Schach für Nintendo DS

Aus der PSM Redaktion, geschrieben von Patrick Marquardt am 02.06.2007
Sobald man den Nintendo DS anschaltet und „Schach“ auf dem Touchscreen antippt, öffnet sich das Programm und es erscheinen 5 Optionen:
- Neues Spiel
-Spiel laden
-Drahtloses Spiel
-Schachrätsel
-Historische Partien

Mal der Reihe nach:

Spiel laden
Hier können bis zu 4 angefangene Spiele gespeichert werden

Drahtloses Spiel
Hier kann man mit einem Freund drahtlos Schach spielen, da jeder Nintendo DS über eine „Funkanlage“ verfügt, mit der man mit einem Freund, der in bis zu 10m Entfernung sitzt, kabellos Daten austauschen, oder eben auch Schach spielen kann.

Historische Partien Hier sind 99 historische Partien gespeichert, die von dem Duell Adolf Anderssen – Carl Mayet (Berlin, 1851) bis zu der Partie Veselin Topalov – Ruslan Ponomariov (Sofia, 2005) geht. Ein bisschen schade finde ich, dass die Partien anstatt z.B. Anderssen - Mayet, nur mit Berlin 1851 beschriftet sind. Erst, wenn man die Partien auswählt, sieht man die Spielernamen.

Schachrätsel Hier sind 70 Problemstellungen gespeichert, die es zu lösen gilt. Man muss immer in 2 oder 3 Zügen mattsetzen. Etwas schade finde ich aber, dass es nur Problemschach ist und keine realistischen Stellungen.

Neues Spiel Das ist die Hauptoption, auf die ich auch am meisten eingehen werde. Sobald man diese Option antippt, kann man seinen Gegner (Computer oder Mensch), seine Farbe (Weiß oder Schwarz), die Schwierigkeitsstufe (1-15), die Bedenkzeit (unbegrenzt, 1min, 2min, 3min, 4min, 5min, 10 min, 15min, 20min, 25min, 30min, 40min, 45min, 50min, 60min oder 120min für die ganze Partie), die Variante (Schach, Blitzschach (stellt die Uhr auf 5min), Schnellschach (stellt die Uhr auf 15min) oder Schach960 (eine Variante des Schachs, welche auf den gleichen Prinzipien beruht, aber aus einer anderen Grundstellung heraus gespielt wird)), die Atmosphäre (Das ist der Hintergrund und das Aussehen des Schachbretts auf dem oberen Bildschirm)(Salon, Lounge, Ländlich oder Spielzimmer), die Anzahl der möglichen Züge (zeigt, wenn man auf eine Figur tippt, wohin diese fahren kann)(ein, aus) und schließlich die Spracheingabe (ein, aus) einstellen.

Ich (ein durchschnittlicher Spieler mit ca. 1720 DWZ (Deutsche Wertungszahl)) habe gegen die verschiedenen Schwierigkeitsstufen gespielt und habe die ersten 12 Stufen einigermaßen leicht bezwungen. Die 13. Stufe habe ich auch noch geschafft, aber bei den Stufen 14 und 15 musste ich mich mit einem Remis zufrieden geben. Ich habe das Programm auch gegen „Virtuell Kasparov Chess“ (ein älteres Schachprogramm für Gameboy Advance) und gegen Fritz 8 (ein sehr starkes Schachprogramm für den PC) spielen lassen.

Das Ergebnis: Das ältere Schachprogramm für Gameboy Advance schlägt das Neue leicht, aber beim PC-Programm muss es passen: Nach schon 30 Zügen ist der Kampf vorbei.

Ein Manko habe ich jedoch auch bei dieser Option gefunden: Die Spracheingabe. Ich habe keinen einzigen (!) Zug damit eingeben können! Aber mit dem Touchpen und der guten alten Knopfsteuerung ist da ja eine gute Alternative geboten.

Fazit: Das neue Schachprogramm schlägt die alten Gamboyprogramme bei Weitem. Bei den modernen PC-Programmen muss es allerdings passen. Aber es ist auch unmöglich auf einem Chip der nicht größer ist als ein Daumen das Gleiche wie auf einem PC zu speichern. Somit bleibt das einzige Manko die Spracheingabe.

Für den Hobbyspieler ist es damit eine sehr gute Alternative zum PC-Programm, für die stärkeren Spieler ab ca. 1900 DWZ jedoch bietet auch das neue Programm nicht wirklich Konkurrenz zum PC.

Anbei ein paar Fotos des neuen Spiels.