| Primaerliteratur |
| 20. Jahrh. | Deutschland | Drittes Reich | [P|S|M] |
Clarita von Trott zu Solz über den 20.Juli 1944
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„Ich muß gestehen, daß ich es immer noch nicht als endgültig akzeptieren kann,
daß
ein Ereignis wie dieser Freundesbund im Bewusstsein unseres Volkes keinen Platz gefunden hat. Sie hatten es geschafft, ihre
verschiedenen politischen Ideologien und ihre jeweiligen Traditionen zu reflektieren,
um zu gemeinsamem Planen und Handeln zu kommen. Sie hatten keinen Erfolg. Aber sie setzten Maßstäbe. In mancher Hinsicht
empfinde ich sie als geistige Weggenossen derjenigen, die die Welt heute gegenüber
neuen tödlichen Gefahren wachrütteln wollen. Politische Auswirkungen im Geiste
der Männer des 20. Juli kann ich also nicht entdecken... Mir scheint, man hat sich
des Widerstandes dem Ausland gegenüber erfolgreich bedient. Aber nach innen haben
Reeducation, besinnungsloser Wiederaufbau, Wirtschaftswunder, Wiederaufrüstung und der Kalte Krieg dazu
beigetragen, daß unser Volk den Schatz nicht erkannt hat, den ihm der Widerstand mit
seiner Geschichte hinterlassen hat...“
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| Quelle: D. v. Meding (Hrsg.), Mit dem Mut des Herzens. Die Frauen des 20. Juli, 1992, S. 187f.,
zit. nach Praxis Geschichte, 3/94 |

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