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Die Schlacht bei Königshofen an der Tauber, 1525
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Die bauren, so uf dem Otenwolt dem bund entgegen gezogen, aber aus
entpfangenem schrecken, wiederumb zuruckgeflogen waren, versamleten sich an
der Tauber. zu denselbigen kamen etliche, so dem beschehen ausschreyben
nach gen Grunsfeld beschaiden, sonderlich die am Taubertal und
Schipfergrunde, laegerten sich neben Koenigshoven an der Tauber gegen
Lauden, in mainung, des bunds zu erwarten. als sie aber des bunds und der
fuersten, so am freitag nach Exaudi, den anderen des Brachmonats (2. Juni),
von Ballenberg, da sie uber nacht gelegen, ausgezogen und ytzund bey
Sachsenflur komen, inenwurden, ruckten sie hinter Koenigshoven die staig
hinuf zu dem wartturm uf dem berg, richten ir geschutz gegen den veinden in
das thal gein Sachsenflur werts, thetten bey acht schussen ongeverlich.
mitler zeit ware das renfendlin gegen den bauren auch in die hohe uf den
berge komen. als die bauren derselbigen ansichtig, wendeten sie das
geschutz uf das renfendlin, thetten bey dreyen schussen uf sie. da sties
der trumeter in die trumeten. von stund an keret das renfendlin in die
bauren; die gaben sich in die flucht; die hauptleut und obristen unter den
bauren hieben den wagenpferden die streng ab, sassen daruf und entranen
vast alle. in dem kamen die geraisigen vom gewaltigen haufen auch herzu und
erlegten der bauren bey 4000 desselben tags. etliche bauren, gar nahend bis
an die 300, hetten sich im holz verbigt; zu denen mogten die geraisigen nit
komen. so hetten sie auch etliche hantror bey inen, damit sie den
fusknechten, die hernach komen, aber mit den langen spiessen der orte
nichts aysrichten mogten, widerstand thaeten, bis die nacht herzuging. da
begerten die itzgemelten bauren sich des lebens zu sichern. da wart inen
von den knechten zugesagt, und als diesolbigen bauren herabgefurt, gein
Konigshoven in die ofarrkirchen, da gesenklich enthalten, geschatzt, ain
tail, so die schatzung bringen solte, ledig gelassen, die andern bis gein
Haidingsfelt mitgefurt wurden.
Der bundischen fuesknecjt artickelbrief hilt inen, wan sie ein schlacht
oder sturm gewonen, das inen alsdan der sold aus- und angehn solte. dieweyl
aber die bauren geschlagen worden, wolten sie auch ein schlachtsold haben.
das was, ir monat solt damit ausgehn und ein neuer sold angefangen werden.
darwider waren die fursten, hauptman und kriegsraethe, sagten : "Diese
schlacht were allain durch die raysigen beschehen und sie, die knecht, mit
item haufen nit darzu komen, derwegen man inen nichts schuldig." aber die
bundischen knechte bestunden uf ir mainung, wolten auch volgenden tags nit
weiter ziehen, sonder, als sonst yederman ufbrach gein Wurtzburg zu ziehen,
bliben sie zu Konigshofen ligen.
Man hat desselben tags von den bauren zu Koenigshoven erobert 49 stuck
buchsen uf rederen, 12 dopelhacken, 39 hacken, 15 halbhacken und merklich
vil waegen. die buchsen und etlich waegen wurden gein Lauden gefurt, die
andern waegen gebeutet. und blieben die fursten und bund am pfingstabend
(3. Juni) zu Konigshoven still ligen.
Uf denselbigen pfingstabend hat Haintz Truchses, Wirtzburgischer
Marschalk, die stat Lauden von des bunds wegen gevordert und, als sich die
zu gnaden und ungnaden ergeben, eingenomen und zween vurgere darinen sampt
dem pfarherrn daselbst, Linharten Beys, enthaubten lassen.
| | Karl Hofmann, Quellenbuch zur Badischen Geschichte, Karlsruhe :
Friedrich Gutsch 1913,
Nr.16 pp.15-16; Digitalisierung: A. Ganse |
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