ZUM-Redaktion
begann die Rezension am 23.03.03 (13:07) mit folgendem Beitrag:
Wer das Brettspiel nicht kennt, hat etwas verpasst: ,,Carcassonne’’ ist eine so lockerleichte Mischung aus Strategiespiel, Puzzle und Domino, dass der Titel ,,Spiel des Jahres 2001’’ fast zu wenig für den Geniestreich ist. Koch Media liefert nun die werkgetreue und gleichermaßen PC-gerechte Software-Version, die mit ihren vielen Ansichtsmöglichkeiten und Spielmodi absolut begeistert.
Stefan Michaelis (S@M)
antwortete am 23.03.03 (19:39):
Brettspiel des Jahres macht im PC eine gute Figur
Klaus-Jürgen Wrede hatte eine geniale Idee. Er kreuzte Puzzleteile und Domino-Steine, bemalte alles mittelalterlich und nannte es ,,Carcassonne’’. Zurecht das Brettspiel des Jahres 2001. Koch Media hat daraus ein PC-Spiel gemacht. Nicht nur Wrede wird’s gefallen.
Die Spielregel-Spaß-Quote ist bei keinem Spiel so hoch. Quadratische Plättchen zeigen Dorf- und Straßen-Fragmente. Reihum wird gesetzt, da wo’s passt. Mit Männchen besetzt man Straßen und Dörfer. Schließt eine Straße ab oder ist ein Dorf gepuzzelt, gibt’s es entsprechend der Größe Punkte.
Die Computer-Version hat daran nichts verändert, auch am Original-Design nicht. Die wenigen Handlungen wurden nicht verkompliziert. Der Spieler benutzt lediglich die rechte Maustaste zum Rotieren der Karte, die linke zum Setzen. Das Wichtigste bei ,,Carcassonne’’ ist eben der Kopf, denn das Spiel hat seinen Reiz im Taktieren – riskant große Städte bauen oder sicher mit kleinen punkten?
Die Computergegner sind in ihren Stärken fein abgestuft. Auf Wunsch zeigt das Spiel alle möglichen Legepunkte. Gespielt wird in 2D (Draufsicht oder Schräg-Draufsicht) sowie 3D, mit animierten Figuren oder ohne.
Besucher der www.brettspielwelt.de werden sagen: Deren Online-Grafik ist zwar nicht ganz so gut, aber der Unterschied ansonsten gering. Stimmt. Doch als Solospieler wird man nichts im Web. Kochs ,,Carcassonne’’ ist dagegen sogar ein Sparringspartner, der mit den Fähigkeiten des Spielers wächst. Und Multiplayer-Spiele funktionieren ebenso prächtig. Ein Klick, und die Partie ist eröffnet.
Beim Kopierschutz schießt ,,Carcassonne’’ den Vogel ab. Wie bei Uralt-Spielen erfragt es einen Zahlencode. Der befindet sich auf der Rückseite eines Karten-Sets – der ,,Fluss’’-Erweiterung für das Brettspiel.
Stefan Michaelis
Matthias Wüst
antwortete am 23.03.03 (19:42):
Carcassonne
In diesem Spiel geht es darum, in 74 Zügen möglichst viele Punkte zu machen. Punkte erhält man, indem man mit Hilfe der Karten Städte, Straßen oder Klöster baut. Gefolgsleute sorgen dafür, dass sich ein Gegner nicht die Städte oder ähnliches unter den Nagel reißt.
Wenn eine Stadt, Kloster, usw. fertiggestellt ist erhält der Spieler die Punkte, der die meisten Gefolgsleute darauf plaziert hat. Der Vorrat an Gefolgsleuten ist eingeschränkt.
Auf den vorher erwähnten Karten sind Teile von Städten, Wiesen, Straßen oder Klöstern, für die man Punkte erhält, sobald sie fertig sind. Das heißt, wenn z.B. eine Stadt komplett von einer Mauer umrandet ist oder das Kloster von allen Seiten mit Landschaftskarten „bedrängt“ wird!
Innerhalb einer Partie kann durchaus Spannung aufkommen, z.B. ob der Gegner es noch schafft, einen Gefolgsmann mehr in der großen Stadt zu plazieren, um so allein alle Punkte zu kassieren, oder ob er nicht „zufällig“ den Weg blockiert und man die mühsam fast fertiggestellte Stadt aufgeben muss.
Das Prinzip ist relativ simpel, sorgt jedoch für Spaß. Ein Spiel für Zwischendurch eben!
Sucht man aber ein Spiel, mit dem man lange Freude hat und das immer etwas neues bietet, ist dies nicht unbedingt das richtige Programm!
In der Box befinden sich die CD, die Erweiterung „Der Fluss“ für das Brettspiel, ein Heftchen in dem die Spielregeln erklärt werden und Installationshinweise stehen. Die Installation des Spieles ist einfach. Man legt die CD ein und folgt den Anweisungen. Wenn man das Spiel das erste Mal startet muss man das jeweilige Passwort leider auf den 12 Kärtchen der beigelegten Erweiterung suchen. Zum Glück ist diese Prozedur einmalig, jedoch kann nach einem Systemabsturz o.ä. die Prozedur wieder verlangt werden.
Das Menü im Spiel ermöglicht die Wahl zwischen Singleplayer, Onlinespiel, Netzwerkspiel und dem Anschauen gespeicherter Partien. Im Singleplayer kann man mit bis zu 4 Computerspielern spielen, die Schwierigkeitsstufe ist frei wählbar. Man darf auch verschiedene Regeltypen auswählen!
Das Spielfeld ist klar strukturiert, man darf aber keine graphischen Höhenflüge erwarten. Man kann jedoch zum Beispiel wählen, ob die Spielfiguren als Holzfiguren, animierte Figuren oder als Punkte dargestellt werden. Ebenso kann man sich die Ansicht des Spielfeldes aussuchen oder zoomen. Die Computergegner wickeln ihre Züge schnell und übersichtlich ab und können den Spieler durchaus fordern.
Leider müssen nach jedem Start des Programms die Einstellungen wie z.B. animierte Figuren oder die Ansicht des Spielbretts neu eingestellt werden. Ich selber habe das Brettspiel Carcassonne nie gespielt, finde aber die Umsetzung auf den Computer durchaus gelungen.
Fazit: Ein lustiges Spiel für Zwischendurch und auch ohne Kentniss des Brettspiels spielbar! Jedoch nichts für lange Abende!
An und für sich speichert das Spiel alle diese Einstellungen automatisch ab. Und das sogar für jeden angelegten Spieler für das Onlinespiel separat.
>Leider müssen nach jedem Start des Programms die >Einstellungen wie z.B. animierte Figuren oder die Ansicht >des Spielbretts neu eingestellt werden.
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