| Unterrichtsmaterialien |
| 20. Jahrh. | Deutschland | Drittes Reich | [P|S|M] |
Stichpunkte "Widerstand im Dritten Reich"
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Arbeiterparteien (KPD/SPD)
- Erste Opfer der Nationalsozialisten =>
Hauptfeind
- standen aus weltanschaulichen Gründen in
Konfrontation mit dem NS-Regime
KPD
- Wiederaufbau der KPD-Organisation aus dem
Untergrund; Mobilisierung der Massen durch Flugblätter
- Vorstellung: finale Krise Kapitalismus; keine Kooperation mit SPD; eher keine Emigration
- Hohe Opfer durch Gestapo
- nur sporadische Kontakte mit Moskau; Einschätzung Moskaus falsch +
gefährlich
- => 1935: Einheitsfront (Moskau), SPD weitgehend
zerschlagen
- seit 1935 Konservierung der organisatorischen + ideologischen Substanz
SPD
- hoffte auf schnellen Zusammenbruch des NS-Regimes
- keine einheitliche Haltung im Untergrundkampf
- Emigration (SoPaDe) 1934-1940 Kontakte zwischen
Exilregierung + Gesinnungsgenossen im DR; eigene Zeitschrift
(Deutschland-Berichte der SPD); nach Kriegsbeginn neue Emigration nach Engl.
oder USA / "Überwintern"
=> Linker Widerstand - hohe Opfer , gewisse Wirkung
nach Kontakt mit nationalkonservativer Opposition
Kirchen
- kamen Hitler entgegen: Katholiken =
Konkordat; Evangelen = Deutsche Christen / Reichskirche => bürgerliche
Mentalität & Teilidentität der Interessen (Antikommunismus)
- kein aktiver politischer Widerstand =>
Verteidigung des kirchlichen Raumes gegen Durchsetzung (Arierparagraphen in
Deutscher Kirche) und religionsfeindliche Akte des Staates
- Widerstand gegen "ideologische Umarmung durch
den Staat und seine Entchristlichungsmaßnahmen" durch z.B. bekennende
Kirche. => 1935 Denkschrift gegen KZs und Gestapo
- Kirchenkampf galt nur am Rande auch der Einhaltung
von Menschenrechte (Proteste gegen Euthanasie); andere Formen blieben
zumeist individuelle Aktionen (Bonhoeffer / Delp) => Kontakt mit 20.Juli
- Katholische Kirche punktuell: 1937 Enzyklika;
Einzele (Galen, Münster; Preysing Berlin => Euthanasie; Lichtenberg /
Berlin)
=> Auch der individuelle Widerstand aus den Reihen
der Kirche wurde dem NS-Regime erst im Zusammenhang mit dem
nationalkonservativen Widerstand gefährlich
Nationalkonservativer Widerstand / Militärischer
Widerstand
Bildete sich zuletzt; durch scheinbare Identität der
Ziele lange Loyalität der Militärs und Beamten zu Hitler
=> 1. Phase - Hitler kündigt Allianz mit Militär
und Verwaltung
(Bildung einer Oppositionsgruppe um Beck
und Canaris 1938)
=> 2.Phase (Militärischer Dilettantismus => Moskau; Stalingrad)
=> 20. Juli 1944
Problemfelder:
- Die Forderung der Alliierten nach "bedingungsloser Kapitulation"
erschwerte Aktionen gegen Hitler, da eine schnelle Beendigung des Krieges
nicht erreichbar schien. => "Dolchstoßlegende"
- Das Misstrauen, vor allem der englischen Regierung, gegen den preußischen
Adel, der den Widerstand trug, war stärker als das Vertrauen, mit ihm
zusammen Hitler beseitigen zu können.
- undemokratische Gesellschafts- und Verfassungsvorstellungen im Deutschen
Widerstand
- traditionsgebundene außenpolitische Vorstellungen im Deutschen Widerstand
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