich einen Monat lang auf eine!
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jpm
antwortete am 02.10.06 (15:48):
Einen ganzen Monat? Viele sind in der Tat noch nicht ganz kommunikationsfitt!;-))
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Hsiu-wen
antwortete am 04.10.06 (04:45):
@jpm ja, "die meisten" Leute sind nicht kommunikationsfitt, wuerde ich sagen. Sehr schade...
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jpm
antwortete am 04.10.06 (07:10):
@Hsiu-wen Keine Sorge! Das kommt noch!
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Guido Oebel
antwortete am 04.10.06 (12:24):
Frisch zurueck aus Europa in der japanischen Noch-LdL-Diaspora! Ich nehme noch mal JPM's Statement aus diesem Forum auf und kommentiere:
"... Hätte ich Ihre Klassen, würde ich sie einfach zwingen, so zu arbeiten, wie ich es verlange. Ich würde die Schüler gar nicht fragen, ob sie das gut oder schlecht finden. Nach einiger Zeit würden sie bestimmt feststellen, dass es so besser ist. Das ist schon immer meine Erfahrung auch in Deutschland gewesen: ich führe diktatorisch Demokratie ein!;-)) Ganz einfach, weil beispielsweise LdL den Grundbedürfnissen der Menschen besser entspricht als Frontalunterricht. Also irgendwann merken die Schüler, dass sie sich wohler fühlen bei LdL. Aber das dauert seine Zeit!"
Genau so! Ich erinnere mich noch gut, als ich vor 6 Jahren hier in der japanischen Provinz mit meinem Deutschunterricht begonnen habe und mir meine StudentInnen der Reihe nach wegnickten. Ich war so deprimiert, dass ich am liebsten gleich wieder meine Koffer gepackt haette. Zunechst machte ich alles an mir und meiner offensichtlich paedagogisch-didaktischen Unfaehigkeit fest, allerdings beschwichtigten mich meine japanischen Kollegen, bei Ihnen schliefen i.d.R. noch weitaus mehr! Ich blieb also hier und begab mich via Internetrecherche auf die Suche nach lernerinvolvierenden Unterrichtsmethoden, denen sich meine japanischen Studierenden nicht entziehen koennten - LdL schien die Schluesselmethode zu sein. Trotz bestmoeglicher Vorbereitung meinerseits versagten mir meine hiesigen Studies die Gefolgschaft, ich war schlicht und ergreifend zu demokratisch. Daraufhin machte ich ein aehnliches Posting wie Hsiu-wens in diesem Forum, woraufhin JPM riet, ich muesse - zumindest in LdL-Einfuehrungsphase - 'diktatorisch' auftreten, und fortan klappte es mit LdL, und zwar vom Nullanfaenger- bis zum Projektunterricht. Seitdem teile ich meinen zunkuenftigen Studies mit, es gebe in meinen Lehrveranstaltungen keine Alternative zu LdL; die sich dann darauf einlassen, bleiben i.d.R. auch bis 'zum bitteren Ende' dabei. Also, liebe Hsiu-wen, zeitweiliges 'Fraternisieren' mit den eigenen Schuelern/Studierenden bzw. 'al pari'-Umgang beginnt bei mir erst, nachdem LdL 'common sense' bei den TeilnehmerInnen geworden ist. Wenn Sie sich den Flug von Taipeh nach Fukuoka Ende des Monats sowie die wirklich guentigen Uebernachtungskosten leisten koennen, sind Sie herzlichst eingeladen, an dem dreitaegigen LdL-Workshop mit JPM teilzunehmen, wird sicherlich eine spannende Geschichte werden!
(Internet-Tipp: http://ling.nccu.edu.tw/~tjl/)
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jpm
antwortete am 04.10.06 (16:31):
Herzlichen Dank für den tolles Bericht! Ich hatte nicht mehr in Erinnerung, dass Sie eine ähnliche Frage gestellt hatten und ich sie genauso beantwortet hatte! Wirklich lustig!
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Hsiu-wen
antwortete am 04.10.06 (17:28):
@Guido ich moechte Sie und JPM sehr gerne in Fukuoka treffen, aber ich muss leider arbeiten und darf nicht drei Tage verschwinden. (ich bin eine Praktikantin und habe deshalb auch weniger Freiheit) Es ist wirklich sehr nett von Ihnen, mich einzuladen. Ich habe mich so gefreut! Darf ich Sie fragen, in welchem Institut Sie Deutsch unterrichten? Bei uns geht es sehr aehnlich wie in Japan- der Englischkurs in der Schule ist so langweilig, dass die meisten Schueler eigentlich lieber schlafen moechten. Sie bleiben nur wegen "des Unterstreichens der Schwerpunkte" wach, also nur weil sie wissen wollen, was geprueft werden wird. Sie sprechen selten und koennen kaum einen richtigen Satz spontan sagen, weil der Lehrer ja immer redet (und oft auf Chinesisch, bei meiner Lehrerin sogar 90%). Das macht mich wirklich traurig. Ein Tag wenn ich Lehrerin werde, werde ich gegen diese Lehrmethode kaempfen.
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jpm
antwortete am 07.10.06 (06:44):
@Hsiuwen Herr Oebel ist Professor an der Universität in Saga und hat LdL vor einigen Jahren entdeckt. Seitdem unterstütz er meine Arbeit sehr kräftig! Er hat auch mehrere Aufsätze verfasst, in denen er ausführlich auf LdL eingeht. Und jetzt hat er mich nach Japan einladen lassen, wo ich in Kurume und in Tokyo Workshops halten werde.
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Guido Oebel
antwortete am 07.10.06 (12:32):
Lieber JPM, vielen Dank, dass Sie Hsiuwens Frage an mich bereits beantwortet haben!
Es ist schon bemerkenswert, wie aehnlich sich die Ostasiaten (Chinesen, Koreaner, Japaner) sind -- wenngleich sie selbst das vehement bestreiten --, insbesondere was deren Schulsysteme und Lehr- bzw. Lernmethoden betrifft. Ob's genetisch bedingt oder im Konfuzianismus verankert ist oder womoeglich auf eine nachhaltige Praegung durch die japanische Besatzungszeit zurueckgeht, kann ich nicht beurteilen, vielleicht ist es ja ein Mix aus allen drei Faktoren. Jedenfalls ist den Ostasiaten in der institutionellen Bildung eines gemein, sie stellen rezeptiven Wissenserwerb eindeutig ueber explorativen. Ich hoffe, zumindest in Japan koennen wir diese Dogmatik mithilfe von JPM etwas aufbrechen!
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jpm
antwortete am 07.10.06 (12:52):
@Guido Oebel Wenn ich meine persönliche Meinung mitteilen darf: an die Gene glaube ich nicht. Nach "meiner" Anthropologie haben wir alle dieselben Bedürfnisse. Jeder hat also das Bedürfnis, autonom und kreativ zu handeln, sofern man ihm das nicht sehr früh ausgetrieben hat. Und diese verschütteten Bedürfnisse wieder freizuschaufeln wird bestimmt länger dauern, als ein dreitägiges Workshop!;-))) Aber dafür gibt es die Globalisierung. In ein paar Jahrzehnten wird sich ein einheitliches Wertesystem weltweit durchgesetzt haben, wahrscheinlich eine Mischung von Individualismus und Kollektivismus. Und sicherlich werden "exploratives Verhalten" und "selbstbestimmte Aktivität" zu diesen neuen Werten gehören... (Bitte sehen Sie mir meinen Eifer nach! Ich befasse mich sehr mit diesen Themen im Augenblick, nicht zuletzt im Hinblick auf meine bevorstehende Japan-Reise). Interessant ist auch das Posting auf einem anderen Forum von einem junge Mann, der in China arbeitet. Hier das Forum:
(Internet-Tipp: http://www.zum.de/Foren/ldl/threads/thread591.html)
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hsiu-wen
antwortete am 07.10.06 (16:57):
@Jpm & Herr Oebel ich denke, unser eher rezeptives Bildungssystem hat seine Wurzel in Konfuzianismus und in der allgemeinen chinesischen Kultur, wobei die Älteren oder die Oberen die absolute Authorität geniesst, also die Eltern verlangen absoluten Respekt von den Kindern, die LehrerInnen von ihren Schülern, und die Älteren von den Jüngeren usw. Deshalb hoeren die Schüler den LehrerInnen nur zu und wagen nicht, eigene Meinungen auszudrücken oder das, was die LeherInnen gesagt haben, zu bezweifeln. Es ist eigentlich keine schlechte Sache, wenn die Schüler die LehrerInnen respektieren, aber wenn die Authorität die Schüler stumm macht und diesen keinen freien Raum zulässt, wird der Lernerfolg nur kurzfristig und oberflächlich. Man vergisst alles nach der Prüfung und lernt nichts am Ende.
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jpm
antwortete am 07.10.06 (17:25):
@Hsiu-wen Ich sehe das genauso wie Sie.
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hsiu-wen
antwortete am 09.10.06 (17:03):
@jpm Ich denke, es waere ein grosses Thema in Japan, wie man trotz des Lerndrucks und sehr kompakter Lerninhalte LdL in einen normalen Unterricht einfuehren kann (man muss z.B. bei uns in vier Stunden eine Lektion unterrichten). Die groesste Frage waere (fuer mich und sicher fuer die japanischen LehrerInnen): "ich habe bereits grossen Zeitdruck, wenn ich traditionell unterrichte, das heisst, ich erklaere alle grammatischen Regeln und lasse die Schueler Saetze bauen, sodass sie sich die Regeln einpraegen koennen. Wie komme ich also mit der Zeit zurecht, wenn ich die Schueler selber unterrichten lasse? Was mache ich dann mit den grammatischen Regeln und plus allen anderen unzaehligen Sachen, die die Schueler unbedingt koennen muessen?" ich rate Ihnen, einen Englischunterricht in der japanischen Schule zu erleben. Somit erkennen Sie einerseits, warum LdL gar nicht so leicht in Japan (oder Taiwan) eingefuehrt werden kann. Andererseits wissen Sie genauer, wie LdL in Asien eingefuehrt werden soll.
