Die Bäder

ALLGEMEIN

Die Bäder gehörten zu den größten Geschenken der Kaiser an das römische Volk. Selbst die Unterschichten liebten den Besuch der Bäder, um ihren überfüllten und muffigen Wohnstätten zu entkommen. Bäder waren wichtige Orte für gesellschaftliche und politische Transaktionen. Um ihren Reichtum und Macht zur Schau zu stellen, bauten Kaiser wie Caracalla großartige Bäder (Caracalla Thermen) in denen mehr als 1000 Menschen Platz fanden. Über das ganze Reich verteilt wurden Bäder errichtet und brachten so römische Kultur und Bequemlichkeit in die Provinzen.

PRIVATE BÄDER

In größeren Städten trugen reiche Römer ihren Reichtum mit luxuriösen Bädern in ihren Häusern zur Schau. Farbenprächtige Mosaike, Wandmalereien und Statuen zeugen von dieser einstigen Pracht. Die Oberschicht genoß es nicht mehr die überfüllten öffentlichen Bäder besuchen zu müssen, in denen gepfiffen, gesungen und gestritten wurde. Darüber hinaus war man daheim vor Diebstählen sicher. Selbst die kunstvollsten privaten Bäder sahen gegen die der Kaiser wie kleine Badewannen aus. Die Bäder auf Hadrians Landgut erstreckten sich über ca. 10000 m².

HEILBÄDER

Ein Besuch der Bäder dauerte Stunden. Man begann mit dem gemütlichen Tepidarium(lauwarmes Bad) und begab sich dann in das Caldarium(heißes Bad). Wurde man von Krankheiten geplagt besuchte man das Laconicum(Raum mit trockener Hitze). Hatte man ordentlich geschwitzt war es Zeit für das Frigidarium(Kaltwasserbecken). Danach konnte man die die Bibliothek gehen um zu lesen, sich körperlich ertüchtigen oder eine Kleinigkeit essen. Wer es sich leisten konnte ging zum Frisör, Masseur oder zur Schönheitsbehandlung. Um die Bäder warm zu halten bedienten sich die Römer einer Hypokaustenanlage(Fußbodenheizung). Die Räume wurden auf Säulen errichtet und heiße Luft von einem Feuer zirkulierte unterhalb des Bodens. Der Boden wurde so heiß, dass die Besucher zum Schutz Sandalen tragen mussten. Damals gab es auch noch keine Seife. Die Menschen rieben sich mit Olivenöl ein, das sie anschließend abschabten.

SPIELE

Das Glücksspiel war in Rom illegal - außer während der Saturnalien(Fest am 17. Dezember für den Gott Saturn). Das jedoch niemanden davon ab, in den Bädern um Geld zu spielen. Die Besucher würfelten und spielten alle Arten der Brettspiele. Vielleicht hatten die Menschen keine Angst erwischt zu werden , weil die Kaiser wie Claudius selbst Anhänger des Glücksspiels waren - er schrieb sogar ein Buch über das Glücksspiel.

 Die Schrift

ALLGEMEIN

Die Römer glaubten wahrscheinlich nicht, dass ein Stift spitzer sein kann als ein Schwert. Einfallsreiche, witzige Dichter und Theaterautoren waren aber fast genauso beliebt wie Wagenlenker und Gladiatoren. Im späten Kaiserreich gab es in Rom allein 28 Büchereien. Trotzdem war die geschriebene Sprache eine Sache der reichen Oberschicht - denn sie waren die einzigen Römer die das Lesen und das Schreiben lernten.

TINTE

Die Römer hatten keine Tinte auf Öl-Basis. Also mischten sie feinen Ruß mit Wasser, Saft und Farbstoff. Sie schrieben sogar mit der Tinte des Tintenfisches. Die reichen Römer hatten meistens Tintenfässer aus Bronze, die mit Gold oder Silber verziert waren. Es wurden aber auch schon Fässer aus Glas hergestellt. Geschrieben wurde mit Schilfrohr oder einem Metallstift, der in die Tinte getaucht wurde. Papier und Tinte waren sehr teuer. Deshalb schrieben Studenten und andere Leute häufig auf Holztafeln, die mit Bienenwachs überzogen waren. Später konnten sie die Notiz mit einem Holz- oder Metall Stückchen verwischen und hatten so wieder eine Schreibunterlage. Ein Detail am Rande: Die Römer kritzelten auch schon Liebesgedichte und politische Slogans an die Hauswände.

