Nintendo DS Schach

Aus der PSM Redaktion, geschrieben von Ezra Stingelin (luilui) am 04.06.2007
Nach dem Start erscheint ein beeindruckendes Hintergrundbild: Ein Schachbrett mit Figuren im Weltall!

Zur Auswahl stehen im Startmenu zur Verügung:

Neues Spiel (1)
Spiel laden (2)
Drahtloses Spiel (3, nice to have, wird hier aber von mir nicht berücksichtigt)
Schachrätsel (4)
Hisorische Partien (5)

Punkt (1): Es können verschiedene Modi ausgewählt werden wie: Farbe des Gegners, Schwierigkeitsstufen von 1 bis 16!, Spracheingabe, Bedenkzeit etc. Eine erfreuliche Auswahl. Nachdem die Wünsche eingestellt sind (welche bei jedem neuen Spiel wählbar sind), starten wir:

Es erscheinen zwei Uhren auf den Displays, die eigene und die des Computers. Auf beiden Displays ist das aktuelle Spiel ersichtlich; der untere Display klassisch in 2D, der obere in 3D und drehbar! Jedoch ist die Grafik etwas schlecht, so dass das Erkennen der Figuren genaues Hinschauen verlangt. Etwas mehr Schattierung der Figuren hätte sicher was gebracht.

Die Spracherkennung lässt zu wünschen übrig, vielleicht allgemein eine Schwäche des DS! Alternativ kann mit dem Touchscreen kann ganz einfach die gewünschte Figur mit dem Pen angeklickt werden und dann auf das entsprechend das Zielfeld klicken – und schon ist der Zug vollendet.

Während des Spiels kann die Seite gewechselt werden, Zugvorschläge angefragt, das Spiel gespeichert oder sogar einen Zug zurück verlangt werden. Es kann kein individueller Text beim Speichern eingegeben werden wie z.B. die Schwierigkeitsstufe oder ein anderer gewünschter Inhalt. Es übernimmt einfach die aktuelle Uhrzeit und Datum.

Das gespeicherte Spiel kann mit der Funktion Punkt (2) erneut gestartet werden. Maximal vier Spiele können abgespeichert werden. Für einen Schachsüchtigen eindeutig zu wenig.

Punkt (4): Es gibt 70 Schachrätsel und die ausgewählten sind spannend und trickreich. Es hat Matt in 2 Zügen oder Matt in 3 Zügen zur Verfügung. Ein weiterer Minuspunkt: Es lässt sich nicht nachvollziehen, ob das Rätsel bereits gelöst wurde.

Punkt (5): Historische Partien sind meiner Meinung nach auch immer der Hammer: Lassen sich die Überlegungen der Spieler immer vollständig nachvollziehen? 115 Partien zum Anschauen und staunen – wow! Hier stehen wir vor dem gleichen Problem wie bei Punkt (4): Sind wir dieser Partie schon nachgegangen oder nicht?

Fazit: Spannend und für unterwegs der Knüller! Es wäre jedoch erfreulich, würde die eine oder andere Verbesserung einbaut werden.

Ezra Stingelin, pädagogisch-psychologisches Zentrum Zürich 8.4.2007