Nigel Davies - The English Opening

Aus der PSM Redaktion, geschrieben von Dr. Günther Tutschke am 15.12.2008
ChessBase GmbH, Hamburg
aus der Reihe: fritztraineropening (englischsprachig)



Man kann die CD ROM installieren (und dann über Chessbase öffnen) oder aber, komfortabler: Wer sich diese Programm kauft, hat bestimmt schon Fritz installiert; dann geht’s über Datei öffnen – Chess Media Dateien, und man sucht sich entweder „Introduction“ oder eines der 40 Spiele raus, die besprochen werden.

Startet man, legt Nigel Davis sofort los: Der Bauer wird nach c4 gezogen und die grundsätzliche Strategie der Englischen Eröffnung erklärt. Leider plaudert er geraume Zeit, ohne dass sich eine weitere Figur bewegt – ja, plaudert! Denn ein rhetorisch ausgefeilter Vortrag ist das nicht! In eher schnoddrigem Ton und viel zu schnell sprechend, ist es alles andere ein Vergnügen ihm zuzuhören. Man verbraucht so viel an Konzentration, alles mitzubekommen (auch, wenn man durchaus gute Englischkenntnisse hat), dass man sich kaum noch auf die Erklärungen selbst konzentrieren kann.

Auch die 40 Partien, die durchaus interessant sind und wichtige Hinweise für den Spieler enthalten, sind nach diesem Muster aufgebaut. Es ist wesentlicher angenehmer, die Entwicklung der Partie auf dem Brett zu verfolgen und mit der Pfeil-nach-rechts-Taste zu steuern. Denn es sind durchaus interessante und lehrreiche Partien darunter, auf die Videoeinspielung könnte man gut verzichten und lieber ein paar Partien mehr auf den Datenträger packen.

Mein Fazit: Verzichtet auf die Videoeinspielung (oder spendiert Nigel Davis einen Rhetorikkurs .. ;-)) – sonst aber schöne und lehrreiche Partien, der Ablauf lässt sich auf dem Brett sehr schön verfolgen.

Mein Vorschlag: Besser wäre es, einige markante Eröffnungsfallen dazuzugeben und bei Varianten vielleicht ein zweites Brett einzublenden, damit man den Vorteil (oder Nachteil) der einen oder der anderen Variante plastisch vor Augen hat.

Dr. Günther Tutschke