GELD ERZÄHLT GESCHICHTEN

Die Römer hatten keine Zeitungen. Da die meisten nicht lesen konnten hätten sie auch keine weite Verbreitung erreicht. Deshalb brachten Kaiser Münzen heraus, die große militärische Siege oder neue Vergünstigungen für das Volk verkündeten. Das Bild des Kaisers sollte zeigen wer die Ruhmestat vollbracht hatte. Ein Symbol an der Rückseite zeigte das Ereignis. Auf den Münzen waren auch Slogans zu lesen wie "Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit". Damit sollte das Image des Kaisers verbessert werden. Heute verändern sie die Münzen nur selten. Im alten Rom ließen die Kaiser viele verschiedene Münzen prägen. Selbst unbedeutende Kaiser wie Antonius Pius ließen mehr als 150 verschiedene Münzmotive im Jahr prägen.

FEDER UND PAPIER

Wie die Ägypter verwendeten auch die Römer Papyrus als "Papier". Dieser antike Papiertyp wurde aus Stengeln der Papyrusstaude(Schilfrohr) hergestellt, die in Streifen geschnitten, übereinandergelegt und festgehämmert wurden. Das Papier war fest und haltbar. Für wichtige Dokumente verwendeten die Römer jedoch Pergament(dünne Blätter aus Ziegen oder Lammhaut). In der Kaiserzeit begannen die Römer Papyrus, Pergament und Wachstafeln wie Seiten eines Buches aneinander zu binden. So ein Dokument nannten sie Kodex. Er konnte viel einfacher gelesen werden als eine Schriftrolle. Da die Römer noch nicht Bücher drucken konnten, wurden die Bücher meist von griechischen Sklaven vervielfältigt.

DAS VERMÄCHTNIS DES LATEINISCHEN

Vielleicht denken sie das Latein eine tote Sprache sei, aber das ist nicht war. Es werden immer noch lateinische Zahlen verwendet und in Gerichten, in der Medizin und in der katholischen Kirche ist Latein noch immer sehr wichtig. Im Deutschen gibt es noch sehr viele Begriffe die sich von lateinischen Wörtern ableiten. Überhaupt sind alle lateinischen Sprachen mit Lateinkenntnissen leichter erlernbar (Farnzösisch, Spanisch, Italenisch,...). Selbst die Buchstaben die wir verwenden wurden schon von den Römern verwendet. Für Wissenschaftler ist es eine Selbstverständlichkeit Latein zu verstehen.

Die Frauen Roms

ALLGEMEIN

Frauen hatten nach den römischen Gesetzen nur wenige Rechte, aber sie waren eine gesellschaftliche Größe. Frauen von Kaisern und einflußreichen Senatoren verhalfen Männern zur Macht und entmachteten andere. Diese Intrigen und Ränke spielten sich natürlich hinter den Kulissen ab. In der Öffentlichkeit versuchten die römischen Frauen, die Ideale Würde und Schönheit zu verkörpern.

HEIRAT UND KINDER

Eine römische Hochzeit war Grund zum Feiern, fand aber meistens nicht aus Liebe statt. Politische und gesellschaftliche Gründe spielten häufig eine große Rolle. Die Frauen hatten, wenn überhaupt, nur wenig Mitsprachsrecht bei der Wahl des Gatten. Für die Römer war ein Mädchen bereits mit 12 Jahren im heiratsfähigen Alter. Viele der jungen Bräute waren selbst noch Kinder und trugen noch die Bulla, das Amulett der Jugend. Eine behinderte oder unfruchtbare Frau galt als Schande für die Familie, denn jede Frau hatte die Pflicht für den römische Staat Kinder zu gebären.

