Chessbase Opening Encyclopaedia 2010 (DVD)

Aus der PSM Redaktion, geschrieben von Heinz-Willi Jansen am 20.06.2010
 Auf Amazon.de kaufenenglischsprachig (enthält: Chessbase Eröffnungslexikon 2010 - deutschsprachig)
ChessBase GmbH, Hamburg – ISBN: 978–3–86681–172–0; Preis 99,90 Euro

Auch die aktuelle Neuauflage des Jahres 2010 bietet dem ambitionierten Schachspieler eine wirklich gigantische Übersicht aller Eröffnungsgebiete und ermöglicht damit optimale Voraussetzungen für ein spezielles Eröffnungs-Training.
Mittlerweile liegen über 3,7 Millionen Partien (!!!), die alle mit dem betreffenden ECO-Code zum leichteren Auffinden der Eröffnungsvarianten versehen sind, auf der zweisprachig aus-gerichteten Silberscheibe vor. Mehr als 79.000 Partiebeispiele sind fachlich kompetent kommentiert, zur noch besseren Übersichtlichkeit verfügt die Software weiterhin über 4.800 frisch aktualisierte Eröffnungsübersichten, die somit auf dem neuesten Stand der Schach-analysen sind. Zusätzlich gibt es wiederum 506 spezielle Theoriedatenbanken, die den zahl-reichen Chessbase-Magazinen entnommen sind. Hier finden sich interessante ergänzende Erkenntnisse von Spitzenspielern (Einleitungstexte und fundierte Kommentare / Analysen). Anand, Avrukh, Dr. Hübner, Jussupow, Kortschnoj, Krasenkow, Marin, Postny, Ribli, Rogozenko und Stohl sind die Welt- und Großmeister, die sich in diese gigantische Daten-bank mit ihrem enormen Fachwissen eingebracht und somit zu einer außergewöhnlichen Qualität beigetragen haben. Der Chessbase 9 Reader wurde ergänzend beigepackt, jedoch können alle Beispiele auch mit der Fritz-Software ab Version 11 oder mit ChessBase 10, bzw. der Light-Version geöffnet und betrachtet werden. Die Installation der Software geschieht entweder automatisch nach dem Einlegen der DVD oder lässt sich sehr leicht per Hand durchführen.
Vieles des bisher Geäußerten ähnelt stark meiner Rezension aus dem Jahr 2008, aber was soll man zu einer Software noch anmerken, wenn sie unverändert brillant geblieben ist? Die Materialergänzungen und der Zuwachs des Umfangs wirken sich ja nicht etwa nachteilig aus. Die Möglichkeiten zur Recherche, Analyse und zum Training sind absolut phänomenal – ich bin auch dieses Mal wieder restlos begeistert.
Die Lernchancen, die der Spieler durch dieses Material erhält, lassen sich nur annähernd erahnen. Schachvereine und auch nahezu jeder im Verein spielende Mensch erhalten mit dem Chessbase-Produkt vorzügliche Möglichkeiten zur Wettkampfvorbereitung, natürlich auch für das Trainingsprogramm Zuhause je nach Schwerpunktlegung.
Systemanforderungen: Pentium Prozessor 300 MHz, 64 MB RAM, Windows ab 2000 bis Windows 7, DVD-ROM-Laufwerk, Maus und Soundkarte. (Hinweis: Die Hardware-Anforderungen passen nicht zu den aktuellen MS-Betriebssystemen.)
Fazit: Ich kann die „Chessbase Opening Encyclopaedia 2010“ dem Fortgeschrittenen ohne wenn und aber empfehlen. Wohl oder übel muss der Interessent mit knapp 100 Euro in die Tasche greifen, die aber für jeden ernsthaften Schachspieler mehr als sinnvoll angelegt sind. Enzyklopädien in anderen lexikalischen Bereichen kosten sicher ein Vielfaches. Ein reiner Hobbyspieler muss sich die Ausgabe überlegen und prüfen, ob er mit den enormen Möglichkeiten für seinen Bedarf etwas anfangen kann.
Danke an ChessBase für das kostenlose Rezensionsexemplar.

Heinz-Willi Jansen
(stellvertr. Schulleiter an der Kath. Hauptschule Stadtmitte in Mönchengladbach)