DIOCLETIAN (284 - 305) - REFORMKAISER UND GOTT


Diocletian ließ sich behandeln wie ein Gott. Sein Titel war "dominus et deus", was "Herr und Gott" bedeutet. Damit wollte er seine Macht steigern und das Reich besser zusammenhalten.

Er führte eine Reihe von Reformen durch, zum Beispiel das "Vierkaisertum". Er und sein Mitkaiser wurden von 2 Caesaren unterstützt, um weitere Bürgerkriege zwischen den Soldatenkaisern zu vermeiden. Die Caesaren sollten die Nachfolger der beiden Hauptkaiser werden. Jeder der 4 Kaiser erhielt eine Hauptstadt, z.B. Trier.

Statt der alten Provinzen wurden 4 Praefekturen, 12 neue Diözesen mit 100 Provinzen gegründet Man spricht von einer Verwaltungsreform. Jede Diözese wurde von einem Pätorianerpräfekt geleitet. Noch heute heißen Kirchenprovinzen "Diözesen".

Eine Heeresreform sollte die Verteidigungskraft des Reiches erhöhen. Es gab nun ortsfeste Grenztruppen und ein bewegliches Einsatzheer, das dort eingriff, wo Lücken bei der Verteidigung entstanden.

Da der Staat den Edelmetallgehalt der Münzen herabsetzte, also das Geld verschlechterte, um seinen Geldbedarf zu decken, entstand eine Preiserhöhung (Inflation). Um dieser entgegenzuwirken, setzte Diocletian die Preise der Waren so fest, daß auch die Armen überleben können sollten. Doch er hatte damit keinen Erfolg. Insgesamt gelang es aber dem Reich, die Krise des 3.Jahrhunderts zu überleben.

Nach seinem Rücktritt von den Regierungsgeschäften zog sich Diocletian in seinen Palast nach Split zurück.


Zurück zur Seite Kaiseraugst