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jpm
antwortete am 12.10.06 (07:21):
@Hsiu-wen Ich verstehe: da stehen sich zwei unterschiedliche philosophisch-anthropologische Konzepte gegenüber. Auch wenn man nicht von "clash of civilizations" sprechen muss, denn es muss ja nicht zum clash kommen, lasse ich mit mir über die Frage nicht verhandeln, ob man Wissen eintrichtern muss oder ob Menschen nicht in der Lage sind, unter entsprechenden Bedingungen (also beispielsweise LdL oder IPK) Wissen aktiv zu konstruieren. Das Trichtermodell hat historisch vielleicht seine Berechtigung gehabt, aber heute müssen wir von den Schülern und Studenten verlangen, dass sie selbst ihr Wissen aufbauen. Und meine Aufgabe sehe ich darin, a) meinen Zuhörern aufzuzeigen wie Menschen "funktionieren" (anthropologisches Modell, siehe Link unten) und b) welche Konsequenzen aus dieser Funktionsweise für die Gestaltung von Unterricht abzuleiten sind. Auf das Trichtermodell lasse ich mich genausowenig ein wie auf die Frage, ob jemand keine Kinder bekommen kann, weil seine Nachbarin einen Fluch gegen ihn ausgesprochen hat (zum Beispiel).
(Internet-Tipp: http://www.zum.de/wiki/index.php/Benutzer:Jeanpol/Fortbildungen/Materialien)
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jpm
antwortete am 12.10.06 (07:41):
Nachgedanke: Fakten, die eingetrichtert werden, sind kein Wissen. Wissen soll zur Handlung (unmittelbar oder mittelbar) befähigen.
(Internet-Tipp: http://ipk-blog.ku-eichstaett.de/)
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jpm
antwortete am 13.10.06 (06:09):
Gerade habe ich gelesen, dass die Japaner am ältesten von allen anderen Erdbewohner werden. Im Durchschnitt: die Männer etwa 90 Jahre alt und die Frauen 99. Und das trotz Frontalunterricht?;-))
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Guido Oebel
antwortete am 13.10.06 (08:11):
vielleicht ist es ja gerade der Frontalunterricht a la japonaise, der die Japaner so alt werden laesst, da die meisten von ihnen sich dabei gesundschlafen:-D
Spass beiseite, dieses Phaenomen ist insbesondere der ausgewogenen Ernaehrung mit viel frischem Gemuese und wenig Fett zu verdanken. Allerdings geht der Trend unter der jungene Generation mittlerweile zu Fertiggerichten und zum Fast Food. So bedauerlich das auch sein mag, gleichzeitig naehrt dies die Hoffnung, dass sich handlungsorientierte Unterrichtsformen auch noch durchsetzen werden.
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jpm
antwortete am 13.10.06 (08:48):
Also Mc Donald und LdL halten Hand in Hand Einzug in die japanische Kultur. Oder Mc Donald als troianisches Pferd für LdL?
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Hsiu-wen
antwortete am 14.10.06 (04:25):
@jpm als ich eine Schuelerin war, hatte ich auch Interesse fuer Mc Donald's, Burger King oder KFC. Jetzt, wenn ich aelter werde, esse ich zum Glueck solches Essen nicht mehr gerne. Alle moechten duenn bleiben und das ist ein guter Trend finde ich, weil alle dann auch gesund essen (oder zu wenig essen!? Ja, das ist wieder ein Problem...).
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enttaeuschter
antwortete am 25.10.06 (08:26):
Brutal, da schreibe ich eine sehr lange Mail. Ich gehe anschliessend in den Vorschau-Modus, lese die Mail, moechte etwas korrigieren und gehe (ueber den Button) zurueck). Die komplette Mail ist weg!!! Ich hasse schlechte Technik - Zeitraeuber!
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jpm
antwortete am 26.10.06 (05:44):
ja, es ist sehr brutal! das habe ich auch gelegentlich erlebt und war sauer, wie sie. man muss also den beitrag kopieren, um diesem Aergernis vorzubeugen. das ist eine schwaeche der software, dass manchmal der beitrag verschwindet!
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jpm
antwortete am 29.10.06 (00:52):
liebe teilnehmer des kurume-workshops, ich wuerde mich sooooooo freuen, wenn der kontakt nicht abreissen wuerde!!! dabei waere es so einfach: ueber dieses form koennen wir wunderbar weiter kommunizieren! Ich wuerde euch zeigen, wie die UNO meiner klasse funktioniert und wir koennten unsere studenten miteinander verlinken. das waere so toll!!!
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jpm
antwortete am 29.10.06 (05:07):
jetzt sichere ich schon einmal die lektorenhomepage in Japan:
(Internet-Tipp: http://www.deutsch-in-japan.de/)
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Guido Oebel
antwortete am 29.10.06 (12:59):
Liebe DaF-WerkstattkollegInnen, lieber JPM,
die 2. DaF-Werkstatt Westjapan ist gerade zu Ende gegangen, und ich darf wohl ohne Uebertreibung feststellen, dass sie durch und durch ein voller Erfolg war/ist, viel Neues initiiert haben duerfte und auch zunaechst skeptische TeilnehmerInnen zur Reflexion der eigenen Lehrerrolle, der eigenen Unterrichtstechniken und -ziele, aber insbesondere zum Ueberdenken des Menschenbildes ihrer7unserer SchuelerInnen/Studierenden angehalten hat. Dass dies so gut gelungen ist, ist auch JPM's souveränem und gleichzeitig begeisternden Beitraegen zu verdanken, ohne dass dabei jedoch die Inhalte in den Hintergrund gerueckt waeren, chapeau! Meine japanischen und deutschen KollegInnen vor Ort - ich sowieso - werden LdL vorantreiben, ggf. an die hiesigen spezifischen Rahmenbedingungen anpassen und - das ist mein erklaerter Wunsch! - nachhaltig institutionalisieren, und zwar zur Qualitaetsverbesserung und -sicherung unseres DaF-Unterrichts, wovon unsere SchuelerInnen/Studierenden in hoechstem Masse profitieren werden. Lieber JPM, fuer die beiden weiteren Veranstaltungen in Tokyo aehnlich positives Feedback und Erfolg, Guido Oebel
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Hsiu-wen
antwortete am 30.10.06 (04:24):
@enttaeuschter ich habe gerade die IE-Seite aus Versehen geschlossen und habe meinen Beitrag auch geloescht...wieder ein brutaler Fall!
@JPM ich freue mich sehr, dass Sie grossen Erfolg in Japan haben! Ich bin mir sicher, dass die LdL-Methode viele LehrerInnen sowohl "schockieren" und diesen als auch viele Initiative anregen werden. Sie haben mir mal gesagt, es ist schwer, gegen die ganze Kultur zu kaempfen. Jetzt, was Sie da machen, ist schon ein grosser Sieg!
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Alexander Imig
antwortete am 30.10.06 (07:20):
Lieber Guido Oebel, Lieber Jean-Paul Martin, Liebe KollegInen,
da wir zum Abschluss des DaF-Workshops in Kurume beschlossen haben, fuer weitere Vernetzung und fuer notweniges Material zu sorgen, stellt sich nun die Frage, in welchem Artikel das geschehen soll.
Man koennte eine neuen Artikel im ZUM-Wik schreiben:
"Lehrerfortbildung/DaF" oder "DaF-Workshop in Japan"
Moeglich waere auch die die Fortbildungsseite von JPM zu erweitern (siehe unten URL-Tip). Was meinen Sie?
Was meinen die KollegInnen?
Viele Gruesse
Alexander Imig
(Internet-Tipp: http://www.zum.de/wiki/index.php/Lernen_durch_Lehren/Fortbildungen)
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Petra Balmus
antwortete am 30.10.06 (13:51):
Lieber Herr Martin, liebe Organisatoren, liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Daf-Werkstatt,
vielen Dank fuer ein niemals langweiliges, niemals Ueberanstrengendes, dafuer sehr inspirierendes und immer perfekt getimtes Wochenende.
Mir wird erst ganz, ganz langsam das eigentliche Potential solcher Blog-Seiten bewusst. Deshalb hatte ich heute per Mail um ein Feedback der Teilnehmenden fuer das Review gebeten, anstatt gleich hier diese Seite zu benutzen, worauf mich Alexander Imig erst aufmerksam gemacht hat.
Hier schon mal die ersten Meldungen von einer japanischen und einer deutschen Teilnehmerin:
1. * Die Atmosphaere war sehr gut und nett. * "LDL" ist mir ganz neu. Die Diskussion nach den drei Probeunterrichten war für mich sehr interessant. Warum ist Professor Martin so sicher, dass er keine Kontrolle vor dem Unterricht braucht ?
2. Hier also mein Feedback: Vielen Dank an die Organisatoren der 2. DaF-Werkstatt und an den DAAD, war sehr gut organisiert, gute und sinnvolle Programmgestaltung und so optimaler Tagungsaufbau; bin durch die vielen Anregungen von japanischen wie deutschen KollegInnen und den dynamischen Gastauftritt Prof. Martins sehr positiv inspiriert worden.
