BERICHTE VON EINEM BESUCH IM ANTIKENMUSEUM IN BERLIN


Gladiatoren

Eigentlich finden die Gladiatorenspiele anläßlich von religiösen Festen statt, doch bald stellen sie für die Politiker ein Mittel dar, die Gunst des Volkes zu erringen, indem sie auch den Armen kostenlose Unterhaltung boten. Die Spiele sind zum Teil religiös, weil dabei Zeremonien und sportliche Wettkämpfe zu Ehren eines Gottes stattfinden. Die Sieger werden mit Lorbeerkränzen geschmückt. Manchmal sind die Spiele sehr brutal. Bei der größten Attraktion, dem Wagenrennen im Circus Maximus, erreichen die Wagen eine so große Geschwindigkeit, daß es zu gefährlichen, ja sogar tödlichen Unfällen kommt. Oder es kämpfen Tiere gegen Menschen, wobei auch Verbrecher den Löwen zum Fraß vorgeworfen werden.
Die Helme der Gladiatoren sind unterschiedlich: manche groß und prachtvoll verziert, manche enganliegend oder gar ohne Augenlöcher. Die Gladiatoren müssen dann blind kämpfen. Ein Schild und Bandagen oder Schienen dienen ihnen als Schutz. Als Waffen benutzt man Dolche, Schwerter, Lanzen, Dreizack oder sogar Netz und Lasso.


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