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| 20. Jahrh. | Deutschland | Drittes Reich | [P|S|M] |
Arbeitsaufträge Darstellungstext Schulbuch "Geschichte und Geschehen" - NS-Außenpolitik
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Textgrundlage: Lehrbuch „Geschichte
und Geschehen Bd.II, Stuttgart 1995“, Darstellungstext S.332-337 &
Chronologie S.338/9, Geschichtsatlas
Arbeitsaufträge:
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Anfang 1950 bezeichnete der Historiker Ludwig Dehio die beiden
Weltkriege als zwei Akte desselben Dramas! Erläutere und beurteile diese These
vor dem Hintergrund des Darstellungstextes.
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Am
Beginn des Darstellungstextes (S. 332 oben) werden zwei zentrale Fragen
aufgeworfen. (Wie gelang es Hitler, die Deutschen zu täuschen und 6 Jahre
seine Ziele zu verschleiern? Trifft die internationalen Mächte eine Mitschuld?)
Welche Antworten gibt der Abschnitt („Taktik und Methode ... Täuschung und
Gewalt“, S.333/4) hierauf?
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Inwiefern begünstigte die internationale Situation in der Mitte der
30er Jahre die zunehmende Aggressivität der Deutschen
Außenpolitik?
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Erkläre das Wechselspiel a) zwischen Wirtschafts- und Außenpolitik! und
b) zwischen Wehrmachtsführung und NS-Elite (Hitler)
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Was
ist unter dem Hitler-Stalin-Pakt zu verstehen? Unter welchem Kalkül hatte sich
Hitler zu einem Bündnis mit seinem Erzfeind entschlossen?
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Skizziere kurz den Verlauf des 2.Weltkriegs! (nur
Darstellungstext!)
Lösungsvorschläge (stichwortartig)
zu 1) KONTINUITÄT (im
Sinne L.D.): Expansionsstreben - auch nach Osten, um der „germanische Rasse
Lebensbedingungen zu
sichern“ - läßt sich bereits für die Zeit vor dem 1.Weltkrieg
(Kaiserreich) nachweisen (Interessengruppen: Alldeutscher Verband,
Reichswehr, Zeitungen (z.B. Hamburger Nachrichten), Großindustrie); während 1.Weltkrieg:
Kriegsziele sahen Bildung von
abhängigen Pufferstaaten oder Provinzen im Osten vor, um „Lebensraum“ zu
schaffen; nach 1.Weltkrieg: Verlorene Ostgebiete
(Polen, Korridor etc.) Ziel: Wiederherstellung der Ostgebiete (Denkschrift der
Reichswehrführung im Jahr 1926 für Auswärtiges Amt
ist nahezu identisch mit Hitlers Außenpolitik bis 1936 (Revisionspolitik!)
DISKONTINUITÄT: (gegen L.D.): weiterreichende Ziele in der Außenpolitik,
Entscheidungskampf mit Weltmacht USA; Funktion
der Rassenpolitik; Auslese, Deportationen und Ausrottung von Millionen Menschen
im Osten
Fazit: Revisionspolitik bildet für Hitler notwendige Voraussetzung
weiterführender Ziele; durch Verschleierung dieser Ziele
Kooperation zwischen Reichswehr und Hitler = Interessenidentität (vgl. Liebmann-Aufzeichnung)
zu 2) Über die Revisionspolitik zur Herstellung des Vorkriegszustandes hinaus
war in Deutschland für Eroberungs- und Gewaltpolitik keine breite Zustimmung zu erwarten Mögliche Gegenmaßnahmen der Siegermächte des 1.Weltkrieges vermeiden
= Notwendigkeit der Verschleierung der wahren Ziele
Distanzierung Hitlers von brisanten Inhalten seiner Schrift „Mein Kampf“
Öffentliche Friedensreden (Reichstag 17.5.1933); Eroberungsziele werden von
Hitler seit dem 14.9.1930 nicht mehr öffentlich erwähnt.
Selbst engere Mitarbeiter (z.B. Ribbentrop) nicht zwingend in Pläne eingeweiht
Gegenüber Reichswehr nur vorsichtige Andeutung (vage Formulierungen) der
langfristigen Ziele, wenngleich Stoßrichtungen deutlich
Strategie: Wechselspiel von Täuschung, Überrumpelung, Schaffung vollendeter
Tatsachen und Friedensbeteuerungen führte zu „Erfolgen“ von 1933-1936
zu 3) Viele Staaten (v.a. Siegermächte des 1.WK) hatten innere Krisen zu
bewältigen oder waren in internationale
Konflikte verstrickt (Beispiele: Großbritannien, Frankreich, USA, Italien usw.)
zu 4a) Größter Teil der Haushaltsmittel für Aufrüstung; Autarkiepolitik
führt - parallel zur Außenpolitik) zur wirtschaftspolitischen Isolation d.h.
Einschränkung der internationalen Wirtschaftsbeziehungen (Finanzierung der
Rüstung wird schwieriger) => Geldentwertung & Staatsverschuldung =>
Kompensieren durch: Krieg im Osten (Gewinn an Raum und Material) Trotz
Vierjahresplan bleiben Vorbereitungen auf Krieg unzureichend: Kompensation durch
immer neue Eroberungen
zu 4b) Vgl. auch Lösungsvorschlag 1) => Interessenidentität; Problem: Schon
in der Revisionspolitik war das Tempo zu hoch (Widerstand durch Generalstabschef
des Heeres, Ludwig Beck; Nachfolger (Halder) führt Putschpläne zunächst
weiter; Münchner Konferenz (29.9.38) entzieht Opposition Grundlage
zu 5) Voraussetzungen: Ablehnung Polens einer Verlängerung des
Freundschaftsvertrages; Gefahr Zweifrontenkrieg für Deutschland, wenn
Frankreich ausgeschaltet werden soll; England erklärt Ende der
Appeasementpolitik, gibt Garantieerklärungen für Polen, Griechenland,
Rumänien und Türkei
=> Annäherung des Deutschen Reichs an SU, Nichtangriffspakt (23.8.39) mit
geheimen Zusatzprotokoll für gemeinsame Teilung Polens und die Abtretung
Finnlands, Estlands und Lettlands an SU
zu 6) Gemeinsame Teilung Polens (seit September 1939); Kriegserklärung an
Deutschland durch England und Frankreich, die nun im Westen aufrüsten, jedoch
die Niederlage Polens nicht verhindern.
1940 besetzen deutsche Truppen Dänemark und Norwegen, um Rohstofflieferungen
abzusichern. Belgien, Holland und Frankreich werden angegriffen und besiegt.
Luftschlag um England beginnt im Spätsommer 1940, deutscher Luftwaffe gelingt
es nicht, die Lufthoheit zu erringen. Trotzdem Angriff gegen SU am 22.Juni
1941.
Nach Angriff auf Pearl Harbor erklären die USA am 8.12.41 Japan den Krieg. Am
11.12.41 folgt die Kriegserklärung Deutschlands an die USA.
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