Ich kann mich da nur anschliessen und gruesse Sie alle ganz herzlich.
Petra Balmus
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Carsten Waychert
antwortete am 30.10.06 (14:01):
Lieber Jean-Paul Martin,
Guido Oebel bringt die Dinge derart pointiert auf den Punkt, dass ich dem nichts hinzufuegen moechte, nichts hinzufuegen kann.
Eine Einschraenkung zur Qualitaetsverbesserung des Unterrichts: Kurzfristig konnten meine StudentInnen noch nicht von den Erkenntnissen der DaF-Werkstatt profitieren. Denn da ich heute mit dem ganzen Schwung und der Dynamik des in Kurume Erlebten in meinen Unterricht gerauscht bin, konnte ich mich kaum bremsen - mit der Folge, dass die "Teacher Talking Time" so hoch wie noch nie zuvor war! :-)
Viel Spass und Erfolg noch in Tokio. Empirische Wirkungsforschung waere auch fuer die DaF-Werkstatt sehr interessant gewesen, haette aber wahrscheinlich den Rahmen und meine "Ressourcen" etwas gesprengt.
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Carsten Waychert
antwortete am 30.10.06 (14:11):
Liebe KollegInnen,
natuerlich hat sich mein vorheriges Posting an alle TeilnehmerInnen gewandt, aber die entsprechende Begruessung ist von mir anscheinend geloescht worden. Vielen Dank nochmals fuer den regen Austausch und den Spass in Kurume!
An die Organisatoren: Wie schon am Sonntag erwaehnt - perfekt!
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Ulrich Agricola
antwortete am 30.10.06 (15:35):
Sehr geehrter Herrr Oebel, sehr geehrter Herr Martin!
Ich verfolge die Seminare in Japan von Eichstaett aus - so gut ich kann - und wuerde gerne einen weiteren Eintrag in den IPK-Blog setzen. Haetten Sie vielleicht ein Foto vom DaF-Seminar oder eine Ansicht des Instituts/der Uni Kurume, die ich in unserem Weblog zur Illustration einsetzen koennte?
Gerne per Mail: ulrich.agricola (at) ku-eichstaett.de
Mit freundlichen Grüßen Ulrich Agricola
(Internet-Tipp: http://ipk-blog.ku-eichstaett.de)
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jpm
antwortete am 31.10.06 (01:48):
Lieber Herr Agricola, heute bin ich nach langer zeit wieder im netz.wie sie aus den beitraegen entnehmen koennen was es eine supersache. es wurden jede menge fotos gemacht. sie bekommen bestimmt welche von guido oebel. Ihr blog ist wie immer sehr gelungen.
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jpm
antwortete am 31.10.06 (01:53):
zu der japanischen teilnehmerin und ihrer frage nach der kontrolle vor dem unterricht ich kann waehrend des unterrichts jederzeit intervenieren, je weniger ich ueber den ablauf weiss, desto weniger besteht die gefahr, dass ich die schueler stoere.
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jpm
antwortete am 31.10.06 (02:02):
hsiuwen, guido, alexander I., Petra B. und carsten, der referent ist natuerlich immer nur so gut, wie sein publikum ihm erlaubt. das kompliment geht also an euch alle zurueck. meine tastatur ist fuer mich ungewohnt und sperrig und ich steige heute um 14.00uhr wieder in die buett, deshalb nur gany kurz dieser gruss. wir bleiben dran
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Alexander Imig
antwortete am 31.10.06 (04:35):
Sehr geehrter Herr Agricola, den Bildwunsch fuer Ihren Blog werde ich an den verantwortlichen Kollegen weiterleiten. Grundsaetzlich ist es sicher praktisch, dass der von Ihnen betreute (?) Blog auf Englisch ist, aber es wuerde mich sehr freuen, wenn es auch einen deutschen Teil geben wuerde oder wenn es einen Hinweis auf die (deutsche) Sprache des workshops gibt. Man ist sich oft nicht bewusst, dass die Benutzung einer bestimmten Sprache auch einen politischen Akt darstellt. Aus politischen Gruenden ist eine effektive Mehrsprachigkeit auf diesem Planeten absolut notwendig, besonders um verschiedenen kulturellen, oekonomischen und politischen Loesungsansaetzen eine Chance zu geben. Dies ist auch eine Fragestellung, die in der deutschen community in Japan diskutiert wird.
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Alexander Imig
antwortete am 31.10.06 (04:38):
Linkliste zu LDL
Liebe KollegInnen,
zu LdL habe ich eine kleine Linkliste erstellt, die unter der unten genannten Adresse zu finden ist. Ich wuerde mich freuen, wenn Sie mich auf Ergaenzungen aufmerksam machen wuerden.
(Internet-Tipp: http://www.geocities.jp/dlinklist/DE/Forschungen/LdL.html)
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jpm
antwortete am 31.10.06 (06:13):
ich sitze gerade in der Waseda universitaet und der raum fuellt sich allmaehlich. es ist genau 2 minuten vor 14 uhr und wir warten noch ein bisschen. 15 leute sitzen nun im saal.super!
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jpm
antwortete am 31.10.06 (07:56):
sehr schoen bis jetzt. jetzt ist pause. ich freue mich auf die verbleibende stunde und hoffe, dass wir es schaffen, ein paar videos zu drehen.
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Till Weber
antwortete am 31.10.06 (10:47):
Liebe japanische LdLer, lieber Jean-Pol Martin, liebe andere Teilnehmer,
ich verdaue alle Eindruecke erst so langsam, aber die Frequenz der Mails und in diesem Blog zeigen schon, dass da was entsteht. Hatte heute vor 42 Anfaengern ein richtig schlechtes Gewissen wg. Frontalunterrichts - aber ich verkneife mir unreflektierte Spontanaktionen und gehe die Sache mit mehr Ruhe und Ueberlegung an. Naechste Woche kommt eine Praktikantin, vielleicht interessiert die sich fuer die neuen Ideen. Herr Agricola hat wohl die Bilder bekommen, freut mich. Mein Favorit ist ja das mit Rotkaeppchen, aber Sie finden sicher was Passenderes.
Vielen Dank fuer das Super-Seminar an alle, besonders an JPM, herzliche Gruesse
Till Weber Ryukyu-Univ., Okinawa
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jpm
antwortete am 31.10.06 (13:14):
Alexander Imig die links sind gut gewaehlt. toll dass sie alles so zeitnahe angehen! till weber ja,der einstieg in LdL muss in aller ruhe gestaltet werden. sonst kann alles schnell aus dem ruder geraten. herzliche gruesse
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jpm
antwortete am 31.10.06 (23:29):
Die Veranstaltung in der Waseda Universitaet in Tokyo war von den Einladenden perfekt organisiert. Ich hatte das Gefuehl, dass die drei Stunden sehr gut liefen, insbesondere nahmen die japanischen Studenten ihre Lehrrolle bereitwillig und kompetent an. Die kleinen Anfangsängsten wurde schnell ueberwunden, wobei es natuerlich wichtig ist, dass der "echte" Lehrer durch viel Unterstuetzung und Verzicht auf Kritik die Studenten massiv staerkt. LdL scheint mir gerade im japanischen Kontext eine Methode zu sein, die den Studenten hilft, aus sich herauszugehen und auch Konflikte als notwendige Prozesse der Lebensbewaeltigung anzunehmen und anzugehen. Feed-back gab es kaum, aber ich hoffe, dass die Veranstaltung von den Einladenden und Teilnehmern genauso positiv aufgenommen wurde, wie ich es empfand.
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Hsiu-wen
antwortete am 01.11.06 (02:28):
@jpm also Sie haben die japanischen Studenten selber LdL probieren lassen? Das ist ja toll! Ich wuerde mich sehr interessieren, wie die Studenten die Aengste ueberwinden. Haben sie wirklich vor den anderen Studenten unterrichtet?
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jpm
antwortete am 01.11.06 (06:32):
Ja, das haben sie. Man muss nur den Leuten Mut machen und sie nicht stoeren, wenn sie anfangen zu sprechen. Man darf sie nicht unterbrechen und nicht kritisieren (am Anfang!)
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jpm
antwortete am 01.11.06 (06:35):
Zu Waseda Gerade hat mir eine studentin eine mail geschickt. sie möchte bei meinen Projekten (insbesondere auch IPK) mitmachen. Doch ein feed-back also, und sehr positiv dazu!
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Hsiu-wen
antwortete am 01.11.06 (15:52):
@JPM ach so. Jetzt weiss ich, dass ich den Schuelern am Anfang wenig stoeren soll. Geben Sie den Schuelern gar keine Struktur oder irgend welche Outline, wie der Unterricht gehalten werden oder aussehen soll? Was ist, wenn die Schueler den Unterricht nicht gut vorbereitet oder organisiert haben? Dabei muss dann der Lehrer intervenieren?
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jpm
antwortete am 02.11.06 (02:31):
@Hsiu-wen Am Anfang sage ich den Schülern nur, WAS sie zu tun haben (also einen Text von den anderen lesen lassen) aber nicht WIE. Und dann helfe ich während des Prozesses, wenn die Schüler Hilfe brauchen. Schade, dass Sie meine LdL-Demonstrationen in Eichstaett nicht besucht haben. Da hätten Sie viel erfahren können!
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Alexander Imig
antwortete am 02.11.06 (03:24):
Zu Waseda: Lieber JPM, ein Feedback waere wirklich sehr interessant. Sie hatten sich ja gewuenscht eine Klasse bzw. einen Kurz unterrichten zu koennen. Wie war denn das Niveau der StudentInnen in Deutsch? Waren auch KollegInnen anwesend? Ich kenne an der Waseda Makiko Hoshii, war sie da? Liebe Hsiu-Wen, benutzen Sie denn schon Elemente von LdL in Ihrem Unterricht?
