Startseite Grundlagen Antike Mittelalter Frühe_Neuzeit 18/19Jh/International18/19Jh/Deutschland20Jh/International20Jh/Deutschland Länderverzeichnis Neue_EinträgeForum1GästebuchSuche Impressum
 
Primaerliteratur
Deutschland | Deutscher Bund

[P|S|M]

Antwort seiner Majestät des Königs an die Deputation der Preußischen Nationalversammlung (3.April 1849)

Meine Herren! Die Botschaft, als deren Träger Sie zu mir gekommen sind, hat Mich tief ergriffen. Sie hat Meinen Blick auf den König der Könige gelenkt und auf die heiligen unantastbaren Pflichten, welche Mir als dem Könige Meines Volkes und als dem mächtigsten Fürsten Deutschlands obliegen. Solch ein Blick macht das Auge klar und das Herz gewiss. In diesem Beschluss erkenne ich die Stimme der Vertreter des deutschen Volks. Dieser Ruf fordert unermessliche Opfer und legt Mir die schwersten Pflichten ob. Die deutsche Nationalversammlung hat auch Mich gezählt in Allem, wo es gilt, Deutschlands Ehre und Deutschlands Macht zu gründen. Ich ehre Ihr Vertrauen und bin bereit, durch die That zu beweisen, dass ihre Zuversicht auf Meine Treue und Hingebung Sie nicht geirrt hat. Ich würde Ihr Vertrauen nicht rechtfertigen, Ich würde Deutschlands Einheit nicht errichten, wollte Ich mit Verletzung von Rechten, ohne das freie Einverständnis der gekrönten Fürsten und der freien Städte eine Entschließung fassen, welche für sie von entscheidendem Gewicht ist. An den Regierungen der einzelnen Staaten wird es jetzt sein, zu untersuchen, ob die Verfassung dem Ganzen frommt, ob die Mir zugedachten Rechte Mich in den Stand setzen werden, die Geschicke Deutschlands zu leiten und die Hoffnungen der Völker wahr zu machen. Dessen möge aber Deutschland gewiss sein, und dies verkündigen Sie in allen deutschen Gauen, bedarf es des preußischen Schwertes, werde ich auch ohne Ruf nicht fehlen.

Original





Quelle: 1848, Flugschriften im Netz

GM (digitale Umsetzung) für psm-data