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An demselben 10. November
1918 spätabends erreichte Ebert über eine geheime Telefonleitung ein Anruf der
Obersten Heeresleitung aus dem belgischen Badeort Spa.
"Hier General Groener!
Der Feldmarschall (Hindenburg) und ich erkennen Ihre Regierung an."
Ebert frage: "Und was
erwarten Sie von uns?"
"Der Feldmarschall
erwartet, dass die Regierung das Offizierskorps bei der Aufrechterhaltung der
Disziplin und Ordnung in der Armee unterstützt. Es erwartet, dass die
Nahrungsmittelversorgung der Armee gesichert und dass jegliche Unterbrechung des
Eisenbahnverkehrs verhindert wird."
"Und was sonst
noch?"
"Das Offizierskorps
erwartet, dass die Reichsregierung den Bolschewismus bekämpfen wird und stellt
sich der Regierung dafür zur Verfügung."
(Ebert nach einer Pause)
"Ich bitte sie, dem
Feldmarschall den Dank der Regierung zu übermitteln."
So schloss Ebert einen Pakt
mit den alten Mächten gegen die Arbeiter- und Soldatenräte, die ihn gerade
erst zu ihrem ersten Mann ernannt hatten. Ebert handelte im Sinne seines
Anspruchs, dass er die Revolution hasse "wie die Sünde."
Täglich abends besprach sich
Ebert auf einer geheimen Leitung mit dem General Groener über die Maßnahmen
gegen die Revolution. Während die Masse der Arbeiter noch an eine neue Ordnung
glaubte, blieben die Grundlagen der alten Ordnung erhalten:
- kein Fürstenvermögen
wurde angetastet
- kein Grundbesitz wurde
aufgeteilt
- die Großindustriellen
blieben 'Herr im Hause'
- keine Bank wurde
verstaatlicht
- kein General wurde
angeklagt
- alle Richter und
Verwaltungsbeamten blieben im Amt.
Noch heute gehen die Urteile
über den Ebert-Groener-Pakt weit auseinander.
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