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jpm
antwortete am 02.11.06 (04:59):
@Alexander Imig Es waren 16 Teilnehmer, darunter etwa 8 japanische Studenten, fünf Kollegen (auch Frau Hoshii, die mich eingeladen hatte) und drei deutsche Studenten. Die Unterrichtsdemonstration dauerte etwa 90 Minuten und verlief sehr gut, denn mit entsprechender Unterstützung konnten die japanischen Studenten wunderschön ihren Stoffabschnitt vorstellen. Sie überwanden nach kurzer Zeit die von uns in Kurume immer wieder thematisierte Zurückhaltung und führten das Plenum zu guten Ergebnisse hin. Das LdL-Konzept hat sich also nach einer kurzen Einweisung absolut bewährt. Ansonsten habe ich am Goethe-Institut engagierte Partner gefunden, insbesondere Herrn Dr. Buhtz. Wir haben uns viel vorgenommen für die Zukunft und natürlich bietet sich eine Synergie zwischen ihm und den Kurume-Teilnehmern an! Besonders interessiert hat ihn mein Modul "Internet- und Projektkompetenz", das weltweit kleine Gruppen von Studenten, die an einer Frage arbeiten wollen, verbindet. Ich finde es übrigens toll, lieber Herr Imig, dass Sie hier dranbleiben! Das ist sehr wichtig für unsere Arbeit in Japan!
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Faispartie
antwortete am 02.11.06 (07:58):
Da finden wir ja wieder unsere "Synergie"! Liebe Grüße nach Japan ...
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Hsiu-wen
antwortete am 02.11.06 (08:49):
@jpm nur im Deutschunterricht kann ich LdL ein wenig integrieren und das mache ich heute! Ich sage Ihnen noch Bescheid, wie die Schueler darauf reagiert haben.
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Till Weber
antwortete am 02.11.06 (10:48):
Hallo und danke fuer den Bericht von Tokyo! Was waren eigentlich die Unterrichtsthemen und was fuer Studenten waren das? Bestimmt werden einige Kollegen in Japan meinen: "Ja, die von der tollen Waseda koennen sowas, aber meine Heinzel von der technischen Fakultaet in xy, die schaffen das nie..."
Ich habe gerade andere eine der Diskussionen hier gelesen, unter dem Motto "LdL ist was fuer faule Lehrer". Da bin ich mir zwar nicht so sicher, aber eigentlich habe ich in den letzten Tagen so viele widerspruechliche Erklaerungen gelesen und gehoert, u.a. auch von JPM in Kurume, der einerseits sagte, es kaeme auf die Inhalte an, aber andererseits auch anzudeuten schien, dass diese wieder nicht so wichtig waeren. wahrscheinlich kommt es jeweils darauf an...
Ein anderes Beispiel war JPMs Aussage, auf keinen Fall mit den Schuelern vor dem Unterricht deren Konzept durchzugehen, waehrend andere Praktizierende sagen, dass sie dies auf jeden Fall tun.
Fuer Anfaenger in LdL ist das ziemlich verwirrend...
Ich denke inzwischen, LdL ist ein weites Dach, unter das so viel passt, dass man die Methode nicht einfach eingrenzen kann und sich auch den Versuch sparen sollte, sondern konkret nach seinen eigenen Moeglichkeiten und Grenzen suchen muss. Fuer mich selbst moechte ich im Augenblick denken, es ist im Wesentlichen eine quantitative und qualitative Ausdehnung des klassischen Schueler-Referatskonzepts, nur, dass die Methode der Vermittlung frei gegeben wird und das Augenmerk der Schueler darauf gelenkt wird, dass hier so einiges mehr geht als beim klassischen Laber-Einschlaf-Referat. Ich denke, dabei kann ein vorgeschaltetes Methodentraining (vielleicht a la Heinz Klippert) nuetzen, und auch das Blatt eines deutschen Schuelers, das wir in Kurume bekamen, koennte ins Japanische uebersetzt eine ganze Menge bringen. Oder?
Viele Gruesse aus Okinawa, Till Weber
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Alexander Imig
antwortete am 03.11.06 (01:11):
LdL in Japan (LdL in alte Lerngewohnheiten integrieren) Liebe KollegInnen, fuer Anfaenger ist nicht nur LdL, sondern Didaktik insgesamt ziemlich verwirrend, weil sie hoechstens Optionen bereit haelt: so kann man das machen, aber unter anderen Umstaenden ist auch wieder etwas anderes moeglich usw. Ich denke, dass Elemente von LdL gut in Japan einzusetzen sind, v.a. wenn die Lehrenden Material zu Kommunikationsstrukturen zur Verfuegung haben und sie den Lernern gut erklaeren koennen, wie die Kommunikation im Unterrichtsraum funktioniert. Viele Gruesse aus Kokura (JALT Tagung) Alexander
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Hsiu-wen
antwortete am 03.11.06 (06:29):
@JPM leider hatten wir gestern keine Zeit fuer LdL, weil wir viel ueber den Film "das kommende Klassenzimmer" diskutiert und dann noch gesungen haben. Naechste Woche werde ich die Schueler unterrichten lassen. Diese sind sehr aktiv im Unterricht und ich freue mich schon drauf!
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Alexander Imig
antwortete am 04.11.06 (00:04):
> Das kommmende Klassenzimmer??? Was fuer ein Film ist das denn? Eine kurze Web-Suche bei Google und Amazon brachte auch keine Ergebnisse! Der Titel klingt aber ganz spannend...
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jpm
antwortete am 04.11.06 (12:09):
@Till Weber "Hallo und danke fuer den Bericht von Tokyo! Was waren eigentlich die Unterrichtsthemen und was fuer Studenten waren das?" - Angehende Deutschlehrer (DaF). Sie waren am Anfang sehr zurückhaltend und wurden nicht plötzlich zu Bomben, aber man merkte, dass sie nach etwas Übung immer stärker aus sich herausgehen würden. Mein Angebot: beim nächsten Mal in Japan (;-)) werde ich eine Woche lang alle möglichen Studentengruppen vor Ihren Augen nach LdL unterrichten. Ich möchte wetten, dass sie sich freireden werden.
"Ich habe gerade andere eine der Diskussionen hier gelesen, unter dem Motto "LdL ist was fuer faule Lehrer". Da bin ich mir zwar nicht so sicher, aber eigentlich habe ich in den letzten Tagen so viele widerspruechliche Erklaerungen gelesen und gehoert, u.a. auch von JPM in Kurume, der einerseits sagte, es kaeme auf die Inhalte an, aber andererseits auch anzudeuten schien, dass diese wieder nicht so wichtig waeren." - Es sind zwei Ebenen: mit LdL kann man jede doofe Lektion interessanter machen als wenn man dieselbe Lektion eher lehrerzentriert behandeln würde (kurzfristige Motivation). Aber für die langfristige Motivation ist es entscheidend, ob die Inhalte wirklich interessant sind. Für den Ruf des Deutschunterrichts in Japan wäre es gut, wenn man sagen würde, dass von allen Sprachen man im Fach Deutsch die interessantesten Inhalte behandelt. Ich bilde mir ein, dass meine Schüler dies von Französisch sagen, obwohl die Sprache an sich nicht als zukunftsentscheidend gilt.
"Ein anderes Beispiel war JPMs Aussage, auf keinen Fall mit den Schuelern vor dem Unterricht deren Konzept durchzugehen, waehrend andere Praktizierende sagen, dass sie dies auf jeden Fall tun." - Ja, das hängt wirklich von der LdL-Auslegung aus...
"Ich denke inzwischen, LdL ist ein weites Dach, unter das so viel passt, dass man die Methode nicht einfach eingrenzen kann und sich auch den Versuch sparen sollte, sondern konkret nach seinen eigenen Moeglichkeiten und Grenzen suchen muss." - Ja, so ist es.
"Ich denke, dabei kann ein vorgeschaltetes Methodentraining (vielleicht a la Heinz Klippert) nuetzen, und auch das Blatt eines deutschen Schuelers, das wir in Kurume bekamen, koennte ins Japanische uebersetzt eine ganze Menge bringen. Oder?" - Auf jeden Fall!
@Alexander Imig "Ich denke, dass Elemente von LdL gut in Japan einzusetzen sind, v.a. wenn die Lehrenden Material zu Kommunikationsstrukturen zur Verfuegung haben und sie den Lernern gut erklaeren koennen, wie die Kommunikation im Unterrichtsraum funktioniert." - Ja, bestimmt! "Das kommmende Klassenzimmer??? Was fuer ein Film ist das denn? Eine kurze Web-Suche bei Google und Amazon brachte auch keine Ergebnisse! Der Titel klingt aber ganz spannend..." - Hsiu-wen meinte: "das fliegende Klassenzimmer"
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jpm
antwortete am 04.11.06 (12:40):
Hier Auszüge aus einer Mail, die ich von einer Waseda-Studentin (DaF) erhalten habe: "(...)Der Workshop war sehr inhaltsreich und da habe ich eine neue Perspektive über die Methode "LdL" gewonnen, indem ich selbst als Lernerin eine Rolle gespielt habe. Da ich später als Fremdsprachenlehrerin arbeiten möchte, würde ich einmal gerne diese Methode in meiner Klasse anwenden. In diesem Sinne bedanke ich mich bei Ihnen dafür, dass Sie mir so viele neuen Informationen gegeben haben und neue Welt geöffnet haben. Dadurch wurde ich wieder motiviert, weiter die Fremdsprachenlehrausbildung durchzuführen! Ich interessiere mich für Ihr Projekt mit Wikipedia. Wenn ich mich als Japanerin daran beteiligen könnte, würde ich Sie gerne um weitere Informationen bitten.(...)"
