| Primaerliteratur |
| 20. Jahrh. | Deutschland | Drittes Reich | [P|S|M] |
Hitlers Rede vor dem Reichstag am 21. Mai 1935
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[...] So groß auch die Besorgnisse
sein mögen, ich halte es mit meinem Verantwortungsgefühl als Führer der
Nation und als Kanzler des Reiches unvereinbar, auch nur einen Zweifel über die
Möglichkeit der Aufrechterhaltung des Friedens auszusprechen. Die Völker
wollen ihn. Es muß den Regierungen möglich sein, ihn zu bewahren. Ich glaube,
daß die Wiederherstellung der deutschen Wehrkraft zu einem Element dieses
Friedens werden wird, nicht weil wir beabsichtigen, sie zu einer sinnlosen
Größe zu steigern, sondern weil die einfache Tatsache ihrer Existenz ein
gefährliches Vakuum in Deutschland beseitigt. Deutschland hat nicht die
Absicht, seine Rüstungen ins Uferlose zu steigern. Wir besitzen keine 10000
Bombenflugzeuge und werden sie auch nicht bauen, im Gegenteil. Wir haben uns
selbst jene Begrenzung auferlegt, die nach unserer Überzeugung den Schutz der
Nation gewährleistet, ohne gegen den Gedanken der Möglichkeit einer
kollektiven Sicherheit und ihrer Regelung zu verstoßen. Wir würden am
glücklichsten sein, wenn eine solche Regelung uns die Voraussetzungen geben
würde, den Fleiß unseres Volkes für nützlichere Produktionen verwenden zu
können als für die Herstellung von Instrumenten zur Zerstörung von
Menschenleben und Gütern. Möge es auch den anderen Völkern gelingen, der
wahren Sehnsucht ihres Inneren mutigen Ausdruck zu verleihen! Wer in Europa die
Brandfackel des Krieges erhebt, kann nur das Chaos wünschen. Wir aber leben in
der festen Überzeugung, daß sich in unserer Zeit nicht erfüllt der Untergang
des Abendlandes, sondern seine Wiederauferstehung. Das Deutschland zu diesem
großen Werk einen unvergänglichen Beitrag liefern möge, ist unsere stolze
Hoffnung und unser unerschütterlicher Glaube.
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| zit. nach: Domarus, Max (1973) - Hitler.
Reden und Proklamationen 1932-1945. Band 1. Wiesbaden, S. 514 |

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