Unterrichtseinheit Gefährdete Lebensräume
 
China baut den größten Staudamm

EK


Der Jangtse, nach dem Nil und dem Amazonas der drittgrößte Fluss der Welt, hat ein Einzugsgebiet etwa von der Größe Mexikos. Er wird vom chinesischen Volk auch „Drachen“ genannt und hat durch jährlich wiederkehrende Überschwemmungen im vergangenen Jahrhundert unter der Bevölkerung ½ Million Todesopfer und hohe Sachschäden gefordert. Allein bei der größten Flutkatastrophe im Jahre 1998 hatte er eine Fläche von der Größe Neuseelands überschwemmt. Er vernichtete außerdem 1/10 der Getreideernte, denn an seinen Ufern liegt die Kornkammer Chinas.

Ziele:

Mit dem Bau des „Drei –Schluchten –Staudamms“ will die chinesische Regierung ein ehrgeiziges Projekt zum Schutz der Bevölkerung vor den jährlich wiederkehrenden Überschwemmungen im Gebiet des Jangtse in die Tat umsetzen. Dabei sollen folgende Ziele erreicht werden:

Der entstehende Stausee hat riesiege Ausmaße :

Staumauer: Höhe: 185m

Länge: 2309m

Länge des Stausees: 600km

Fassungsvermög.: 22,15Mrd m3

Fläche: 6900km2



Zum Vergleich:Fläche des Bodensees: 539km2 . Wie oft passt der Bodensee in den chinesischen Staudamm? Zeichne ein Diagramm!

Bau des Dammes:




Mögliche Folgen für Menschen, Natur und Wirtschaft




Aufgaben:


  1. Suche den Jangtse im Atlas und verfolge seinen Lauf von der Quelle bis zur Mündung
  2. Zeichne seinen Verlauf und trage alle an seinem Ufer liegenden Städte ein.
  3. Rahme den Teil des Flusses ein, in dessen Bereich der zukünftige Stausee liegen soll.
  4. Zeichne den Umriss des Drei – Schluchten – Stausees und des Bodensees in vergleichbarem Maßstab auf transparentes Millimeterpapier, schneide beide aus und lege sie aufeinander.
  5. Wie oft passt der Bodensee in den Drei – Schluchten – Stausee?
  6. Stelle in einer Übersicht die Folgen der Errichtung dieses Stausees nach folgenden Kriterien zusammen.Menschen Natur Wirtschaft
  7. Vergleiche den Assuanstaudamm mit dem Drei – Schluchten – Staudamm im Blick auf Größe und Folgen.







 © Erika Schuchardt u. Bernhard Heim - 2014