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jpm
antwortete am 04.11.06 (15:40):
Und schon hat sie eine Wikiseite eingerichtet! Nichts anbrennen lassen, das ist die Devise! Hier die Seite:
(Internet-Tipp: http://de.wikiversity.org/wiki/Benutzer:Yunokinde)
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jpm
antwortete am 05.11.06 (07:52):
Mein Angebot an Yuki in Tokyo (nichts anbrennen lassen, wie ich schon sagte!):
(Internet-Tipp: http://de.wikiversity.org/wiki/Benutzer_Diskussion:Yunokinde)
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jpm
antwortete am 05.11.06 (08:28):
Wie man sieht: wenn man Studenten (auch in Japan) motivieren will, die Sprache aktiv anzuwenden, ist es günstig, wenn man ihnen anspruchsvolle Projekte anbietet (wir verändern den Unterricht weltweit!;-)). Dann sind sie bereit, zu kommunizieren! Hier noch einmal der Link: http://de.wikiversity.org/wiki/Benutzer_Diskussion:Yunokinde Vielleicht könnt Ihr den einen oder anderen Studenten animieren, hier mitzumachen! Das wäre doch toll, oder?
(Internet-Tipp: http://de.wikiversity.org/wiki/Benutzer_Diskussion:Yunokinde)
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hsiu-wen
antwortete am 06.11.06 (02:33):
@Alexander Imig oh oh, mir ist gar nicht aufgefallen, dass ich den Titel des Films falsch geschrieben habe! Sorry!!
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Petra Balmus
antwortete am 06.11.06 (04:10):
Liebe Forumsmitglieder,
bei mir wirkt die Inspiration durch das Kurume-Wochenende auch noch nach und ich werde sicherlich, sobald sich eine Gelegenheit dazu ergibt, LdL in dem Japanisch als Fremdsprache-Lehrerkurs, den ich derzeit besuche, vorstellen. Frage an Alexander Imig: Wie ist eigentlich jetzt der Stand der Dinge bei der Einrichtung eines LdL-Forums, das wir in der Plenumsrunde am vergangenen Wochenende beschlossen haben ("Wir organisieren uns")? Ich koennte den Link in das Review aufnehmen, das ich gerade schreibe. Uebrigens: Wer sich ueber die Wirkung von LdL bei japanischen Erstsemestern informieren moechte, kann dazu meinen Aufsatz in der Zeitschrift der Japanischen Gesellschaft für Germanistik EWestjapan heranziehen (Petra Balmus 2005: Frontal oder autonom? ENeue Erfahrungen für Lehrende und Lernende durch Umkehrung der Rollen im DaF-Unterricht. Germanistische Studien (Nishinihon Doitsu Bungaku 17. 45-57.)
Herzliche Gruesse von Petra Balmus
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jpm
antwortete am 06.11.06 (04:15):
@Petra Schön, dass Sie dranbleiben! Ich bin gerade aufgestanden und in Deutschland ist es vier Uhr früh. Aber ich habe heute viel zu tun! Ich verfolge alles auf diesem Forum mit großer Aufmerksamkeit und es freut mich natürlich, dass Sie über Ihre Erfahrungen publizieren!
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jpm
antwortete am 06.11.06 (05:00):
@Petra Als Diskussionsplattform wäre es sehr zweckmäßig, wenn Sie beispielsweise eine Wikiseite einrichten würde, wie es Yuki getan hat. Hier ihre Seite: http://de.wikiversity.org/wiki/Benutzer:Yunokinde
(Internet-Tipp: http://de.wikiversity.org/wiki/Benutzer:Yunokinde)
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jpm
antwortete am 06.11.06 (05:03):
@Petra Und dann könnten wir auf Ihrer Diskussionseite alle miteinander uns austauschen, wie eben auf Yukis Diskussionsseite hier (das ist sehr einfach und bietet eine ideale Kommunikationsmöglichkeit): http://de.wikiversity.org/wiki/Benutzer_Diskussion:Yunokinde Ich kann nur wiederholen: diese Wikitechnik revolutioniert die Kommunikation! Je schneller Sie und Ihre Kollegen darüber verfügen, desto schneller werden wir Veränderungen einleiten!
(Internet-Tipp: http://de.wikiversity.org/wiki/Benutzer_Diskussion:Yunokinde)
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Alexander Imig
antwortete am 06.11.06 (06:25):
Liebe Petra, Liebe Forumsmitglieder, den Artikelentwurf zur LdL-Fortbildung gibt es jetzt (siehe unten). Im Moment steht da nur das Programm der Fortbildung. Diese Seite kann jetzt jede/r bearbeiten und nach seinen Vorstellungen ergaenzen. Insbesondere sollte jeder seine Praesentation integrieren.
(Internet-Tipp: http://www.zum.de/wiki/index.php/Lernen_durch_Lehren/Fortbildung/DaF)
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jpm
antwortete am 06.11.06 (06:39):
@Alexander Imig Perfekt! Jetzt muss ich in die Schule (es ist 6.50Uhr) aber ich bleibe dran! Geschwindigkeit und Vernetzung, das ist die Devise!
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Frau Taeko Nasu
antwortete am 06.11.06 (09:20):
Liebe Forumsmitglieder, mein Gruss ist vor allem an Herrn J-P. Martin gerichtet. Ich habe am Workshop Waseda teilgenommen, und genauso wie bei Frau Balmus wirkt die Inspiration dadurch bei mir nach. Ich waere so gern laenger da geblieben und mit allen essen gegangen, aber ich musste schnell nach Hause, um einige Verpflichtungen noch zu erledigen.
Ich war von dieser neuen Idee so fasziniert, dass ich es gleich ausprobiert habe; einmal bei japanischen Zweit- semestern fuer DaF und einmal bei Studenten hoehern Semstern fuer Didaktik(Japanisch als Fremdsprache). Jedes Mal war ich angenehm ueberrascht.
Da wir gleich danach in die Phase des Uni-Festes eintraten und viele vorlesungfreie Tage hatten, kann ich erst jetzt langsam erfahren, wie LdL bei den Studenten ankam.
Aber eine koreanische Studentin(mit sehr guter japanischer Proficiency) stellte mir eine Frage, die ich nicht beantworten konnte;
Wie geht man voran in einer Klasse fuer Anfaenger von verschiedenen Muttersprachen? Mit direkter Methode(z.B. anhand japanischer Sprache) koennen Schueler wirklich die Lehrerrolle uebernehmen?
Bei meinen Experimenten konnte man Japanisch als Vermittler benutzen, und in dieser Sprache waren alle natuerlich sehr gut.
Ich muss mir schnell den Aufsatz von Frau Balmus durch die Uni-Bibliothek zukommen lassen, aber wenn ich noch schneller diese Frage geklaert haben koennte, waere ich dankbar.
mit vielen Gruessen, Taeko Nasu
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jpm
antwortete am 06.11.06 (10:09):
@Frau Taeko Nasu Vielen Dank für das sehr positive Feed-Back, insbesondere über den Bericht über Ihre neuen Erfahrungen mit LdL. Es wundert mich nicht, dass Sie überrascht waren. Das ist man meistens, weil man den Studenten nicht zutraut, soviele Fähigkeiten zu besitzen... " Wie geht man voran in einer Klasse fuer Anfaenger von verschiedenen Muttersprachen? Mit direkter Methode(z.B. anhand japanischer Sprache) koennen Schueler wirklich die Lehrerrolle uebernehmen?" - Damit habe ich selbst keine Erfahrung, aber ich denke schon, dass die Schüler die Lehrerrolle auch in einer Sprache übernehmen können, die sie gerade angefangen haben zu lernen.
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Taeko Nasu
antwortete am 06.11.06 (11:25):
Lieber Herr Martin, vielen Dank fuer Ihre prompte Antwort! Ich merke erst jetzt, dass ich meinem eigenen Namen die Anrede "Frau" hinzugefuegt habe. Und das kam automatisch auf den Bildschirm. Peinlich! Ich wollte nur, dass man mich nicht fuer einen Mann haelt. Mein verstorbener Mann Koichi erhielt sehr oft Post von Unbekannten, die mit "Frau Koichi Nasu" adressiert war, und ich mit "Herrn Taeko Nasu". Zu Ihrer Information: japanische Vornamen fuer Frauen haben haeufig die Endung "ko", die etwa "chen" entspricht. Also, ich sende meine Antwort wieder, aber erneut ohne "Frau". Ihnen wuensche ich einen schoenen Tag!
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jpm
antwortete am 06.11.06 (17:03):
@Taeko Nasu Ja, ich habe schon gedacht, dass Sie bewusst "Frau" vor Ihren Namen gesetzt haben, damit ich weiß, dass Sie eine Dame sind und kein Herr. Wie dem auch sei, Ihre Postings freuen mich sehr und allmählich wächst die Hoffnung, dass angesichts des in Japan aufkommenden Interesses für LdL ich doch wieder einmal nach Japan fliegen könnte!;-)))
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Alexander Imig
antwortete am 07.11.06 (03:08):
LdL in verschiedensprachigen Klassen und in Japan
Liebe KollegInnen, bevor ich nach Japan gekommen bin, habe ich ueber 6 Jahre in Berlin als Sprachlehrer gearbeitet. Ich habe damals LdL nicht eingesetzt, denke aber, dass es moeglich waere. In der Regel hat man in solchen Klassen mehr Zeit und kann die StudentInnen daran gewoehnen fuer ihr Lernen Verantwortung zu uebernehmen. Dies ist nicht so schwer, da im Land der Zielsprache, die StudentInnen sowieso viele Dinge ausprobieren muessen. So koennen sie sich leichter an fuer sie neue Lernmethoden gewoehnen. Hier in Japan ist das Ausprobieren auch wichtig, aber wir, die Lehrenden, haben den Vorteil das wir den StudentInnen, nach und nach erklaeren koennen, wie LdL funktioniert und warum es funktioniert.
