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 apet001  Metallische Stromleitung
Die Stromleitung im Metallgitter wird von den freien Elektronen verursacht.
Jedes Atom im Gitter stellt im Durchschnitt ein freies Elektron zur Verfügung, das sich mit hoher Geschwindigkeit an der thermischen Chaosbewegung im Gitter beteiligt. Die gebundenen Elektronen umkreisen nur den eigenen Atomkern und die Atome führen Wärmeschwingungen aus (Größenverhältnisse und Elektronenzahl nicht realistisch dargestellt). Auch wenn kein Strom fließt, bewegen sich Atome und Elektronen auf Grund der vorhandenen Wärme (oberhalb des absoluten Temperatur-Nullpunktes). Fließt zusätzlich ein Strom, so wird die thermische Chaosbewegung der freien Elektronen von der langsamen, gemeinsamen Driftbewegung mit ca. 1 mm/s vom Minuspol (Elektronenüberschuss) zum Pluspol (Elektronenmangel) überlagert, während die Atome des Metallgitters ihre Stelle beibehalten. Könnte man die freien Elektronen sehen, so wäre nach wie vor nur die Chaosbewegung erkennbar.
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 Die Driftbewegung der freien Elektronen  ist der eigentliche elektrische Strom und bei der Elektronenbewegung doch nur die "Nebensache" der Gesamtbewegung. Man kann sich dies, wie in der Animation dargestellt, so vorstellen, als würde ein Block wild umherschwirrender freier Elektronen zusätzlich sehr langsam vom Minuspol zum Pluspol bewegt. Könnte man die thermische Chaosbewegung der freien Elektronen so beeinflussen, dass sie zu einer einheitlichen Bewegung würde, so entspräche das einem unvorstellbar großen Strom.