FRAUEN BEI DER ARBEIT

Die meisten Frauen verbrachten den Tag mit Aufgaben im Haushalt und mit der Erziehung der Kinder. Reiche Damen die Sklaven hatten, versuchten die Aufgaben an die Sklaven abzugeben. Kaiser Augustus wollte jedoch ein Beispiel setzen und ließ seine Tochter spinnen und weben - das Arbeiten die sie haßte. Allerdings betrieben Frauen auch eigene Geschäfte. Einige wurden sogar Ärztinnen oder Hebammen oder sogar Gladiatorinnen. Aber keine Frau durfte wählen oder ein Regierungsamt ausüben. Zu den wichtigsten Bestandteilen der römischen Religion gehörten die "Vestalischen Jungfrauen". Mädchen zwischen 6 und 10 Jahren wurden für diesen Dienst auserwählt. Sie dienten bis zu 30 Jahre im Tempel der Vesta(Göttin des Herdes) und behüteten dort das heilige Herdfeuer.

KOSMETIKA

Die römischen Frauen versuchten ihre Haut möglichst weiß zu erhalten, denn gebräunte Haut zeigte, dass man draußen arbeiten musste. Um die Haut noch weißer erscheinen zu lassen verwendeten sie Kalkpuder oder weißes Blei. Für Wangen und Lippenrot verwendeten sie Puder aus Ocker, einem rötlichen Mineral. Parfüm war damals, wie auch heute, sehr teuer. Es kam aus Städten wie Pompeij und weit entfernten Ländern, wie China und Indien. Die Römer wußten noch nicht, dass manche Kosmetika, wie Blei hoch giftig waren.

MODEBEWUSSTSEIN

Mode und guter Stil war für die Römer ein ernstes Thema. Ein würdiges Aussehen war sehr wichtig. Ein Frau, die eine falsche Stola, also einen falschen Kleidertyp trug, wurde streng kritisiert. Sklavenmädchen waren stundenlang mit der Haarpflege ihrer Herrinnen beschäftigt. Damen der Oberschicht trugen Schmuck aus allen Ecken des Imperiums. Ihre Kleider waren aus chinesischer Seide und indischer Baumwolle.

DER MANN IM HAUS

Den römischen Männern hätte das englische Sprichwort "My home is my castle" sicher gefallen, denn der "Pater familias" war der unumschränkte Herrscher des Hauses. Aber die Frauen von mächtigen Männern oder einfachen Handwerkern hatten sicher erheblichen Einfluss auf die Haushaltsführung, ja manchmal mussten sie ihn sogar selbst übernehmen, wenn nämlich ihr Mann in Regierungsangelegenheiten oder in der Armee beschäftigt war.

BERÜHMTE FRAUEN

Der Historiker Tacitus beschuldigt Livia Drusilla, die Gattin des Augustus, ihren Mann vergiftet zu haben. Selbst Caligula nannte sie "Odysseus im Kleid", weil er glaubte, dass sie zu viele Intrigen und Ränke schmiedete. Heute sind die Experten nicht so sicher, dass Livia so schlimm war. Sie halten Livia für eine intelligente einflußreiche Frau. Sie stieß sicherlich Männer vor den Kopf, die alle Macht für sich haben wollten. Agrippina die Ältere war für ihren starken Charakter bekannt. Sie wurde mit Germanicus einem bekannten und erfolgreichen römischen Feldherrn verheiratet. Sie hatte 9 Kinder und begleitete trotzdem ihren Mann auf den Feldzügen. Weil sie Kaiser Tiberius trotzte wurde sie auf eine Insel verbannt, auf der ise verhungerte.

Das römische Straßenbild

ALLGEMEIN

Städte wie Rom waren voller Menschen, Lärm und geschäftigem Treiben. Tagsüber kauften die Menschen in kleinen Geschäften an den Wohnblocks ein, holten Wasser und besuchten die öffentlichen Bäder. Viele Menschen eilten ins Kolosseum oder zu den neuesten Aufführungen im Theater. In Werkstätten stellten Handwerker Glas, Tonwaren, Schuhe und vieles mehr her. Nachts wagte sich kaum jemand auf die Straße. Dort lauerten Diebe und Schlägertrupps. Nachts ratterten auch die Pferdewägen durch die Straßen, weil tagsüber keine Wagen in die Stadt gelassen wurden. Dadurch herrschte ein Lärm wie in den heutigen Großstädten.