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jpm
antwortete am 07.11.06 (04:27):
Außer den Beiträgen in diesem Forum bekomme ich auch einzelne Mails. Hier der Auszug einer Mail, der auf die japanische Lernkultur eingeht und eine interessante These vertritt: "(...) Eigentlich wollte ich auch noch ein paar Worte ueber die sogenannte "ostasiatischen Lerngewohnheiten" sagen, von denen Sie waehrend des Workshops gesprochen haben. (...) Vielleicht hier nur so viel dazu: Wenn man genauer hinsieht, erkennt man, dass die Kultur eines Klassenraumes immer im Klassenraum selbst gemacht wird. Was die Lernenden mitbringen, ist eine fluechtige Praegung. Insofern halte ich so ein Konstrukt wie die "japanische Lernkultur" fuer nicht ungefaehrlich. Es entlastet uns Lehrende. Wir koennen uns hinter dem Konstrukt verstecken, wenn etwas im Unterricht nicht klappt, ohne uns selbst kritisch befragen zu muessen.(..)"
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hsiu-wen
antwortete am 07.11.06 (09:52):
@jpm die Mail zeigt einen anderen Aspekt beim Benutzen des Begriffs "ostasiatische Lernkultur" auf. Sehr interessant!!
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Hsiu-wen
antwortete am 08.11.06 (02:42):
ich kann dem Autor der E-mail zustimmen. In Taiwan, z.B., da der Unterricht stark auf Pruefungen gerichtet ist, lehrt man im Englischkurs nur das, was geprueft wird, bzw. Grammatik. In meinem Deutschkurs dagegen kann ich die Schueler viel mehr reden und aktiv am Unterricht teilnehmen lassen, weil dieses Fach nicht "ein geprueftes fach" ist. Also die Lernkultur oder die Lernhaltung kann vom Lehrer bzw. von deren Haltung leicht gepraegt werden.
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Alexander Imig
antwortete am 08.11.06 (04:34):
@Lernkultur
Obgleich Japan und Taiwan kulturell sicher sehr verschieden sind, gibt es doch auch auffallende Gemeinsamkeiten. Auch in Japan zaehlen Pruefungen sehr stark. Ich unterrichte hauptsaechlich GermanistInnen und fuer die sind die Pruefungen in der deutschen Sprache sehr wichtig. Aber es gibt ja auch kommunikative Sprachpruefungen, in denen die durch LdL gefoerderten kommunikativen Faehigkeiten der StudentInnen eine wichtige Rolle spielen. In dieser Hinsicht koennen (kommunikative) Pruefungen sogar die Verbreitung von LdL foerdern, wenn der fuer mich intuitiv verstaendliche Zusammenhang zwischen kommunikativen Faehigkeiten und LdL den StudentInnen einsichtig gemacht wird.
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jpm
antwortete am 08.11.06 (05:15):
@Alexander und Hsiu-wen Aus der - geographischen - Distanz bin ich immer mehr überzeugt, dass LdL genau das Richtige ist für asiatische Unterrichtssysteme ist, die den Paradigmenwechsel vom traditionellen Frontalarrangement zu einem ressourcenorietierten, die Lerner aktivierenden Modell suchen. Man muss dranbleiben und viel Überzeugungsarbeit leisten. Aber die Situation ist reif!
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Hsiu-wen
antwortete am 09.11.06 (13:20):
@Alexander, JPM heute habe ich endlich zum ersten Mal LdL in meinen Deutschkurs eingefuehrt. Und ich bin total positiv ueberrascht worden! ich habe die Schueler gebeten, zwei kurze Texte zu lesen und nachvollzuziehen, so dass sie spaeter den anderen Schuelern den Text erklaeren konnten. Ich habe ihenen zur Unterstuetzung jeweils ein Handout gegeben, auf dem die Verben oder Vokabeln, die sie noch nicht gelernt haben, gemeisam mit der chinesischen Uebersetzung stehen. Ich habe sie noch gebeten, die im Text stehenden Staedte oder Laender auf der Weltkarte an der Tafel zu suchen. Ich habe sie zur Zweit arbeiten lassen und das Klassenzimmer ist ploetzlich lebhaft geworden. Die Schueler haben fleissig diskutiert und sind auch zur Weltkarte gegangen. Sie haben mir ausserdem einige interessanten Fragen gestellt, die mir nie einfallen wuerden. Nach der Diskussion habe ich dann eine Gruppe nach Vorne geholt. Beide Schueler waren schuechtern und haben Hilfe von mir gebraucht, um die Aufmerksamkeit anderer Schueler zu gewinnen. Als ich die zweite Gruppe ernennen wollte, haben sich zwei Schueler als Freiwilliger gemeldet und sind selber nach Vorne gekommen! Sie haben den Text deutlich gelesen und die Grammatik auch sehr gut erklaert. Ich bin von ihrer Faehigkeit total begeistert!!! es war unglaublich, dass Schueler, die noch nie LdL erlebt haben, so gute Leistung bringen konnten. Ich bin jetzt sehr traurig, weil ich zwar eine Kamera dabei hatte, habe aber wegen der Aufregung vergessen, Fotos zu machen! nach dem Unterricht hat eine Praktikantin, die Chinesisch lehrt und auch im Deutschkurs sitzt, mir gesagt, dass die Schueler wunderbar gelehrt haben, und dass sie LdL auch im Chinesischkurs einsetzen kann. Wow, so leicht habe ich LdL ein wenig verbreitet!
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jpm
antwortete am 09.11.06 (13:58):
@Hsiu-wen Yuhuuuh! Das muss man publik machen!
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Alexander Imig
antwortete am 10.11.06 (02:11):
@Hsui-wen Toll! Partnerarbeiten und selbststaendige Texterschliessung sind wirklich gute Massnahmen um die Gruppe lebendiger zu machen, das finde ich auch. Besonders gut finde ich, dass die StudentInnen so aktiv geworden sind, dass man sie noch nicht einmal aufrufen musste. Sie haben sich freiwillig gemeldet. Partnerarbeiten benutze ich uebrigens sehr oft im Unterricht, insofern war die Bereitschaft sich auf LdL einzulassen bei mir sehr gross. Was ich jetzt versuche ist die Lehrerrolle soweit wie moeglich an die StudentInnen abzugeben. Gestern habe ich auch Partner ermittelt, wie so oft als Vorbereitung auf die Parnterarbeit. Da es 15 StudentInnen waren, hatte ich auch eine Partnerin. Ich habe Sie gebeten neben mir zu sitzen und die Hausaufgaben abzufragen. Sie hat meinen Ball benutzt und die StudentInnen aufgefordert sich den Ball zuzuwerfen und auf Deutsch zu fragen und zu antworten. Am Anfang wusste die Studentin nicht, was "werfen" auf Deutsch heisst. Und das obgleich ich das Wort sehr oft benutze und auch oefter an die Tafel schreibe. Sie sollte auch sagen, ob das was die anderen StudentInnen gesagt haben richtig oder falsch ist. Natuerlich war das bei dem Thema Praepostionen besonders schwer und sie hat mich dann gefragt. Das war o.k. Bei der nachfolgenden Kreisuebung haben die anderen StudentInnen immer mehr angefangen, nicht mich anzugucken, sondern sie haben auf meine Partnerin geguckt. Die Gruppe wurde in sich selber immer sicherer!
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jpm
antwortete am 10.11.06 (04:43):
@A.Imig und Hsiu-Wen Weiter so!! Sie könnten doch LdL im fernen Osten verbreiten. Das ist eine interessante und stark selbstbelohnende Aufgabe. Das geht so: man organisiert mit ein paar LdL-Anhängern kleine, regelmäßige Treffen, am Anfang sitzt man zu dritt, am Ende zu 300. So war es zumindest bei mir, als wir uns 1987 zum ersten Mal in meinem Haus in Ingolstadt trafen. Wir waren 10 Leute. Dann gab es jährliche "Regionaltreffen" in verschiedenen Bundesländern mit jeweils etwa 30 Leuten und einmal pro Jahr ein Bundestreffen mit etwa 200 Teilnehmern. Das haben wir 17 Jahre durchgehalten, bis LdL so bekannt war, dass solche Aktionen nicht mehr nötig waren.
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Alexander Imig
antwortete am 10.11.06 (09:31):
@JPM
Der mir sehr nahe "Ferne Osten" hat durch meine Person, die Fortbildungsveranstaltung in Kurume dokumentiert. Gucken Sie doch mal rein! Ihr Urteil wuerde mich interessieren! Auch Ihr Urteil wuerde mich interessieren, Liebe Hsiu-Wen, da sie diese Veranstaltung nicht besucht haben.
