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Antike | Griechenland

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Textanalyse: Leichenrede des Perikles
Textgrundlage: Die Leichenrede des Perikles (Link)

Aufgaben und Lösungsvorschläge:

1) Benennen Sie die wichtigsten Kennzeichen der Attischen Demokratie nach dem Selbstverständnis des Perikles!

  • Volksherrschaft, da die Mehrheit entscheidet
  • Rechtsgleichheit - Alle Bürger sind vor dem Gesetz gleich
  • Nicht die Zugehörigkeit zu einer Volksklasse (Klassenzugehörigkeit) entscheidet über das Ansehen einer Person, sondern die persönliche Leistung zählt
  • Armut ist kein Makel und schmälert weder das Ansehen der Person noch behindert es die Aufstiegsmöglichkeiten
  • Schlechter Bürger ist, wer sich nicht um die Belange des Staates kümmert; wer sich also politisch nicht engagiert
  • Diskussionsfreiheit

2) Bewerten Sie die Aussagen des Perikles vor dem Hintergrund des Peloponnesischen Krieges. Gehen Sie dabei der Frage nach, was Perikles neben der Darstellung der wichtigsten Merkmale der Attischen Demokratie noch mit seiner Rede beabsichtigt!

  • Perikles Rede ist ein Musterbeispiel einer politischen Rede. Sie kennzeichnet einerseits die Grundlagen der Attischen Demokratie, überhöht sie aber in bewusster Frontstellung gegenüber dem Kriegsgegner Sparta.
  • Die Rede soll die Überlegenheit der demokratischen Verfassung Athens vor allem gegenüber der spartanischen Verfassung demonstrieren. Sie soll die Fremdenfreundlichkeit Athens verdeutlichen im Gegensatz zu Sparta. Die Erziehung in Athen wird als Erziehung zum Frieden dargestellt, während die spartanische Erziehung eine Erziehung zum Kriege sei (zum Manne).
  • Der Krieg gegen Sparta soll dadurch als "gerechter" Krieg zum Wohle der damaligen Menschheit verklärt werden, den man "nur" führt, weil man sich verteidigen muss (Verteidigungskrieg).
  • Den Hinterbliebenen und allen anderen soll damit suggeriert werden, dass die Athener nicht umsonst gefallen sind, sondern im Dienste der Demokratie. Die noch kämpfenden (und sterbenden) Athener sollen wissen, dass sie für eine gute Sache kämpfen, trotz aller persönlichen Opfer. Sie sollen sich vor allem als die Angegriffenen fühlen, die sich nur "gerechterweise" verteidigen.




Berthold Halbmann für psm-data