WOHNBLOCKS

Die meisten Menschen in der Stadt lebten in hohen Wohnblocks(Insulae). Sie bewohnten meist nur einige Zimmer in denen sie lebten und arbeiteten. Es herrschte ein reges kommen und gehen und so hatten die Menschen nur wenig Privatsphäre. Die meisten Gebäude hatten kein Fließwasser und waren meist schlecht gebaut. Sie waren immer von Einsturzgefahr oder Feuer bedroht. Der Müll wurde damals nicht gesammelt und abtransportiert, sondern einfach auf die Straße geworfen.

HANDEL UND VERKAUF

Manche Römer der Oberschicht hielten den Handel für einen Beruf der für einen Ehrenmann unziemlich sei. Wenn man durch ihn aber sehr reich wurde galten diese Vorurteile nicht. Deshalb spielte sich ein großteil der Geschäfte des Landes in kleinen Geschäften in Rom und Pompeji ab. Man konnte dort alles kaufen - von Brot bis zur chinesischen Seide - vorausgesetzt man besaß genug Geld.

STEUERN

Die Steureintreibung war eine umfangreiche Aufgabe und Korruption spielte dabei eine große Rolle. Die Beamten zwangen Menschen mehr zuzahlen, als sie eigentlich mussten, und behielten ein Teil der Steuer für sich zurück.

BÄCKEREIEN

Rom wäre ohne seine Bäckereien verhungert. Da die meisten Menschen keine Küche hatten, kauften sie das Brot(Hauptnahrungsmittel) in den Bäckereien. Hunderte Bäckereien produzierten Brot für die Massen. Es war häufig schwer genügend Mehl zu bekommen, weil die Bauern der Umgebung den Getreidebedarf nicht einmal annähernd decken konnten. Deshalb musste Rom den größten Teil des Getreides aus Ägypten importieren.

GEFÄSZE

Handwerker kamen aus allen Ecken des Reiches um in Rom zu arbeiten. Es gab sehr viele kleine Geschäfte in denen alle Arten von Gefäßen angeboten wurden. Einige Handwerker kamen aus Provinzen in denen andere Verfahren zur Herstellung von Gefäßen verwendet wurden, und so gab es eine unendliche Auswahl für den Kunden. Eine dieser neuen Techniken war das Glasblasen.

Das Theater

ALLGEMEIN

Das Theater war eine der populärsten Veranstaltungen Roms. Schauspieler spielten verschiedenste Stücke, von Tragödien bis hin zu Komödien mit hinterhältigen Sklaven und trotteligen alten Männern. Viele römische Autoren schrieben ihre Geschichten von griechischen Autoren ab. Sie versuchten aber auch, die Besucher mit witzigen und ausgefeilten Reden zu beeindrucken. Manchmal war es aber schwer die Schauspieler zu verstehen. Die Zuschauer jubelten, diskutierten und buhten während der Vorstellungen und manchmal gab es sogar Tumulte.

DER ORT DER AUFFÜHRUNGEN

Wie viele der aufgeführten Stücke basierten auch die römischen Theaterbauten auf griechischem Vorbild. Die Bühne war nach ober offen, hatte aber eine Rückwand mit Türen und Vorhängen. Die Theater fassten häufig mehrere tausend Menschen, der Eintritt war jedoch frei. Manchmal war die Schauspieler sogar Geschenke, Früchte und Wertmarken in die Menge. Die besten Sitze waren jedoch für die Oberschicht reserviert. Die Armen mussten in den oberen Reihen sitzen. Viele Theater der Römer und Griechen werden heute noch für spezielle Aufführungen genutzt(z.B.:Carnuntum).

DIE MASKEN

Wie in den Dramen des antiken Griechenlands trugen auch die Schauspieler Roms Masken. So konnte man einfach herausfinden welchen Charakter der Schauspieler verkörperte - Mann oder Frau, Bürger oder Sklave. Obwohl fast jeder gerne ins Theater ging, war der Beruf des Schauspielers für einen Bürger der Oberschicht nicht akzeptabel. Frauen durften nicht in der 1. Reihe sitzen, weil sie sich sonst in Schauspieler verlieben konnten. Für Senatoren und deren Familienangehörigen war es ein Verbrechen einen Schauspieler zu heiraten. Als die Gladiatorenspiele immer populärer wurden, ließen sich die Autoren immer spektakulärere Stücke einfallen. Manchmal wurden auch Menschen dabei getötet. Für die Todesrollen wurden immer Verbrecher oder Sklaven ausgewählt.