(Internet-Tipp: http://www.zum.de/wiki/index.php/Lernen_durch_Lehren/Fortbildung/DaF)
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jpm
antwortete am 10.11.06 (09:46):
@A.Imig Gefällt mir sehr gut, weil zum ersten Mal die Verschränkung zwischen Theorie und Umsetzung im Workshop deutlich wird! Ich finde sehr zukunftsweisend, dass Sie die von mir benutzte Gehirn-Metapher hier aufgreifen und durch Beispiele verdeutlichen! Das ist der Weg, der weiterverfolgt werden soll!
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Alexander Imig
antwortete am 10.11.06 (13:47):
@Theorie und Praxis
Gern wuerde ich mehr dazu machen, das ist aber eine Zeitfrage. Ich hatte ein bisschen Angst, dass zu detailiert ueber die Fortbildung berichtet wird. Freut mich, dass es kein Problem ist. Gruessen Sie die ZUM Wiki Leute morgen besonders Herrn Kirst.
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jpm
antwortete am 11.11.06 (05:56):
@A.Imig OK. Mache ich!
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Hsiu-wen
antwortete am 12.11.06 (05:10):
@Herr Imig Ihr Bericht ueber die Workshops ist sehr informativ. Jetzt weiss ich, was Herr Martin in den drei Tagen denn gemacht hat! Das Zitat von Herrn Dittfurth ist sehr entscheidend bei LdL, finde ich. Als ich letzte Woche LdL eingesetzt habe, wusste ich auch oft nicht, wann und wie viel ich denn eingreifen soll. Ich denke, weil ich selber unsicher und unerfahrend war, habe ich wohl manchmal zu viel geredet und dabei die Schueler zu oft unterbrochen. Ich denke, ein guter Moderator bei LdL zu sein ist gar nicht so leicht!
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Alexander Imig
antwortete am 12.11.06 (09:42):
@Hsui-wen
Situationskompetenz: Das ist, was ich bei JPM in beeindruckender Weise gesehen habe. Er hat eine sehr gute Situationskompetenz und durch sein geschicktes Eingreifen konnte man gut erleben, wie man als Lehrender bei LdL handeln kann.
Eine Frage habe ich noch zu Ihrem Namen: In Deutschland wird erst der Vorname, dann der Familienname genannt, in Japan ist es umgekehrt, was auch zu Komplikationen fuehren kann, es ist aber auch interessant. Wie ist das Taiwan: Was ist Ihr Familienname? Wie muesste ich Sie nennen, wenn wir uns sitzen? Ist es dann Frau Hsui-wen?
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Guido Oebel
antwortete am 12.11.06 (10:55):
Liebe Hsiuwen, JPM, Alexander et al., nach einer u.a. kreativen Auszeit bin ich wieder mit dabei! Habe aber die ganze Zeit ueber die Eintraege mit Interesse gelesen, wobei mir insbesondere die Beitrage des Kollegen Imig und von Hsiuwen gefallen haben. Da das Semester bereits seit einiger Zeit laeuft, moechte ich in meinen Veranstaltungen lieber nicht von jetzt auf gleich zu radikal auf ggf. ausschliesslich LdL umstellen. Allerdings hat hier erst kuerzlich eine Art VHS-Deutschkurs begonnen, fuer den ich mir fest vorgenommen habe, nur nach LdL zu unterrichten bzw. unterrichten zu lassen. Vorgestern, Freitag, habe ich meine Absicht den SchuelerInnen mitgeteilt und dabei recht unissverstaendlich zu verstehen gegeben, es gaebe keine Alternative dazu. Dies deshalb, weil ich aus eigener Erfahrung weiss, welche Beruehrungsaengts meine japanischen Studierenden aufgrund wohl ihrer i.d.R. ausschliesslich instruktivistisch gepraegten Lernerbiographie mit extremst lernerinvolvierenden Lernformen haben. Um sie quasi zu ihrem Glueck zu zwingen, muss man als LehrerIn in diesem Punkt ausnahmsweise mal diktatorisch die Lernform vorgeben und keine Alternativen anbieten. Jedenfalls ist es letzten Freitag auch fuer mich erstaunlich unkompliziert und durchgaengig positiv verlaufen. Nachdem meine beiden japanischen Kollegen die Einfuehrungsverantaltung - weil ich Kurume war - alleine gestaltet hatten, bin ich in Anlehnung an JPM's Demonstration 'Lerner als Experten' eingestiegen. Es handelt sich zwar um einen DaF-Kurs, allerdings bewegen sich die Deutschvorkenntnisse der TeilnehmerInnen zwischen A1 und B2. Deshalb habe ich ihnen freigestellt, ihr jeweiliges Thema zunaechst schriftlich entweder auf Deutsch, ggf. auch auf Englisch oder doch in ihrer Muttersprache Japanisch vorzubereiten; als Themen wurden u.a. gewaehlt: Angeln, Bier, Fussball (2x), Farbbezeichnungen im Japanischen, Kinderbuecher, Reisen (2x) und Wirtschaftsethik. Die Vorbereitungszeit betrug fuer ein Thema in Zweiergruppen ca. 30 min., waehrend derer ich mich von Gruppe zu Gruppe begab, um mich bei Fragen meinerseits als Deutschsprachexperte einzubringen. Anschliessend haben wir zwei halbstuendige Praesentationen in lernerseitiger Unterrichtsform geschafft, mit einem in dieser Form von mir anfaenglich eher bezweifelten positiven Ergebnis. Jedenfalls war das das einhellige Feedback meiner SchuelerInnen, und es sieht so aus, als wollten sie diese Unterrichtsform beibehalten. Ich werde in den kommenden Wochen ueber den weiteren Fortgang mit LdL in diesem Kurs berichten, bin aber jetzt schon zuversichtlich, dass neben dem Spass auch der Lernerfolg nicht zu kurz kommt.
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Guido Oebel
antwortete am 12.11.06 (11:11):
Liebe alle, heute uebertreffe ich mich mal wieder selber:-D. Nachfolgend moegen alle Interessierten den Auszug (mit LdL-Bezug) aus einem demnaechst erscheinenden Artikel von mir lesen. Ich freue mich ueber Rueckmeldungen, welcher Art auch immer, danke:
"(...) In einem konstruktivistischen Lernkontext, wie ihn LdL explizit und nachhaltig generiert, orientieren sich dagegen die methodischen Herangehensweisen des Lehrers an dem Prinzip der Hilfestellung, und zwar auf der Grundlage eines anthropologisch begründeten Curriculums (vgl. Martin 1994). Dabei bestimmt nicht (mehr) der Lehrer den Unterrichtsablauf in Alleinverantwortung, sondern er regt vielmehr seine Lerner auf - im Rahmen einvernehmlicher Planungen - zu einer eigenständigen Unterrichtsgestaltung mit idealerweise intrinsichen Lerninhalten an. Dies bedeutet beileibe nicht, dem Lehrer sein Fachwissen bzw. Fachkompetenz abzuerkennen, ganz im Gegenteil, „er benötigt dieses Wissen noch stärker als im traditionellen Unterricht“ (Wolff 2002: 13; vgl. auch Oebel 2005b: 162; Martin 2006), das er anlässlich lernerseitiger Präsentationen ständig als eine Art Verifizierungsinstanz bereithalten muss, um ggf. korrigierend zu intervenieren. Dass „gerade Studenten mit großer kulturräumlicher Distanz (etwa aus dem asiatischen Raum) dankbar auf diese Methode [LdL] eingehen, vielleicht weil sie ihnen institutionell erlaubt, die ihnen eigene Zurückhaltung im Rahmen der Lehrerrolle aufzugeben“, hatten Pfeiffer/Rusam (1992: 426) bereits Anfang der 1990er Jahre festgestellt, was ich aus meiner eigenen Unterrichtserfahrung mit japanischen DaF-Studierenden nur bestätigen kann. Gerade diese auf den ersten Blick - aufgrund bis heutezu in Ostasien realiter vorherrschender instruktivistischer Lerntradition - eher unerwartete Wahrnehmung relativiert sich bei ausführlicherer Auseinandersetzung mit andernorts übergeneralisierten fremdkulturellen Phänomenen; spätestens dann wird man bei Konfuzius fündig – der im Westen voreilig als orthodoxer Verfechter des Instruktivismus gilt - , dem u.a. folgende Zitate zugesprochen werden:
Sage es mir – ich werde es vergessen! Erkläre es mir – ich werde mich erinnern! Lass es mich selber tun – ich werde verstehen! (Konfuzius, zit. nach Kerbler 2000: 1)
Lernen ohne zu denken – das ist nutzlos. Denken ohne zu lernen – das ist verderblich. (Konfuzius, zit. in Moritz 1998: II,15)
Westliche, in anderen Kulturkreisen als ihren eignenen lehrende Fremdsprachenlehrer sollten sich also trotz allen gebotenen Respekts gegenüber der Kultur ihres jeweiligen Gastlandes sehr wohl ermutigt fühlen, sich eine gewisse Innovationsaufgeschlossenheit und Experimentierfreude in methodisch-didaktischer Hinsicht zu erhalten. Mit einer solchen positiven Grundhaltung treffen sie – gestützt auf meine eigene langjährige, überwiegend positive Unterrichtserfahrung in Japan - womöglich auf einen so nicht erwarteten fruchtbaren Nährboden unter ihren Studierenden.
