| August Bebel sagte am 26, 1. 1889 im Deutschen
Reichstag: "Wer ist denn diese Ostafrikanische Gesellschaft? Ein kleiner
Kreis von Großkapitalisten, Bankiers, Kaufleuten und Fabrikanten, d. h.
ein kleiner Kreis von sehr reichen Leuten, deren Interessen mit den
Interessen des deutschen Volkes gar nichts zu tun haben, die bei ihrer
Kolonialpolitik nichts als ihr eigenes persönliches Interesse im Auge
haben, die ... nur den Zweck hatten, auf Grund größerer Mittel
gegenüber einer schwächeren Bevölkerung sich auf alle mögliche Weise
zu bereichern. Einer solchen Kolonialpolitik werden wir nie unsere
Zustimmung geben. Im Grunde genommen ist das Wesen aller Kolonialpolitik
die Ausbeutung einer fremden Bevölkerung in der höchsten Potenz. Wo
immer wir die Geschichte der Kolonialpolitik in den letzten drei
Jahrhunderten aufschlagen, überall begegnen wir Gewalttätigkeiten und
der Unterdrückung der betreffenden Völkerschaften, die nicht selten
schließlich mit deren vollständiger Ausrottung endet. Und das treibende
Motiv ist immer Gold, Gold und wieder nur Gold zu erwerben. Und um die
Ausbeutung der afrikanischen Bevölkerung im vollen Umfange und möglichst
ungestört betreiben zu können, sollen aus den Taschen des Reichs, aus
den Taschen der Steuerzahler Millionen verwendet werden, soll die
Ostafrikanische Gesellschaft aus den Mitteln des Reichs unterstützt
werden, damit ihr das Ausbeutungsgeschäft gesichert wird. Dass wir von
unserem Standpunkt aus als Gegner jeder Unterdrückung nicht die Hand dazu
bieten, werden Sie begreifen." |

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