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Unterrichtsmaterialien
20. Jahrh. | Deutschland | Drittes Reich
[P|S|M]
Phasen der nationalsozialistischen Außenpolitik
1.Phase 1933-1936

Liebmann-Aufzeichnung (3.2.1933), von M.Reinhardt-Oberstufe Rede im Reichstag (17.5.1933)
totale innere Umgestaltung zum Zwecke späterer Gewaltaktionen nach außen Respektierung der nationalen Rechte anderer Völker
Kampf gegen Versailles als Vorstufe späterer Eroberungen
"rücksichtslose Germanisierung
Revision von Versailles nur im Einvernehmen mit anderen Mächten
keine "Germanisierung"
vorrangiger Aufbau der Wehrmacht Bereitschaft zur vollständigen Abrüstung (wechselseitig)
Konfliktregelung nur mit friedlichen Mitteln
  • In der Anfangsphase dient die NS-Außenpolitik in erster Linie der Abschirmung der inneren Machtergreifung, der Konsolidierung des Regimes und des illegalen Aufbaus der bewaffneten Macht
  • Hitlers Friedensversprechungen und die Wiederaufnahme der Weimarer Revisionsforderungen sind vor allem taktisch begründet

 

2. Phase: 1935/1936 (Ausbruch aus der Isolation, Beginn der britischen Politik des appeasement

Deutsche Wiederaufrüstung Britische Reaktion
Aufbau der Luftwaffe (Existenz wird offiziell durch Göring am 10.3.1935 zugegeben) Einerseits: Öffentliche Verurteilung Hitlers, Betonung des Festhaltens am Prinzip der kollektiven Sicherheit
=> Konferenz von Stresa (11.-14.4.1935), von L.-Schröder-Gymnasium
-Beratung gemeinsamer Schritte gegen deutschen Revisionismus
-Erklärung: Widerstand gegen einseitige Aufkündigung von Verträgen
Allgemeine Wehrpflicht (seit 16.3.1935)
=> Heeresvermehrung
Andererseits: Unausgesprochene Sanktionierung der Methoden Hitlers => bilateraler Ausgleich mit Deutschland im dt.-brit.Flottenabkommen (18.6.1935) (vgl. Churchills Kritik am Flottenabkommen und Antwort Außenminister Hoare)

 

3. Phase: 1936/37 Vorbereitung des Eroberungskrieges

  • Überproportionale Aufwendungen für Aufrüstung
  • Vierjahresplan (Wirtschaft kriegsfähig und blockadefest) => Generalvollmacht an Göring in allen wirtschaftlichen Fragen
  • Achse Berlin-Rom (7.11.1936) Übereinkunft zwischen Graf Ciano und Neurath über jeweilige Interessensphären in Osteuropa bzw. Mittelmeerraum => Abessinien (1935/36) => Spanischer Bürgerkrieg (1936-39)
  • Hoßbach-Protokoll (1937) => Gleichschaltung der Wehrmacht (Fritsch-Krise 4.2.1938) => Entlassung W.v.Blombergs (Reichskriegsminister) wegen unstandesgemäßer Heirat => (eigentlicher) Nachfolger W.v.Fritsch muss aufgrund von Vorwürfen, er sei wegen seiner Homosexualität erpresst worden, Abschied einreichen (später rehabilitiert) => NACHFOLGEKRISE löst Hitler, indem er - gegen Interessen Görings und Himmlers - selber Feldherr wird.

=> Aggressive Wendung in der Außenpolitik

4. Phase: 1937-39 Vorstufe zum Weltkrieg; Aggressions- und Expansionspolitik

1. Schritt: Besetzung und Anschluss Österreichs am 13.März 1938 (vgl. Hitlers Weisung Nr.1)
2. Schritt: Zerschlagung der Tschechoslowakei (1938-16.3.1939)

  • Verbesserung der wirtschaftlichen, militärischen und strategischen Ausgangslage für den Kampf im Osten
  • Reaktion der Westmächte => Ende des Appeasements und antideutsche Neuorientierung (vgl. Rede Chamberlain am 17.März 1939)




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