SCHAUSPIELER UND AUTOREN

Die Bürger der Oberschicht bewunderten die Schauspieler nicht. Die Dramatiker jedoch achteten sie. Als einst ein Schauspieler ein brillanten Satz aus einem Stück von Terenz(190-159 v. Chr.) sprach, sprang die Menge auf und applaudierte. Zu den beliebtesten Stücken zählten die Komödien von Terenz und Plautus(254-184v. Chr.). Aber selbst diese konnten ein Theater nicht füllen, wenn zu gleichen Zeit ein Kampf im Kolosseum stattfand. Terenz beklagte sich einmal, weil die Menschen während seinem Stück das Theater verließen, um einen Kampf zu sehen. Schauspieler wurden nicht von allen abgelehnt. Die Wände der Häuser von Pompeji sind übersät mit Liebeserklärungen an Schauspieler. Einige von ihnen sind von einem begeisterten Fanclub unterschieben.

Die Götter

ALLGEMEIN

Die Römer waren in frühesten Zeiten ein Bauernvolk. Sie hatten nur einen bild- und tempellosen Kult. Ihre Götter waren vor allem Schutzgötter des Hauses und der Felder. Ihre Haustür schützte der doppelköpfige Janus. Consus sorgte für eine gute Ernte, Flora schützte Blüten und Blumen, Silvanus die Wälder, Pales die Herden und Weiden, Pan die Hirten. Die Nymphen, jugendliche schöne Frauen, bewohnten nach Vorstellung der Römer, Bäume, Berge, und Gewässer. Von den Griechen übernahmen sie folgende Götter:

Iuppiter(Zeus): der Vater der Götter und Menschen
Iuno(Hera): Gattin des Juppiters, Hüterin der Ehe, Geburtsgöttin
Minerva(Athene): Göttin des Handwerks und der Künste
Venus(Aphrodite): Göttin der Liebe und des Gedeihens der Natur
Vesta(Hestia): Göttin des Herdfeuers im privaten Bereich wie am Staatsherd
Diana(Artemis): Schützerin des weiblichen Lebens, Göttin der Jagd
Mars(Ares): Ursprünglich Symbol für Kraft der Natur, Kriegsgott
Merkur(Hermes): Gott des Handels und der Wege, Gott der Diebe
Neptun(Poseidon): Gott der Gewässer
Ceres(Demeter): Göttin des Ackerbaues und der Fruchtbarkeit
Proserpina(Persephone): Tochter der Ceres, Göttin der Unterwelt
Pluto(Hades): Gott der Unterwelt
Phöbus(Apoll): Gott der Sangeskunst, des Lichtes und der Weisagung
Vulkan(Hephaistos) Gott des Feuers und der Schmiedekunst

Sie Staatsreligion schrieb die offizielle Verehrung der Götterdreiheit Jupiter(als Schützer des Reiches), Juno und Minerva vor, der ein auf dem Kapitol(Kapitol=einer der 7 Hügel Roms) geweiht war. Während der staatliche Kult der Vesta auf Rom beschränkt blieb, verbreitete sich die Verehrung der kapitolinischen Trias(Götterdreiheit) über alle Städte des Imperiums. In der Kaiserzeit war die Teilnahme an den Opfern der Staatsreligion vor allem Ausdruck der Gesinnungstreue(Loyalität) gegenüber dem Kaiserhaus. Der Mann von der Straße hatte zu den Göttern des Staatskultes wenig religiöse Bindung.-----------(Merkur)---------- Der Gastwirt, der Fischhändler und der Handwerker verehrten Merkur, den Gott des Handels und der Handelswege, weil sie sich von ihm Gewinn versprachen. Wer etwa einen der Alpenpässe überquerte, brachte Herkules(Herakles), dem Gott der Wanderer, der Wege und Kreuzwege, ein Opfer dar. Der italische Bauer und der Hirte verehrten Faunus, den Gott, der die Wölfe von ihren Herden abwehrte. Im bäuerlichen Pannonien erhielt Silvanus, der Gott der Wälder, Opfer und Altäre(im Christentum Sylvester). Viele aber hielten sich an Zauberriten und vertrauten sich Wahrsagern an.