Gelingt es darüber hinaus dem Lehrer – unter Wahrung eines Mindestmaßes an Diskretion – die meist in kommunikativen Lehrbüchern anzutreffenden Frageroutinen um emotional-affektive Themenbereiche zu erweitern – löst dies unter den Befragten förmlich eine Initialzündung aus. Ich persönlich jedenfalls kann mich nicht des Eindrucks erwehren, dass, wenn statt der chronologisch zu erwartenden, völlig hypothetischen Lehrbuchfrage: Sind Sie verheiratet/ledig? – 18-/19-jährige japanische Studierende sind i.d.R. unverheiratet und kinderlos - die weitaus lerneraffinere Frage: Haben Sie eine/n Freund/in? gestellt wird, eine spontane und m.E. wahrheitsgemäße Antwort folgt; und dies obwohl den Befragten im Vorfeld die Beantwortung dieser intimen Frage freigestellt wird. Unabhängig von der Beantwortung der Frage mit Ja, ich habe eine/n Freund/in. bzw. Nein, ich habe keine/n Freund/in. ist den Lernern ein unbändiges Mitteilungsbedürfnis anzumerken, womöglich weil sich erstmals – außer ihnen selbst - jemand für ihr Gefülsleben zu interessieren scheint. (...)"
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jpm
antwortete am 12.11.06 (20:22):
@Guido Toll, von dir wieder zu lesen. Nach wir vor beschäftigt mich und Angela der Aufenthalt in Japan sehr. Ich freue mich ganz besonders auch, dass sowohl deine Praxis als auch die Theoriebildung wieder sehr beflügelt sind. Deinen Gedanken - auch in Verbindung mit dem Hinweis auf die Östliche Philosophie - sind sehr wertvoll. Ich bin gespannt auf den fertigen Artikel!
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Alexander Imig
antwortete am 13.11.06 (06:06):
@Guido Oebel Neben dem Artikel, auf den auch gespannt bin, freut mich auch der Erfahrungsbericht. Ich habe bisher die LdL-Erfahrungen in meinem Unterricht entweder in die normalen Unterrichtsbeschreibungen aufgenommen oder irgendwo, meistens hier, gepostet. Ich wollte aber eine Stelle haben, wo man ueber LdL in Japan sprechen kann und auch eigene Beitraege oder Kommentare schreiben kann. Ich habe mich nun fuer e-Journal entschieden, weil man dort Kommentare schreiben kann und eventuell auch eigene Beitraege veroffentlich kann. Mal sehen, wie das weitergeht....
(Internet-Tipp: http://daf.eduprojects.net/deutschlandjahr/index.php?action[]=IArticleShow::showArticle('6738'))
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jpm
antwortete am 13.11.06 (06:18):
@Alexander Imig Gestern war ich auf dem Jahrestreffen der ZUM und dort hat der Betreuer des ZUM-Wikis, Karl-Otto Kirst Ihre Zusammenfassung des Kurume-Workshops auf der Wiki-Seite als interessante Benutzung des Wikis gezeigt und kommentiert. Vielleicht sollten wir überlegen, wo wir genau kommunizieren sollen, damit unser Diskurs nicht zu sehr auseinanderläuft. Im Augenblick ist dieses ZUM-Forum Sammelpunkt für alle Japan-LdL-Interessierte. Was schlagen Sie vor, damit alles beieinander bleibt? Vergessen Sie bitte nicht, dass bestimmt viele Leute das Forum lesen, ohne zu posten, dass wir also mehr Leser haben, als wir ahnen!
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jpm
antwortete am 13.11.06 (06:20):
@Alexander Imig Und weil ich gerade dabei bin, hier die Mail, die ich soeben an die LdL-ZUM-Mailingliste geschickt habe:
"Liebe Teilnehmer der LdL-Mailingliste, Wie Sie aus der Chaostheorie wissen, sind Entwicklungen nicht linear voraussehbar: man speist Impulse, Informationen, Energie in ein System ein und weiß nie, wie sich das System entwickeln wird. Dies gilt für Mailinglisten (in der LdL-Liste bin ich seit längerer Zeit fast der einzige Autor), dies gilt umso mehr für große Institutionen, wie das weltweite Unterrichtswesen... Für den Einspeisenden bedeutet es, dass man nie nachlassen darf! Was Japan angeht, so unterhalte ich recht enge Verbindungen zu Guido Oebel, meinem Kollegen an der Universität Saga. Er unterrichtet DaF, und zwar immer wieder nach LdL und erfolgreich. Guido Oebel hat mich zu einer "Tournee" in Japan eingeladen und das Ganze war so gut vorbereitet und organisiert, dass das Thema LdL im DaF-Unterricht in Japan große Aufmerksamkeit erhalten hat. Für mich unerwartet, aber sehr erfreulich! Wenn Sie sich genauer informieren wollen, hier das Japan-Forum: http://www.zum.de/Foren/ldl/threads/thread627.html Viele Grüße JPM"
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jpm
antwortete am 13.11.06 (13:30):
Auf Grund von Umschichtungen in den LdL-Foren wird dieses Forum im neuen (geschützten) LdL-Bereich fortgesetzt. Bis aber alle Teilnehmer dieses Forums den Weg dahin gefunden haben, bleibt dieses Forum hier noch erhalten.
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Hsiu-wen
antwortete am 13.11.06 (13:39):
@Herr Imig danke fuer die gute Frage! Die chinesischen Namen sind wie die japanischen. Der Familienname steht vor dem Vorname. Mein Familienname ist Chang. Auf Chinesisch bin ich Chang Hsiu-wen, aber auf meinem Pass steht der umgekehrte Name Hsiu-wen Chang. In Deutschland als ich mich vorgestellt habe, habe ich immer gesagt, dass ich Hsiu-wen Chang heisse, um Vervirrungen zu vermeiden.
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Hsiu-wen
antwortete am 14.11.06 (02:02):
@JPM dieses Forum wird also nicht fortgesetzt?
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jpm
antwortete am 14.11.06 (06:37):
@Hsiu-Wen Doch, das Forum wird auf jeden Fall fortgesetzt, nämlich hier: http://www.zum.de/Foren/ldl/threads/thread716.php
(Internet-Tipp: http://www.zum.de/Foren/ldl/threads/thread716.php)
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jpm
antwortete am 14.11.06 (06:52):
@Hsiu-Wen Allerdings muss man sich beim neuen Forum anmelden (das soll vor Spams schützen):
(Internet-Tipp: http://www.zum.de/Foren/ldl/threads/thread716.php)
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Alexander Imig
antwortete am 16.11.06 (07:49):
Nur kurz dieses Mal (gleich faengt mein Unterricht wieder an). Ich will auch hier weiter posten, stelle meine Artikel ueber LdL in Japan aber nicht hier hinein, weil ich sicher stellen moechte das die Artikel zusammenhaengend sind, was hier bei dem Forum nicht geht. Heute hatte ich wieder einen neue LdL-Unterricht. Bald schreibe ich auch hier wieder einen Kommentar.
(Internet-Tipp: http://daf.eduprojects.net/deutschlandjahr/index.php?action[]=IArticleViewer::evaluateArticle()#articleInfo)
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jpm
antwortete am 16.11.06 (08:00):
Völlig klar! Ich dachte aber, dass die Kritik, die von einer Kollegin kam und die ich mitbekommen habe, auch hier hätte diskutiert werden können. Das hätte mir die Möglichkeit gegeben, meine Position zu präzisieren. Gerade durch meine Reaktionen zu Kritiken kann ich verdeutlichen, warum ich in Sachen LdL so etwas wie einen "Universalanspruch" erhebe. Ich behaupte nämlich, dass LdL den Grundbedürfnissen des Menschen entgegenkommt, ob er im Nordpol oder am Äquator sitzt. Insofern soll nicht LdL tatamisiert, sonder der Tatami LdL-isiert werden!;-)) Das ist meine These und ich verstehe natürlich, dass es Gegenpositionen gibt. Auch den Grund, warum ich Plenumarbeit so sehr favorisiere, würde ich ganz gerne ausführen. Aber das geht nur, wenn ich Kritik begegnen muss. Als Monolog geht es schlecht (ich müsste mir Gegenargumente zu LdL selbst einfallen lassen! ;-))
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jpm
antwortete am 16.11.06 (08:05):
Und ich habe das Ganze ins neue Forum einkopiert. Hier ist es: http://www.zum.de/Foren/ldl/threads/thread716.php
(Internet-Tipp: http://www.zum.de/Foren/ldl/threads/thread716.php)
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Carsten Waychert
antwortete am 16.11.06 (09:37):
Hallo Admin, gibt es die Moeglichkeit, dieses Forum zu schliessen, d.h. keine weiteren Beitraege mehr zuzulassen? Ich sehe sonst die Gefahr von zwei parallel laufenden Foren.
Denn das Problem ist: Ueber die Startseite http://www.zum.de/neu/fr-forum.html kommt man weiterhin auf diesen Thread.
Viele Gruesse CW
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jpm
antwortete am 16.11.06 (09:43):
Klar gibt es diese Möglichkeit. Aber erfahrungsgemäß finden die Leute das neue Forum gar nicht mehr. Deshalb lasse ich dieses Forum laufen, solange nicht jeder auf dem anderen Forum aufgetaucht ist. Wenn sie auf diesen Thread kommen, dann bekommen sie einen Link zum richtigen Forum, nämlich diesen: http://www.zum.de/Foren/ldl/threads/thread716.php Also ich lasse zunächst eine zeitland bei laufen...
(Internet-Tipp: http://www.zum.de/Foren/ldl/threads/thread716.php)
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jpm
antwortete am 21.11.06 (07:55):
Ich werde dieses Forum demnächst schließen.
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jpm
antwortete am 22.11.06 (05:25):
Dieses Forum wird nun ins Archiv verlegt. Forgesetzt wird es hier: http://www.zum.de/Foren/ldl/threads/thread716.php
(Internet-Tipp: http://www.zum.de/Foren/ldl/threads/thread716.php)
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