TIEROPFER

Ein Tieropfer war der wichtigste Teil vieler religiöser Zeremonien in Rom. Unterlief den Priestern auch nur der kleinste Fehler beim Ritual, fürchteten die Menschen, dass die Götter das Opfer zurückweisen würden. Nach sorgfältigen Vorbereitungen zeigten die Priester, dass sie bereit waren. Dann kamen die Menschen mit Hühnern, Schafen, Stieren und Ziegen, die dann am Altar geschlachtet wurden.

TEMPEL

Über das Pantheon spannt sich eine der größten Kuppeln, die je gebaut wurden. Römische Beamten versammelten sich dort zur Verehrung der Götter. Manchmal benutzten sie die Tempel als Banken und bewahrten dort die Schätze des Reiches auf. Zeremonien in den Tempeln wurden nicht nur für die Götter abgehalten. Kaiser und Senatoren hielten die Prozessionen und groß angelegte Opfer für gute Maßnahmen, die Ordnung im Staat aufrecht zu erhalten und die Menschen an ihre dem Staat gegenüber zu erinnern.

TAUSCHHANDEL MIT DEN GÖTTERN

Alle -selbst die Kaiser- versuchten die Götter mit Opfern gnädig zu stimmen. An hohen Festtagen ging der Kaiser mit den Priestern und hohen Beamten in die Tempel. Zum Dank an die Götter für den Sieg über die Mörder von Gaius Iulius Caesar, baute Augustus einen brachtvollen Tempel für Mars. Er gab Mars sogar einen neuen Titel -"ultor - der Rächer". Opfer in den Tempeln sollten nicht nur die Götter ehren. Wenn jemand einem Gott ein Geschenk darbrachte, war der Gott zu einer positiven Gegenleistung verpflichtet. Wenn diese Gegenleistung nicht eintraf, suchte man sich einen anderen Gott. Um Rache zu üben schrieben die Römer Verfluchungen auf Tafeln und deponierten sie in den Tempeln. Ein Fan von Wagenrennen hinterließ zum Beispiel folgenden Fluch: "Ich bitte darum, die Pferde des weißen und grünen Teams unter Folter zu töten und ihre Fahrer Clarus, Felix, Primulus und Romanus vollständig zu vernichten.

ASTROLOGIE IM ALTERTUM

Kaiser erließen häufig Befehle, in denen sie dem Volk die Befragung von Astrologen, verboten. Astrologen sagten Zukünftiges mit Hilfe der Planeten voraus. Aber viele mißtrauische und abergläubische Kaiser hatten selbst Hofastrologen, die sie vor Verrätern waren und bei Entscheidungen beraten sollten. Die Römer kannten neben Mond und Sonne noch 5 weitere Planeten: Merkur, Venus, Mars, Saturn und Jupiter.

ANDERE GOTTHEITEN

Mithras

Mithras wurde hauptsächlich von Soldaten angebetet. Sie beteten ihn in Höhlen an, weil er in einer Höhle geboren wurde, und opferten ihm Stiere. Sie badeten Nach dem Opfer im Blut der Stiere. Er war der Gott des Lichtes und der Wahrheit. Man glaubte das er einen Stier tötete und mit dem Blut des Stieres dem Universum leben einhauchte. Mithras besiegte den Tod und konnte ewiges Leben schenken.

Kybele

Zu den wildesten Kulten gehörte der der Erdgöttin Kybele. Die Römer glaubten das sie Krankheiten heilen könne und gute Ernte bringe. In den Opferzerimonien gerieten die Menschen in Trance und badeten im Blut von Schafen und Stieren. Manchmal verstümmelten sie sich selbst.

Christen und Juden

Die Christen und Juden wurden verfolgt und getötet, weil sie sich den vorgeschriebenen Regeln der Götter und Kaiser widersetzten. sie opferten nicht den jeweiligen Staatsgöttern und wurden, nach römischen Gesetz, mit dem Tod bestraft. 313 nach Christus wurde das Christentum Staatsreligion.